Grenzverlauf am Brocken

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02.09.2009 17:29von ( gelöscht )
Frage
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Grenzverlauf am Brocken

Hallo zusammen,

als Neuling in diesem Forum würde ich gern mal eine konkrete Frage zum ehemaligen Grenzverlauf bzw. zu den Grenzsicherungsanlagen rund um den Brocken stellen

Soweit man noch Bilder aus der Zeit 1989/1990 zu sehen bekommt ist festzustellen, dass der GZ I parallel zu den Gleisen der Brockenbahn ab Bahnhof Goetheweg verläuft. Die geografische Grenze verläuft jedoch nach der Karte weit unterhalb des Gipfels. Stand dort auch noch ein Zaun oder befanden sich nach der Brockenmauer keinerlei weitere Hindernisse in Richtung Westen?

Wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen könnte


Viele Grüsse
andre634

04.09.2009 23:30von Ari@D187
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Hallo Bergmensch,

erstmal schönen Dank für die prima Fotos!

Hier eigentlich OT: Ist da etwa ein Güterwagen oder der ganze Zug entgleist?

Gruß
Stefan

05.09.2009 00:59von ( gelöscht )
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Hallo Thomas,
danke für den Begriff Kaffeeklappe, das gab es ja auch noch. Total vergessen gehabt.
Eben Altersheimer...aber so ist es eben wenn man alt wird.
Wat bin ick froh das ick dir habe.

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05.09.2009 01:03von ( gelöscht )
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Zitat von Ari@D187

Zitat von Bergmensch
[...]Hier sieht man das 1972 noch kein Metallgitterzaun besteht.[...]




Hallo Bergmensch,

erstmal schönen Dank für die prima Fotos!

Hier eigentlich OT: Ist da etwa ein Güterwagen oder der ganze Zug entgleist?

Gruß
Stefan




Nur der Wagen. Und was heist bitte OT (Oberer Totpunkt) oder wie?

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05.09.2009 01:23von S51
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Zitat von 254Spielregel

Zitat von Bergmensch
Unsere GT Begleiter haben uns gesagt das ein General Bär oder wie der auch immer hieß dort zur Jagd geht.

Demnach handelt es sich um Generalmajor Bär, den ehemaligen Kommandeur des Grenzkommandos Nord sowie folgend Kommandeur der OHS der GT?

Gruß,254




Ja, exakt

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S51
05.09.2009 10:49von Ari@D187
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Zitat von Bergmensch
Nur der Wagen. Und was heist bitte OT (Oberer Totpunkt) oder wie?


OT steht für "Off-Topic" und bedeutet soviel wie: Nicht zum eigentlichen Thema gehörend.

Die ganzen anderen "Forumsabkürzungen wie z.B. AFAIK, IMHO nutze ich aber auch nie und werde es für den OT-Bereich zukünftig auch so tun. OT sollte in deutschsprachigen Foren bleiben was es ist, nämlich der obere Totpunkt.

Gruß
Stefan

05.09.2009 11:23von ( gelöscht )
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Hallo Bergmensch,
es wurde von einem General Bär geschrieben.
Nun meine Frage zu dem Namen Bär:
"Nahe dem Scharfenstein befindet sich doch
die Bärenvilla.Wurde diese Villa nach dem General
Bär benannt?"Um den Scharfenstein war doch ein
Sonderjagdrevier.Es sollen dort große Feten
stattgefunden haben.Die gemeinsame Grenzkommission
soll dort auch öfters gewesen sein.(Ost und West)

gruß tiroler

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05.09.2009 18:00von ( gelöscht )
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Hallo,

nochmals vielen Dank für die umfangreiche Beantwortung meiner Fragen und für die coolen Fotos. Eine Frage hätte ich aber noch -vielleicht auch an die BGS- Fraktion gerichtet.

Gibt es noch Fotos von 1989 oder früher von diesem Bereich unterhalb des Brockens zwischen Bahnhof Goetheweg und Eckertalsperre ?
Wäre Euch sehr dankbar, da ich demnächst dort einmal wandern wollte.
Danke im voraus und schönes Wochenende.

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05.09.2009 21:48von ( gelöscht )
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Zitat von andre634
Hallo,

nochmals vielen Dank für die umfangreiche Beantwortung meiner Fragen und für die coolen Fotos. Eine Frage hätte ich aber noch -vielleicht auch an die BGS- Fraktion gerichtet.

Gibt es noch Fotos von 1989 oder früher von diesem Bereich unterhalb des Brockens zwischen Bahnhof Goetheweg und Eckertalsperre ?
Wäre Euch sehr dankbar, da ich demnächst dort einmal wandern wollte.
Danke im voraus und schönes Wochenende.



Blick von der Hermannsklippe zur Eckertalsperre



Blick vom Brocken auf den Königsberg






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08.09.2009 09:14von ( gelöscht )
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Danke Bergmensch

tolle Bilder. Wenn es davon noch mehr gibt- immer her damit.

Viele Grüsse

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08.09.2009 09:25von ( gelöscht )
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08.09.2009 11:38von ( gelöscht )
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Hallo zusammen,

beeindruckende Fotos vor allem, dafür auch von mir ein liches Dankeschön.

Liege ich richtig wenn ich glaube mich erinnern zu können, dass es nach dem Krieg, bis in die 50er oder sogar 60er Jahre am Brocken eine "rege" Grenzgängertätigkeit gab? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es dort auch "Führer" gab, die den Weg in beide Richtungen wiesen?

Gibt es da nicht sogar eine Geschichte von einem "Serienmörder" in den 50ern (?), der ständig zwischen Ost und West pendelte, dabei in beide Richtungen "schleuste" und einige "Grenzgänger", vor allem Frauen, ermordete?

Wie oft wurde der Broken eigentlich zur "Republikflucht" genutzt? Der "Grenzverkehr" dort wird in den 50er und 60er Jahren ähnliche Aumaße gehabt haben wie beispielsweise an der alten Reichsstraße 1 bei Helmstedt/Marienborn, vermute ich mal.

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08.09.2009 14:23von ( gelöscht )
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Zu 1)das gab es glaube ich an der gesamten Grenze
zu 2)Die gab es, kam dieses oder voriges Jahr eine Sendung im Fernsehen, weiß aber nicht mehr wie der Kerl hieß.
zu 3)Wie oft? keine Ahnung, mein bruder ist 1962 nähe Brocken am Morgenbrodsbach rüber.
Alledings braucht man da schon das zuvor beschriebene Insiderwissen von Gegend und Grenze.



Blick vom Scharfenstein zum Brocken 2005



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09.09.2009 17:14von josy95
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[quote="Wolfgang B."]Hallo zusammen,

beeindruckende Fotos vor allem, dafür auch von mir ein liches Dankeschön.

Liege ich richtig wenn ich glaube mich erinnern zu können, dass es nach dem Krieg, bis in die 50er oder sogar 60er Jahre am Brocken eine "rege" Grenzgängertätigkeit gab? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es dort auch "Führer" gab, die den Weg in beide Richtungen wiesen?

Gibt es da nicht sogar eine Geschichte von einem "Serienmörder" in den 50ern (?), der ständig zwischen Ost und West pendelte, dabei in beide Richtungen "schleuste" und einige "Grenzgänger", vor allem Frauen, ermordete?

Ja, da liegst Du richtig!
Die Verfilmung (Dokumentarfilm) ist glaub ich ein Vierteiler und heißt "Die größten Kriminalfälle", dieser Tage kam von 3-sat gerade wieder der erste Teil. Im besagten Teil geht es um solch einen Grenzführer und seine Komplizen in den 50 Jahren. Das damalige Geschehen hat sich vornehmlich im Bereich Vienenburg/ Stapelburg/ Abbenrode und nachher im Südharz bei Bad Sachsa abgespielt. Der Typ hieß glaub ich Beil oder Bleil. Hatte u. a. in einem Brunnen eines Bahnwärterhauses an der durch die Grenzziehung gesperrten Bahnstrecke Vienenburg - Wassserleben auf der Westseite eine seiner getöteten Opfer versteckt. Hat jahrelang gedauert, bis man die Überreste der Frau dort gefunden hat. Die Frau stammte aus Abbenrode, ihre Tochter lebt dort wohl heute noch. Der Bahnübergang existiert auch noch und befindet sich an der Straße von Abbenrode nach Lochtum/ Vienenburg. Nur das Bahnwärterhaus steht nicht mehr und die Schranke ist eine automatische Anlage.

Was ich zum Brocken und Harzvorland noch mal erwähnen wollte: Die Grenzgängeraktivität war, wie Bergmensch schon schreibt, genauso intensiv wie anderswo auch. Durch die besonderen geographischen Verhältnisse im direkten Brockenbereich und oberhalb des Jungborns (untere Eckertal bei Stapelburg) und der damit erschwerte Bau von Grenzsicherungsanlagen ließ hier natürlich etwas leichtere Bedingungen für eine Flucht zu was die Überwindung der techn. Grenzsicherungsanlagen anbelangte. Außerdem und wie schon mehrfach erwähnt, Insiderwissen war hier ein absolutes Muß für einen erfolgreichen Grenzdurchbruch. Was weiter begünstigend kam, das zwischen Stapelburg und Elend/ Sorge nie Erdmienen (Infanterieminen, auch als Tretminen bezeichnet) verlegt waren. Dies geschah aus Sicherheitsgründen auch für die eigenen Grenzsoldaten, da bei Hochwasser, was im Harz ja schon allein beim jährlichen Frühjahrstauwetter regelmäßig passierte, die Minen ausgespült worden wären und unkontrolliert irgendwo hingespült wären.

Stöbere mal in älteren Beiträgen auch von mir, da kannst Du zu dieser Frage noch so einiges finden.

josy95

09.09.2009 17:37von ( gelöscht )
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Hallo @josy95,

ja ich erinnere mich jetzt wieder an die Dokumentation. Ein damals junger Polizist hatte die Leiche einer ermordeten Frau im Brunnen entdeckt, es wollte ihm jedoch zunächst keiner glauben. Gruselige Geschichte, von denen es bestimmt noch andere ähnliche Fälle aus der Nachkriegszeit gibt?!

Ich werde natürlich, wie von Dir empfohlen, mal in Deinen älteren Beitragen rumstöbern. Bin schon gespannt was es da alles aus dem Harz zu erfahren gibt.

Übrigens, wie ich heute weiß war, hauptsächlich in den 50er Jahren, die alte Reichsstraße 1 bei Morsleben (Ecke Marienborn/Helmstedt), ein ausgebrannter Busanhänger markierte dort die Grenze, eine sehr "beliebte Übergangsstelle". Leider gibt es darüber kaum Berichte, Fotos oder dergleichen. Hast Du schon mal was darüber gefunden?

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09.09.2009 20:34von ( gelöscht )
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Hallo zusammen,

Habe ja viele Dienste geschoben an der Grenze und erinnere mich an eine Begebenheit 1979 im damaligen Abschnitt 6 bei Elend. Ein nächtliches Gewitter mit Sturm hatte viele 501 am Zaun 1 Explodieren lassen, so das es auf 100 oder 200 m keinen geschlossenen Zaun mehr gab. Bäume waren wie Streichhölzer um geknickt, es sah aus als wäre ein Riese durch den Wald gelaufen.
Die darauf folgenden Wochen mussten wir zusätzliche Postenpaare zur Sicherung von Waldarbeiten stellen.
In einer solchen Schicht trat ein Forstmann näher an mich heran und sagte zu mir. Also Junge!
Ob Du nun hier stehst oder nicht, ich kenne hier jeden Stein und jeden Baum und wenn Du dich mal kurz umdrehst bin ich weg wenn ich will.
Er erzählte mir das es im Harz und gerade bei Elend viele Höhlen gibt die von Ost nach West gehen. Dieser besagte Forstmann war damals so um die 50-60 Jahre und Wuste wo von er sprach.
Wollte nur damit sagen das die Einheimische Bevölkerung genau wusste wie man am besten von Ost nach West gelangte.
Im Übrigen endete der Signalzaun zu meiner Zeit gleich hinter der Grenzkompanie von Schierke in der ersten Kurve der Brockenstraße im Wald. War im übrigen auch die letzte Sprechstelle am Signalzaun und es wurden von hier aus auch gerne die Urlauber Kontrolliert die sich auf der Brockenstraße befanden.


Gruß Bürger

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