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#21

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 17:47
von Robert | 5 Beiträge
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Zitat von turtle im Beitrag #15
Na dann will ich einmal loslegen. Ich war damals oft in Ostberlin .Habe einige Zeit in WB gelebt, mein Pass sagte aber Hamburg. So habe ich die Gelegenheiten genutzt und bin in der Friedrichstr. ausgestiegen. Hatte schon ein Stammlokal. Durch mein sächsisch merkten die nicht so schnell ,das ich in Westberlin wohnte. Doch mit der Zeit änderte es sich ,wenn ich 20 Min. vor 24 :00 drängelte zu bezahlen. Kam schon mal vor das ich die Zeit etwas überschritt. Da kamen mal ermahnende Worte oder Nachzahlen. Allerdings wenn bekannt war ,wo ich wohnte musste ich mir eine andere Kneipe suchen. Die Wünsche kannste mal.wurden zu viel. Zum Anderen mein Ostgeld wurde immer mehr ,soviel konnte ich nicht versaufen. So hatte ich unweit der Friedrichstr. unter einem bestimmten Stein mein Depot. Doch man konnte auch über Nacht in Ostberlin bleiben. Dazu musste man sich ein Zimmer in einem Inter-Hotel nehmen. Das mit dem Visa wurde da schnell und Problemlos gelöst. Was mich etwas wunderte mit der Zeit kannte man mich ,kein Wunder bei 2x in der Woche Einreise und halb besoffen gegen 24:00 Ausreise. Doch von zwei Ausnahmen abgesehen wurde ich nicht gefilzt oder schikaniert. Ich blieb immer freundlich und höflich.


Lustige Geschichte mit den Gelddepot unter dem Stein!
Eine Frage noch: Mich interessiert konkret das Jahr 1981. War das etwa die Zeit deiner Beschreibung?



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#22

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 18:01
von Musiker12 | 822 Beiträge
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An sowas wie Sperrstunde kann ich mich auch nicht erinnern. Ich war oft in der Partythek in Pankow. Da ging es wirklich bis zum Umfallen.

Aber bei den Einreisevisa gab es Unterschiede zwischen Westberliner und BRD Bürgern. Ich meine mich an sowas erinnern zu können. Visum gab es im Interhotel. Stimmt und man konnte sich frei in der DDR bewegen, solange man das Zimmer im Hotel bezahlte. War eine zum Teil kostspielige Angelegenheit, denn im Interhotel musste man mit DM bezahlen, aber die schnellste Art zu einem Visum zu kommen. Hinzu kamen dann noch die 25 DM Umtausch, die man, wie Turtle bereits geschieben hat, oftmals nicht ausgeben konnte, wenn man in "normalen" Gaststätten war.
Versteck unterm Strein.... Gute Idee Peter . Die offizielle Kohle konnte man auch auf der Staatsbank der DDR deponieren. Schwarz getauschtes Geld natürlich nicht. Ich Dussel haben oft mit DM gezahlt und Ostmark zurück bekommen. Auf die Idee mit dem Stein bin ich nicht gekommen . War schon eine verrückte Zeit, aber auch irgendwie gut.



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#23

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 18:36
von KARNAK | 1.814 Beiträge | 289 Punkte
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Zitat von Musiker12 im Beitrag #22
War schon eine verrückte Zeit, aber auch irgendwie gut.


Natürlich nicht, trotz "Zwangsumtausch", Schikane,Diktatur, die für Dich nur wenig galt, und MG vor der Nase warst Du doch"Hahn im Korb" bei uns und das im allumfassenden Sinne.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#24

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 18:40
von turtle | 6.961 Beiträge | 130 Punkte
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Ich beschrieb die Zeit um 1976.Hallo Rüdiger den Tagessatz habe ich immer gebraucht mit essen und trinken. Musste ja nicht der "normale" braune" (Weinbrandverschnitt) sein. Das viele Ostgeld hatte ich, mit bring mal bitte mit. Mitte der 70er waren z.B. Taschenrechner sehr gefragt.
Es gab auch spezielle Wünsche wie etwas Blattgold. die Leute wollten ja nichts geschenkt. 1:4 zahlten die mindestens. Das war meine überschüssige Ost Kohle. Ich habe höchstens versucht einige gute Briefmarken zu ergattern. Nichts großes musste es ja verstecken.
Zigaretten kaufte ich am Kiosk auf dem Bahnsteig für DM. Durfte man auch nicht übertreiben ,da kontrollierte ab und zu der Zoll von WB.



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#25

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 18:42
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Hallo Karnak "Hahn im Korb" war damals bei gewissen Bürgern und vor allem Bürgerinnen jeder Wessie.



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#26

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 18:51
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Zitat von turtle im Beitrag #25
Hallo Karnak "Hahn im Korb" war damals bei gewissen Bürgern und vor allem Bürgerinnen jeder Wessie.

Das wollte ich sagen, deswegen hat sich so manch einer von Euch in die DDR "gequält" und den Schrecken tapfer ertragen, Ihr Helden.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#27

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 19:10
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Zitat von KARNAK im Beitrag #26
Zitat von turtle im Beitrag #25
Hallo Karnak "Hahn im Korb" war damals bei gewissen Bürgern und vor allem Bürgerinnen jeder Wessie.

Das wollte ich sagen, deswegen hat sich so manch einer von Euch in die DDR "gequält" und den Schrecken tapfer ertragen, Ihr Helden.


Karnak, Du musst es ja wissen, ob und wie ich "Hahn im Korb" war und vor allem, warum ich dort war. Aber lassen wir das. Achso, was habe ich denn von "Schrecken" und "Diktatur" geschrieben? Wenn ich ein MG sehe, von dem ich weiß, dass es los gehen könnte, bin ich verdammt vorsichtig, egal wer das Ding in der Hand hat.



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#28

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 19:14
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Zitat von turtle im Beitrag #25
Hallo Karnak "Hahn im Korb" war damals bei gewissen Bürgern und vor allem Bürgerinnen jeder Wessie.


Peter, sind das Erfahrungswerte



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#29

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 19:43
von Hans | 2.177 Beiträge | 72 Punkte
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Hi, Rüdiger
Die Art deiner Einreise nannte sich TAG. Tagesaufenthaltsgenehmigung. Dafür gab es ein Einlegeblatt für den Pass. Zeitraum des Aufenthaltes in Berlin/O. bis 24.00 Uhr, ab 1982, März(? mit dem Datum bin ich mir nicht sicher, und nachschauen kann ich im Moment nicht.) bis 02.00 des Folgetages. Die TAG galt nur für Berlin, keine Bezirke, auch kein Speckgürtel.
Zeitüberschreitung: Das man in dem Fall noch mal den Mindestumtausch machen musste, stimmt nicht. Möglich war eine gebührenpflichtige Verwarnung, max. 20 M. ( 25 M gab’s nicht.) Ob und wie viel- das hing von der Qualität der Erklärung/Ausrede ab. Wer sich auskannte, meldete sich eben vor dem Passieren der Grenzkontrolle beim nächsten Schutzpolizisten, klagte sein Leid und kam meist billig davon. (So 5,. bis eben 20,- M) Oder auch nichts - wenn die Begründung gut war. Gab es auch.( z.B. die Fähre Müggelsee fuhr nicht. Stimmte fast immer.) Komplizierter, teurer wurde es nur, wenn Vorsatz vorlag. Dann konnte es ein Ordnungsstrafverfahren werden. Der vom 94er eingestellte "Fall" war so was. Klärchen?
Noch ne Bitte. Wenn du über Güst Friedrichstraße eingereist bist - hast du gewiss nicht in den Lauf eines MGs gesehen. Mal überlegen.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#30

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 19:43
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Zitat von Musiker12 im Beitrag #28
Zitat von turtle im Beitrag #25
Hallo Karnak "Hahn im Korb" war damals bei gewissen Bürgern und vor allem Bürgerinnen jeder Wessie.


Peter, sind das Erfahrungswerte


In gewisser Weise schon. So viel Schlag (oder war es doch die DM) hatte ich bei den Damen im Westen nicht. Doch einmal legte mir die Firma ein falsches Ei ins Bett. Hatte ich schon früher einmal darüber geschrieben. Trotzdem



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#31

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 19:51
von icke46 | 2.859 Beiträge | 1129 Punkte
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Zitat von KARNAK im Beitrag #23
Zitat von Musiker12 im Beitrag #22
War schon eine verrückte Zeit, aber auch irgendwie gut.


Natürlich nicht, trotz "Zwangsumtausch", Schikane,Diktatur, die für Dich nur wenig galt, und MG vor der Nase warst Du doch"Hahn im Korb" bei uns und das im allumfassenden Sinne.


Erstaunlich - hatten die in Drewitz (Dreilinden ist ja West gewesen) für spezielle VIPs MGs? Ich hab da höchstens mal MPs zu Gesicht bekommen, und das auch eher selten.

Gruss

icke



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 19:56
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Zitat von turtle im Beitrag #30
Zitat von Musiker12 im Beitrag #28
Zitat von turtle im Beitrag #25
Hallo Karnak "Hahn im Korb" war damals bei gewissen Bürgern und vor allem Bürgerinnen jeder Wessie.


Peter, sind das Erfahrungswerte


In gewisser Weise schon. So viel Schlag (oder war es doch die DM) hatte ich bei den Damen im Westen nicht. Doch einmal legte mir die Firma ein falsches Ei ins Bett. Hatte ich schon früher einmal darüber geschrieben. Trotzdem


Hauptsache das Ei war gut


turtle, eisenringtheo und Musiker12 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 19:59
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Zitat von Hans im Beitrag #29
Hi, Rüdiger
Die Art deiner Einreise nannte sich TAG. Tagesaufenthaltsgenehmigung. Dafür gab es ein Einlegeblatt für den Pass. Zeitraum des Aufenthaltes in Berlin/O. bis 24.00 Uhr, ab 1982, März(? mit dem Datum bin ich mir nicht sicher, und nachschauen kann ich im Moment nicht.) bis 02.00 des Folgetages. Die TAG galt nur für Berlin, keine Bezirke, auch kein Speckgürtel.
Zeitüberschreitung: Das man in dem Fall noch mal den Mindestumtausch machen musste, stimmt nicht. Möglich war eine gebührenpflichtige Verwarnung, max. 20 M. ( 25 M gab’s nicht.) Ob und wie viel- das hing von der Qualität der Erklärung/Ausrede ab. Wer sich auskannte, meldete sich eben vor dem Passieren der Grenzkontrolle beim nächsten Schutzpolizisten, klagte sein Leid und kam meist billig davon. (So 5,. bis eben 20,- M) Oder auch nichts - wenn die Begründung gut war. Gab es auch.( z.B. die Fähre Müggelsee fuhr nicht. Stimmte fast immer.) Komplizierter, teurer wurde es nur, wenn Vorsatz vorlag. Dann konnte es ein Ordnungsstrafverfahren werden. Der vom 94er eingestellte "Fall" war so was. Klärchen?
Noch ne Bitte. Wenn du über Güst Friedrichstraße eingereist bist - hast du gewiss nicht in den Lauf eines MGs gesehen. Mal überlegen.
73 Hans



Hans, danke für den Beitrag. Über die Friedrichstr. bin ich fast nie gekommen. Hatte auch geschrienen Drei Linden. Die Friedrichstr. war eher der Lacher was das angeht. Ich hatte mit Visum etc. nie Probleme. Drei Linden war da schon eine andere Nummer.



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#34

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 20:14
von Larissa | 1.108 Beiträge | 2684 Punkte
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Zitat von Robert
....Als BRD-Bürger hatten wir ja schlicht Angst vor den DDR-Beamten. ....


Hab ich nicht gehabt, ganz einfach, weil ich war nicht Deutsch und Deutsche tendieren auch heute noch zu sehr viel Zurueckhaltung von den Obrigkeiten. Respekt habe ich gehabt, mehr auch nicht, Angst nein. Das waren fuer mich auch Deutsche. Nur vor Russen Uniformierten hatte ich Angst. Wie sich aendert alles im Leben.

Hallo @Robert, Du schreibst sehr offen und natuerlich. Bleib so! Wir brauchen ein paar Normalos hier. Gleich werde ich verhauen wieder.

Roooobert, dabei waren die sooo nett. Bei mir waren die immer sehr zuvorkommend. Spass beiseite…. Oh je das waren geile Zeiten. Kennt noch einer den kleinen Berlin Ausweis? Ich erkundete Berlin Hauptstadt der DDR und Berlin West von der Insel kommend als ich in Berlin West arbeitete, und war begeistert. Zunaechst mit engl. Dokumenten, dann mit Berlin Ausweis, weil ich inzwischen auch Westdeutsche Papiere hatte.Und da stand irgendwie drinnen, dass ich Westdeutsche war auch. So ähnlich, ist lange her.
Und waere es heute noch so, dann koennte ich Cafe Moskwa empfehlen als Tanzbar. Eine Frau sieht oft alles anders, vor allem diesen Uniformierten. Keine andere Stadt elektrizierte so wie Berlin! Wenn ich heute da durch fahren, Scheiss Stadt, dann denke ich, das war in einer anderen Leben oder auf anderen Planeten. Those were the days my friends…..

Gruss, Larissa


Eine LWS hat jeder. Dieses knöcherne Gestell,
das jeden schlecht oder Recht durchs Leben trägt
und auch repariert noch gute Dienste leistet.
Ein Kreuz ist es jedoch mit dem moralischen Rückgrat –
ein solches haben nur wenige Menschen. M. Powell
zuletzt bearbeitet 14.08.2015 20:15 | nach oben springen

#35

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 20:56
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Zitat von Musiker12 im Beitrag #27


Karnak, Du musst es ja wissen, ob und wie ich "Hahn im Korb" war und vor allem, warum ich dort war. Aber lassen wir das. Achso, was habe ich denn von "Schrecken" und "Diktatur" geschrieben? Wenn ich ein MG sehe, von dem ich weiß, dass es los gehen könnte, bin ich verdammt vorsichtig, egal wer das Ding in der Hand hat.

Ich weiß natürlich nicht warum Du dort,aus meiner Sicht hier warst,ich weiß aber sehr wohl,dass sehr viel weniger Widerstandskampf und die deutsche Frage offen halten dabei war als man heute der Öffentlichkeit glauben machen will.Der Bundesbürger vom Prinzip wusste sehr wohl wie man die "Vorteile"der Mauer von der eigenen Position aus nutzen kann.Nun wird das natürlich heute gern als Widerstandskampf und als Aufrechterhaltung der Verbundenheit mit den Brüdern und Schwestern um deklariert. In jedem Fall,wenn wir darüber diskutieren,Du musst davon ausgehen,dass ich mich mit diesen Dingen ziemlich gut auskenne.
Das mit dem MG ist wohl schon"abgespeckt",ich rechne es einfach mal Deinen fehlenden militärischen Fachwissen an.Die Geschichte mit dem MPi Lauf vor der Nase würde mich aber trotzdem etwas mehr im Detail interessieren.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


Musiker12 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.08.2015 21:17
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Zitat von Musiker12 im Beitrag #33
Drei Linden war da schon eine andere Nummer.


Dreilinden,also Drewitz, so hieß die Ostseite,perfekt, damit kenne ich mich noch besser aus, nun erzähle doch mal, wie war das denn dort so? Und da ich immer mit"offen Visier kämpfe", Du sollst im Vorfeld wissen ich habe mich dort 13 Jahre rumgedrückt.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#37

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.08.2015 00:36
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Zitat von KARNAK im Beitrag #36
Zitat von Musiker12 im Beitrag #33
Drei Linden war da schon eine andere Nummer.


Dreilinden,also Drewitz, so hieß die Ostseite,perfekt, damit kenne ich mich noch besser aus, nun erzähle doch mal, wie war das denn dort so? Und da ich immer mit"offen Visier kämpfe", Du sollst im Vorfeld wissen ich habe mich dort 13 Jahre rumgedrückt.


Super. Dann kennst Du die Türme rundum, die mich erdrückt haben. Dann kennst Du bestimmt auch die netten Genossinnen von PKE die es immer auf mich abgesehen hatten. Ich durfte wie oft mit in die Baracke, meine Klamotten auspacken. Naja, sie haben gefragt ob sie mich anfassen können. Einmal war ein Genosse dabei mit seiner MP. Warum auch immer. Der stand mir verdächtig nahe. Eigentlich hätte man ja nichts zu befürchten gehabt, aber irgenwie hatte man dann doch ein sch.... Gefühl. Karnak, Du wirst zugeben, manche Sprüche oder besser Fragen der Genossen von der PKE waren eher ein Witz und manche Sachen waren einfach nur Schikane. Gerade die Genossinnen konnten da sehe merkwürdig sein. Da fährste vor, kommt der Spruch, "wollen Sie mich umfahren?" Fährste ein Stück zurück, kommt der nächste blöde Spruch. Aber was soll ich dir erzählen, Du kennst ja deine Güst. Über alles Weiter können wir uns gerne mal austauschen, aber nicht auf dieser Ebene hier.



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.08.2015 01:09 | nach oben springen

#38

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

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Zitat von Musiker12 im Beitrag #37


Super. Dann kennst Du die Türme rundum, die mich erdrückt haben. Dann kennst Du bestimmt auch die netten Genossinnen von PKE die es immer auf mich abgesehen hatten. Ich durfte wie oft mit in die Baracke, meine Klamotten auspacken. Naja, sie haben gefragt ob sie mich anfassen können. Einmal war ein Genosse dabei mit seiner MP. Warum auch immer. Der stand mir verdächtig nahe. Eigentlich hätte man ja nichts zu befürchten gehabt, aber irgenwie hatte man dann doch ein sch.... Gefühl. Karnak, Du wirst zugeben, manche Sprüche oder besser Fragen der Genossen von der PKE waren eher ein Witz und manche Sachen waren einfach nur Schikane. Gerade die Genossinnen konnten da sehe merkwürdig sein. Da fährste vor, kommt der Spruch, "wollen Sie mich umfahren?" Fährste ein Stück zurück, kommt der nächste blöde Spruch. Aber was soll ich dir erzählen, Du kennst ja deine Güst. Über alles Weiter können wir uns gerne mal austauschen, aber nicht auf dieser Ebene hier.


Die Türme rundum kenne ich nicht, da gab es auch keine,die Angehörigen der GT sollten uns nicht zu sehr in die Karten schauen können außer einen genau in der Mitte, den Kommandantenturm, den gibt es jetzt noch.
Mit den netten Genossinnen meinst Du wahrscheinlich die vom Zoll, die eine Zollkontrolle bei Dir durchgeführt haben. Das da die Eine oder Andere etwas barsch gewesen sein könnte halte ich nicht für völlig unmöglich, NUR, wenn man Dich in eine Baracke gebeten hat, dass konnte so eine nette Zöllnerin nicht entscheiden, dazu brauchte sie die Genehmigung einer ihrer Vorgesetzten und diese bekam sie nur wenn sie das auch begründen konnte, sprich sie brauchte einen nachvollziehbaren Grund dafür und den kennt nun mal nur die Zöllnerin und natürlich Du. Das ihr Deine Nase nicht gefiel reichte dafür bei Weiten nicht. Was das Anfassen angeht, ich vermute mal, Du meinst eine Körperdurchsuchung. Hätte man das tun wollen, man hätte Dich nicht um Erlaubnis gefragt, dafür bedurfte es aber zum Einen noch schwerwiegendere Gründe, zum Anderen NIEMALS hätte eine Frau einen Mann oder ein Mann eine Frau"angefasst".
Und warum können wir uns auf dieser Ebene nicht dazu austauschen? Hast Du etwa etwas zu verheimlichen weil Du die Öffentlichkeit scheust, ich denke das ist die Masche der Stasi?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


zuletzt bearbeitet 15.08.2015 09:04 | nach oben springen

#39

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.08.2015 13:29
von Lutze | 9.495 Beiträge | 7555 Punkte
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Zitat von turtle im Beitrag #15
Na dann will ich einmal loslegen. Ich war damals oft in Ostberlin .Habe einige Zeit in WB gelebt, mein Pass sagte aber Hamburg. So habe ich die Gelegenheiten genutzt und bin in der Friedrichstr. ausgestiegen. Hatte schon ein Stammlokal. Durch mein sächsisch merkten die nicht so schnell ,das ich in Westberlin wohnte. Doch mit der Zeit änderte es sich ,wenn ich 20 Min. vor 24 :00 drängelte zu bezahlen. Kam schon mal vor das ich die Zeit etwas überschritt. Da kamen mal ermahnende Worte oder Nachzahlen. Allerdings wenn bekannt war ,wo ich wohnte musste ich mir eine andere Kneipe suchen. Die Wünsche kannste mal.wurden zu viel. Zum Anderen mein Ostgeld wurde immer mehr ,soviel konnte ich nicht versaufen. So hatte ich unweit der Friedrichstr. unter einem bestimmten Stein mein Depot. Doch man konnte auch über Nacht in Ostberlin bleiben. Dazu musste man sich ein Zimmer in einem Inter-Hotel nehmen. Das mit dem Visa wurde da schnell und Problemlos gelöst. Was mich etwas wunderte mit der Zeit kannte man mich ,kein Wunder bei 2x in der Woche Einreise und halb besoffen gegen 24:00 Ausreise. Doch von zwei Ausnahmen abgesehen wurde ich nicht gefilzt oder schikaniert. Ich blieb immer freundlich und höflich.

Hast du dort noch mal nachgeschaut?
vielleicht liegt unterm Stein noch etwas
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#40

RE: Tagesvisum für Westdeutsche nach Ostberlin

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Zitat von Robert im Beitrag #1
Hallo zusammen,

ich habe mich gerade angemeldet, also möchte ich mich kurz vorstellen.

Ich bin aus Frankfurt am Main, Jahrgang 1961 und war Anfang der 80er mehrmals in Westberlin zu Besuch bei einem Freund. Insgesamt bin ich wohl 5 Mal mit Tagesvisum von Westberlin nach Ostberlin gegangen. Und hier kommt auch schon meine Frage:

Als Westdeutscher musste man bis spätestens Mitternacht wieder über den Ostberliner Grenzübergang zurück, von dem man gekommen war. So habe ich das jedenfalls in Erinnerung und ich habe das auch auf einigen Web-Sites so bestätigt bekommen. Was passierte eigentlich mit den Westbürgern mit Tagesvisum, die zu spät kamen, zum Beispiel erst um 1 Uhr nachts? Mussten sie eine Strafe zahlen, oder wurden sie gar verhaftet? Damals kursierten viele Gerüchte, aber ich weiß bis heute nicht, was in einem solchen Fall tatsächlich passierte.





@Robert

Schauen wir dochmal was die PKO Teil IV (Passkontrollordnung und "Bibel" der Passkontrolleure) dazu festlegt.
Einige Auszüge !!!

Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten

1. Werden bei der Paßkontrolle durch Reisende begangene Rechtsverletzungen festgestellt, die nach den gesetzlichen
Bestimmungen der DDR als Ordnungswidrigkeiten durch die Deutsche Volkspolizei verfolgt werden, ist durch die Passkontrolleinheit der Sachverhalt soweit zu klären, daß eine Entscheidung über das Vorliegen des gesetzlichen Tatbestandes einsr Ordnungsstrafbestimmung und die Einleitung eines OrdnungsstrafVerfahrens getroffen werden kann.


2.2. Die Notwendigkeit einsr Übergabe an die Deutsche Volkspolizei zur Verfolgung und Ahndung einer begangenen Ordnungswidrigkeit ist insbesondere zu prüfen, wenn der Rechtsverletzer bewußt (aus inneren Beweggründen) die ihm bekannten durch die Rechtsvorschriften der DDR gestallten Forderungen negiert bzw. mißachtet hat (Vorsatz).

4. Wird von einer Übergabe an dio DVP aus den in Ziffer 2.3. und 2.4. genannten Gründen abgesehen oder erfolgt keine Übernahme durch die DVP, ist der Rechtsverletzer über die von ihm begangene rechtswidrige Handlung zu belehren. Er ist auf die von ihm vorletzten Rechtsvorschriften der DDR hinzuweisen und zu ihrer künftigen Einhaltung zu ermahnen. Die Belehrung hat mündlich durch einen verantwortlichen Offizier der Paßkontrolleinheit zu erfolgen.

Hinweise zu $ 23 der Paß-und Visaanordnung

1» Der $ 23 der Anordnung über Paß-und Visaangelegenheiten (Paß-und Visaanordnung -PVAO -) vom 28. 6. 1979 (GS PK-Sig. Nr. 1202) lautet

"(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig a) Bestimmungen über die Ein-und Ausreise, den zeitweiligen Aufenthalt in der Deutschen Demokratischen
Republik oder des Ausländsaufenthaltes verletzt
,
b) Bestimmungen über Reisewegs oder Reisefristen oder anderen Festlegungen im Transit zuwiderhandelt,
c) unbefugt entgegen der Regelung im $ 11 in Pässen, andsren Personaldokumenten, Visa oder anderen dem Visum gleichgestellten Berechtigungen der Deutschen Demokratischen Republik zum überschreiten dar Staats grenze der Deutschen Demokratischen Republik Änderungen, Ergänzungen oder sonstige Eintragungen vornimmt,
d) den Verlust von Pässen, anderen Personaldokumenten,
Visa oder anderen dem Visum gleichgestellten Berechtigungen zum Überschreiten der Staatsgrenze der Deutchen Demokratischen Republik oder das Wiederauffinden den dieser als Verlust gemeldeten Dokumente nicht unverzüglich bei dsr ausstellenden Dienststelle oder Einrichtung der Deutschen Demokratischen Republik, bei der Deutschen Volkspolizei oder anderen zuständigen Organen meldet oder
e) gefundene Pässe, andere Personaldokumente, Visa oder andere Berechtigungen zum Überschreiten der Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik nicht unverzüglich bei der ausstellenden Dienststelle oder Einrichtung der Deutschen Demokratischen Republik, bei der Deutschen Volkspolizei oder anderen zuständigen Organen abgibt,
kann mit Verweis oder Ordnungsstrafe von 10 bis 500 Mark belegt werden.
(2)
Ist eine vorsätzliche Handlung nach Abs. 1 aus Mißachtung gesellschaftlicher Interessen oder wiederholt innerhalb von 2 Jahren begangen und mit Ordnungsstrafe geahndet worden, kann eine Ordnungsstrafe bis zu 1000 Mark ausgesprochen werden.




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zuletzt bearbeitet 15.08.2015 21:16 | nach oben springen



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