Kompanie Weidenbach

  • Seite 1 von 4
13.04.2015 21:04
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Habe mich nun doch dazu entschlossen meine letzten Beiträge nicht weiter in dem Thema Bataillon Geismar /Hildebrandshausen zu schreiben, sondern werde es als ehemaliger Weidenbacher hier tun.

Ein dreiviertel Jahr bin ich nun im Forum und erkenne seit einiger Zeit, dass es Zeit ist zu gehen. Ich habe hier einige alte Bekannte wiedergefunden und neue Leute kennengelernt. Außerdem habe ich noch viel mir unbekanntes über das System Grenzsicherung erfahren. Das kann ja auch gar nicht anders sein, weil mein eigener Eindruck nur eine Momentaufnahme (12 Monate) eines relativ kleinen Abschnittes war.

Meiner Zielstellung, nach 25 Jahren die Zeitgeschichte aufzuarbeiten bin ich ein ganzes Stück näher gekommen.
Dafür wollte ich ja:

1. Alte Bekannte wiederfinden.
2. Neue Leute kennenlernen und
3. Kontakte zu Zeitzeugen von der anderen Seite herstellen.

Und das alles mit der Zielsetzung ein Treffen zu organisieren und sich zwanglos und ohne Vorwürfe über die damalige Zeit auszutauschen.
Ich gehe davon aus, dass mir das gelungen ist.
Mit Sicherheit befinden sich im Forum eine ganze Reihe User, die auf derselben Frequenz senden und empfangen. Habe aber auch festgestellt, dass einige gedanklich noch in der Zeit vor 30 oder 40 Jahren leben.

Natürlich hat die Wiedervereinigung für einen BU oder einen BO andere Konsequenzen gehabt als für einen GWD, der schon Jahre vorher nichts mehr mit der Grenze zu tun hatte.

Aber auch unter den Offizieren gibt es Zeitgenossen die begriffen haben für was sie da missbraucht wurden.
Ich bin kein Freund von Menschen, die den Mantel immer in die richtige Windrichtung hängen. Aber auch als langjähriger Angehöriger der GT oder NVA kann man sich kritisch mit dieser Zeit auseinander setzen.

Auf diesem Wege möchte ich mich bei (fast) allen Usern für ihre interessanten Beiträge bedanken. Insbesondere bei denen, die in dem Thema über das Bataillon Geismar/Hildebrandshausen tatkräftig mitgewirkt haben. Auch in vielen anderen Themen ist ja durch Frage und Antwort oftmals viel Neues und Interessantes geschrieben worden.

Was mich besonders geärgert hat sind die Gehässigkeiten und Kleinkriege hier im Forum. Ich gebe zu, dass ich nicht frei davon bin auch mal sarkastisch zu antworten, wenn mir jemand zu sehr auf den B….. geht.

Wenn wir uns heute darüber berechtigt aufregen das es immer wieder Neonazis gibt, dann dürfen wir aber nicht vergessen, dass es immer noch Zeitgenossen gibt die auch anderen totalitären Systemen nachtrauern.

Es ist zwar eine Eigenschaft des Menschen immer erst einmal mit dem Finger auf die Fehler der Anderen zu zeigen, aber weiterbringen kann einen nur die Analyse des eigenen Verhaltens.

Wenn ich mich so an die Zeit der Wende erinnere, erscheint es mir wie ein Wunder, dass es damals alles so friedlich über die Bühne gegangen ist. Auch von irgendwelchen Racheaktionen ist ja nichts bekannt geworden. Ich würde heute mal ganz gern einige Leute von damals befragen, aber die meisten sind ja auf Tauchstation.

Der Hesselfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
14.04.2015 06:30
#2
avatar

Schade, dass du dieses Forum verlassen möchtest. Ich habe deine Beiträge immer gerne gelesen.


 Antworten

 Beitrag melden
14.04.2015 08:16
#3
avatar

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #2
Schade, dass du dieses Forum verlassen möchtest. Ich habe deine Beiträge immer gerne gelesen.





Dem kann ich mich nur anschließen. Du musst ja nicht jedem Stöckchchen hinter herlaufen, das machen schon die anderen.
Überdenke doch diesen Schritt noch mal.


 Antworten

 Beitrag melden
14.04.2015 19:32
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Im Forum gibt es ja sehr unterschiedliche User und das ist eigentlich gut so und trägt auch zur Vielfalt der Themen bei.
Da gibt es:
Den fleißigen Leser - der aber selber wenige Beiträge schreibt. Das kann unter anderem auch daran liegen, dass er sich nicht gerne belöffeln lässt.
Den viel Schreiber – bin ich an manchen Tagen selber gewesen.
Den Troll – will ich nicht näher beschreiben, kann jeder im Internet nachlesen.
Den Wadenbeißer – liegt auf der Lauer und wartet auf günstige Gelegenheiten jemanden anzumachen.
Den Pinscher – ständig auf der Suche jemanden ans Bein pinkeln zu können (wie ein Hund beim Gassi gehen).
Den Befehlshaber, der auf der Suche nach seiner verlorenen Befehlsgewalt ist. Leider ist nach über 25 Jahren ergebnisloser Suche kaum noch Hoffnung auf Erfolg zu sehen.

Der Hesselfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
14.04.2015 20:12
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

@Harsberg und @ Grenzläufer Ihr wisst aber schon, dass einige sehnsüchtig auf meinen letzten Tag in Forum warten?? Ich nehme an mindestens genau so wie ich damals auf meinen Heimgang gewartet habe.

Es gibt ja mindestens einen Admin der mich bewusst beleidigen wollte um mich bei entsprechender Retourkutsche wieder sperren oder raushauen zu können. Ich habe damals solche Leute nicht für voll genommen und tue es auch heute nicht.

Die Forumregeln sind ja nur für das Fußvolk verbindlich. Höhere ......grade haben da ja andere Rechte.

Der Hesselfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2015 14:58
#6
avatar

Hallo @Merlini

Du hast 1961 Beiträge geschrieben und zur Zeit 1810 "Danke für diesen Beitrag" erhalten.
Das zeigt doch, die Leute im Forum lesen deine Berichte/Beiträge sehr gerne.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2015 15:00
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Hallo Grenzläufer, dass kann ein Indiz dafür sein, muss es aber nicht. Es gibt mindestens zwei User im Forum, welche sich sehr viel bedanken. Die bedanken sich sogar, wenn sie verbal einen über gezogen bekommen haben.

Der Hesselfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2015 15:33
avatar  Elch78
#8
avatar

Zitat von Merlini im Beitrag #9
Es gibt ... User im Forum, welche sich sehr viel bedanken. Die bedanken sich sogar, wenn sie verbal einen über gezogen bekommen haben.
Nun, vielleicht bedankt sich mancher verbal Gefolterte voll überschäumender Freude, weil seine Existenz überhaupt wahrgenommen wurde ...
Nach dem Motto:
Das Ablassen des Darmwindes ist für manche Zeitgenossen die einzige Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit auszudrücken.


Zur Kompanie Weidenbach (war meine Nachbarkompanie) habe ich in diesem Strang noch gar nichts gefunden - vielleicht sollten wir uns etwas mehr darauf konzentrieren!
Bin gern dabei - kann nur nichts Substantielles dazu bieten und halte mich deshalb zunächst zurück.

Elch


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2015 17:01
avatar  Angelo
#9
avatar

@Merlini Ich finde es nicht ok, dass du hier Private Mails veröffentlichst eigentlich sollte ich dir mit dieser Aktion deinen Fortgang aus dem Forum erleichtern. Wenn ich nur sporatisch antworte, hat das vielleicht auch damit zu tun, das ich auch noch Arbeiten muss und kein Renter bin. Ich bekomme hier am Tag zig Mails die ich nach und nach abarbeiten muss. Und wenn man da mal Hallo und auf Wiedersehen vergisst sollte man auch Verständnis dafür haben und es nicht als alternativlos hinstellen.....sorry


Zitat
PS Anrede und Gruß sollte doch unter zivilisierten Leuten möglich sein.


Alternativloser geht es kaum!



Sowas macht mich sauer.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2015 18:43
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

@Elch78, da wird auch nicht mehr soviel kommen. Den 1. SA habe ich ja ausführlich beschrieben. Könnte aber sein, dass sich andere Weidenbacher noch an etwas erinnern was ich nicht kenne. Rasselbock könnte zum Beispiel die alte Baracke der GK noch besser in Erinnerung haben als ich. Ich kann mich nur noch an Fragmente einer alten Baracke erinnern. Wimre haben die oberhalb des Objektes gestanden und hinter dem Buckelbau gestanden.

Der Hesselfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
17.04.2015 17:09
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

Der Eingangsbereich zum Objekt in Weidenbach ist ja nach meiner Zeit umgestaltet worden. Das Tor und der Zaun wurde bis kurz vor die Straße verlegt und etwas stabiler gemacht. Zu meiner Zeit war das Tor weiter oben und zwar kurz vor dem Schuppen für die Feldküche. Tor und Zaun waren aus Holz (Jägerzaun). Die Tankgarage wurde auch nicht mehr benutzt und durch eine Containertankstelle im erweiterten Eingangsbereich ersetzt.

Der Hesselfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
17.04.2015 18:31
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Zitat von Merlini im Beitrag #11
Der Eingangsbereich zum Objekt in Weidenbach ist ja nach meiner Zeit umgestaltet worden. Das Tor und der Zaun wurde bis kurz vor die Straße verlegt und etwas stabiler gemacht. Zu meiner Zeit war das Tor weiter oben und zwar kurz vor dem Schuppen für die Feldküche. Tor und Zaun waren aus Holz (Jägerzaun). Die Tankgarage wurde auch nicht mehr benutzt und durch eine Containertankstelle im erweiterten Eingangsbereich ersetzt.

Der Hesselfuchs

Na schau an. Diesen Jägerzaun durfte ich 1974 noch mit Altöl streichen. Da blieb mir der Grenzdienst erspart, was ja auch sein Gutes hatte.
Zu meiner Zeit in Weidenbach war in der Kompanie der Spieß Johann die einzige Respektsperson, welche auch gegrüßt werden wollte und musste. Mein Zugführer war ein ruhiger und besonnener Beamter. Mit den Uffzen war auch ein gutes Arbeiten. Kein Vergleich zur Grundausbildung.
Wir hatten einmal Gefechtsalarm. Es war hoher Besuch in der Kaserne anwesend. Die Einen sind erst mal auf die Toilette, ich habe mich erst mal rasiert und irgendwann standen wir auf dem Hof mit Teil 1 usw. Leider fühlte sich keiner für die Munitionskisten verantwortlich. Waren ja auch nicht leicht. Dann kam auch noch Kontrolle Teil1. Ich sollte mein Essgeschirr zur Kontrolle vorzeigen. Leider ging der Deckel nicht mehr ab, da der zuletzt in Johann Georgenstadt gegessene Linseneintopf dies verhinderte. Es wurde fast bei Allen etwas negatives gefunden. Der hohe Besuch hat dann nur noch ab gewunken und war bedient.
Da ich einmal zur Befehlsausgabe nicht rasiert war, durfte ich von Johann aus alle Benzinkanister spritzen. Dies waren nicht wenige. Daraufhin ist der Spieß auf mich aufmerksam geworden, was mir oft den Grenzdienst ersparte. Ob es Malerarbeiten in der Kompanie waren, das Aquarium neu einrichten, außen eine Steinmauer errichten, im Nachbarort in der Schmiede aus Schweißdraht für die Patenklasse einen Soldatenkopf ,,zusammenschweißen'', eine kleine Band gegründet und im Keller beim Stuben und Revierreinigen wurde geprobt. Mir waren solche Arbeiten dreimal lieber als Grenzdienst. Wenn ich für Johann abgestellt war, gab es zum Frühstück auf Wunsch Spiegelei oder Rührei und Bohnenkaffee. Für das Aquarium zum Neueinrichten brauchte ich eine Erlenwurzel zum verschönen. Da hatte ich einen Tag Zeit, und suchte an dem Bach nach Mackenrode und wurde auch fündig. Als Beleuchtung kam noch eine Lumoflor Leuchtstoffröhre zum Einsatz. Johann war begeistert.
Da es einmal kein weißes Bohnerwachs gab, wurde mit rotem Wachs gebohnert. Als weißes Wachs wieder vorhanden war, durften alle 80iger mit Topfkratzer das Parkett wieder auf Vordermann bringen. Das war eben Johann. Er saß oft bei uns zum Heimgängerkaffee mit auf der Stube. 1974 wurde Er in eine andere Kompanie versetzt, um dort Zucht und Ordnung reinzubringen. Das Erste was er dort einsetzen müsste, sagte Er, wären Topfkratzer. Wir wollten Johann behalten und sprachen auch mit unseren Zugführen. Es war aber ein Befehl von ganz oben. Das war ein Hallo in der Kaserne, als Johann ging. Der Neue Spieß war das Allerletzte.
Trotzdem habe ich damals gedacht: Hätte ich die Möglichkeit in Vollschutz für immer nach Hause zu gehen, hätte ich es gemacht. Wäre bloß mit dieser Anzugsordnung nicht weit gekommen. Trotzdem sind uns solche Sachen durch den Kopf gegangen. Wunschdenken eben.
rasselbock


 Antworten

 Beitrag melden
17.04.2015 18:40
avatar  Pitti53
#13
avatar

Zitat von rasselbock im Beitrag #12
Zitat von Merlini im Beitrag #11
Der Eingangsbereich zum Objekt in Weidenbach ist ja nach meiner Zeit umgestaltet worden. Das Tor und der Zaun wurde bis kurz vor die Straße verlegt und etwas stabiler gemacht. Zu meiner Zeit war das Tor weiter oben und zwar kurz vor dem Schuppen für die Feldküche. Tor und Zaun waren aus Holz (Jägerzaun). Die Tankgarage wurde auch nicht mehr benutzt und durch eine Containertankstelle im erweiterten Eingangsbereich ersetzt.

Der Hesselfuchs

Wir hatten einmal Gefechtsalarm. Es war hoher Besuch in der Kaserne anwesend. Die Einen sind erst mal auf die Toilette, ich habe mich erst mal rasiert und irgendwann standen wir auf dem Hof mit Teil 1 usw. Leider fühlte sich keiner für die Munitionskisten verantwortlich. Waren ja auch nicht leicht. Dann kam auch noch Kontrolle Teil1. Ich sollte mein Essgeschirr zur Kontrolle vorzeigen. Leider ging der Deckel nicht mehr ab, da der zuletzt in Johann Georgenstadt gegessene Linseneintopf dies verhinderte. Es wurde fast bei Allen etwas negatives gefunden. Der hohe Besuch hat dann nur noch ab gewunken und war bedient.
rasselbock


Sodom und Gomorra
Der hohe Besuch hat aufgegeben


 Antworten

 Beitrag melden
17.04.2015 22:11
#14
avatar

Zitat von Pitti53 im Beitrag #13


Sodom und Gomorra




Wieso. Gab es auch Sex?


 Antworten

 Beitrag melden
17.04.2015 22:35
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Von dem einen Gakl die Frau war scharf wie eine Russensense, aber da haben sich alle zurück gehalten weil die alles ausgeplappert hat.

Der Hesselfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!