Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

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24.08.2015 14:50von ( gelöscht )
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Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

Liebe Wissende.
Ich hätte gerne folgende Fragen, die ich bis jetzt nur im Internet teilweise klären konnte.
Bitte wer kann mir aus erster Hand antworten bzw. auch mit Bildern aushelfen?
U8: - Wo genau und wann wurde exakt das Tunnelende gegen Westen abgemauert?
- Bis wohin konnte die BVG-West die Gleise nach dem Gleisdreieck noch nutzen?
- War bis zum Gebietsabtausch 1972 auf der Brücke über dem Landwehrkanal Schluss für die BVG-West?
- Wie war das westliche/östliche Ende der U2 bis / ab 1972?
- War der Notausstieg nach dem Ende des Wendegleises immer verschlossen bzw. war die Mauer im Tunnel davor?
- Hat man nach 1993 den alten Tunnel weitergenutzt oder etwas nach Osten verschwenkt?
- Gab es den Notausgang von 1961-1972 (damals Ost) bzw. wurde er nach dem Gebietsabtausch wieder geöffnet?
S-Bahn/U-Bahn:
- Wann hat man die westlichen S-Bahnabgänge vor der Mauer am Potsdamerplatz abgemauert? Mit der Grenzmauer 75?
- Warum wurden zuerst die S-Bahnabgänge vor der Mauer gelassen und danach doch hinter der GM 75 verbaut?
- Stand die GM 75 wirklich teilweise bzw. vollständig auf den gesperrten S-Bahnabgängen Potsdamerplatz?
- Wurden die Stiegenabgänge vollständig mit Beton ausgefüllt oder nur Betonfelder draufgelegt?
- Warum wurden die Abgänge im Todesstreifen am Potsdamerplatz mit der Zeit ebenfalls zubetoniert?
Abtrennung Westberlin:
- Hat man überall die exakte Zonengrenze mit Gitter, bzw. Absperrungen in Westberlin gekennzeichnet oder nur an bestimmten Plätzen?
- Wurde man von der Westberliner Polizei abgewiesen wenn man bis zur Mauer ging? Es war ja rechtlich eine Grenzverletzung ?
- Gingen oft Ostgrenzer vor der Mauer Kontrollen oder praktisch nie?
- Hat Westberlin die Strassen exkakt bis zur Zonengrenze instandgehalten? Deswegen habe oft die Strassenbahnschienen wenige Meter
vor der Mauer aufgehört, danach Richtung Westen wurden sie weggepflastert.

Fragen über Fragen :-) Wer kann mir helfen und hat wer Fotos von den besagten Stellen (Potsdamerplatz)

DANKE!!!

Liebe Grüße

27.08.2015 13:39von eisenringtheo
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #29
(...)Die Sprayer aus dem Westen verzierten die Mauer mit Graffitis und Parolen erst in den 1980iger Jahren.
Eigentlich ja Sachbeschädigung, mir ist immer noch unklar, warum dieses "Besprühen" erst ab einem bestimmten Zeitpunkt und dann übermäßig -ohne Protest der DDR-Behörden?- erfolgte.


Es begann schon 1970 in München

In Berlin war 1972 die Mauer am Potsdamer Platz noch graffiti-frei

1975 hatte es schon Sprüche

Theo

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27.08.2015 13:59von ( gelöscht )
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #29

Das war wohl auch noch bis Ende der 70iger Jahre/Anfang 80iger Jahre anders wenn man sieht wie weiß die Mauer damals westseits gewesen ist.
Ich erinnere mich, man hatte auch mehr als Respekt das Vorgelagerte zu betreten.



Da war die Mauer ja noch neu und die "Kulturrevolution" der Hippie-Bewegung wirkte noch nicht. Sanktioniert wurde das Übertreten der Grenze von Westen aus aber definitiv nicht. Mulmig durfte einem nur wegen evtl. Reaktionen der Ostseite werden.

Zitat

Eigentlich ja Sachbeschädigung,



Sachbeschädigungen an der Mauer waren westlichen Behörden definitiv egal!

Zitat

mir ist immer noch unklar, warum dieses "Besprühen" erst ab einem bestimmten Zeitpunkt und dann übermäßig -



Politische Parolen in einfacher Blockschrift gab es bereits in den 70er Jahren (s. Fotos oben).

Flächenhafte, vielfarbige künstlerische Graffiti wurde erst mit der Hip-Hop-Kultur Anfang der 80er Jahre überhaupt modern, und wurde dann auf die Mauer angewandt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hip-Hop_%2..._.28Graffiti.29

Dazu kommt die "Kreuzberger Szene", die sich in der Zeit so richtig entwickelte. Die buntesten und dichtesten Graffitis waren nicht zufällig gerade in dem Bereich zu finden. 1982 gab es noch die Moderne-Kunst-Ausstellung "Zeitgeist" im Gropiusbau direkt an der Stresemannstr., von der haben sich einige Künstler auch an der Mauer verewigt. Das war sicher auch ein Kristallisationspunkt.

Zitat
ohne Protest der DDR-Behörden?



Zumindest in den 1980ern war den DDR-Grenzern das Betreten des Unterbaugebietes und auch das Verzieren der Mauer egal, gibt da viele Fotos.

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27.08.2015 14:03von ( gelöscht )
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Zitat von Donaustrom im Beitrag #30
Und die Mauer stand ja nur wenige Meter vor der eigentlichen Sektorengrenze. Da hätte man nur kurz laufen müssen und wäre im "sicheren" Westen gewesen. Ich denke es hat keinen Fall gegeben, wo die Ostgrenzer vor der Mauer gewartet hätten, um auf dem schmalen Streifen jemanden festzunehmen....


Es gab auch Stellen wo der Abstand zwischen Mauer und eigentlicher Grenzlinie ein paar hundert Meter betragen konnte, z.B. am Lenné-Dreieck, in der Gegend von Dreilinden und Düppel, und überall an Gewässern. Soweit ich weiß haben die Grenzer in den 50er und 60er Jahren da durchaus scharf reagiert - da war der Kalte Krieg noch richtig kalt -, aber in der Zeit an die ich mich erinnere (70er und später) war das nicht mehr so. Man konnte unbehelligt das Lenné-Dreieck als Abkürzung durchqueren, oder z.B. auf der Havel mit einem Schlauchboot oder schimmend die Grenzlinie weit hinter sich lassen, war denen egal.

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27.08.2015 14:12von 94
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Nun, so manch ein 'Künstler' wurde da auch schonemal in den 80igern 'eingesammelt' ...
Weißer Strich - Mauerperformance Westberlin 1986

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27.08.2015 17:22von Kalubke
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Der Sinn des Spruches auf dem 1975'er Foto im Beitrag #31 von @eisenringtheo: "BULLEN MIT SENDERN AUS DEM HAUS, SIE WERDEN KÖRPERLICH MIT SENDERN ANGEGRIFFEN, ES HERRSCHT TERROR IN DEUTSCHLAND" erschließt sich mir irgendwie nicht so ganz. Kann es vieleicht sein, dass mit "SENDERN AUS DEM HAUS" das "Studio am Stacheldraht" gemeint war und mit "SIE" die DDR-Bürger? Die etwas hölzerne Ausdrucksweise sowie die ordentlich und sorgfältig gemalten Buchstaben könnten die Vermutung aufkommen lassen, dass der Spruch von der DDR aus dort rangemalt wurde, sozusagen als Propaganda-Gegenaktion. Dann wäre es die DDR gewesen, die als erstes auf die Idee kam, die Mauer mit Graffitis zu bemalen und eine kleine zeitgschichtliche Sensation, oder?

Gruß Kalubke

27.08.2015 19:03von Fischerhütte
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Hallo,
hier passend zum Thema ein paar Bilder aus der Galerie und eine passende Karte:

Gruß Fischerhütte



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27.08.2015 19:20von GZB1
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@Kalubke

Die schräg angesetzten L-Teile der GM-75 markieren den Beginn/Ende des vorgelagerten DDR-Hoheitsgebietes/Dreieck!

Es gab in dem Bereich mit Sicherheit auch ein Mauertürchen.

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27.08.2015 19:29von ( gelöscht )
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Abgänge, Keller, Schächte, ehemalige Bunker, Kabeltunnel, Bauvorleistungen usw. was gab es denn nach dem 13.08.1961 noch Wochen oder Monate später an überraschend gefundenen zum 13.8. in der Vorplanung schlicht nicht berücksichtigten unterirdischen Verbindungswegen die ggf. auch nicht Ausreisewillige kannten, also auch nicht "mißbraucht" wurden?

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27.08.2015 19:44von GZB1
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Für die Kontrolle des vorgelagerten Hoheitsgebietes gab es wimre Vorschriften und die für den Grenzabschnitt verantwortlichen GT-Kommandeure hatten in ihren periodischen Grenzsicherungbefehlen Kontrollen dafür vorzusehen.

27.08.2015 19:52von Kalubke
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Da gabs z.B. die unterirdischen LS-Anlagen und Verbindungstunnel der Reichskanzlei, des Führerbunkers und der umliegenden Reichsministerien sowie Teilstücken von unterirdischen Bahn- und Autotunneln (Achsenkreuz Tiergarten) aus der Zeit de Germania-Planung von Speer. Das wurde vom MfS in den 8 Jahre andauernden sog. UTA-Untersuchungen (UTA=untertägige Anlagen) penibel ausgewertet (siehe dazu auch www.berliner-unterwelten.de). Wahrscheinlich benutzte die HV A einen Weg davon als unterirdische Grenzschleuse. Der HV A-Oberst Heinz Busch soll sich über diese unterirdische Schleuse im Januar 1990 nach Westberlin abgesetzt haben, um nicht an den GÜST-Kontrollen aufzufliegen. Möglicherweise befand sie sich im Bereich des sog. Heubodens einem angelegten Abzweig von der NS-Bahn in Richtung Norden am Brandenburger Tor.


Übersichtskarte UTA

im UTA-Vorgang untersuchte Anlagen:

1 Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft - Hotel Adlon
2 LSB Hotel Kaiserhof
3 U-Bahnlinie G (Tunnelabschnitt Achsenkreuz)
4 U-Bahnlinie G (Tunnelabschnitt Achsenkreuz)
5 ??
6 Achsenkreuz Straßentunnelzubringer Siegesallee/Ost-West Achse
7 ??
8 Achsenkreuz Straßentunnelzubringer Siegesallee/Ost-West Achse
9 LS-Tunnel Reichstag-Reichskanzlei
10 ??
11 ??
12 LS-Tunnel Reichstag-Landebahn Ost-West Achse
13 LS-Tunnel Ministerium des Inneren - ???
14 LS-Tunnel Ministerium f. Wissenschaften zum Hotel Adlon
15 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung zur Hermann-Göring Straße
16 Straßentunnel Achsenkreuz (Ausfahrt Ost-West Achse)
17 ??
18 LS-Tunnel Reichstag-Reichskanzlei
19 U-Bahnlinie G (Lübars- Marienfelde)
20 Verbindungstunnel Reichstag-Palais des Reichskanzlers (u.a. benutzt von van der Lubbe, dem Brandstifter des Reichstagsbrandes)
21 ??
22 ??
23 LS-Tunnel Reichskanzlei - Propagandaministerium
24 ??
25 LS-Tunnel Hotel Adlon - Pariser Platz
26 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft zur Hermann-Göring Straße
27 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft zum Hotel Adlon
28 ??
29 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft zur Wilhelmstaße
30 LS-Tunnnel Wilhelmstraße Ausgang U-Bahnhof Kaiserhof
31 LS-Verbindungstunnel Führerbunker- Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
32 S-Bahn Tunnelverzweigung Hermann Göring Straße/Unter den Linden "Heuboden"
33 LS-Tunnel Kfz-Bunker Reichskanzlei - "Heuboden"
34 LS-Verbindungstunnel Führerbunker-Reichskanzlei
35 LSB Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
36 U-Bahnlinie G (Lübars- Marienfelde) U-Bhf. Platz vor der großen Halle
37 LSB Reichsverkehrsministerium
38 ??
39 ??
40 Reichskanzlei Waschräume, Krankenstation, Zivil-Bunker
41 LS-Tunnelausgang Auswärtiges Amt - Garten
42 ??
43 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung - Deutsche Bank
44 ??
45 LS-Tunnel Kfz-Bunker Reichskanzlei - Wäschereibunker
46 Reichskanzlei Kfz-Bunker
47 Tunnel U-Bahnlinie F U-Bhf. Reichstag
48 ??
49 ??
50 ??
51 LS-Tunnelausgang Kfz-Bunker Reichskanzlei Voßstraße/Hermann-Göring Straße
52 ??
53 ??
54 ??
55 LS-Tunnel Wilhelmstraße zum Reichsluftfahrtministerium

Gruß Kalubke

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03.09.2015 18:28von Grenzläufer
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #31

1975 hatte es schon Sprüche

Theo


Im Hintergrund rechts zu sehen, die imposante Ruine des Hauses Vaterlands/ganz früher Haus Potsdam
Schade, dass man dieses Gebäude, eine Stahl- Mauerwerkskonstruktion aus dem Jahre 1911, abgerissen hat. Es war noch eines der wenigen Gebäude im Bereich des Potsdamer Platzes, die nach 1945 stehen geblieben sind.


https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Vater...e_bei_Nacht.jpg

>>>Das Haus Vaterland war von 1928 bis 1943 ein großer Gaststättenbetrieb und Vergnügungspalast am Potsdamer Platz in Berlin mit rund einer Million Besuchern im Jahr, der als Vorläufer der heutigen Erlebnisgastronomie angesehen werden kann. Nach einem kriegsbedingten Großbrand 1943 wurde in Teilen des Gebäudes ein eingeschränkter Restaurantbetrieb mit mehreren Unterbrechungen fortgeführt und schließlich im Juni 1953 endgültig eingestellt.<<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Vaterland_(Berlin)



Der Berliner Klaus Lindow hat eine Internetseite über die Geschichte des Gebäudes mit Außen- und Innenaufnahmen erstellt:


http://www.haus-vaterland-berlin.de/
http://www.haus-vaterland-berlin.de/frameset/index.html

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07.09.2015 08:28von ( gelöscht )
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Morgen, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte.
Oh, hier geht’s ja toll durcheinander. Na ja, beim Potsdamer Platz kein allzu großes Wunder.
Eigentlich sind die meisten Fragen von Donaustrom schon beantwortet, im Thread Geisterbahnhöfe. Dort sind auch die entsprechenden Skizzen, Pläne usw. eingestellt. (Abendfüllendes Programm.)
Daher nur in Kurzform zu den Fragen.
U8 – war und ist nie am Potsdamer Platz. Die geht von Heinrich Heine-Straße nach Bernauer Straße, also ganz wo anders. Die U-Bahn-Linie, die Du meinst, ist die Linie Pankow – Ruhleben.(Damals Linie A) Dann ein ganzes Bündel bezüglich des Zustandes der U-Bahn-Linie hinter der Mauer am Ende der Abstellgruppe, das Bild in #15 mit den Gleisabschlüssen. Die Erklärung von Stabsfeld, #2, ist da korrekt. Wie weit konnte die BVG die Gleisanlage zwischen Gleisdreieck und PoP nutzen? Genaugenommen –können –bis zur Mauer, sie hätte 1961 sogar den U-Bahnhof PoP als Endpunkt nutzen können. (S. Maronbefehl –die U-Bahn der Linie A endet aus Ri. W im Bhf-PoP) Die BVG hat das aber nicht gemacht, daher Endbhf. Gleisdreieck. Rest-M-Bahn und so –siehe Stabsfeld König.
Zwischen dar Ausfahrt PoP bis zur Vermauerung gab es keinen Notausstieg. Der erste war schon auf WB-Gebiet. (Nach dem Gebietsaustausch 72, Vorher: gedeckelt, verschlossen. Soviel ich weiß, wurde dieser NA erst 1991 wieder in Betrieb genommen, vorher fuhr da ja nichts.)
So-dann wird es Schwierig: Gebietsaustausch. Es gibt eine Darstellung des Senats dazu. Kann ich nur „suchen“ empfehlen.
So viel zur U-Bahn.
Allgemein: Im Thread gehen der U-Bhf und der S.Bf schön munter durcheinander. Beide Bahnhöfe sind baulich total voneinander getrennt gewesen, hatten keine Verbindung miteinander. Der auf vielen Plänen vorhandene Fußgängertunnel wurde angedacht, aber nie gebaut! Es gab auch keine Schleichwege oder Geheimgänge- gehört in den Bereich Urban Legend.
Die drei S-Bahn-Eingänge vor der Mauer: Es waren drei! Am 13.08 verschlossen, noch im August 61, vor dem Bau der ersten Generation der Mauer vermauert. Die GM 75 stand auch nie auf einen Eingang, Am dichtesten dran –genau auf der Kante, war sie am nördlichsten der drei Zugänge. Dieser Zugang war dann mit Platten gedeckelt und hatte oben drauf noch eine Betonkappe. Die beiden anderen Zugänge –Betonplatten und „glattgezogen“ auch mit Beton. Die Zugänge vor der Mauer: Einer – der Mittlere- „offen“-Zugang der GT und der Eisenbahner, irgendwo mussten die ja rein kommen. Im Thread Geisterbahnhöfe ist der Film „Rundgang….“ Eingestellt. Da ist der Zugang zu sehen. Die beiden anderen Zugänge waren gedeckelt- Betonplatten. Entgegen der landläufigen Meinung; Kein Zugang des Bf. POU war mit Beton zugefüllt.
Und – allgemein: Die Mauer stand immer vor dem eigentlichen Grenzverlauf. Es gab nur wenige Ausnahmen, wo wirklich absolut keine andere Möglichkeit bestand. Im Bereich Potsdamer Platz war das nicht der Fall. Ach – hat der Senat von Westberlin die Straßen bis zur –Sektorengrenze -(beliebte Falle, nicht?) Ja, wer sonst? Und genau bis zum „Strich“, und nicht nur die Straßen, man glaubt gar nicht, wie viele notwendige technische Anlagen so unter der Straße liegen.
Soviel erst mal.
73,Hans

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07.09.2015 11:30von ( gelöscht )
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Morgen , Gemeinde….
Sozusagen : Sammelsurium von Fragen und Feststellungen in diesem Thread. Bunt durcheinander.
#23 : Wer weiß, warum man den alten Bahnhof an Westberlin abgetreten hat? Hatte die DDR kein Interesse dran?
Verstehe ich nicht. Der alte Bahnhof Potsdamer Platz (Ursprünglich Leipziger Pl.)liegt (Lag) östlich vom jetzigen, in Ri. Pankow, und wurde bereits zu Kaisers Zeiten zurückgebaut. Den kannst Du doch nicht meinen. Der U-Bahnhof PoP Lag /liegt schon immer östlich der Grenze, da hat man nichts „abgetreten“. Ist auf der von dir eingestellten Karte gut zu erkennen. Was du möglicherweist meinst-das Stück Tunnel, seit 61 ungenutzt, das beim Gebietsaustausch im Rahmen Lennee-Dreieck zu WB Kam. ( Das Foto mit Mauer und Prellböcken, Gleisabschluss, weiße Gasbetonsteine) Ausführlich dazu in Geisterbahnhöfe.

Der S-Bahnhof lag in seiner Gesamtheit, komplett, auf DDR-Gebiet. Selbst die Zugänge vor der Mauer!
--Nur mit dem Gebietsabtausch 1972 kam ein Tunnelteil der U 8 (wie die anderen Geisterstrecken)….—
Ne. Per Definition: Geisterstrecken: Teil der U6, Teil der U8, und Teil der Nord-Süd-S-Bahn, welche unter dem Teil der Hauptstadt……usw. verliefen. Da wurde nichts unter WB langgeführt, Warum auch. Da war doch ganz normaler Betrieb. Umfangreiche Karten dazu: Geisterbahnhöfe.

#27 „Über das Zwischengeschoß konnten die B-Punkte von außen unbemerkt betreten und verlassen werden.“ Hm. Schöne Idee. Ging bloß nicht. Weil: Die Zugänge waren definitiv vermauert. Über das Zwischengeschoß lief da nichts. Es gibt mehrere Fotos von den geschlossenen Scherengittern samt Mauer dahinter.

#35 Der Sinn- na ja. Aber das Studio am Stacheldraht gab es da schon lange nicht mehr.

#40 Aua, Kalubke. Da sind aber die Pferdchen durchgegangen. Bzw. du hast die allertollste Quelle über UTA erwischt. Die Teilstücke (Vorratsbauten) der U-Bahn – wenige- und die Autobahnstücke – Achsenkreuz usw. lagen alle weit in WB. Autobahn-Höhe Ehrenmahl, U-Bahn „Hinter den Reichstag –westlich. Und Definitiv – Vom Hängeboden aus gab es keine Verbindung zu irgendwas- auch die häufig erwähnten geheimen Verbindungen zum Adlon, zur Reichskanzlei und –noch ein Haufen ach so geheimer S-Bahn-Anlagen gab es einfach nicht.

# 12 Hm. Kleines Problem: Der von Theo eingestellte Bahnhofsplan ist zwar der am leichtesten zugängliche ( „Signal“ hat ihn wohl deshalb auch genommen) aber – es ist ein Plan, der so nie ausgeführt wurde. Der Fußgängertunnel wurde nie gebaut. Der Plan diente „Signal „zur Erläuterung eines Projektes, den Bahnhof POU für Westberliner zu öffnen, zu nutzen. Der Grenzverlauf ist da nur schematisch eingetragen. Und bevor eine neue Urban Legens aufkommt – das war nichts offizielles, sondern der Wunschtraum einer Bürgerinitiative. Nachzulesen in „Signal“ –Monatsschrift des Verbandes…. Entstanden übrigens in Verbindung mit dem Gebietsaustausch Lennee-Dreieck
.
#20 Äh, oh nein. Was machst du heute bloß? Das ist U-Bahn! Nix Bahngelände Reichsbahn! Die Vermauerung am Tunnelmund kam übrigens erst nach dem Gebietsaustausch, wurde also durch die BVG zur Bauwerkssicherung hingestellt. Vorher war da eine Art Scherengitter. Die Strecke, die Z-Kom da gelaufen ist – bis zur Mauer, das war die sogenn. „Alte“ Mauer, ging also bis an den Beginn der alten Abstellgruppe PoP, diese Mauer wurde nie entfernt. Dahinter noch rund 50 -80 m bis zu der Wand, die auf dem Prellbockbild zu sehen ist. Beide Mauern : Keine Tür / Durchschlupf oder so vorhanden.
Und Dein Letzter Satz in der 20: Nun –dir hätte der Arsch abgefahren werden können, dem Z-Kom nicht.
73. Hans

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07.09.2015 12:13von ( gelöscht )
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U-Bahntunnel Potsdamer Platz, "Blickrichtung Gleisdreieck".







Quelle und sehr gute weitere Fotos: http://www.pravda-tv.com/2014/01/mauer-u...ahnhofe-videos/

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07.09.2015 13:21von Grenzläufer
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Zitat von Kalubke im Beitrag #35
Der Sinn des Spruches auf dem 1975'er Foto im Beitrag #31 von @eisenringtheo: "BULLEN MIT SENDERN AUS DEM HAUS, SIE WERDEN KÖRPERLICH MIT SENDERN ANGEGRIFFEN, ES HERRSCHT TERROR IN DEUTSCHLAND" erschließt sich mir irgendwie nicht so ganz. Kann es vieleicht sein, dass mit "SENDERN AUS DEM HAUS" das "Studio am Stacheldraht" gemeint war und mit "SIE" die DDR-Bürger? Die etwas hölzerne Ausdrucksweise sowie die ordentlich und sorgfältig gemalten Buchstaben könnten die Vermutung aufkommen lassen, dass der Spruch von der DDR aus dort rangemalt wurde, sozusagen als Propaganda-Gegenaktion. Dann wäre es die DDR gewesen, die als erstes auf die Idee kam, die Mauer mit Graffitis zu bemalen und eine kleine zeitgschichtliche Sensation, oder?

Gruß Kalubke



Hallo Kalubke,
ich habe auch über den Spruch sinniert und es kann durchaus sein, dass er gar nicht von "West"-Sprayern stammt.
Das Studio am Stacheldraht schloss aber bereits 1969/1970, wenn der Spruch später angebracht wurde, ist es
noch rätselhafter.

http://www.berlin-mauer.de/videos/studio-am-stacheldraht-565/


Nochmal zum Thema "Spraykunst und Mauer", ein damaliger Mauerkünstler

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