Grenzverlauf am Brocken

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02.09.2009 17:29von ( gelöscht )
Frage
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Grenzverlauf am Brocken

Hallo zusammen,

als Neuling in diesem Forum würde ich gern mal eine konkrete Frage zum ehemaligen Grenzverlauf bzw. zu den Grenzsicherungsanlagen rund um den Brocken stellen

Soweit man noch Bilder aus der Zeit 1989/1990 zu sehen bekommt ist festzustellen, dass der GZ I parallel zu den Gleisen der Brockenbahn ab Bahnhof Goetheweg verläuft. Die geografische Grenze verläuft jedoch nach der Karte weit unterhalb des Gipfels. Stand dort auch noch ein Zaun oder befanden sich nach der Brockenmauer keinerlei weitere Hindernisse in Richtung Westen?

Wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen könnte


Viele Grüsse
andre634

29.10.2009 11:43von ( gelöscht )
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Ich denke, daß fast jeder erfahrene Grenzer ein Handbuch für Grenzverletzer hätten schreiben können und damit bleibt zu hoffen, daß das seinerzeit erworbene grenztaktische Wissen nie in der Realität gebraucht werden muß. Fluchten über grüne Grenzen sind im deutschsprachigen Raum ja sonst vorallem durch die illegalen Grenzübertritte von Verfolgten zu Beginn des III. Reiches von Sachsen und dem hinteren Elbsandsteingebirge Richtung Böhmen bekannt, aber auch dem Ende, als politisch Verantwortliche und Angehörige der SS das sinkende Schiff über die Alpen gen Italien und weiter auf der sogenannten Rattenlinie mit dem Ziel Südamerika verlassen haben.

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29.10.2009 13:21von ( gelöscht )
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Zitat von tiroler
hallo patriot,
wenn jemand bei anruf nicht stehen bleibt ,ist meiner
meinung nach der schußwaffengebrauch gerechtfertigt.
bin mir da aber nicht ganz sicher.
einen menschen erschießen ohne anruf ,ist ohne frage mord.

tiroler



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Einen Menschen, der nichts anderes will, als einem nicht legitimierten Unrechts-Regime zu entfliehen, durch gezielte Schüsse, Minen oder Selbstschußanlagen aufzuhalten und damit seine körperliche Beschädigung bis hin zu seinem Tode in Kauf nimmt, kann auch trotzt des Nichtstehenbleibens nach einem Anruf nicht "gerechtfertigt" sein.
Und Patriot, komm mir nicht mit Grenzregimen in der übrigen Welt, hier geht es um die Deutsch-Deutsche Grenze. Im übrigen möchte ich nicht wissen, wievielen Erschossenen von offizieller DDR-Seite noch zynisch "hinterher" gerufen wurde, daß ein Anruf erfogt war. Die Schützen werden sich darauf berufen haben, das Opfer konnte nicht widersprechen. Diejenigen, die man nur halb tot geschossen hatte, die hätten eh sagen können, was sie wollten, es wurde "streng nach Vorschrift" gehandelt!!!
Tiroler, dies soll keine Kritik an Deinem Statement gewesen sein, ich wollte bloß noch einen draufsetzen!!
Schönen Gruß aus Kassel

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29.10.2009 15:34von ( gelöscht )
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Wie kommst Du denn darauf, daß die DDR eine nicht legitimiertes Unrechtsregimes gewesen sein soll? Hat das etwa die Bundeszentrale für Politische Bildung noch in den späten Achtzigern so rausgegeben? Sicher nicht, da wurde ja selbst Erich Honnecker von Helmut Kohl mit allen Ehren in Bonn empfangen. Das ist zweifelsohne Urton der frühen Fünfziger und sollte eigentlich schon längst auf dem Müll der Geschichte gelandet sein. Oder möchtest Du wie ein Brunnenvergifter agieren und hier die Stimmung bewußt anheizen? Freu Dich doch ganz gelassen, daß Deutsche aus Ost und West hier miteinander reden und vor allem auch viele gediente Militärs unter uns sind, denen es auf beiden Seiten nicht immer leicht fällt die Rüstungen und Feindbilder abzubauen.

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29.10.2009 15:35von ( gelöscht )
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Also mal an alle einen recht Herzlichen Dank für die beteiligung am Thema.

Als kleine Anerkennung mal von mir noch einige Bilder. Vielleich inspirieren sie ja zu mehr Erinnerungen.







Hier sieht man als gestrichelte Linie den Grenzverlau bis 1951. Die Ecke an den Hirschörnern war bis da hin Britische Besatzungszone bzw. BRD








Bis hier hin erst mal und Resonanz abwarten.

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29.10.2009 15:51von ( gelöscht )
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hallo wosch,
ja du hast recht, aber dem soldaten kann ich auch nicht
das recht absprechen.er bewacht ein militärisches sperrgebiet.
alles andere ist eine politische angelegenheit zu der die soldaten
mißbraucht wurden.klar kann man daneben schießen.nun steht da aber so
ein junger mensch , vom leben noch keine ahnung ,dazu ständige
rotlichtbestrahlung.den soldaten verurteile ich nicht.
na ja, hatten wir ja schon alles.die vorgesetzten ,die partei,
die politische führung mit ihrem ausgeklügeltem system ,die sind
alle zu gut davon gekommen.der kleine soldat ist der falsche ansprechpartner.
sicherlich gab es unter denen auch vollidioten.
wenn ich anders denken würde,könnte ich mich mit patriot,raimann2,suentaler
uva. nicht unterhalten.

tiroler

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29.10.2009 15:54von ( gelöscht )
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hallo Bergmensch.

Ja so sah es vor 20 Jahren da oben aus zum Glück ist das Geschichte.

Mein Opa hätte das gerne noch erlebt "Ein freier Berg"

Es gibt zwei gute Bücher über den Brocken:

DER BROCKEN-ein freier Berg

DER BROCKEN-Der belagerte Berg(1994) ist aber vergriffen

Gruß

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29.10.2009 16:04von ( gelöscht )
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@Bergmensch, ich erinnere mich, auf der Eckertalsperre war in der Mitte neben der Grenzsäule auch noch ein kleine Ziegelsteinmauer gesetzt und in der Mitte in Augenhöhe fehlte aber ein Ziegel, praktisch zum Durchgucken, auch das ist jetzt alles weg. Von der Talsperre haben wir uns zu Weihnachten immer die besten Bäume von den Feinwärtsposten mitbringen lassen. Die waren so biomäßig, daß sie erst Ende Januar das Zeitliche gesegnet hatten und das ganze Haus tagelang sehr intensiv nach Fichtenwald vom Hochharz duftete.

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29.10.2009 17:32von ( gelöscht )
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So so mit Fichtennadel?

Und Guckloch....so richtig?

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29.10.2009 17:59von ( gelöscht )
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Genau! Und stell Dir vor im gleichen Moment kuckt noch ein BGSler durchs Loch ..

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29.10.2009 18:21von josy95
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Zitat von Patriot
Wie kommst Du denn darauf, daß die DDR eine nicht legitimiertes Unrechtsregimes gewesen sein soll? Hat das etwa die Bundeszentrale für Politische Bildung noch in den späten Achtzigern so rausgegeben? Sicher nicht, da wurde ja selbst Erich Honnecker von Helmut Kohl mit allen Ehren in Bonn empfangen. Das ist zweifelsohne Urton der frühen Fünfziger und sollte eigentlich schon längst auf dem Müll der Geschichte gelandet sein. Oder möchtest Du wie ein Brunnenvergifter agieren und hier die Stimmung bewußt anheizen? Freu Dich doch ganz gelassen, daß Deutsche aus Ost und West hier miteinander reden und vor allem auch viele gediente Militärs unter uns sind, denen es auf beiden Seiten nicht immer leicht fällt die Rüstungen und Feindbilder abzubauen.



Geht denn dieser Unsinn hier schon wieder los???

Ob nun Legitimiert oder nicht. Da sollen sich die Gelehrten drüber streiten. Was das Verhalten der DDR- Oberen in Bezug auf die Grenze anbelangt, insbesondere Schießbefehl (ich weiß: dieser "Befehl" ist noch nicht nachgewiesen..., hat`s nicht gegeben...) Mienen, Selbstschußanlagen ect., damit haben sich diese Herren und damit das gesammte System, den Staat DDR für ihre Zwecke legitimiert, geoutet und es zu einem Unrechtssystem entwickelt und verkommen lassen. Oder willst Du hier behaupten, die DDR war eine proletarisch orientierte Vereinigung der barmherzigen Samarieter oder der sozialfürsogliche Nachfolgeverein des Roten Frontkämpferbundes??? Der mit seiner Grenze die Angriffe der Neider von Außen abwehren mußte???
Nein, sie waren willfähige und eingeschworene Vertreter eines stalinistischen Weltherrschaftsanspruches mit all seinen menscherechtsverachtenden Erscheinungen und Auswüchsen. Und das dabei auch die Vorzüge, die objektiv guten Sachen der DDR in den Schmutz getreten wurden, das anders denkende Menschen eingesperrt, sogar erschossen wurden, das junge Menschen in Größenordnungen vergiftet und für diese Machtinteressen mißbraucht wurden, ja, das hat man alles billigend in Kauf genommen!

Und das dieses ideologische Gift heute noch wirkt, das merkt man hier wieder. Klar, deutlich und unmißverständlich! Ein Prosit auf den Genossen Stalin...

Nehmt es mir übel oder nicht, aber besser: Bleibt beim eigentlichen Thema, besinnt Euch auf die Tasachen, das Erlebte, die eigenen Erfahrungen! Hört auf über sowas zu philosopieren und euch damit gegenseitig zu belasten!

Dazu gibt es viel zu viel interessante Sachen zu berichten...


josy95

29.10.2009 18:27von ( gelöscht )
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Der Karl durfte doch garnicht bis an das Loch. Die stand doch ca.2-3 Meter im Osten.
Und wenn er es getan hätte?
Wie hättet ihr ihn Festgenommen? und wie Abtransportiert?
Ging ja nur über den Westen.

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29.10.2009 20:19von ( gelöscht )
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@Bergmensch, ich bin der Meinung das Mäuerchen stand genau auf der Linie und jenseits hat keiner aus dem Osten die Blätter mehr weggefegt ..

@josy95, lies mal alle Beiträge ab 13:21, verwechsele nie im Leben Ursache und Wirkung und dann schreibe das nochmal richtig auf.

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29.10.2009 20:46von Rostocker
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Nehme auch an das die Mauer auf der Linie fast stand.Und die Grenzsäule gleich dahinter,wenn man auf das Foto schaut.Denn vor dem Schild vom BGS kann die Grenzsäule nicht gestanden haben.

29.10.2009 21:01von ( gelöscht )
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Gleich nach der Grenzöffnung war auf dem Boden ca. 2 m vor der Mauer der weiße Strich.
Wer den da hin gemalt hat weiß ich nicht, sah aber sehr verwittert aus.
Aber ist ja auch Egal. Heute isser eben nicht mehr da und das ist entscheidendt.

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29.10.2009 21:07von ( gelöscht )
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Zwischen BGS Schild und Mauer liegen,na ja sagen wir mal gut 1 m-war das jetzt noch Ost Gebiet ?
In diesem Fall lag die Mauer wohl auf der Grenzlinie.

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