Russische Flüchtlinge

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05.09.2009 19:39
avatar  Pitti53
#16
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wenn es interessiert kann ich noch mehr solche sachen berichten(auch besuche anders rum


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05.09.2009 19:41
avatar  glasi
#17
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Zitat von Pitti53
wenn es interessiert kann ich noch mehr solche sachen berichten(auch besuche anders rum


klar. ich bin sehr gespannt. wohnten die offiziere direkt am güst marienborn? lg glasi


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05.09.2009 20:00
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#18
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Zitat von glasi
der gegenstand?


soll heißen, die "Sauerstoffversorgung" wurde eingestellt.

" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander


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05.09.2009 20:03
avatar  glasi
#19
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Zitat von skbw

Zitat von glasi
der gegenstand?


soll heißen, die "Sauerstoffversorgung" wurde eingestellt.



das ist hart. bin froh das die zeiten vorbei sind. danke für die auskunft.


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05.09.2009 20:03
avatar  Pitti53
#20
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Zitat von glasi

Zitat von Pitti53
wenn es interessiert kann ich noch mehr solche sachen berichten(auch besuche anders rum


klar. ich bin sehr gespannt. wohnten die offiziere direkt am güst marienborn? lg glasi



ja ihr objekt war direkt am bahnhof.kann mean heute noch sehen.wird jetzt aber zivil genutzt.als polit habe ich alle 2 - 3 monate einen gemeinsamen sporttag organisiert,meist bei uns.war immer lustig.mit anschließend toll essen(man haben die jungs reingehauen,und abends lagerfeuer.das war klasse.einmal haben unsere jungs(narürlich ohne mein wissen-indianer eherenwort)denen ihre zimmer gezeigt-natürlich vorher vorbildlich zugerichtet.die reaktion war erstaunlich.sie waren baff ob des" luxus" bei unseren soldaten.jeder einen eigenen großen schrank.den begleitenden offizier habe ich derweilen beschäftigt(flasche wodka in meinem dienstzimmer)--kannte der auch nicht.zum ausgleich waren unsere jungs 2 wochen später in ihrem objekt.gleicher ablauf,sport spaß,spiel.anschließend stubendurchgang.diesmal waren unsere baff.da konnte ich nur sagen,könnt ihr mal sehen wie gut es euch geht.ich hatte ab da keine diskussionen mehr über dienst-und lebensbedingungen.wenn doch brauchte ich nur sagen,wir fahren mal zu den freunden uns sehen uns an wie es da läuft.dann war alles ok.wollte keiner mehr sehen


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05.09.2009 20:03
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#21
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S51

Wenn solche Lagen aufgelöst wurden, gab es meist zwei Formulierungen. Manchmal hieß es: "Der Täter wurde festgenommen.". Meist hieß es: "Der Täter wurde gestellt". Den Rest hat man sich gedacht.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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05.09.2009 20:33
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#22
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Leider kann ich hier keine Zahlen beisteuern, aber in meiner Dienstzeit hatten wir auch mal eine Großlage, weil ein Angehöriger der GSSD mit voller Bewaffnung in unsere Richtung unterwegs war. Wir mussten tagelang mit Stahlhelm raus und hatten natürlich erhöhte Gefechtsbereitschaft.
Aus Erzählungen anderer Grenzer unserer Kompanie weiß ich, dass es vor meiner Zeit mal in meinem Grenzabschnitt im Bereich der F173 (B173) Blosenberg zu einem versuchten Grenzdurchbruch durch einen entflohenen Russen kam, das war so Anfang der 80-er Jahre. Er hatte eine MPi dabei und beschoss den Posten auf dem B-Turm F173 gegenüber Ullitz (dieser BT 11 war zu meiner Zeit schon abgerissen worden), der Posten schoss natürlich zurück. Dann flüchtete der Russe zurück in das dahinter liegende Wäldchen. Die verantwortliche Einheit der GSSD, die inzwischen in unserem Abschnitt eingetroffen war, löste das Problem mit Dauerfeuer und Handgranaten. Ich muss dazu nicht mehr viel schreiben, das sogenannte Problem gab es nicht mehr. Die Leute, die dabei waren, konnten dies niemals vergessen. Heute ist so etwas kaum mehr vorstellbar, aber offenbar waren es nicht nur Einzelfälle.


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05.09.2009 21:50 (zuletzt bearbeitet: 05.09.2009 21:50)
#23
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Zitat von Pitti53
... ja ihr objekt war direkt am bahnhof.kann mean heute noch sehen.wird jetzt aber zivil genutzt.als polit habe ich alle 2 - 3 monate einen gemeinsamen sporttag organisiert,meist bei uns.war immer lustig.mit anschließend toll essen(man haben die jungs reingehauen,und abends lagerfeuer.das war klasse.einmal haben unsere jungs(narürlich ohne mein wissen-indianer eherenwort)denen ihre zimmer gezeigt-natürlich vorher vorbildlich zugerichtet.die reaktion war erstaunlich.sie waren baff ob des" luxus" bei unseren soldaten.jeder einen eigenen großen schrank.den begleitenden offizier habe ich derweilen beschäftigt(flasche wodka in meinem dienstzimmer)--kannte der auch nicht.zum ausgleich waren unsere jungs 2 wochen später in ihrem objekt.gleicher ablauf,sport spaß,spiel.anschließend stubendurchgang.diesmal waren unsere baff.da konnte ich nur sagen,könnt ihr mal sehen wie gut es euch geht.ich hatte ab da keine diskussionen mehr über dienst-und lebensbedingungen.wenn doch brauchte ich nur sagen,wir fahren mal zu den freunden uns sehen uns an wie es da läuft.dann war alles ok.wollte keiner mehr sehen




Hallo Pitti,

ich hatte eine ähnliche Geschichte bei einem Volleyballspiel in Stedtlingen (hatte ich an anderer Stelle schon hier im Forum erzählt). Die Soldaten hatten sich auch eine unserer Stuben angesehen. Einige Zeit später bekam ich vom Polit der sowjetischen Einheit den Rat, so etwas zu unterlassen. Er sei von seinen Soldaten gefragt worden, wer denn eigentlich den Krieg gewonnen hat. Und das war 1984.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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05.09.2009 22:28
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Zitat von mig29

Zitat von milo66
Gibt es Informationen darüber, ob und wieviele russische Soldaten flüchten wollten und konnten? Mir ist bekannt, dass sie mitunter schwerbewaffnet losgezogen sind?! Angeblich sollen russische Offiziere regelrechte Hinrichtungen ihrer Soldaten bei einem misslungenen Fluchtversuch durchgeführt haben!? Danke im Voraus.



ja genau, da kann ich mich auch sehr gut erinnern, vor Vergatterung immer die Fahndungslisten, immer recht bunt durcheinander, da gab es Informationen über einen Kollegen aus Rostock, der schon 2 ! Tage nicht zur Arbeit kam, alle gähnten... wir südlich von Sonneberg und in Rostock macht einer blau...
allerdings, wenn einer aus der sowjetischen Garnison in Saalfeld vermisst wurde, mit 60 oder 120 Schuß, da war Totenstille, da sahen wir nachts ab vom Pilzebraten über offenem Feuer, das kam so ca. einmal im Monat vor.
Kann mich auch an meinen einzigen Grenzalarm erinnern, ff. "Lage": westlich von Heubisch, 1. Batalion im GR 15, direkter Nachbarabschnitt, alle 1 m ein Postenpaar auf dem KW. nach ca. 3 Stunden hieß es, der russ. Kollege habe einen deutschen Grenzsoldat verletzt, die "Freunde" danken uns, aber jetzt kürzen sie die Prozedur ab...
da wußte keiner wirklich was genaues, aber wir haben das alle so verstanden, als habe man dann den Flüchtling aus allen Rohren erschossen.
mig29










Hallo mig29

Hab da auch so ein Erlebnis.Als ich das erste Halbjahr in Rudolstadt war wurde mal die ganze Kompanie für 14 Tage zur Wache an unterschiedlichen Plätzen eingesetzt.Ich kam nach Dittrichshütte (Schleiferhütte),da kam dann auch mal die Mitteilung Soldat der GSSD aus Saalfeld Standort Stadtteil Aue am Berg flüchtig,und wir direkt oberhalb von Saalfeld.Und ich in der Nacht Wache im Komplexlager,das sich außerhalb des eigentlichen Standortes befand.So ganz wohl war mir nicht dabei.




@Rainman2 Volleyballturnier 1984???? Kann ich mich nicht mehr daran erinnern,weiß nur das wir mal ein Fußballspiel gegen die hatten,gegenüber unserer Kompanie auf der Wiese,hab ich noch die Linien mit Sägespänne aus dem nahen Sägewerk gezogen.


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05.09.2009 22:39
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Zitat von maja64
Hallo mig29
Hab da auch so ein Erlebnis.Als ich das erste Halbjahr in Rudolstadt war wurde mal die ganze Kompanie für 14 Tage zur Wache an unterschiedlichen Plätzen eingesetzt.Ich kam nach Dittrichshütte (Schleiferhütte),da kam dann auch mal die Mitteilung Soldat der GSSD aus Saalfeld Standort Stadtteil Aue am Berg flüchtig,und wir direkt oberhalb von Saalfeld.Und ich in der Nacht Wache im Komplexlager,das sich außerhalb des eigentlichen Standortes befand.So ganz wohl war mir nicht dabei.

@Rainman2 Volleyballturnier 1984???? Kann ich mich nicht mehr daran erinnern,weiß nur das wir mal ein Fußballspiel gegen die hatten,gegenüber unserer Kompanie auf der Wiese,hab ich noch die Linien mit Sägespänne aus dem nahen Sägewerk gezogen.



* Augen reib'
Welcome back, Maja, schoen das Du (wieder) da bist
-Th


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05.09.2009 22:56
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Zitat von CaptnDelta

Zitat von maja64
Hallo mig29
Hab da auch so ein Erlebnis.Als ich das erste Halbjahr in Rudolstadt war wurde mal die ganze Kompanie für 14 Tage zur Wache an unterschiedlichen Plätzen eingesetzt.Ich kam nach Dittrichshütte (Schleiferhütte),da kam dann auch mal die Mitteilung Soldat der GSSD aus Saalfeld Standort Stadtteil Aue am Berg flüchtig,und wir direkt oberhalb von Saalfeld.Und ich in der Nacht Wache im Komplexlager,das sich außerhalb des eigentlichen Standortes befand.So ganz wohl war mir nicht dabei.

@Rainman2 Volleyballturnier 1984???? Kann ich mich nicht mehr daran erinnern,weiß nur das wir mal ein Fußballspiel gegen die hatten,gegenüber unserer Kompanie auf der Wiese,hab ich noch die Linien mit Sägespänne aus dem nahen Sägewerk gezogen.



* Augen reib'
Welcome back, Maja, schoen das Du (wieder) da bist
-Th








Vielen Dank CaptnDelta für deinen Gruß aus der "Volksrepublik Kalifornien",hab aber noch eine freudige Überraschung für Dich.Das von Dir erwähnte "Practic"Heft über den Rubikwürfel müßte sich noch in meinem Besitz befinden,muß nur mal danach suchen.War damals auch gefesselt von der Sache wie man das hinbekommt.


Gruß maja


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05.09.2009 22:59
#27
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Mal so gesagt,es ist schon schlimm was da so vorgefallen ist.Man sollte nun nicht im Rausch verfallen und sagen,die bösen
Russen.Man sollte sich auch mal fragen,weshalb und weswegen ist so was oft vorgekommen.Klar wurde es hier im Forum schon mal angesprochen aber in solch eine Diskussion gehört auch das Weshalb und Warum mit rein.Nicht der Russe als Mensch ist dran Schuld--nein sondern das System in dem er lebt--die Gesellschaft.Die aus ihn macht was er ist.Wie wurde und wie wird denn der kleine Soldat in der russischen Armee gehalten--mal auf Deutsch gesagt als Mensch nicht.
Hoffe meine Gedanken passen zu Diskussion.


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05.09.2009 23:10
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#28
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Zitat von maja64
...hab aber noch eine freudige Überraschung für Dich.Das von Dir erwähnte "Practic"Heft über den Rubikwürfel müßte sich noch in meinem Besitz befinden,muß nur mal danach suchen.War damals auch gefesselt von der Sache wie man das hinbekommt.
Gruß maja


Maja,
Neeeee, das gibts doch net. !! SUPER !! .

Da werd' ich Dich jetzt jeden Tag nerven bis ich's hab'

Da war auch eine Bauanleitung 'drin, allerdings hatte ich damals den Wuerfel schon, nur eben keine Aufloesung. Die beschriebene Loesung war spitze, eine aehnlich gute hab' ich im Web nie wieder entdeckt. Damals hatte ich gerade 'nen gebrochenen Fuss und lag auf der Couch, ueber die 8 Wochen hab' ich damals die Zeit zur Loesung bis auf 50 Sekunden gebracht (Weldrekord was damals 33 Sekunden)

Ha, super!
Danke,
-Th


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05.09.2009 23:12
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#29
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Zitat von CaptnDelta
* Augen reib'
Welcome back, Maja, schoen das Du (wieder) da bist
-Th



Hallo Maja,

ich kann mich nur den Worten von CaptnDelta anschliessen.

Berliner


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05.09.2009 23:24
#30
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Zitat von maja64
@Rainman2 Volleyballturnier 1984???? Kann ich mich nicht mehr daran erinnern,weiß nur das wir mal ein Fußballspiel gegen die hatten,gegenüber unserer Kompanie auf der Wiese,hab ich noch die Linien mit Sägespänne aus dem nahen Sägewerk gezogen.



Hallo maja,


ja, wir hatten mehrere Aktionen mit denen. Aber mir ist das als Volleyballspiel in Erinnerung geblieben. Die haben im Anschluss daran in unserem Uffz.-Speiseraum ein Superessen von unserem Küchenleiter P. erhalten. Da wollten sie erst gar nicht rein, weil das, nach ihrer Meinung, nicht für sie bestimmt sein konnte. Mit dem Polit, einem Hauptmann, haben wir im Offz.-Speiseraum gesessen. Währenddessen hatte unser Schlosser die Ehre, die alte Klapperkiste von SIL wieder auf Vordermann zu bringen, mit der die Jungs von der Hohen Geba herunter gekommen waren. An Fußballspiele kann ich mich aber auch noch erinnern.

Ich freue mich auf nächste Woche in Stedtlingen!
ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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