12-04-2015 Heute vor 25 Jahren: Erinnerung an die Grenzöffnung Rothenhusen/Utecht

14.04.2015 01:13
#1
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Heute vor 25 Jahren: Erinnerung an die Grenzöffnung Rothenhusen/Utecht

Groß Sarau/Rothenhusen/Utecht (koem). Vor 25 Jahren, am Gründonnerstag, dem 12. April 1990, um 17 Uhr öffnete sich die Grenze bei Rothenhusen. Wegen der innerdeutschen Grenze war die Wakenitzbrücke über 40 Jahre gesperrt.

Am Tag darauf war in der Tageszeitung zu lesen: „Und wieder geht die Grenze ein bisschen mehr auf. Jubel, Freudentränen und ein Gedränge, dass zeitweise nichts mehr ging – Tausende passieren den neuen Grenzübergang Rothenhusen/Utecht. Die Grenzöffnung wurde Hüben und Drüben volksartig gegangen.“
weiter hier mit Bildern:
http://www.herzogtum-direkt.de/article/h...thenhusenutecht


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12.12.2016 21:37 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2016 22:22)
avatar  harbec
#2
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Hallo!

Als Neumitglied habe ich diesen Bericht erst eben gelesen. Warum gebe ich jetzt noch meinen Senf dazu? Zum Einen verbinden mich mit Rotenhusen viele alte Erinnerungen, zum Zweiten habe ich die damalige Grenzöffnung sehr intensiv mitgefeiert.

Die alten Erinnerungen stammen noch aus den 60/70iger Jahren.
Als junger Bursche habe ich sehr viel in der Wakenitz geangelt. Meistens im Bereich der Eisenbahnbrücke an der Bahnlinie Lübeck - Herrnburg. 2-3 im Jahr bin ich mit älteren Anglern per Boot nach Rotenhusen zum Aalangeln gefahren. Das waren recht aalträchtige Nächte.

Am Anfang war es für mich doch noch etwas ungewohnt, dass bewaffnete Kräfte der DDR am gepflügten Kontrollstreifen ihre Runden drehten. Sie waren noch mit der russischen Trommel-Mpi bewaffnet. Uns Anglern gegenüber verzogen sie keine Miene.
Der damalige Kontrollstreifen befand sich unmittelbar auf der anderen Wakenitzseite, so dass wir mehrfach in der Nacht die Streifen sahen.
Am Wochenende war es immer sehr laut, denn die Grenzer beschallten den Westen mit sehr lauter Musik. Uns hat es damals nicht gestört,
es waren oft die neusten Hits. Natürlich war auch öfter Leuchtkugelverschuß zu sehen. Wir jungen Leute freuten uns über diese Silvester-
beleuchtung im Sommer, zumal das Hinterland ja zig Meter flaches Weideland waren und jede einzelne Leuchtkugel dadurch sehr schön zu
sehen war.

Fortsetzung und Bilder folgen!

Gruß Hartmut

Gruß Hartmut


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23.12.2017 17:48
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#3
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( gelöscht )

Bin erst kurz im Forum und lese diesen Bericht gerade. Als Kind, in den 60ziger und 70 ziger Jahren war ich auf dieser Brücke sehr häufig. Sie sah noch genau so aus wie auf dem Pressefoto. Auf der DDR Seite war allerdings bereits ein Gebüsch gewachsen in dem ein Wachturm stand. So ergab sich eine groteske Wirklichkeit, in der wir mit unseren Ferngläsern in die Gläser der Grenzsoldaten blickten. BGS Leute waren hier nicht zugelassen. Sie durften die Brücke glaube ich nicht betreten. Wir zwar auch nicht, es war Niemandsland, aber es hatte keine Konsequenzen.


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