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Kommando der GT in Pätz - wie war es da so?

Hallo zusammen,
heute wollte ich mal ein neues Thema aufmachen zum Kommando der Grenztruppen in Pätz. Wie ging es da so zu? Wie lief der Dienst dort ab? War es da hektisch, ruhig, streng oder locker? Wie waren die Leute so. Kamen dort auch normale GT-Angehörige mal hin?
Ich weiß, klingt vielleicht etwas blumig, aber als Westler bin ich nur mal außen am Zaun vorbei gefahren, wenn es überhaupt das richtige Objekt war (Schloß?). Also, wer dazu was berichten kann und möchte, bitteschön!
Bildquelle: www.grenzkommando.de

Hallo
Habe in einem anderen Forum einen ehemaligen Mitstreiter wieder gefunden und ihn dann auch bei einem Treffen persönlich gesprochen, der war mal ein paar Tage in Pätz gewesen. laut seinen Aussagen ging es dort relativ locker zu. So weit ich mich noch erinnern kann war in Pätz der Stab der Grenztruppen, das GKM ( Grenzkommando Mitte ) in Karlshorst.


Zitat von Annakin im Beitrag #2
Hallo
Habe in einem anderen Forum einen ehemaligen Mitstreiter wieder gefunden und ihn dann auch bei einem Treffen persönlich gesprochen, der war mal ein paar Tage in Pätz gewesen. laut seinen Aussagen ging es dort relativ locker zu. So weit ich mich noch erinnern kann war in Pätz der Stab der Grenztruppen, das GKM ( Grenzkommando Mitte ) in Karlshorst.
Hallo.
Zu Pätz kann ich nichts beitragen,ich war 05/78-10/79 in Karlshorst im GKM im GWD und zwar in der Stabskompanie 26 als MKF.Meine Grundausbildung ging nur 6 Wochen in unserer Kompanie,dann kommandiert nach Groß-Glienike wegen Fahrzeuginstandsetzung für einige Wochen.Die Kompanie in Karlhorst war außerhalb des GKM eine kleine Baracke mitten im Wohngebiet,welches für uns als Soldaten sehr angenehm war.Die Kompanie war in 6 Züge gegliedert.Soweit ich mich erinnere war 1+2.Zug PKW Fahrer für den Stab und täglich mit Offizieren zu den GR unterwegs.Der 3.Zug waren LKW Fahrer zu denen ich gehörte mit vielerlei Aufgaben,auch fast täglich draußen unterwegs. der 4. war KD-Zug,brauch ich nicht zu erläutern oder?der 5+6 war Reparatur+Instandhaltung mit den Mechanikern.Der Alltag war eigentlich streßfrei.Frühsport gab es nur für die in der Kompanie verbliebenen.Ansonsten war man vogelfrei ganz nach Planung der Fahrten.Der Weg am KD vorbei war völlig normal mit Dienstauftrag den man am Abend vorher gesagt bekam und morgens beim UvD in Empfang nam.Wie gesagt war die Kompanie außerhalb des GKM und des Fuhrparks,sodass jeder der z.B. zum Essen ging im GKM Nebengebäude schon mal draußen war.Gleiches Prozedere zum Sportplatz,den wir uns mit den Russen geteilt haben.Am WE oder fahrtfreien Tagen war man schon mal zum GUvD oder Objektwache eingeteilt.Alles in allem kein großer Streß,aber nur wenig Ausgang und Urlaub.
Lgandyman

Ich war nur ein paar Tage in Pätz als ZuKo. Erst eine Nacht im GKM und dann eben 2 Tage in Pätz. War wirklich recht entspannt. So viel Rot und Gold sah man sonst natürlich nicht. Auch einen Oberst als OvD kannte ich so nicht. Aber der war noch vergleichsweise jung und locker drauf.

Ich kann mich nur an 2 Besuche dort erinnern, war jeweils bei den Grenztruppenmeisterschaften Schach einmal 1980 als Offiziersschüler und dann noch einmal (81 oder 82) direkt von der Grünen Grenze. Übernachten mußten wir in einem Barackenobjekt etwas entfernt. Da Wochenende (Sonnabend ) war, lief alles sehr ruhig dort (eine Art Sanatorium). Ich kann mich nur noch erinnern, dass wir durch einen längeren Gang zu einem Art Kultursaal gegangen sind und da stenden über eine weite Strecke hochgestapelt Kisten Pilsner Urquell. Ansonsten waren es dort schöne Tage, denn
wir waren mit Reisezeit fast 3 Tage aus dem Dienststreß, ohne Urlaubsanrechnung. Normalerweise wäre ich allerdings in meinem Grenzerleben nie dorthin gekommen.
Grüße Ulei
#8

Zitat von ulei mendhausen im Beitrag #5
Ich kann mich nur an 2 Besuche dort erinnern, war jeweils bei den Grenztruppenmeisterschaften Schach einmal 1980 als Offiziersschüler und dann noch einmal (81 oder 82) direkt von der Grünen Grenze. Übernachten mußten wir in einem Barackenobjekt etwas entfernt. Da Wochenende (Sonnabend ) war, lief alles sehr ruhig dort (eine Art Sanatorium). Ich kann mich nur noch erinnern, dass wir durch einen längeren Gang zu einem Art Kultursaal gegangen sind und da stenden über eine weite Strecke hochgestapelt Kisten Pilsner Urquell. Ansonsten waren es dort schöne Tage, denn
wir waren mit Reisezeit fast 3 Tage aus dem Dienststreß, ohne Urlaubsanrechnung. Normalerweise wäre ich allerdings in meinem Grenzerleben nie dorthin gekommen.
Grüße Ulei
Ich war von 1970 bis 1971 als Gefereiter im Kommando der Grenztruppen in Pätz stationiert. Dort befand sich der oberste Stab der Grenztruppen, angeführt vom damaligen Chef der Grenztruppen Generalleutnant Erich Peter. Im Stab gab es die verschiedenen Abteilungen, die für einen jeweiligen Bereich der Grenztruppeneinheiten in der gesamten DDR verantwortlich zeichneten.
Im Objekt befand sich eine KFZ-Kompanie, bestehend aus Kraftfahrern und des KFZ-Instandhaltungspersonales. Diese waren in 2 Baracken im hinteren Bereich des Objektes untergebracht. Ca. 30-40 Soldaten und Gefreite. Die Aufgabe der PKW-Kraftfahrer bestand während der 18-monatlichen Dienstzeit darin, hohe Offiziere ( ab Major aufwärts ) fast täglich in bestimmte Grenzabschnitte der DDR zu fahren. Dies war auch oft nachts der Fall, wenn in Grenzabschnitten Vorkommnisse ( Grenzübertritte u.ä. ) auftraten. Der Kraftfahrer mußte zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit sein.
Der KFZ-Park bestand hauptsächlich aus PKW's der Typen Wartburg 353 und Wolga M 21. Mit Ausnahme des Fahrzeuges für den Chef der Grenztruppen. Das war ein schwarzer Tatra. Diesen fuhr jedoch ein Berufs-Unteroffizier ( Unterfeldwebel ).
Wenn nicht gefahren werden mußte, wurden die Fahrzeuge gewartet, da diese immer in top-sauberen und technisch einsatzbereiten Zustand sein mußten.
Ich erinnere mich gern an meine Dienstzeit. Wir hatten eine angenehme "Wehrpflichtzeit". Mit den Offizieren war gut auszukommen, oft bestand ein persönliches Vertrauensverhältnis mit den Chefs der Abteilungen. Urlaub gab es für die damaligen Verhältnisse reichlich, aller 2 Wochen Kurzurlaub, aller 4-6 Wochen verlängerten Kurzurlaub. 18 Tage Erholungsurlaub über die gesamte Dienstzeit.
Das Problem war immer, nach dem Urlaub nachts vom Bahnhof Königs-Wusterhausen nach Pätz zu kommen. Für Taxi war als Gefreiter, mit 110 Ostmark im Monat, kein Geld da, es blieb nur der Fußmarsch auf der Landstraße.
Ich habe schon einige Mal in den letzten 40 Jahren das ehemalige NVA-Objekt aus Neugierde besichtigt. Leider wurden 2003 die wesentlichen Hauptgebäude abgerissen.
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