Demomeß-universal - hergestellt in der DDR

16.08.2015 10:02 (zuletzt bearbeitet: 16.08.2015 10:35)
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#1
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Das demomeß-universal war das einzige in der DDR serienmäßig hergestellte Demonstrationsvielfachmessgerät mit IC (integrated circuit). Dieses Messgerät war Gegenstand meiner Diplomarbeit an der damaligen Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt. Es hatte damals die Bezeichnung DVM1. Das erwähnte analog anzeigende Messgerät wurde vorzugsweise in Bildungseinrichtungen eingesetzt. Leistungsumfang: Spannungs-, Stromstärke-, Wirkstromstärke- und Temperaturmessungen. Zudem verfügte es über eine Spannungsquelle um beispielsweise Operationsverstärker mit Elektroenergie zu versorgen. Außerdem war das DVM1 mit einem elektronischen Überlastschutz ausgerüstet. Die Zielstellung lautete damals: Keine Bauelemente aus dem NSW - Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet - für dieses Demonstrationsvielfachmessgerät zu verwenden.


s. http://dietrichklug.de/DVM1.html

Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Marie von Ebner-Eschenbach

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16.08.2015 15:40 (zuletzt bearbeitet: 16.08.2015 19:18)
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#2
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Zitat von fury77 im Beitrag #1
Das demomeß-universal war das einzige in der DDR serienmäßig hergestellte Demonstrationsvielfachmessgerät mit IC (integrated circuit). Dieses Messgerät war Gegenstand meiner Diplomarbeit an der damaligen Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt. Es hatte damals die Bezeichnung DVM1. Das erwähnte analog anzeigende Messgerät wurde vorzugsweise in Bildungseinrichtungen eingesetzt. Leistungsumfang: Spannungs-, Stromstärke-, Wirkstromstärke- und Temperaturmessungen. Zudem verfügte es über eine Spannungsquelle um beispielsweise Operationsverstärker mit Elektroenergie zu versorgen. Außerdem war das DVM1 mit einem elektronischen Überlastschutz ausgerüstet. Die Zielstellung lautete damals: Keine Bauelemente aus dem NSW - Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet - für dieses Demonstrationsvielfachmessgerät zu verwenden.


s. http://dietrichklug.de/DVM1.html


Hören Sie bitte auf, Hr. Diplomlehrer, eine nichtsagende Mitteilung und Schwupps sind wir auf einer Firmenwebsite.
Ich weis, niemand wird gezwungen da mal weiterzuklickern.
Micha


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16.08.2015 18:49
#3
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Das ist nicht das Problem.

Ein Fachmann sollte aber davon ausgehen, daß hier gewiß niemand seines speziellen Fachs ist.
So versteht das nicht mal ein Professor eines anderen Gebiets.

Nichts für ungut.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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17.08.2015 11:49
avatar  matloh
#4
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Wann wurde dieses Messgerät denn entwickelt?
Wozu benötigte man dazu einen IC? Die o.g. Funktionen sollten doch eigentlich auf "normalem" analogen Wege relativ einfach messabar sein oder? Oder wurde der IC für eine erhöhte Messgenauigkeit (Geringer/hoher Innenwiderstand, Kompensation etc.) verwendet?
War das ein Handmessgerät oder ein Tischgerät? Gibt's da auch Bilder dazu?

cheers matloh

Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


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17.08.2015 12:01
avatar  fury77
#5
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Zitat von matloh im Beitrag #4
Wann wurde dieses Messgerät denn entwickelt?
Wozu benötigte man dazu einen IC? Die o.g. Funktionen sollten doch eigentlich auf "normalem" analogen Wege relativ einfach messabar sein oder? Oder wurde der IC für eine erhöhte Messgenauigkeit (Geringer/hoher Innenwiderstand, Kompensation etc.) verwendet?
War das ein Handmessgerät oder ein Tischgerät? Gibt's da auch Bilder dazu?

cheers matloh

Die Entwicklung begann Ende der 70er Jahre. Der IC bewirkte u. a. einen relativ hohen Eingangswiderstand bei Spannungsmessungen u. eine erhöhte Messgenauigkeit. Das Gerät war ein Tischgerät. Bilder - insbesondere vom Prototyp - sind in meiner Diplomarbeit zu finden. Ich werde diese noch ins www stellen.

Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Marie von Ebner-Eschenbach

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17.08.2015 14:37
#6
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und die Entwicklung geschah im Weinhold-Bau (damals NSG)?

Gruß Stuelpner


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13.09.2015 18:24
avatar  fury77
#7
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Zitat von Stuelpner im Beitrag #6
und die Entwicklung geschah im Weinhold-Bau (damals NSG)?

Gruß Stuelpner

Die Entwicklung begann bei Simeto in Klingenthal. Diese Firma gibt es sogar heute noch. Ich habe unter http://dietrichklug.de/DVM1.html
ein Foto von einem Prototyp des DVM1 jetzt hochgeladen. Im Weinhold-Bau wurden diverse Experimente mit dem DVM1 durchgeführt.

Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Marie von Ebner-Eschenbach

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15.08.2016 14:06
avatar  fury77
#8
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Irgendjemand hat mich nach der Bedienanleitung (BA) des DVM1 gefragt. Ich habe sie hier für Interessenten platziert. Das Anfertigen der BA war mit Gegenstand der Diplomarbeit, welche nur für den Dienstgebrauch vorgesehen war.

>>> http://dietrichklug.de/BA-DVM1.html

Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Marie von Ebner-Eschenbach

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15.08.2016 19:06
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#9
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Zitat von fury77 im Beitrag #1
Die Zielstellung lautete damals: Keine Bauelemente aus dem NSW - Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet - für dieses Demonstrationsvielfachmessgerät zu verwenden.
s. http://dietrichklug.de/DVM1.html



Hallo,
ab wann waren denn in der DDR aus Eigen- oder RGW-Produktion Operationsverstärker und Feldeffekttransitoren für solche zivilen nicht strategischen Anwendungen in Stückzahlen verfügbar?

Und rückblickend, ob und welches Elektronikgebiet würde vor 1989 geheim und technologisch überlegen für Militär z.B. im Gebiet Vertrag von Warschau angewandt, ich las z.B. elektrooptische Nachtsichttechnik, stimmt das? Ich hörte auch von EMP-harten Subminiuatur-Elektronenröhren, Notfunkgeräte!


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15.08.2016 22:16
avatar  fury77
#10
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Zitat von SET800 im Beitrag #9
Zitat von fury77 im Beitrag #1
Die Zielstellung lautete damals: Keine Bauelemente aus dem NSW - Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet - für dieses Demonstrationsvielfachmessgerät zu verwenden.
s. http://dietrichklug.de/DVM1.html



Hallo,
ab wann waren denn in der DDR aus Eigen- oder RGW-Produktion Operationsverstärker und Feldeffekttransitoren für solche zivilen nicht strategischen Anwendungen in Stückzahlen verfügbar?

Und rückblickend, ob und welches Elektronikgebiet würde vor 1989 geheim und technologisch überlegen für Militär z.B. im Gebiet Vertrag von Warschau angewandt, ich las z.B. elektrooptische Nachtsichttechnik, stimmt das? Ich hörte auch von EMP-harten Subminiuatur-Elektronenröhren, Notfunkgeräte!


Die Entwicklung des DVM1 begann um 1980. Demnach mussten auch die BE zu dieser Zeit verfügbar gewesen sein.
Die russischen Funkgeräte bspw. R 109 D oder M waren nach meinem Kenntnisstand mit Röhren ausgerüstet, welche angeblich EMP-sicher waren. Ich hatte mit beiden Geräten bei den GT zu tun.

Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Marie von Ebner-Eschenbach

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