Wartburg Kombi

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09.05.2016 14:15 (zuletzt bearbeitet: 09.05.2016 14:27)
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#91
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Zitat von AlfredTetzlaff im Beitrag #9

Die Bezeichnung "Tourist" für einen PKW aus einem Land mit sehr rigiden Reisevorschriften entbehrt nicht einer gewissen Komik.


Campinggepäck, Kanister, Große Runde bis in den Kaukasus, das gab es auch.

Technisch gefragt, gab es den Wartburg-Zweitakter nicht auch mit einem Freilauf? Mit wieviel, wiewenig, Sprit konnte man den fahren so wie es die Volkspolizei gerne sah, also ohne Stempel zu riskieren und mit großem "Segelanteil"?


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09.05.2016 14:26
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#92
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Wegen einer defekten Lima gleich den ganzen Wagen schrotten?
da hat der Schrotthändler sicherlich noch seinen Reibach gemacht haben
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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09.05.2016 14:48
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#93
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #89
Zitat von berlin3321 im Beitrag #86
Moin moin Forum,

ein interessanter Fred, danke.

Ich bin nach der Wende mal mit einem 1.3 gefahren, Probefahrt nach Vergaserreparatur.

Auf der "normalen Probefahrtstrecke", mit ziemlich gleicher Geschwindigkeit wie sonst mit Golf und Co.

Puhh..... zurück deutlich langsamer und vorsichtiger, war schon ein Unterschied, ich dachte, ich hebe mit dem 1.3 ab oder lande in der Kurve im Graben.

MfG Berlin


@berlin3321 , Deine Geschichte mit dem Fahrverhalten des wartburg kann ich etwas verstehen. Der wartburg war etwas weich gefedert, in schnellen Kurven hatte man das Gefühl der "Arsch" kommt. Das lag daran, durch die Neigung des Fahrzeugheck hat sich das Hinterrad auf der Innenbahn etwas entlastet und das Hinterrad auf der Außenbahn mußte die fast gesamten Kurvenkräfte bewerkstelligen. das konnte der Querstabilisator nicht kompensieren. Das "wegsetzen" der Hinterachse verlief aber recht gutmütig....

Ich habe damals bei meinem hinten härtere Federn eingebaut und in die Karosse in dem Bereich der hinteren Karosserieauflagen (nach Ausbau des Tank) Knotenbleche eingeschweißt. Zum Glück liefen mir auch noch ein paar Bremstrommeln der Ralleyabteilung zu (Alulegierung mit eingezogenen Bremsring) was die ungefederte Masse der Hinterachse verringerte.
Das Fahrverhaltebn war danach wirklich sehr gut, der kaleschenhafte Charakter war ausgetrieben.

So haben viele DDR Bürger ihren wartburg veredelt und mit Liebe zum Detail verbessert.



Wenn ich es recht gelesen habe, soll der Wartburg im Gegensatz zum Trabi eine Vorkriegskonstruktion als Fahrwerk gehabt haben. Karosserie auf Fahrgestell, aber immerhin Einzelradaufhängung und schon wegen des längeren Radstandes vermutlich sehr viel komfortabler auf Betonplatten und "Feldwegen" als ein Trabi. Als ich anfangs der 90er nach Mecklenburg kam, hatte ich den Eindruck, die Straßen der DDR waren sehr viel schlechter als im Westen (oder heute). Leider durfte ich noch nie in einem richtigen Ostauto (mit)fahren, außer in einem lauten alten Lada.


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09.05.2016 15:00
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#94
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Zitat von Josef im Beitrag #93

Wenn ich es recht gelesen habe, soll der Wartburg im Gegensatz zum Trabi eine Vorkriegskonstruktion als Fahrwerk gehabt haben. Karosserie auf Fahrgestell, aber immerhin Einzelradaufhängung und schon wegen des längeren Radstandes vermutlich sehr viel komfortabler auf Betonplatten und "Feldwegen" als ein Trabi. Als ich anfangs der 90er nach Mecklenburg kam, hatte ich den Eindruck, die Straßen der DDR waren sehr viel schlechter als im Westen (oder heute). Leider durfte ich noch nie in einem richtigen Ostauto (mit)fahren, außer in einem lauten alten Lada.



Da siehst Du mal, was Dir entgangen ist. Ständig alles auf das Beste optimiert, ständig alles vorhanden, das ist doch stinklangweilig. Heute bezahlt man für einen Abenteuerurlaub ordentlich Geld, wenn man mehr als 08-15 auf Mallorca erleben will. Für uns damals konnte neben Autofahren jeder Tag ein Abenteuer sein.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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09.05.2016 15:20
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Zitat von furry im Beitrag #94
Zitat von Josef im Beitrag #93

Wenn ich es recht gelesen habe, soll der Wartburg im Gegensatz zum Trabi eine Vorkriegskonstruktion als Fahrwerk gehabt haben. Karosserie auf Fahrgestell, aber immerhin Einzelradaufhängung und schon wegen des längeren Radstandes vermutlich sehr viel komfortabler auf Betonplatten und "Feldwegen" als ein Trabi. Als ich anfangs der 90er nach Mecklenburg kam, hatte ich den Eindruck, die Straßen der DDR waren sehr viel schlechter als im Westen (oder heute). Leider durfte ich noch nie in einem richtigen Ostauto (mit)fahren, außer in einem lauten alten Lada.



Da siehst Du mal, was Dir entgangen ist. Ständig alles auf das Beste optimiert, ständig alles vorhanden, das ist doch stinklangweilig. Heute bezahlt man für einen Abenteuerurlaub ordentlich Geld, wenn man mehr als 08-15 auf Mallorca erleben will. Für uns damals konnte neben Autofahren jeder Tag ein Abenteuer sein.


Als Kind der 80er fand ich es normal, im großen Auto rumgefahren zu werden. Als es dann in den Osten ging, wurde das Auto von Papa oft bestaunt. Die wollten alle ein Westauto. Nur der Vermieter unserer Datsche am Malchiner See fuhr einen dicken Lada. Mein Vater : "Parteibonze". War aber ein netter Kerl, hat mir gleich eine Limonade spendiert :) Dann ging's ab mit dem Boot auf den See, wo ich mir gleich einen Sonnenstich geholt habe... Erinnerungen werden wach.
Paar Jahre später auf einem anderen See der Seenplatte hab ich ein Boot mit Außenborder gemietet, bestimmt DDR-Fabrikat, erst ist es "auf hoher See" abgesoffen, hatte Schwierigkeiten, es wieder zu starten, dachte schon, ich müsste rudern, dann klemmte bei Anfahrt ans Ufer der Gaszug, so dass ich mit Vollgas den Steg gerammt habe (gottseidank waren da reifen !!) Der Besitzer hätte schier nen Herzinfarkt gekriegt...


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09.05.2016 23:10
#96
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Zitat von Josef im Beitrag #93
Zitat von bürger der ddr im Beitrag #89
Zitat von berlin3321 im Beitrag #86
Moin moin Forum,

ein interessanter Fred, danke.

Ich bin nach der Wende mal mit einem 1.3 gefahren, Probefahrt nach Vergaserreparatur.

Auf der "normalen Probefahrtstrecke", mit ziemlich gleicher Geschwindigkeit wie sonst mit Golf und Co.

Puhh..... zurück deutlich langsamer und vorsichtiger, war schon ein Unterschied, ich dachte, ich hebe mit dem 1.3 ab oder lande in der Kurve im Graben.

MfG Berlin


@berlin3321 , Deine Geschichte mit dem Fahrverhalten des wartburg kann ich etwas verstehen. Der wartburg war etwas weich gefedert, in schnellen Kurven hatte man das Gefühl der "Arsch" kommt. Das lag daran, durch die Neigung des Fahrzeugheck hat sich das Hinterrad auf der Innenbahn etwas entlastet und das Hinterrad auf der Außenbahn mußte die fast gesamten Kurvenkräfte bewerkstelligen. das konnte der Querstabilisator nicht kompensieren. Das "wegsetzen" der Hinterachse verlief aber recht gutmütig....

Ich habe damals bei meinem hinten härtere Federn eingebaut und in die Karosse in dem Bereich der hinteren Karosserieauflagen (nach Ausbau des Tank) Knotenbleche eingeschweißt. Zum Glück liefen mir auch noch ein paar Bremstrommeln der Ralleyabteilung zu (Alulegierung mit eingezogenen Bremsring) was die ungefederte Masse der Hinterachse verringerte.
Das Fahrverhaltebn war danach wirklich sehr gut, der kaleschenhafte Charakter war ausgetrieben.

So haben viele DDR Bürger ihren wartburg veredelt und mit Liebe zum Detail verbessert.



Wenn ich es recht gelesen habe, soll der Wartburg im Gegensatz zum Trabi eine Vorkriegskonstruktion als Fahrwerk gehabt haben. Karosserie auf Fahrgestell, aber immerhin Einzelradaufhängung und schon wegen des längeren Radstandes vermutlich sehr viel komfortabler auf Betonplatten und "Feldwegen" als ein Trabi. Als ich anfangs der 90er nach Mecklenburg kam, hatte ich den Eindruck, die Straßen der DDR waren sehr viel schlechter als im Westen (oder heute). Leider durfte ich noch nie in einem richtigen Ostauto (mit)fahren, außer in einem lauten alten Lada.


DAs stimmt nicht, zumindest nicht ab Wartburg 312. Der Rahmen sah zwar ähnlich aus, war aber mit absolut modernem Fahrwerk für die 1960er Jahre. Nix Vorkrieg.

Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.

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09.05.2016 23:16
#97
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Zitat von AlfredTetzlaff im Beitrag #9

Die Bezeichnung "Tourist" für einen PKW aus einem Land mit sehr rigiden Reisevorschriften entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Naja, im Passat ist nicht immer Wind, im Golf nicht immer Wasser. Im T-Modell gibts nicht nur Tee, Touring-Fahrer fahren oft nur Einkaufen. Im Caravan ist kein Wohnmobil.............

Zitat von SET800 im Beitrag #91
Technisch gefragt, gab es den Wartburg-Zweitakter nicht auch mit einem Freilauf? Mit wieviel, wiewenig, Sprit konnte man den fahren so wie es die Volkspolizei gerne sah, also ohne Stempel zu riskieren und mit großem "Segelanteil"?


Alle Vorwärtsgänge bei Wartburg hatten Freilauf. Aber was hat das mit der Polizei zu tun?


Zitat von SET800 im Beitrag #91
Zitat von AlfredTetzlaff im Beitrag #9

Die Bezeichnung "Tourist" für einen PKW aus einem Land mit sehr rigiden Reisevorschriften entbehrt nicht einer gewissen Komik.


Campinggepäck, Kanister, Große Runde bis in den Kaukasus, das gab es auch.

Technisch gefragt, gab es den Wartburg-Zweitakter nicht auch mit einem Freilauf? Mit wieviel, wiewenig, Sprit konnte man den fahren so wie es die Volkspolizei gerne sah, also ohne Stempel zu riskieren und mit großem "Segelanteil"?

Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.

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09.05.2016 23:17
#98
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Zitat von TAO im Beitrag #90
Ich habe Rotz und Wasser geheult, als ich 1992 wegen der kaputten Lichtmaschine meinen Wartburg Tourist habe verschrotten lassen, er hieß "Max". Bei meinem ersten Nordseeurlaub 1991 in einem kleinen Kaff im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein wurden wir wie Aliens bestaunt. Vor dem gemieteten Ferienhaus standen mein quietschegrüner Max und ein mausgrauer Trabi.
Beim Tanken mußte man rechnen und selber mischen, das wurde natürlich auch mit Unverständnis beäugt an der Tankstelle - trotzdem wird mir immernoch schwer ums Herz, wenn ich an "Max" denke

Wegen dem Generator? Oha. Du hast wohl oft neue Autos..........Ich habe gerade mein Haus abreissen lassen, da war ne Sicherung durchgebrannt......

Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.

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09.05.2016 23:24 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2016 07:37)
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#99
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Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #97

Zitat von SET800 im Beitrag #91
Technisch gefragt, gab es den Wartburg-Zweitakter nicht auch mit einem Freilauf? Mit wieviel, wiewenig, Sprit konnte man den fahren so wie es die Volkspolizei gerne sah, also ohne Stempel zu riskieren und mit großem "Segelanteil"?


Alle Vorwärtsgänge bei Wartburg hatten Freilauf. Aber was hat das mit der Polizei zu tun?




Also so fahren wie es die Straßenverkehrsvorschriften forderten, nicht wild gehetzt, eben auf geringen Spritverbrauch hin den Fahrstil. In der DDR eben 80km/h ausserorts, 100km/h auf Autobahnen und alle sonstigen Beschränkungen einhalten und mit annährend Ausrollen auf Kurven zu mit möglichst wenig Bremseinsatz.


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09.05.2016 23:41
avatar  Mike59
#100
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Bei meinem 353 war der Freilauf zuschaltbar - feine Sache.


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10.05.2016 07:38 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2016 07:45)
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#101
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Und mit wiewenig Liter/100km konnte man den fahren?

Gruß

Wobei ich weis daß Westautos auch erst weit nach 1980 sparsam wurden, beginnend um 1977 mit Golf-Diesel und Peugeot 203-Diesel.

Der VW-Käfer 1303 ( um 1975 ) war auch nur sehr kunstvoll auf unter 8,2l/100km zu bringen.

Mit dem kleinen Renault-R4 gingen auf Langstrecke Autobahn und LKW-Geschwindigkeit 5,5 - 5,7l/100km, ( 1977 ) 34PS-Langhuber mit 4-Gang-Getriebe.


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10.05.2016 11:37
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#102
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Naja, da war natürlich noch ein bißchen mehr im Argen. Letztendlich hätte es sich nicht mehr wirklich gerechnet, Max hatte schon bevor ich ihn gekauft habe, ein paar Jährchen und reichlich Kilometer auf dem Buckel ...
1993 hätte ich mir ganz offziell meinen neuen Tourist abholen können - ich bin da aber auf "Bulli" umgestiegen, gebraucht natürlich.


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10.05.2016 13:57
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#103
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Genauso sah das Objekt meiner Begierde 1984 aus . Der Schwiegervater eines Kumpels ,war der Besitzer und wir durften ihn ab und an mal am Wochenende nutzen .
Alle meine Versuche ,das Gerät zu kaufen ,trugen keine Früchte !
Als ich dann 1986 den alten Besitzer während eines Urlaubs traf , sagte er mir stöhnend : Hätte ich ihn dir lieber verkauft ,nun hat ihn der Sohn in Klump gefahren .



Mein Gott ,was hab ich für die Sänfte geschwärmt ! Was die heute für Preise aufrufen ! Einfach Wahnsinn !


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10.05.2016 14:07
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#104
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https://de.wikipedia.org/wiki/Schneewittchensarg

Ein richtiger Traumwagen! Aus der Karosse in Halle/Saale


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10.05.2016 14:10
avatar  Lutze
#105
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Zitat von Fritze im Beitrag #103
Genauso sah das Objekt meiner Begierde 1984 aus . Der Schwiegervater eines Kumpels ,war der Besitzer und wir durften ihn ab und an mal am Wochenende nutzen .
Alle meine Versuche ,das Gerät zu kaufen ,trugen keine Früchte !
Als ich dann 1986 den alten Besitzer während eines Urlaubs traf , sagte er mir stöhnend : Hätte ich ihn dir lieber verkauft ,nun hat ihn der Sohn in Klump gefahren .



Mein Gott ,was hab ich für die Sänfte geschwärmt ! Was die heute für Preise aufrufen ! Einfach Wahnsinn !





vielleicht als Schwiegersohn zu spät gekommen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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