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#1

Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 08.04.2015 22:10
von andy | 1.286 Beiträge | 341 Punkte
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Hallo Gemeinde,

ich meine, dass wir die nachfolgende Berichterstattung von Zeitzeugen aus dem KGT und anderen DE hier noch nicht hatten.

Schaut einfach mal, allerdings erfordert das etwas mehr Zeit...

Ich empfehle ausdrücklich Nr. 5 - 7 für den Berliner Raum.

http://www.isor-sozialverein.de/Aktuelle...zeugen%20II.pdf


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


DoreHolm, terraformer1, Elch78 und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.04.2015 22:24 | nach oben springen

#2

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 08.04.2015 23:03
von Rothaut | 516 Beiträge | 492 Punkte
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Danke..andy...für diesen Beitrag!
Für mich sehr lesenswert...

Nr.66-69...auch sehr interessant.

Gruß Rothaut



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#3

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 12:16
von Zkom IV | 359 Beiträge | 141 Punkte
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Hallo Andy,

sehr interessante Schilderungen. Habe schon mal rein gelesen.
Später mehr.

Gruß Frank



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#4

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 13:26
von B208 | 1.450 Beiträge | 282 Punkte
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Wer dieser Tage die Medien verfolgt, wird feststellen, dass die
Bürgerrechtler der DDR sich redlich Mühe geben, das kollektive
Gedächtnis des Volkes mit ih- ren Taten vor 25 Jahren einseitig
aufzufrischen. Worum geht es ihnen eigentlich? Es geht um eine
dauerhafte Uminterpretation der damaligen Ereignisse zur
nachträglichen Rechtfertigung der bis heute andauernden
Delegitimierung der DDR und ihrer Sicherheitsorgane. Der Wahrheit
widersprechend, werden über sie Lügen, Halbwahrheiten und
Verunglimpfungen verbreitet.



Warum beginnt jemand mit diesem Text ?
Warum stellt jemand das Erlebte Andersdenkender in Frage ?

Aufgrund dieser ersten Sätze stellt der Mann sich schon ins Abseits .
Warum beginnt er nicht einfach mit seinen Erlebnissen ?

Und das nach 25 Jahren .

Zumindest der erste Beitrag sehr armselig .

Mal sehen wie es weitergeht , aber für mich die gleiche Handschrift wie Genosse Streletz , Schade .

Hoffentlich sind die anderen Beiträge lesenswerter .


Stabsfeld und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 13:34
von B208 | 1.450 Beiträge | 282 Punkte
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Habe gerade mal über ISOR im Netz Quergelesen .

Und Tschüss .

B208


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#6

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 17:32
von Zkom IV | 359 Beiträge | 141 Punkte
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Ich habe nun die Berichte aus dem Berliner Raum durchgearbeitet.

Viele Dinge kann ich nachvollziehen, auch wenn es manchmal schwer fällt.
Die entstandene Unsicherheit, ausgelöst dadurch das keinerlei Befehle erteilt wurden.
Die durchaus berechtigte Freude oder Stolz, dass die verantwortlichen Offiziere vor Ort alle besonnen und
weitblickend gehandelt haben.
Verständlich auch das Unverständnis darüber, dass dieses Verhalten in der heutigen Geschichtsschreibung keinerlei Rolle spielt.
All das kann ich in einer gewissen Form nachvollziehen.

Eine Sache jedoch erschließt sich mir nicht:
Diese Grenze, der ungeheure Aufwand an Personal und Technik, anderswo im Lande oft vermisst, wird dargestellt als Kampf für den Frieden.
Diese Sichtweise ist mir unverständlich.
Natürlich gab es einen "Kalten Krieg". An der Grenze standen sich beide Systeme waffenstrotzend gegenüber, es wurde auf beiden Seiten
hochgerüstet- soweit alles klar.

Die gemachten Ausführungen hören sich aber an, als wenn ein Überfall der Bundeswehr oder der NATO unmittelbar bevorstehen würde und daher ein "Schutz" des Staates durch diese Grenze in dieser Form nötig war.
Hier kann ich den Ausführungen nicht folgen. Denn eines ist doch immer klar gewesen :

Diese Grenze diente in erster Linie der Verhinderung von illegalen Grenzübertritten von OST nach WEST.
Sie sollte ein Ausbluten des Staates verhindern.
Wie man 25 Jahre nach dem Mauerfall immernoch so tun kann, als wenn ich als Zöllner an der DL, bewaffnet mit einer Sig Sauer P 225 (P6) und dazu sagenhaften 16 Schuß Munition jede Sekunde meines Dienstes nur darauf gewartet hätte nun endlich gen Osten zu marschieren.............
das ist in meinen Augen schon etwas merkwürdig.

Ich glaube daher nicht, dass an dieser Grenze der Weltfrieden erhalten wurde.
An dieser Grenze wurde versucht eine politische Denkrichtung mit Gewalt zu erhalten, weil es anders nicht ging.

Gruß
Frank



linamax, utkieker, Jobnomade, diefenbaker, Grenzläufer und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 18:03
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Zitat von Zkom IV im Beitrag #6
...
Eine Sache jedoch erschließt sich mir nicht:
Diese Grenze, der ungeheure Aufwand an Personal und Technik, anderswo im Lande oft vermisst, wird dargestellt als Kampf für den Frieden.
Diese Sichtweise ist mir unverständlich.

Diese militärische Grenzsicherung (zugegebnermaßen recht personalaufwändig, da waren Kräfte gebunden welche beim Aufbau des Sozialismus fehlten) war auch eine (Spät-)Folge des Trauma vom Juni'41. Stalin wollte dieses geteilte Deutschland (und damit eine direkte Berührung des WV mit der NATO) nie, ihm wäre eine paktfreie Pufferzone von Finnland und Schweden über Deutschland, Österreich bis Jugoslawien deutlich lieber gewesen (search.php?q=Stalinnoten). Die Geschichte verlief dann bissel anders und schon '51, als die Türken (http://de.wikipedia.org/wiki/Incirlik_Air_Base) in die NATO drängten, war der Drops auf jeden Fall schonema an der Südflanke gelutscht.

*tschuldschung* für oT
Zum Thema Frieden, kennste von Busch 'Ganz unverhofft auf einem Hügel ...'


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 19:00
von utkieker | 2.947 Beiträge | 51 Punkte
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Natürlich hatte die DDR ein Recht darauf präventive Maßnahmen zum Schutz ihres Territoriums durchzusetzen. Dennoch standen die Ausgaben für die Landesverteidigung in keinen Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr. Freilich, wenn ich mit dem pioniertechnischen Ausbau der Staatsgrenze wirklich einen Krieg verhindern könnte, dürfte die Höhe der Einfriedigung nicht hoch genug sein. Wenn man bedenkt, welche Mittel dabei verpulvert wurden kann man nur die Hände über den Kopf schlagen. Er wirkte sicherlich im übertriebenen Umfang auch als Schutzwall nach außen aber ebenso auch repressiv nach Innen. Selbst zur Verhinderung illegaler Grenzübertritte wurde ein enorm hoher Aufwand betrieben, der in keinen Verhältnis zum "Nutzen" gestanden hätte.
Der Ausbau der Grenze war einst aus der Not heraus geboren. Aber an statt sich Gedanken zu machen ihren Bürgern ihre Rechte zu garantieren wurde aus der Not eine Tugend. Ein legaler uneingeschränkter Reiseverkehr war erst mit erreichen des Rentenalters garantiert. Und selbst da gab es noch Einschränkungen die nur Bürokratie befriedigen konnte.
Da die Wenigsten aller Grenzsoldaten tatsächlich nie mit Grenzverletzern zu tun hatten gehe ich dennoch davon aus, daß ich im Rahmen der Landesverteidigung militärische Aufklärung betrieben habe. Sicherlich mehr als nötig, aber deswegen werde ich keinen Grenzer einen Strick drehen. Über die verwendeten Mittel zur Landesverteidigung, müsste sich schon die politische Führung rechtfertigen und verantworten.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


Jobnomade, Grenzläufer und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 21:20
von diefenbaker | 643 Beiträge | 35 Punkte
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Ich habe mal auf die Schnelle das Kap. 5 von Oberst Banisch gelesen.

Interessant ist seine Schilderung der Lähmung der oberen Führungsschicht in der kritischen Stunde aus Sicht eines Insiders.

Als eher deplaziert empfinde ich seine Einschätzung über das gute Funktionieren (und die schwere Arbeit) der Führung vor und nach dem 9. November.

Als es darauf ankam die Situation zu meistern, haben sie die Kommandeure vor Ort im Regen stehen lassen. Diese mussten es verantworten, die Tore zu öffnen. Wenn alles anders gekommen wäre, hätten die sich verantworten müssen, ohne Dienstanweisung gehandelt zu haben.
Die Chefs weiter oben konnten sich hinter ihren "eisernen Regeln" verstecken.

Gruss Wolfgang



Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 10.04.2015 23:33
von Gert | 13.222 Beiträge | 2492 Punkte
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Zitat von andy im Beitrag #1
Hallo Gemeinde,

ich meine, dass wir die nachfolgende Berichterstattung von Zeitzeugen aus dem KGT und anderen DE hier noch nicht hatten.

Schaut einfach mal, allerdings erfordert das etwas mehr Zeit...

Ich empfehle ausdrücklich Nr. 5 - 7 für den Berliner Raum.

http://www.isor-sozialverein.de/Aktuelle...zeugen%20II.pdf


andy


entschuldige @andy. . Das Gesülze von diesem General, es ist einfach unterirdisch. Ich bin ein Kind der unmittelbaren Nachkriegszeit, ich habe noch die Reden der Russlandkämpfer am Biertisch im Ohr, wie sie den Iwan gejagt haben und was sie für ehrenwerte Soldaten waren, der einzige Schuldige für alles negative war natürlich Adolf Nazi. Ich weiss es heute besser, wie sie wirklich waren. Verdammte Sche.... lernt man in diesem Volk nie aus ? Nun ist es Erich und seine wankelmütigen Kumpane die die Weltrevolution verhindert haben durch ihr zauderndes Verhalten und und und. Es ist kaum zu ertragen, das so ein General, dem wahrscheinlich der Sargdeckel bald auf den Kopf fällt, kurz vor dem Ende noch solche Bücher schreiben muss. Und wie man sieht steht dahinter eine einflussreiche Organisation ( früher hiess sie Odessa, wie heisst sie heute ?)


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi


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#11

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 12:15
von Fritze (gelöscht)
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kurz vor dem Ende noch solche Bücher schreiben muss

Man muss solche Bücher ja nicht lesen ! In meinem Repertoire befinden sich solche Bücher nicht !
Ich lese zwar sehr viel ,aber suche mir die Lektüre doch sehr selektiv aus . Auch ein sogenannter Bestsellerautor wie Konsalik
kommt nicht in Frage ! (o.T.)
Nun mag es ja Interessenten zu den Stimmungen der Wendezeit aus der Sicht der damaligen Verantwortlichen geben ,aber das muss ein Jeder mit sich abmachen ,wie er sich informiert .
Und im nachhinein wird doch alles manipuliert und geschönt .In 50 Jahren können wir nicht mehr verfolgen ,was dann dargestellt wird .

MfG Fritze


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#12

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 12:47
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Zitat von Gert im Beitrag #10
... ( früher hiess sie Odessa, wie heisst sie heute ?) ...

Drollig ... O.d.e.SS.A. wurde vom Nazijäger Wiesenthal erfunden ... na egal, schönes Wetter heut.
Aber wohl nicht überall? ... www.wetter.com/wetter_aktuell/wetterwarn...f/MWRDEDXX.html


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#13

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 15:26
von ABV | 4.237 Beiträge | 181 Punkte
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Zitat von Zkom IV im Beitrag #6
Ich habe nun die Berichte aus dem Berliner Raum durchgearbeitet.

Viele Dinge kann ich nachvollziehen, auch wenn es manchmal schwer fällt.
Die entstandene Unsicherheit, ausgelöst dadurch das keinerlei Befehle erteilt wurden.
Die durchaus berechtigte Freude oder Stolz, dass die verantwortlichen Offiziere vor Ort alle besonnen und
weitblickend gehandelt haben.
Verständlich auch das Unverständnis darüber, dass dieses Verhalten in der heutigen Geschichtsschreibung keinerlei Rolle spielt.
All das kann ich in einer gewissen Form nachvollziehen.

Eine Sache jedoch erschließt sich mir nicht:
Diese Grenze, der ungeheure Aufwand an Personal und Technik, anderswo im Lande oft vermisst, wird dargestellt als Kampf für den Frieden.
Diese Sichtweise ist mir unverständlich.
Natürlich gab es einen "Kalten Krieg". An der Grenze standen sich beide Systeme waffenstrotzend gegenüber, es wurde auf beiden Seiten
hochgerüstet- soweit alles klar.



Gruß
Frank



Ich würde das Verweigerungshaltung aus Eigenschutz nennen. Der ehemalige Offizier kann sich nicht eingestehen, quasi Jahrzehnte seines Lebens einer gescheiterten Sache gedient zu haben. Da wird der eigentliche Sinn und Zweck dieser Grenze, die Bevölkerung im Land zu halten, in eine "Friedensmission" umgedeutet. Bekanntlich schwiegen in Mitteleuropa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Mauer. Was aber eben nicht der "Mauer" bzw den Grenztruppen sondern dem Verlauf der Politik innerhalb der Machtblöcke zu verdanken ist.
Wenn irgend eine Seite einen Krieg gewollt hätte, dann wären die Grenztruppen samt Grenzanalagen binnen weniger Stunden überrannt worden. Das Grenzsystem wirkte lediglich dahin gehend " Friedenssichernd", in dem der anhaltende, den " westlichen Vorposten der Sowjetunion" allmählich destabilisierende Flüchtlingsstrom zum Erliegen kam. Kein Mensch weiß, wie sich die Sowjetunion im Fall eines Zusammenbruchs der DDR im Jahre 1961, mitten im " Kalten Krieg" verhalten hätte.

Bemerkenswert finde ich aber auch das Vokabular dieser Offiziere. Immerhin, die Niederschriften wurden im Jahre 2014 angefertigt. Beim Lesen konnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass die letzten fünfundzwanzig Jahre spurlos an diesen Offizieren vorbei gegangen sind.
Ich kann das aber eben auch nachvollziehen. Wer weiß wie ich mich heute, im Fall eines nach der Wiedervereinigung erlebten " drastischen Karrierknicks" zu gewissen Dingen äußern würde? Weniger aus echter Überzeugung, mehr aus einer Trotzhaltung heraus.
Möglicherweise wäre längst ein Umdenken eingetreten, wenn die Geschichtsschreibung den tatsächlich nicht unerheblichen Anteil dieser Offiziere an der überwiegenden "Friedfertigkeit" der Grenzöffnung, angemessen erwähnen würde.
Etwas zu verschweigen was nicht ins offizielle " Schwarz-Weiß-Bild" passt, ist auch nicht gerade förderlich für die Aufarbeitung der Geschichte.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#14

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 15:47
von diefenbaker | 643 Beiträge | 35 Punkte
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Zitat von ABV im Beitrag #13


...
Möglicherweise wäre längst ein Umdenken eingetreten, wenn die Geschichtsschreibung den tatsächlich nicht unerheblichen Anteil dieser Offiziere an der überwiegenden "Friedfertigkeit" der Grenzöffnung, angemessen erwähnen würde.
Etwas zu verschweigen was nicht ins offizielle " Schwarz-Weiß-Bild" passt, ist auch nicht gerade förderlich für die Aufarbeitung der Geschichte.

Gruß an alle
Uwe




Hallo Uwe,

so ganz verstehe ich das Problem nicht.

Wenn mit "dieser Offiziere" die Kommandeure an den Grenzübergangsstellen gemeint sind,
ist mir bisher nicht aufgefallen, dass denen ihre zweifellos vorhandenen Verdienste abgesprochen werden ??

Bei den Kollegen aus den höheren Stäben klingt zwischen den Zeilen eher etwas durch, dass sie bedauern, keinen Befehl zum Draufhauen bekommen haben. Dabei war doch alles so schön vorbereitet mit den Reserven aus der Offiziershochschule und aus der Unteroffiziersschule.

Gruss Wolfgang



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Grenzöffnung 1989 - was war im KGT los

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 16:09
von Pitti53 | 9.049 Beiträge | 737 Punkte
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Zitat von diefenbaker im Beitrag #14
Zitat von ABV im Beitrag #13


...
Möglicherweise wäre längst ein Umdenken eingetreten, wenn die Geschichtsschreibung den tatsächlich nicht unerheblichen Anteil dieser Offiziere an der überwiegenden "Friedfertigkeit" der Grenzöffnung, angemessen erwähnen würde.
Etwas zu verschweigen was nicht ins offizielle " Schwarz-Weiß-Bild" passt, ist auch nicht gerade förderlich für die Aufarbeitung der Geschichte.

Gruß an alle
Uwe




Hallo Uwe,

so ganz verstehe ich das Problem nicht.

Wenn mit "dieser Offiziere" die Kommandeure an den Grenzübergangsstellen gemeint sind,
ist mir bisher nicht aufgefallen, dass denen ihre zweifellos vorhandenen Verdienste abgesprochen werden ??

Bei den Kollegen aus den höheren Stäben klingt zwischen den Zeilen eher etwas durch, dass sie bedauern, keinen Befehl zum Draufhauen bekommen haben. Dabei war doch alles so schön vorbereitet mit den Reserven aus der Offiziershochschule und aus der Unteroffiziersschule.

Gruss Wolfgang



Das hätte auch nichts mehr genutzt. der Drops war schon wesentlich früher geluscht. Wollten aber nur die wenigsten so sehen

Aber das Thema gab es hier schon öfter.



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.04.2015 16:11 | nach oben springen


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