Historische Grenzen

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22.06.2015 07:19
#16
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Danke für deine vielen Grenzsteinbilder

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Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

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22.06.2015 09:20
avatar  TOMMI
#17
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Zitat von mibau83 im Beitrag #15
Zitat von TOMMI im Beitrag #1
Hallo Leute, ich starte hiermit den Versuch, ein neues Thema zu eröffnen.
Wenn wir von "Innerdeutscher Grenze" reden, dann meinen wir fast ausschließlich jene, die von 1949 bis 1990
existierte. Dabei vergessen wir oft, dass es bis 1871 viele dieser innerdeutschen Grenzen gab, meistens zwischen verschiedenen
deutschen Kleinstaaten (auch besonders hier bei uns in Thürinegn sehr oft) oder wegen der Dominanz Preußens eben Grenzen
zwischen Kleinstaaten und Preußen. Wir erkennen sie noch an historischen Grenzsteinen, an Wasserläufen, Feldrändern, Wegen, etc.



diese innerdeutschen grenzen gab es auch noch nach 1871. nach der reichsgründung wurden diese zu grenzen von bundestaaten, vergleichbar mit den heutigen bundesländern,die bis 1918 bestand hatten.
in thüringen gab es nach der letzten erbteilung der ernestinischen wettiner 1826 (aussterben der linie sachsen gotha-altenburg),

das großherzogtum sachsen weimar-eisenach,
das herzogtum sachsen-meiningen,
das herzogtum sachsen coburg-gotha,
das herzogtum sachsen-altenburg,
das fürstentum schwarzburg-rudolstadt,
das fürstentum schwarzburg-sondershausen,
das fürstentum reuß ältere linie (greiz),
das fürstentum reuß jüngere linie (gera).

außerdem gebiete des königreiches preußen,provinz sachsen,u.a.das eichsfeld,erfurt,mühlhausen,nordhausen,suhl/schleusingen und ziegenrück,
sowie gebiete des königreiches preußen, provinz hessen-nassau (schmalkalden).

es gibt aber auch noch viele grenzsteine aus der zeit vor 1826.



Das ist mir ja vollkommen klar. So gesehen haben wir ja heute auch noch noch diese Art von Grenzen, als Landesgrenzen halt.
Ich meinte damit die Funktion dieser Grenzen als Staatsgrenzen.
Übrigens, Du hast oben die sogenannten Thüringer Staaten aufgezählt. Diese schlossen sich 1920 zum Land Thüringen (mit Ausnahme Coburgs)
zusammen. Das neuentstandene Land setzte auch damals Grenzsteine. Einen davon kann man in Erfurt an der Weimarischen Straße Nähe METRO sehen. Warum dort ein Grenzstein? Erfurt war damals Preußen, am Stadtrand begann Thüringen. Wohl auch deshalb war damals Weimar die Landeshauptstadt.

Übrigens, DANKE für die positive Resonanz hier. Ich hätte nicht mit so einer Mitarbeit gerechnet, als ich den Thread eröffnete.

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22.06.2015 18:23 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2015 18:24)
avatar  TOMMI
#18
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Hier ein Exemplar, welches ich im Harz entdeckt habe, im Wald zwischen den Gemeinden
Allrode und Friedrichsbrunn. Er markiert die Grenze zwischen Braunschweig und Preußen.


Hier ist die Braunschweiger Seite zu sehen. ("B" =Braunschweig)


Diese Seite ist Preußen zugewandt. ("P" =Preußen). Außerdem ist die Jahreszahl zu sehen: 1844.



Eine Grenzmarkierung der besonderen Art. In der Nähe des Grenzsteines steht die sogenannte "Adlereiche". Hier
war als Hoheitszeichen der preußische Adler zu sehen.

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23.06.2015 18:52
avatar  mibau83
#19
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grenzen wurden in früherer zeit aber nicht nur durch steine markiert, sondern auch schon durch schilder. dieses orginalgetreu nachgebaute grenzschild befindet sich im innenhof der veste coburg.


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23.06.2015 23:14
#20
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Mich hat im Urlaub der Limes beeindruckt - mit Übereinstimmungen.

Zaun und Türme, wenn auch aus Holz.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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24.06.2015 15:37 (zuletzt bearbeitet: 24.06.2015 15:46)
avatar  94
#21
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94

Leicht oT, aber ... könnte man bittschön, also wenn man schon nicht in der Lage ist seine Bilder über die Galerie in einen Beitrag einzubinden, diese dann wenigstens NICHT mit voller Größe einbetten, hä?! Besonders schlimm, also als abschreckendes Beispiel gut geeignet ist da #11. Kleine Hilfestellung, einfach die beim 'Bild einfügen' die Breite auf Auto lassen ...



... Danke!

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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24.06.2015 19:47
avatar  mibau83
#22
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nu bei solchen kommentaren lass mer mal die mitarbeit dann lieber hier sein! hätt mich auch gewundert wenn ein ehem. f10er hier seinen bautzner nicht zugibt, obwohl er doch einen auf "igno" machen wollte,odär ?


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24.06.2015 20:22
#23
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Hallo, nicht ärgern lassen und weiter machen.
Die Grenzsteine sind doch interessant.
Viele Menschen, ich auch, gehen achtlos vorbei und können die alten Buchstaben weder lesen noch deuten.
Nur wir haben doch auch Sachsen, Bayern usw. vielleicht gibt es dort auch solche Steine


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25.06.2015 10:33
avatar  94
#24
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94

Das Thema ist wohl interessant und es war keinefalls eine Kritik am Inhalt, sondern an der Form! Mit Bildern welche in diesen großen Auflösungen eingebettet werden, ist das Forum auf diversen Endgeräten (nicht jeder hat einen 24"-Eizo hochkant in seiner Kombjuderecke zu stehen) schlicht und ergreifend nicht benutzbar. Doch wenn man mit konstruktiver Kritik nicht umgehen kann, ist es vielleicht nicht die dümmste Idee, die Mitarbeit zu unterlassen *wink*

Was natürlich für einige Inhalte im Forum schon schad, aber auch zu verkraften wäre ... hmm, oder vielleicht doch nicht? Also ... WEITERMACHEN! Aber mit kleineren Auflösungen die Bilder einbetten, Danke!

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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05.07.2015 17:45 (zuletzt bearbeitet: 05.07.2015 17:46)
avatar  TOMMI
#25
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Hallo Leute!
Heute mal ein paar Grenzmarkierungen, die gleichzeitig historische Grenzen zeigten, als
auch die jüngste innerdeutsche Grenze.
Zuerst wäre da der Drei-Länder-Stein im Harz am sogenannten Jägerfleck.


Auf dem ersten Bild sehen wir eine Erklärung des Harzklubs.
Nun zu den 3 Seiten des Steines:
GW = Grafschaft Wernigerode, kam später auch zu Preußen, nach 1949 Bezirk Erfurt, heute Thüringen;
KP = Königreich Preußen, nach 1949 Bezirk Magdeburg, heute Sachsen-Anhalt;
HB = Herzogtum Braunschweig, ab 1949 Niedersachsen


Dieser Grenzstein ist einer von denen, die am Parkplatz der B4 bei Hohegeiß zu finden sind:
HB = Herzogtum Braunschweig; heute Niedersachsen
KP = Königreich Preußen; heute Sachsen Anhalt

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16.08.2015 16:34 (zuletzt bearbeitet: 16.08.2015 16:34)
avatar  TOMMI
#26
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....und jetzt wieder ein Beispiel aus dem Harz:
wohl einer der berühmtesten Grenzsteine überhaupt: Der dreieckige Pfahl, liegt zwischen B4 und Brocken.

Aus Richtung NO gesehen KH - Königreich Hannover, später Preußen (Bezeichnung KH wurde beibehalten), 1949-1990 DDR (erst Sachsen-Anhalt, dann Bezirk Magdeburg), jetzt wieder Sachsen-Anhalt.

Aus Richtung SW KH - Königreich Hannover, später Preußen, allerdings der Teil, der später zu Niedersachsen kam.

Aus Richtung Süden, HB - Herzogtum Braunschweig, später Niedersachsen.

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12.09.2015 19:42 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2015 19:42)
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#27
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Hier ein neues Exemplar, neben vielen anderen bei der Burg Regenstein in der Nähe von Blankenburg / Harz gefunden.
Der Regensetin war eine Exklave Preußens im Gebiet von Braunschweig.
Hier die braunschweigische Seite:


...und hier die preußische:


Zu bemerken ist, dass die Steine vom braunschweigischen Staat gesetzt wurden.
Bei Steinen, die von Preußen aufgestellt wurden, war auf preußiwcher Seite immer "KP" für
Königreich Preußen zu lesen.
Die Steine stammen von 1844.

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21.09.2015 11:12
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#28
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Hallo hier ein Historischer Grenzstein im Osten


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21.09.2015 11:16
avatar  TOMMI
#29
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Hi, Roland, wo genau steht der? Der Inschrift nach zu urteilen, müsste er an einer Grenze stehen, die vom Versailler Vertrag gezogen wurden?

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21.09.2015 11:20
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Zitat von TOMMI im Beitrag #29
Hi, Roland, wo genau steht der? Der Inschrift nach zu urteilen, müsste er an einer Grenze stehen, die vom Versailler Vertrag gezogen wurden?

Hallo Tommi,
dieser Stein steht im Kolberger Museum ,neben anderen polnischen Grenzanlagen. Er stammt aus dem Danziger Gebiet.
Gruß Roland2


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