Grenzverlauf am Brocken

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02.09.2009 17:29von ( gelöscht )
Frage
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Grenzverlauf am Brocken

Hallo zusammen,

als Neuling in diesem Forum würde ich gern mal eine konkrete Frage zum ehemaligen Grenzverlauf bzw. zu den Grenzsicherungsanlagen rund um den Brocken stellen

Soweit man noch Bilder aus der Zeit 1989/1990 zu sehen bekommt ist festzustellen, dass der GZ I parallel zu den Gleisen der Brockenbahn ab Bahnhof Goetheweg verläuft. Die geografische Grenze verläuft jedoch nach der Karte weit unterhalb des Gipfels. Stand dort auch noch ein Zaun oder befanden sich nach der Brockenmauer keinerlei weitere Hindernisse in Richtung Westen?

Wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen könnte


Viele Grüsse
andre634

09.09.2009 20:50von ( gelöscht )
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Dieser Signalzaun, den du nennst Bürger, wurde dann später am oberen Königsberger Weg, welcher bis zum Gleis am Bahnhof Goeteweg verlängert wurde, verlängert. Am Bahnhof stand dann der Beobachtungspunkt von wo aus beide ankommenden Zäune eingesehen werden konnten.
Siehe Bild 9 von mir in diesen Thema. Vor dem Ende des Signalzauns waren dann noch 3 Fach Stacheldrahtrollen gespannt und weiter oben dan die Hundelaufanlagen.

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09.09.2009 20:58von ( gelöscht )
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Hallo Bergmensch,

Danke, konnte nämlich mit Goeteweg Postenhütte nichts anfangen.

gruß Bürger

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09.09.2009 21:45von ( gelöscht )
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Hallo Thomas,(@josy95)
frag mal Punne der war in Schierke im Stab und kann dir noch was über Zaunmienen berichten.
von ihn habe ich auch mal den Tipp bekommen das man mit Überbrückungskabel den Signalzaun unwirksam machen konnte. Wie hier auch schon jemand schrieb. Eist mit Klemmen das Kabel befestigen dann Signaldrähte heraus schneiden. Der signalfluß erfolgt über Kabel und meldet somit keine Auslösung. Aber ob da wirklich so Funktioniert hätte? Ich habe es nie probiert.
Was sagen die Fachgrenzer dazu?

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09.09.2009 22:06von ( gelöscht )
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Zitat von Bergmensch
Hallo Thomas,(@josy95)
frag mal Punne der war in Schierke im Stab und kann dir noch was über Zaunmienen berichten.
von ihn habe ich auch mal den Tipp bekommen das man mit Überbrückungskabel den Signalzaun unwirksam machen konnte. Wie hier auch schon jemand schrieb. Eist mit Klemmen das Kabel befestigen dann Signaldrähte heraus schneiden. Der signalfluß erfolgt über Kabel und meldet somit keine Auslösung. Aber ob da wirklich so Funktioniert hätte? Ich habe es nie probiert.
Was sagen die Fachgrenzer dazu?


Ja, Bergmensch, das hatten wir im Wiki thread https://www.forum-ddr-grenze.de/t1423f87-...enderungen.html angesprochen, Thunderhorse war da auch der Meinung das es moeglich war. Allerdings, soweit ich informiert bin war jedes Zaunsegment Teil eines elektrischen Schwingkreises den man auf Resonanz abgestimmt hatte. Durch Ueberbrueckung hat das Kabel jetzt eine andere Laenge, ist auch anders gelegt, und so wuerde sich auch die Resonanzfrequenz aendern, und der Zaun somit ausloesen. Ausserdem muesste man insgesamt 34(?) Draehte bruecken, 'ne ganz schoene Arbeit, vor allem die Kontakte sauber hinzukriegen. Ich glaub' Rainman2 hatte schon mal dazu bemerkt das Teile des Drahtes sehr rostig waren.

Die Meinung der Fachgrenzer wuerde mich trotzdem interessieren, ob und wie das moeglich waere.
-Th

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09.09.2009 22:15von ( gelöscht )
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Danke CaptnDelta,
für die schnelle Antwort.

Wie kann man nur son schweren nick habengut das es die Kopierfunktion gibt

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10.09.2009 12:39von josy95
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Hallole,

empfehle Euch auch, mal in den Therad "Metallgitterzaun, Stacheldraht, ect." reinzuschauen. Da gibt es auch sehr gute Beiträge zu diesem Thema!


josy95

10.09.2009 16:48von S51
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Zitat von CaptnDelta

Zitat von Bergmensch
Hallo Thomas,(@josy95)
frag mal Punne der war in Schierke im Stab und kann dir noch was über Zaunmienen berichten.
von ihn habe ich auch mal den Tipp bekommen das man mit Überbrückungskabel den Signalzaun unwirksam machen konnte. Wie hier auch schon jemand schrieb. Eist mit Klemmen das Kabel befestigen dann Signaldrähte heraus schneiden. Der signalfluß erfolgt über Kabel und meldet somit keine Auslösung. Aber ob da wirklich so Funktioniert hätte? Ich habe es nie probiert.
Was sagen die Fachgrenzer dazu?


Ja, Bergmensch, das hatten wir im Wiki thread https://www.forum-ddr-grenze.de/t1423f87-...enderungen.html angesprochen, Thunderhorse war da auch der Meinung das es moeglich war. Allerdings, soweit ich informiert bin war jedes Zaunsegment Teil eines elektrischen Schwingkreises den man auf Resonanz abgestimmt hatte. Durch Ueberbrueckung hat das Kabel jetzt eine andere Laenge, ist auch anders gelegt, und so wuerde sich auch die Resonanzfrequenz aendern, und der Zaun somit ausloesen. Ausserdem muesste man insgesamt 34(?) Draehte bruecken, 'ne ganz schoene Arbeit, vor allem die Kontakte sauber hinzukriegen. Ich glaub' Rainman2 hatte schon mal dazu bemerkt das Teile des Drahtes sehr rostig waren. Die Meinung der Fachgrenzer wuerde mich trotzdem interessieren, ob und wie das moeglich waere.
-Th





Als GAK war ich nicht gerade "Fachgrenzer" für den Signalzaun. Wir haben ihn nur hin und wieder kontrolliert und zur Probe ausgelöst. Dabei fiel öfter auf, dass er an einigen Stellen gar nicht so einfach auszulösen war. Manchmal musste man die Drähte ordentlich aneinander reiben, damit es bimmelte. Mitunter mussten erst mehrere Drähte zusammengedrückt werden. Waren vielleicht Übergangswiderstände teilweise so groß, dass die Technik real viel einfacher funktionierte als sie es technisch gesehen gekonnt hätte?
Vielleicht liege ich falsch aber wir hatten sogar den Eindruck, dass klammheimlich Segmente, die stellenweise bei Schlechtwetter (vor allem Nebel nahe dem Gefrierpunkt) besonders strapaziert wurden, gar nicht geschaltet waren. Potemkin eben.

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S51
10.09.2009 17:32von Mike59
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Ich kann mich dem geschriebenen von S51 nur anschließen. Ich war zwar nicht auf dem Brocken zu Hause sondern im Werratal. Der GSZ hatte mit der Witterung so seine Probleme. Besser gesagt, weniger mit der Witterung eher mit der nicht vorhandenen Umweltverschmutzung. Die Kraftwerke der Kaliindustrie im Werratal haben einen tollen Smog erzeugt und dann die Feuchtigkeit. Die ganzen GSZ Drähte waren zwar nicht verrostet aber stark korrodiert.

Gruß Mike59

10.09.2009 21:00von ( gelöscht )
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Ich habe da mal was gezeichnet: Die Grenze am Brocken

rosa=Grenzverlauf
grün=Grenzzaun
blau=Schutzstreifensignalzaun
Rot=Hundelaufanlagen
lila=Grenzwachtürme
gelb=5 km Grenzgebiet/Sperrzone

Und habt bitte Nachsicht. Mit der Maus ist es für mich nicht Einfach zu zeichnen.
Dadurch können auch geringe Abweichungen im Gelände entstanden sein.

Und leider macht es nur in einer großen Auflösung Sinn





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10.09.2009 21:16von ( gelöscht )
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Prima,sehr informativ,bist ja richtig fleissig

Hier noch eine Aufnahme aus der Gegend. Standpunkt ist der Wurmberg.

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11.09.2009 11:02von ( gelöscht )
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Danke Zermat, da habe ich auch noch ein schönes Bild.



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11.09.2009 15:44von ( gelöscht )
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Hier noch die zweite Karte: Die Grenze im Eckertal

Hundelaufanlagen waren mir da nicht bekannt. Wenn noch jemand dazu welche kennt kann er sie ja eintragen.
Ansonsten die Legende wie zur ersten Karte.



Auf der ersten Karte ist übrigens ersichtlich das es zwischen den Bahnhof Goetheweg und der Scharfensteinkaserne nur den einen Grenzzaun gab.

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11.09.2009 17:00von josy95
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[quote="Zermatt"]Prima,sehr informativ,bist ja richtig fleissig

Zermatt, lobe den Herren "Bergmensch" nicht zu sehr, der bildet sich nachher schnell was ein - ich kenne den Herren nämlich ganz gut...!
Und an die Adresse von Angelo: Diesen Herren hab ich für`unser Forum geworben! Wo bleibt die Auszeichnung...???

josy95

11.09.2009 20:01von ( gelöscht )
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Da ich in diesem Sommer 2009 in Braunlage Urlaub gemacht habe, füge ich mal hier 2 Fotos vom ehemaligen Kolonnenweg aus Richtung Wurmberg bei.
Ich habe meine Grenzerzeit (1973-1975) zwar am Mittellandkanal verbracht, aber es ist doch ganz schön interessant, wie es im Harz war. Gab es eigentlich zwischen 1973 und 1975 im Harz schon die "Batallionssicherung" oder noch die "Kompaniesicherung" wie wir sie am Mittellandkanal damals noch hatten ?

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11.09.2009 21:03von ( gelöscht )
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Zitat von Bergmensch
Danke Zermat, da habe ich auch noch ein schönes Bild.


Hallo Bergmensch,

Wuerdest Du mir die Erlaubniss geben, Deine Bilder von der Grenze im Harz zu einer Fotogalerie in der Wiki zusammenzufassen? Waere einfach schade wenn die Bilder in den Tiefen des Forums versinken.

Servus, und schoenes Wochenende,
-Th

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