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#61

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 12:41
von Gelöschtes Mitglied
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Der Staat als ausführendes Organ der allwissenden Partei hat allen Lebensbereichen seinen Stempel aufgedrückt. Widerspruch und abweichende Meinungen wurden nicht geduldet. Wer sich das nicht hat gefallen lassen, der wurde zum Staatsfeind erklärt und entsprechen schikaniert.

Es gab nur eine Wahrheit und das war die der Partei die immer Recht hatte.

Wer sich angepasst hat und mit geschwommen ist, hatte einigermaßen Ruhe. Aber auch das war kein Ruhekissen. Die Treue zum System wurde immer wieder eingefordert. Dabei waren die Parolen so platt, dass sie nicht mal als Witz getaugt haben.

Der Schritt vom Bestarbeiter zum Staatsfeind war verdammt klein. Tanzte jemand aus der Reihe, dann wurde er gemaßregelt oder gar als Klassenfeind verfolgt.

Der Hesselfuchs


Grenzläufer und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#62

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 12:47
von Alfred | 7.909 Beiträge | 4002 Punkte
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Zitat von Merlini im Beitrag #61
Der Staat als ausführendes Organ der allwissenden Partei hat allen Lebensbereichen seinen Stempel aufgedrückt. Widerspruch und abweichende Meinungen wurden nicht geduldet. Wer sich das nicht hat gefallen lassen, der wurde zum Staatsfeind erklärt und entsprechen schikaniert.

Es gab nur eine Wahrheit und das war die der Partei die immer Recht hatte.

Wer sich angepasst hat und mit geschwommen ist, hatte einigermaßen Ruhe. Aber auch das war kein Ruhekissen. Die Treue zum System wurde immer wieder eingefordert. Dabei waren die Parolen so platt, dass sie nicht mal als Witz getaugt haben.

Der Schritt vom Bestarbeiter zum Staatsfeind war verdammt klein. Tanzte jemand aus der Reihe, dann wurde er gemaßregelt oder gar als Klassenfeind verfolgt.

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Da hätte die DDR ja rund 16 Millionen Staatsfeinde gehabt. Aber eigentlich hier nicht das Thema.



zuletzt bearbeitet 19.04.2015 12:51 | nach oben springen

#63

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 12:50
von maxhelmut | 713 Beiträge | 481 Punkte
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Zitat von Merlini im Beitrag #61
Der Staat als ausführendes Organ der allwissenden Partei hat allen Lebensbereichen seinen Stempel aufgedrückt. Widerspruch und abweichende Meinungen wurden nicht geduldet. Wer sich das nicht hat gefallen lassen, der wurde zum Staatsfeind erklärt und entsprechen schikaniert.

Es gab nur eine Wahrheit und das war die der Partei die immer Recht hatte.

Wer sich angepasst hat und mit geschwommen ist, hatte einigermaßen Ruhe. Aber auch das war kein Ruhekissen. Die Treue zum System wurde immer wieder eingefordert. Dabei waren die Parolen so platt, dass sie nicht mal als Witz getaugt haben.

Der Schritt vom Bestarbeiter zum Staatsfeind war verdammt klein. Tanzte jemand aus der Reihe, dann wurde er gemaßregelt oder gar als Klassenfeind verfolgt.

Der Hesselfuchs


aber auch Du hast mitgemacht

"und auch Schichtleiter und Komplexleiter gemacht" Deine Worte


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#64

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 13:12
von Gelöschtes Mitglied
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Ich habe meine Arbeit gemacht, aber keine Reden gehalten. Wenn mir einer politisch in die Seite fahren wollte habe ich ihn wegtreten lassen. Du wirst doch nicht jeden der seine Arbeit pünktlich und gewissenhaft ausgeführt hat in den Senkel stellen wollen???

Schichtleiter bei der ZET bin ich wegen meiner Leistung geworden und das gegen den Wunsch der AIS. Wenn es die vielen pflichtbewussten, unpolitischen Werktätigen in der DDR nicht gegeben hätte, dann wäre das Kartenhaus keine 40 Jahre alt geworden.

Daraus kann man aber niemanden einen Vorwurf machen. Nicht jeder konnte und wollte seine Heimat aufgeben.

Das das System nicht ewig dauern würde, war doch von Anfang an klar. Es hat nur keiner gewusst wie lange das geht. Die haben ja genug Privateigentum konfisziert um ihr Luftschloss am Leben zu erhalten.

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#65

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 13:23
von turtle | 6.961 Beiträge | 124 Punkte
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Moment mal, Staatsfeinde, Klassenfeinde ist erst einmal genauer zu betrachten. In der Regel war doch der Klassenfeind der imperialistische, kapitalistische Gegner aus dem Westen. Jedoch zu „inneren Klassenfeinden“ wurden Bürger die das System der DDR kritisierten oder von der vorgegebenen Linie abwichen. Da kam es dann schon vor das aus ihnen ein Staatsfeind gemacht wurde. Was mich betraf den Sozialismus im Prinzip lehnte ich nicht einmal ab .Es war die vorgebende Linie, die Mittel und Methoden die mich abschreckten. Ich war kein Gegner der sozialistischen Idee ich war Gegner der Politik der SED.

Allerdings haben die letzten Beiträge ,meine eingeschlossen mit der Thread Überschrift Hallo ,kann mir jemand helfen nichts zu tun.
Da war sogar der Anorak Sucher richtiger hier. Interessanter sind die politischen geprägten dennoch.



zuletzt bearbeitet 19.04.2015 13:30 | nach oben springen

#66

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 15:29
von DoreHolm | 9.054 Beiträge | 7039 Punkte
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Zitat von turtle im Beitrag #60
Der Begriff „gängeln“ „am Gängelband halten“ bedeutet nichts anderes als die Einschränkung der Handlungsfreiheit Abhängigkeit und Bevormundung! Auch im politischem Sinn wenn ein politischer Entscheidungsträger sein Eigeninteresse über das Gemeinwohl stellt ist das nichts anderes als gängeln. Nun was war das Gemeinwohl in der DDR?
War die Mehrheit der Bürger zufrieden wie alles war? Ein Unzufriedener Bürger wird es mit dem gängeln vieles dazuzählen. Das geht doch schon damit los permanent im Betrieb angesprochen zu werden in die FDJ oder DSF einzutreten. Zur Wahl notfalls abgeholt zu werden und nicht einfach von A nach B innerhalb der DDR ziehen zu können. Von Westreisen für die Allgemeinheit rede ich erst gar nicht. Zum 1.Mai antanzen zur Demo war auch schon Gängelung. Man könnte so vieles aufzählen was man unter Gängelung verstehen kann. Ich musste mich nach der Haft einmal pro Woche beim ABV melden. Hatte einen Sonderausweis mit dem ich nicht einmal nach Berlin durfte! Arbeit bekam ich zugewiesen.
Meine Haftstrafe hatte ich doch abgesessen. Zugegeben was mich persönlich mit dem Gängeln betrifft entsprach nicht der Mehrheit. Aber wie wurden Ausreisewillige behandelt. Oftmals wurden sie ihren Job los und bekamen dafür einen Minderwertigen. Für mein Verständnis gab es reichlich Bevormundung in der DDR, da zähle ich auch offen Kritik am Staat auszuüben. Nicht einmal das war gestattet. Dabei bin ich überzeugt die Mehrheit wollte nur positive Veränderungen doch konstruktive Zusammenarbeit mit anders Denkenden wurde abgelehnt. Ein angepasster Bürger mit dem zufrieden wie es war, der sozialistischen Sache besonders zugetan mag alles was andere als Bevormunden sahen anders einstufen. Ich fühlte mich unfrei in der DDR und sogar stark bevormundet. Zum Schluss noch wer politisch negativ aufgefallen war ,durfte nicht studieren(".abgemildert hatte kaum eine Chance"). In Klammern für die Besserwisser ,habe keine Lust zum streiten. Ein krasses Beispiel von Bevormundung war Anfang der 60er ,als ich aufgefordert wurde meine "Westantenne" vom Dach zu holen.



Grün:
Und ? Hast Du´s gemacht ? Ich kenne diese Zeit. Mag sein, daß es örtlich unterschiedlich gehandhabt wurde, je nachdem wie hochprozentig staatliche Stellen waren. Mein Vater, da erinnere ich mich genau, hat ganz klar gesagt, daß ihm keienr auf´s Dach steigt und ER entscheidet, was seine Kinder sehen. Und das als staatlicher Leiter eines VEB. Hat seiner Karriere keinen Abbruch getan. Das muß so 1962/63 gewesen sein.



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#67

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 16:09
von damals wars (gelöscht)
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#68

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 16:49
von StabsfeldKoenig | 3.015 Beiträge | 445 Punkte
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Zitat von turtle im Beitrag #60
Der Begriff „gängeln“ „am Gängelband halten“ bedeutet nichts anderes als die Einschränkung der Handlungsfreiheit Abhängigkeit und Bevormundung! Auch im politischem Sinn wenn ein politischer Entscheidungsträger sein Eigeninteresse über das Gemeinwohl stellt ist das nichts anderes als gängeln. Nun was war das Gemeinwohl in der DDR?
War die Mehrheit der Bürger zufrieden wie alles war? Ein Unzufriedener Bürger wird es mit dem gängeln vieles dazuzählen. Das geht doch schon damit los permanent im Betrieb angesprochen zu werden in die FDJ oder DSF einzutreten. Zur Wahl notfalls abgeholt zu werden und nicht einfach von A nach B innerhalb der DDR ziehen zu können. Von Westreisen für die Allgemeinheit rede ich erst gar nicht. Zum 1.Mai antanzen zur Demo war auch schon Gängelung. Man könnte so vieles aufzählen was man unter Gängelung verstehen kann. Ich musste mich nach der Haft einmal pro Woche beim ABV melden. Hatte einen Sonderausweis mit dem ich nicht einmal nach Berlin durfte! Arbeit bekam ich zugewiesen.
Meine Haftstrafe hatte ich doch abgesessen. Zugegeben was mich persönlich mit dem Gängeln betrifft entsprach nicht der Mehrheit. Aber wie wurden Ausreisewillige behandelt. Oftmals wurden sie ihren Job los und bekamen dafür einen Minderwertigen. Für mein Verständnis gab es reichlich Bevormundung in der DDR, da zähle ich auch offen Kritik am Staat auszuüben. Nicht einmal das war gestattet. Dabei bin ich überzeugt die Mehrheit wollte nur positive Veränderungen doch konstruktive Zusammenarbeit mit anders Denkenden wurde abgelehnt. Ein angepasster Bürger mit dem zufrieden wie es war, der sozialistischen Sache besonders zugetan mag alles was andere als Bevormunden sahen anders einstufen. Ich fühlte mich unfrei in der DDR und sogar stark bevormundet. Zum Schluss noch wer politisch negativ aufgefallen war ,durfte nicht studieren(".abgemildert hatte kaum eine Chance"). In Klammern für die Besserwisser ,habe keine Lust zum streiten. Ein krasses Beispiel von Bevormundung war Anfang der 60er ,als ich aufgefordert wurde meine "Westantenne" vom Dach zu holen.



Gängelung von staatlicher Seite habe ich erst im IV. Reich (der sog. "BRD") durch Arbeitsamt und Jobcenter kengelernt und auch von bekannten in dieser Richtung viel negatives gehört. Und für Haftentlassene bzw. während der Bewehrungszeit gibt es auch heute festgelegte freiheitseinschränkende Maßnahmen im Rahmen der Führungsaufsicht.


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#69

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 16:56
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Zitat von damals wars im Beitrag #67
Aktion Ochsenkopf– Blitz kontra NATO-Sender.



Der ist vom Krieg noch nicht geheilt, der Ochsenkopf und RIAS peilt.

Damals war ich noch Lehrling ,die Agitatoren der FDJ kaum älter. Ich habe die Antenne nicht entfernt.



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#70

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 18:07
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #66
Zitat von turtle im Beitrag #60
Der Begriff „gängeln“ „am Gängelband halten“ bedeutet nichts anderes als die Einschränkung der Handlungsfreiheit Abhängigkeit und Bevormundung! Auch im politischem Sinn wenn ein politischer Entscheidungsträger sein Eigeninteresse über das Gemeinwohl stellt ist das nichts anderes als gängeln. Nun was war das Gemeinwohl in der DDR?
War die Mehrheit der Bürger zufrieden wie alles war? Ein Unzufriedener Bürger wird es mit dem gängeln vieles dazuzählen. Das geht doch schon damit los permanent im Betrieb angesprochen zu werden in die FDJ oder DSF einzutreten. Zur Wahl notfalls abgeholt zu werden und nicht einfach von A nach B innerhalb der DDR ziehen zu können. Von Westreisen für die Allgemeinheit rede ich erst gar nicht. Zum 1.Mai antanzen zur Demo war auch schon Gängelung. Man könnte so vieles aufzählen was man unter Gängelung verstehen kann. Ich musste mich nach der Haft einmal pro Woche beim ABV melden. Hatte einen Sonderausweis mit dem ich nicht einmal nach Berlin durfte! Arbeit bekam ich zugewiesen.
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Grün:
Und ? Hast Du´s gemacht ? Ich kenne diese Zeit. Mag sein, daß es örtlich unterschiedlich gehandhabt wurde, je nachdem wie hochprozentig staatliche Stellen waren. Mein Vater, da erinnere ich mich genau, hat ganz klar gesagt, daß ihm keienr auf´s Dach steigt und ER entscheidet, was seine Kinder sehen. Und das als staatlicher Leiter eines VEB. Hat seiner Karriere keinen Abbruch getan. Das muß so 1962/63 gewesen sein.



Entschuldige , eine Frage glaubst du das wirklich was du da schreibst . Da mußt du in einer anderen DDR gelebt haben . Ich kann mich noch erinnern als Kind , daß meine Eltern den Deutschland Funk gehört haben . Wir mußten da immer das Wohnzimmer verlassen .


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#71

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 19:10
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Ich habe zumindest in der Parterre Wohnung beim Hören von RIAS oder Deutschlandfunk das Fenster zur Straße geschlossen. Wäre wahrscheinlich provozierende Propaganda gewesen. Verboten diese Sender zu hören war es aber nicht ,nur unerwünscht ,so habe ich es in Erinnerung. In der Schule sollen Kinder nach dem Sandmann ausgefragt wurden sein. wenn West ,soll es schon mal ein "Aufklärer" vor der Tür gestanden haben. Kann das jemand bestätigen?



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#72

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 19:13
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Stress wegen Westmedien habe ich nur bei der Truppe erlebt. Im privaten Bereich hat da niemand was unternommen.

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zuletzt bearbeitet 19.04.2015 19:47 | nach oben springen

#73

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

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Zitat von DoreHolm im Beitrag #53
Zitat von GKUS64 im Beitrag #41
Zitat von DoreHolm im Beitrag #39


Eine kleine, aber lautstarke Minderheit hat die Regierung erschreckt. die DDR-Bürger, die das nicht wollten, haben leider stillgehalten und auf Regierung und Staatsorgane vertraut. Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand hätten wir dann zwar über begrenzte Reformen diskutieren können, aber dem Westen jegliche Einmischung verbieten müssen.


Lila: .... Wo ich auf jeden Fall mitgehe, das ist die nahezu ungebremste Einmischung politischer Kreise insbes. der BRD aller Coleur. Diese hätte ich rigoros unterbunden, auch mit Gewalt, wenn es notwendig geworden wäre.



Genau! Wir hätten nur noch einige Milliarden-Kredite fordern müssen (auch mit Gewalt!) und somit hätten wir unser hohes Ziel "Der Sozialismus siegt"
in kurzer Zeit realisieren können!




Grün: Hast Du eigentlich verstanden, was ich mit meinem lila Beitrag sagen wollte ? Die sich selbst zu Wahlkampfhelfern ernannten Politiker West hatten damals m.E. einfach nichts hier zu suchen. Allenfalls einen Beobachterstatus hätte ich akzeptiert. Nichts anderes und schon gar nicht die Forderung nach Milliardenkrediten, die mit dem Wahlkampf nichts zu tun haben. Und wenn ich sage "mit Gewalt" meine ich nicht, falls das so angekommen ist oder so verstanden werden will, nicht die KG oder Armee, sondern die Staatsorgane, die sich in jedem Land einschalten, wenn ausländische Mächte versuchen, in dem Land selbst Politik zu beeinflussen. Die CDU hätte sich möglicherweise mit der SPD die Macht teilen müssen und die PDS wäre statt auf 16 % vielleicht auf 20 % gekommen und die Entwicklung wäre möglicherweise nicht ganz so im Sinne der CDU verlaufen, die grobe Richtung wäre aber ähnlich gewesen.
[/quote]


Lieber @DoreHolm,
deine Beiträge finde ich immer sehr realistisch und lesenswert. Bei diesem Beitrag komme ich aber doch nicht ganz mit. Hast du wirklich geglaubt, dass mit der zusammengewürfelten Modrow-Regierung noch irgendein Staat zu machen war? Was in 40 Jahren so total an die Wand gefahren wurde konnte doch nicht mit ein paar floskelartigen Bekundungen und auch nicht mit ein paar Reiseerleichterungen wieder flott gemacht werden. Mit schönen Worten allein konnten die Menschen doch nicht mehr aufgehalten werden.
Sieh dir doch das griechische Beispiel an. Die lehnen auch jede Form von Einmischung ab, Milliarden-Kredite benötigen sie aber!
Also wir können doch glücklich sein, dass die alte BRD unser total runter- und abgewirtschaftetes System übernommen hat. Also wer´s nicht aus eigener Kraft schafft und Milliarden benötigt, der muss sich auch in seine Politik und Wirtschaftsführung reinreden lassen!

MfG

GKUS64



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zuletzt bearbeitet 19.04.2015 21:11 | nach oben springen

#74

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

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von ek40 | 537 Beiträge | 237 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #59
Zitat von ek40 im Beitrag #55
Zitat von Merlini im Beitrag #52
Ich weis ja nicht wo Du gelebt hast und warum Du bestimmte Privilegien hattest, aber was du schreibst entspricht nicht der Realität.
Mir wurde der Weg zum Abitur mit den Worten "solche Leute wie sie dürfen kein Abitur machen, weil sie dem Staat in den Rücken fallen könnten" verwehrt. Aber für den Dienst an der Grenze war ich geeignet. Da gibt es tausende von Beispielen wie Menschen wegen ihrer Religion oder wegen ihrer Einstellung zur Gewaltlosigkeit geschuriegelt wurden.

Aber wie schon immer: Was man nicht sehen will, dass gibt es nicht.

Der Hesselfuchs
...mir wurde die Qualifizierung zum Meister verwehrt,weil ich mich weigerte, in die SED einzutreten!
Keine Gängelung?
Kein Eingriff in den persönlichen Lebensbereich???
Wie nennt man solch Scheiß dann?
Vom Reiseverbot zur Westverwandtschaft brauch ich wohl nicht weiter schreiben.
Aber dafür "durfte" ich an den Zaun....

ek40





Hat also stattdessen
1. ein Genosse mit vergleichbarer Vorbildung die Meisterschule gemacht und wurde
2.auch wirklich ein Meister zur Zeit Deiner Bewerbung gebraucht und hast Du Dich
3.offiziell und schriftlich für die Qualifizierung beworben und Deine fachliche Eignung war vorhanden
so ist das Willkür und Unrecht und eben Deine persönliche Erfahrung, die ich Dir nicht absprechen kann und will.
Vielleicht hätte es aber pragmatische Lösungen gegeben, das viel zitierte Hintertürchen...


Hallo @Hackel39,

ich hatte über diese Aktion in einem Thread schonmal ausführlich berichtet.
(Stichwort:"Junge Bäume lassen sich biegen")
Ob dieses Schreiben nach meiner Löschung noch vorhanden ist?
Keine Ahnung.
Aber nochmals werde ich dazu hier nichts schreiben.

Nur ein belegtes Beispiel zum Thema aus meiner Heimat stand am 17. April in der Zeitung.
Es geht um den "Modezar Bormann aus Schönebeck".
Einfach mal die 2 Seiten lesen. http://www.volksstimme.de/nachrichten/lo...choenebeck.html
Persönlich kenne ich einige Leute aus meiner Stadt,denen es genauso erging.
Ob Gurkenquetsche oder Textilfabrikant,sie ereilte das gleiche Schicksal.

Mit welchem Ergebnis,ist uns allen bekannt........
Mit Verlaub,deswegen kann ich es nicht nachvollziehen,wenn hier im Thread davon gesprochen wird,dass es soetwas (Einengung/Gängelung usw.) nicht gab.
Das ist einfach unwahr!
Menschen wurden vertrieben und enteignet,wurden (nicht nur im Westen) mit Berufsverbot belegt!
Wie nennt man denn soetwas dann?

Gruß ek40


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#75

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.04.2015 21:43
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #73
Zitat von DoreHolm im Beitrag #53
Zitat von GKUS64 im Beitrag #41
Zitat von DoreHolm im Beitrag #39


Eine kleine, aber lautstarke Minderheit hat die Regierung erschreckt. die DDR-Bürger, die das nicht wollten, haben leider stillgehalten und auf Regierung und Staatsorgane vertraut. Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand hätten wir dann zwar über begrenzte Reformen diskutieren können, aber dem Westen jegliche Einmischung verbieten müssen.


Lila: .... Wo ich auf jeden Fall mitgehe, das ist die nahezu ungebremste Einmischung politischer Kreise insbes. der BRD aller Coleur. Diese hätte ich rigoros unterbunden, auch mit Gewalt, wenn es notwendig geworden wäre.



Genau! Wir hätten nur noch einige Milliarden-Kredite fordern müssen (auch mit Gewalt!) und somit hätten wir unser hohes Ziel "Der Sozialismus siegt"
in kurzer Zeit realisieren können!




Grün: Hast Du eigentlich verstanden, was ich mit meinem lila Beitrag sagen wollte ? Die sich selbst zu Wahlkampfhelfern ernannten Politiker West hatten damals m.E. einfach nichts hier zu suchen. Allenfalls einen Beobachterstatus hätte ich akzeptiert. Nichts anderes und schon gar nicht die Forderung nach Milliardenkrediten, die mit dem Wahlkampf nichts zu tun haben. Und wenn ich sage "mit Gewalt" meine ich nicht, falls das so angekommen ist oder so verstanden werden will, nicht die KG oder Armee, sondern die Staatsorgane, die sich in jedem Land einschalten, wenn ausländische Mächte versuchen, in dem Land selbst Politik zu beeinflussen. Die CDU hätte sich möglicherweise mit der SPD die Macht teilen müssen und die PDS wäre statt auf 16 % vielleicht auf 20 % gekommen und die Entwicklung wäre möglicherweise nicht ganz so im Sinne der CDU verlaufen, die grobe Richtung wäre aber ähnlich gewesen.



Lieber @DoreHolm,
deine Beiträge finde ich immer sehr realistisch und lesenswert. Bei diesem Beitrag komme ich aber doch nicht ganz mit. Hast du wirklich geglaubt, dass mit der zusammengewürfelten Modrow-Regierung noch irgendein Staat zu machen war? Was in 40 Jahren so total an die Wand gefahren wurde konnte doch nicht mit ein paar floskelartigen Bekundungen und auch nicht mit ein paar Reiseerleichterungen wieder flott gemacht werden. Mit schönen Worten allein konnten die Menschen doch nicht mehr aufgehalten werden.
Sieh dir doch das griechische Beispiel an. Die lehnen auch jede Form von Einmischung ab, Milliarden-Kredite benötigen sie aber!
Also wir können doch glücklich sein, dass die alte BRD unser total runter- und abgewirtschaftetes System übernommen hat. Also wer´s nicht aus eigener Kraft schafft und Milliarden benötigt, der muss sich auch in seine Politik und Wirtschaftsführung reinreden lassen!

MfG

GKUS64
[/quote]

Rot: Sagte ich doch auch. Lies noch mal meinen letzten Satz. Das Wahlergebnis hätte sich zwar etwas nach Mitte-Links verschoben, aber "die grobe Richtung wäre aber ähnlich gewesen". Mir ging es hier um das Prinzip, daß es ein Unding ist, wenn sich Politiker eines Noch-anderen Staates so massiv wie geschehen in den Wahlkampf einmischen. Klar, bezüglich einer Änderung der bestehenden Regierungsform und Machtverhältnisse waren m.E. schon Jahre vorher alle Messen gesungen und für einen Kassensturz fehlte dem Politbüro der Mut und der Wille.



GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.04.2015 22:28 | nach oben springen

#76

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

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Von Stabsfeld Koenig

Gängelung von staatlicher Seite habe ich erst im IV. Reich (der sog. "BRD") durch Arbeitsamt und Jobcenter kennen gelernt und auch von bekannten in dieser Richtung viel Negatives gehört. Und für Haftentlassene bzw. während der Bewehrungszeit gibt es auch heute festgelegte Freiheitseinschränkende Maßnahmen im Rahmen der Führungsaufsicht.


Hallo Stabsfeld Koenig,
Da ich schon mehrmals Deine Beiträge gelesen habe bin ich nicht sonderlich auch von den oben angeführten Zeilen von Dir überrascht. Das Du Gängelung möchte es auch wie Du mit so genannt schreiben, in (der sog.DDR“) nicht kennen gelernt hast freut mich für Dich. Millionen andere haben sie kennen gelernt. Mir stößt allerdings in Deiner Formulierung das heutige Deutschland als IV. Reich zu bezeichnen sauer auf. Zugegeben gefällt mir alles was mit Rechts zu tun hat auch nicht, doch mit dem Reich zu vergleichen ist unangebracht. Mag sein das für Dich in“ der sog DDR“ die Demokratie besser als im heutigen Deutschland war, die Mehrheit wird es anders sehen. Umso schlimmer wirst Du das Ende der Deutschen DEMOKRATISCHEN Republik empfunden haben. Kann daher Deine Enttäuschung verstehen. Verstehen kann ich nur nicht wie Du die „sog.DDR“ wahrgenommen hast.
Als Arbeiter und Bauern Paradies? Es muss doch wenigstens was geben was Dir nicht gefallen hat in der „sog.DDR“ Etwas hast Du ja schon darüber geschrieben „Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand über begrenzte Reformen sprechen .Entschuldige, aber wie kann man mit der Waffe in der Hand gleichberechtigt auf Augenhöhe sprechen. Welche begrenzten Reformen hättest Du noch als vertretbar angesehen. Da würde mich Deine Meinung sehr interessieren. Ich diskutiere gern mit anders Denkenden, dann kann ich eventuell einiges besser verstehen. Meinen Horizont erweitere ich gern. Gängelung durch Beamte in Deinem Beispiel vom Arbeitsamt und Jobcenter ist bestimmt nicht abstreitbar. mancher Beamte fühlt sich als“ Halbgott“ oder auch gib dem Deutschen einen Posten und schon ist er wer. Ist allerdings mit der staatlichen Gängelung in“ Deiner DDR" die Du zum Glück nicht kennen gelernt hast nicht zu vergleichen. Komme zum letzten Vergleich in Deinen Zeilen. Bewährungsauflagen nach der Haft. Da ich mich als zu Unrecht verurteilt ansah, empfand ich die staatlichen Maßnahmen danach genauso als Unrecht und natürlich auch als Gängelung. Daher fehlte mir die Einsicht diese Maßnahmen als gerechtfertigt zu akzeptieren.



Jobnomade, der alte Grenzgänger, ek40, linamax und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.04.2015 10:34 | nach oben springen

#77

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.04.2015 01:39
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Zitat von turtle im Beitrag #76
Von Stabsfeld Koenig

Gängelung von staatlicher Seite habe ich erst im IV. Reich (der sog. "BRD") durch Arbeitsamt und Jobcenter kennen gelernt und auch von bekannten in dieser Richtung viel Negatives gehört. Und für Haftentlassene bzw. während der Bewehrungszeit gibt es auch heute festgelegte Freiheitseinschränkende Maßnahmen im Rahmen der Führungsaufsicht.


Hallo Stabsfeld Koenig,
Da ich schon mehrmals Deine Beiträge gelesen habe bin ich nicht sonderlich auch von den oben angeführten Zeilen von Dir überrascht. Das Du Gängelung möchte es auch wie Du mit so genannt schreiben, in (der sog.DDR“) nicht kennen gelernt hast freut mich für Dich. Millionen andere haben sie kennen gelernt. Mir stößt allerdings in Deiner Formulierung das heutige Deutschland als IV. Reich zu bezeichnen sauer auf. Zugegeben gefällt mir alles was mit Rechts zu tun hat auch nicht, doch mit dem Reich zu vergleichen ist unangebracht. Mag sein das für Dich in“ der sog DDR“ die Demokratie besser als im heutigen Deutschland war, die Mehrheit wird es anders sehen. Umso schlimmer wirst Du das Ende der Deutschen DEMOKRATISCHEN Republik empfunden haben. Kann daher Deine Enttäuschung verstehen. Verstehen kann ich nur nicht wie Du die „sog.DDR“ wahrgenommen hast.
Als Arbeiter und Bauern Paradies? Es muss doch wenigstens was geben was Dir nicht gefallen hat in der „sog.DDR“ Etwas hast Du ja schon darüber geschrieben „Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand über begrenzte Reformen sprechen .Entschuldige, aber wie kann man mit der Waffe in der Hand gleichberechtigt auf Augenhöhe sprechen. Welche begrenzten Reformen hättest Du noch als vertretbar angesehen. Da würde mich Deine Meinung sehr interessieren. Ich diskutiere gern mit anders Denkenden, dann kann ich eventuell einiges besser verstehen. Meinen Horizont erweitere ich gern. Gängelung durch Beamte in Deinem Beispiel vom Arbeitsamt und Jobcenter ist bestimmt nicht abstreitbar. mancher Beamte fühlt sich als“ Halbgott“ oder auch gib dem Deutschen einen Posten und schon ist er wer. Ist allerdings mit der staatlichen Gängelung in“ Deiner DDR" die Du zum Glück nicht kennen gelernt hast nicht zu vergleichen. Komme zum letzten Vergleich in Deinen Zeilen. Bewährungsauflagen nach der Haft. Da ich mich als zu Unrecht verurteilt ansah, empfand ich die staatlichen Maßnahmen danach genauso als Unrecht und natürlich auch als Gängelung. Daher fehlte mir die Einsicht diese Maßnahmen als gerechtfertigt zu akzeptieren.





Wenn mich jemand zu bestehlen versucht, wird er schmerzhaft erfahren müssen, wozu es das Recht auf Notwehr gibt. Und unser Volkseigentum gegen die Treuhand-Bonzen zu verteidigen, wäre kollektive Notwehr gewesen. Dieses Gesindel wäre auch in den Verhandlungen mit VEB-Direktoren nicht so großmäulig aufgetreten, wenn am Betriebstor eine Abordnung der Kampfgruppen mit unterladener Kalaschnikow das gewicht der verhandlungsparteien bestimmt hätte. Solche Machenschaften, daß z.B. Sozialpläne unter Vorwänden für ungültig erkärt wurden und bevor erneute Verhandlungen stattfinden konnten, die Massenentlassung ohne Abfindung vollzogen worden war (obwohl die vorgesehene Abfindung nur in der lächerlichen Höhe von 5.000,- DM lag), hätte es dann nicht gegeben.


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#78

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.04.2015 07:58
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jo...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....


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#79

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.04.2015 08:53
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Hallo Stabsfeld Koenig.
Ich gebe Dir in soweit recht das die Treuhand auch für mich eher einer Gaunerorganisation glich. Da wurde viel platt gemacht und sich daran gesundgestoßen. Doch darf dabei nicht vergessen werden, der Ministerrat der DDR unter Modrow beschloss am 1.3.1990 die Gründung der "Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums" (THA).
Es liegt an der Natur des Kapitalismus in erster Linie Profit zu machen. Ohne fähige Verhandlungspartner hatte die Regierung Modrow wenige Chancen. Bewaffnete Kampftruppen in den Fabriken um das Eigentum zu vereidigen ist doch quatsch.
Fähige Leute hätte es gebraucht um auf Augenhöhe verhandeln zu können. Übrigens im August 1990 übernahm Rohwedder das Amt des Präsidenten der THW. Am 1.4.1991 wurde Rohwedder ermordet. Und noch etwas am Anfang der Treuhand mischten die alten Genossen reichlich mit. http://www.zeit.de/1992/31/ein-maulwurf-in-der-treuhand



Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#80

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 21.04.2015 09:01
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #77


Wenn mich jemand zu bestehlen versucht, wird er schmerzhaft erfahren müssen, wozu es das Recht auf Notwehr gibt. Und unser Volkseigentum gegen die Treuhand-Bonzen zu verteidigen, wäre kollektive Notwehr gewesen. Dieses Gesindel wäre auch in den Verhandlungen mit VEB-Direktoren nicht so großmäulig aufgetreten, wenn am Betriebstor eine Abordnung der Kampfgruppen mit unterladener Kalaschnikow das gewicht der verhandlungsparteien bestimmt hätte. Solche Machenschaften, daß z.B. Sozialpläne unter Vorwänden für ungültig erkärt wurden und bevor erneute Verhandlungen stattfinden konnten, die Massenentlassung ohne Abfindung vollzogen worden war (obwohl die vorgesehene Abfindung nur in der lächerlichen Höhe von 5.000,- DM lag), hätte es dann nicht gegeben.



@StabsfeldKoenig , welchen Anteil hat denn das Gesindel, das die DDR zuvor runiniert hat, das die Existenz einer Treuhand erst ermöglichte ? Die hatten doch noch viel weniger Ahnung von kaufmännischen Rechenoperationen. Nach der Wende hat das SED Gesindel, um mal im Bilde zu bleiben, dann noch Milliarden Vermögen in dunkle Kanäle verschoben. Der neue gesamtdeutsche Staat durfte ihre Schulden gern ausgleichen, das Vermögen des beigetretenen Staates war verschwunden. So etwas heisst heute Konkursbetrug. Daher darf man die Akteure ebenso ungestraft Gesindel nennen.


zuletzt bearbeitet 21.04.2015 09:03 | nach oben springen



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