Grenzverlauf am Brocken

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02.09.2009 17:29von ( gelöscht )
Frage
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Grenzverlauf am Brocken

Hallo zusammen,

als Neuling in diesem Forum würde ich gern mal eine konkrete Frage zum ehemaligen Grenzverlauf bzw. zu den Grenzsicherungsanlagen rund um den Brocken stellen

Soweit man noch Bilder aus der Zeit 1989/1990 zu sehen bekommt ist festzustellen, dass der GZ I parallel zu den Gleisen der Brockenbahn ab Bahnhof Goetheweg verläuft. Die geografische Grenze verläuft jedoch nach der Karte weit unterhalb des Gipfels. Stand dort auch noch ein Zaun oder befanden sich nach der Brockenmauer keinerlei weitere Hindernisse in Richtung Westen?

Wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen könnte


Viele Grüsse
andre634

27.10.2009 19:03von ( gelöscht )
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Der Franzose Raymond Faure hat wohl die umfangreichste und schönste Sammlung mit über 80 Tausend Harzbildern http://www.raymond-faure.com/Brocken/brocken.htm

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27.10.2009 19:05von ( gelöscht )
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Den hatten wir hier schon. Ist über die Suche zu finden: https://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...4&message=28647

Er war früher übrigens auf einer Abhörstation im Harz im Dienst. Nur mal so nebenbei.

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27.10.2009 19:08von ( gelöscht )
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Auf dem Wurmberg?

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27.10.2009 19:13von ( gelöscht )
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Ja schöne Aufnahmen,auch vom Goetheweg,von Torfhaus hin und zurück 16 km,es lohnt sich,letztes Jahr bin ich
"hochgekraxelt".

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27.10.2009 19:22von EK89/1
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Im Natoturm oder drüben in Torfhaus?????

27.10.2009 20:33von ( gelöscht )
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Hallo zusammen,

Habe ja 1979-1980 in Sorge und somit auch auf dem Brocken gedient. Am Postenpunkt 009 das war die stelle wo die Bahn das letzte mal die Straße überquert bevor sie den Brockenbahnhof erreicht. Genau da habe ich sehr viele Schichten geschoben. Also wenn man von da mit den Gleisen nach unten ging, war zu meiner Zeit auf der Rechten Seite der Zaun (Streckmetall 3m hoch) und zwischen Zaun und Gleis befanden sich Hundelaufanlagen. 7-8 Hunde am Seil, von einer Länge pro Hund von 20-25m. Am Postenpunkt 011 bog die Grenzanlage nach Rechts ins Tal ab in Richtung Schierke.
Vom unteren Königsberger Weg zum Oberen Königsberger Weg befand sich ebenfalls eine Hundelaufanlage von etwa 10-15 Hunden. Den letzten, es war ein Deutscher Schäferhund nach oben habe ich im Winter immer abgebunden und mit zu meinem Postenplatz genommen. Er bekam von mir ein Päckchen Kompleckte Kekse welches er gierig verschlag. Und jeder der die Kekse kannte wusste, das sie aufquollen im Bauch. Also auch beim Hund, er war satt und Schlief und ich konnte meine Füße unter seinem Bauch schieben und sie Wärmen. Im übrigen war es immer eine willkommene und gute Sache für beide Seiten.
Eine gedeckte Kontrolle wurde vom Hund schon sehr früh bemerkt und der Hund hatte eine willkommene Abwechslung.
Ansonsten schließe ich mich in Bezug des Wetters meinen Vorrednern an.
Sehr schöne Schichten habe ich am Postenpunkt 001 – 004 verbracht ( BT 9 ) auf dem Brockenplatou . Im Winter wurde von den Fahrzeugen die Batterie ausgebaut und bei der Kommandantur abgestellt. Waren mal mit dem LO da, am nächsten morgen musten wir feststellen, dass große Eiszapfen von der Länge 2-3m vom Sendemast in unserem LO durch die Plane und Pritsche gerauscht waren und das Fahren unmöglich machten. So mussten alle eingesetzten Postenpaare warten bis ein Ersatzfahrzeug von unserer Kompanie vorhanden war.


Gruß Bürger

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27.10.2009 20:45von ( gelöscht )
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Ausfahrt 3.GK zum Grenzdienst.(Ilsenburg anno77)

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28.10.2009 00:51von ( gelöscht )
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@Dispatcher, könnte es sein, daß auf dem Bild der Politoffizier Hptm. P. genannt Spu zu sehen ist?

Hab hier auch in Mondqualität noch was mit Blick Richtung Marholzberg, das Kompanieobjekt selbst kurz nach der Demilitarisierung und einem Blick ins Suental, allerdings Herbst 92 aufgenommen. Bin damals mit meinem zivilen Pkw von Ilsenburg über die Anfahrt in den Abschnitt II und Scharfenstein ganz frech bis hoch zum Kleinen Brocken durchgefahren und kein Schwein krähte, denn die Grenzer waren längst weg und die Ranger, Jäger und neuen Waldbesitzer noch nicht da. Herrlich!

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28.10.2009 01:43von ( gelöscht )
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@patriot könnte sein das es hptm.puh..... ist.

Gute Bilder haste damals gemacht und noch ne spritztour dazu.

Von einer alten Filmrolle:

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28.10.2009 01:48von ( gelöscht )
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Bild Mitte warst Du mit als Posten auf dem Maitzenkopf (der war bei gutem Wetter meist allein unten) und rechts dürfte mein Vorgänger 1 * gelb gewesen sein?

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28.10.2009 08:33von ( gelöscht )
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Hallo Patriot und Dispetscher,

nach den schönen alten Fotos von der Suentaler Kompanie will ich auch noch 2 beisteuern.
Das erste Bild ist eines der offiziellen Erinnerungsfotos, die zum Glück von jedem Zug einschließlich Fahrzeugtechnik gemacht wurden und die jeder käuflich erwerben konnte.
Das geübte Grenzerauge erkennt auf der linken Bildseite die Ecksäule der Geländeumzäunung wieder, die auch schon auf Patriot's erstem Foto (Beitrag vom 28.10. 00:51) zu sehen ist.
Auf der rechten Bildseite sind noch ein paar blühende Exemplare aus der Rosenzucht des Kompaniechefs zu erkennen.
Die Aufnahme stammt vom Herbst 1987.

Das zweite Bild zeigt den Parkplatz der Kompanie, von der Gebäudestirnseite heimlich herunterfotografiert.
Der Weg hinter dem Zaun führt rechts hoch zum Tor Tuchtfeldstal und war der übliche Anmarschweg für die Posten, die zu Fuß in den Abschnitt mußten. (Aufnahme auch etwa Herbst 87)

Gruß
vom
Suentaler

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28.10.2009 09:19von ( gelöscht )
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Der rosenzüchtende Kompaniechef lebt noch, wie könnte es anders sein auf dem Marholzberg und die mir aus den 80ern bekannten Zugführer sind überwiegend im Wachschutz auf Führungsposition oder der IT-Welt tätig, denn Energie geht ja bekanntlich nicht verloren. Wer ist denn demnächst wieder mal vor Ort und stellt aktuelle Bilder von Kompanie und Abschnitt III ein? Ich selbst plane erst für Juni 2010 eine Brockentour mit Aufenthalt im Basislager "Berghotel Ilsenburg" weil ja erst dann der letzte Schnee ganz oben meist weg ist. Das tolle Bett mit Spiegel steht in der ersten Etage Mitte gleich nach der Treppe, seinerzeit Manschaftsraum heute Suite für 170€. Das Schwimmbad befindet sich im umgebauten Keller und im Haus selbst arbeiten auch hübsche Nachkommen der altgedienten Grenzer .. geblieben ist der schöne haaarzer Dialekt mit baade Baane in an Aamer und kaan Wasser da, ja?

Bildquelle: http://www.berghotel-ilsenburg.de/hotel.html

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28.10.2009 09:41von ( gelöscht )
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@suentaler

Du hast da gute Fotos reingestellt. Denkt doch bitte dran, die vor dem hochladen auf die richtige Größe zu bringen.
Einen Monitor der 3.299 x 2.101 Pixel wiedergibt ist leider noch nicht im Handel. Danke.

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28.10.2009 11:48von ( gelöscht )
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zitat von patriot :@Bergmensch, zwischen Maitzenkopf und Zwieselskopf also Postenpunkt 124 und 141 befand sich aus Richtung Ilsetal kommend die sogenannte Hauptstoßrichtung möglicher Grenzverletzer, weiter dann westwärts runter ins Eckerntal.

Hallo Patriot,
es höhrt sich ja gut an, dass der Maitzenkopf und Zwieselkopf
Hauptstoßrichtung war.Wie ich mich erinnere,muß das an den Taubenklippen bzw.
Ahlsburg gewesen sein.
Sind denn wenigstens viele Grenzverletzer durchgekommen? Sind denn Zahlen
bekannt? Wann war dort der letzte geglückte Durchbruch ?
Oder hast du und deine Genossen leider viele wegfangen können ?
Sicherlich war es auch sehr hilfreich , wenn der Grenzverletzer eine führende Kraft
der Kompanie gut kannte.

grus tiroler

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28.10.2009 12:57von ( gelöscht )
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Taubenklippen und Ahlsburg war dann dem Gelände folgend der schnellste weitere Weg in Richtung Eckerntal und somit Bundesrepublik. Für einen gut Trainierten in bestenfalls 15 Minuten möglich. Allerdings mußte zuvor noch der GSZ-70, in 1980 da einzig vorhandenes Sperrelement mit Signalanlage und dahinter wachenden Hunden aller 30m, plus zwei Posten in etwa 200-500m Entfernung überwunden werden. Im Frühsommer 1978 gab es genau da den letzten mir bekannten Versuch und somit verhinderten Grenzdurchbruch im Abschnitt III. Wer sicher durch wollte, hätte genau abseits der schnellsten und am einfachsten scheinendsten Strecke vorgehen müssen. Man soll nicht vergessen, daß man sich sowohl auf der Führungsstelle, als auch bei den meisten Posten intensiv Gedanken gemacht hat einen möglichen Grenzverletzer so früh wie möglich zu ertappen. Im beschriebenen Fall hatte die Hunde intensiv angeschlagen und die befohlene Absuche der Waldkante führte zur schnellen Festnahme. Ein bitterernstes Katz und Maus Spiel mit möglicherweise tödlichen Folgen für Grenzverletzer und Posten, aber auch ein Gefängnisaufenthalt nach Systemwechsel ab 1990 nicht ausgeschlossen. Von Dir angefragte mögliche Angriffsübersichten oder Durchbruchsstatistiken waren für die Offiziere auf der Kompanieebene nicht einsehbar. Ausgewertet wurde nur das, wovon man direkt oder indirekt schon Kenntnis hatte.

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