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#21

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.04.2015 08:22
von GeMi | 569 Beiträge | 54 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #19


Die DDR war aus meiner Sicht weitgehend frei von Gängelung und Erpressungsszenarien ...



Guten Morgen,

ich glaube, Du hast in einer anderen DDR gelebt. Meine DDR war doch Weltmeister im Bevormunden und Gängeln. Auf welcher Seite des Zaunes hingen noch mal die Minen 501?

Einige Punkte hinken ganz gewaltig - z.B.:
Du hast ein Luxusproblem, wenn Du über Maklergebühren wetterst. Viele Menschen können kaum ihre Miete bezahlen und Du kannst Dir Eigentum anschaffen.
Rundfunkgebühren gab es auch in der DDR und ich gönne jedem Künstler seine Euronen. Er lebt schließlich nicht nur vom Beifall.

Jetzt muss ich mich aber gängeln lassen. Mein Chef will mich ein bisschen ausbeuten - dieser elende Kapitalist.


Viele Grüße auf die Lok.



Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


Jobnomade, Gert und ek40 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.04.2015 09:35
von Hackel39 | 3.578 Beiträge | 2671 Punkte
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Zitat von GeMi im Beitrag #21
Zitat von Hackel39 im Beitrag #19


Die DDR war aus meiner Sicht weitgehend frei von Gängelung und Erpressungsszenarien ...



Guten Morgen,

ich glaube, Du hast in einer anderen DDR gelebt. Meine DDR war doch Weltmeister im Bevormunden und Gängeln. Auf welcher Seite des Zaunes hingen noch mal die Minen 501?

Einige Punkte hinken ganz gewaltig - z.B.:
Du hast ein Luxusproblem, wenn Du über Maklergebühren wetterst. Viele Menschen können kaum ihre Miete bezahlen und Du kannst Dir Eigentum anschaffen.
Rundfunkgebühren gab es auch in der DDR und ich gönne jedem Künstler seine Euronen. Er lebt schließlich nicht nur vom Beifall.

Jetzt muss ich mich aber gängeln lassen. Mein Chef will mich ein bisschen ausbeuten - dieser elende Kapitalist.


Viele Grüße auf die Lok.





Es geht nicht um mich sondern um die Feststellung, daß es hier feudalistische Einkommensstrukturen mit einer vollkommen willkürlichen Preisbildung gibt und daß die Marktwirtschaft entgegen aller Beteuerungen der politischen Sonntagsredner angesichts der flächendeckenden Kartellstrukturen, Staatshilfen (Aufstocker, ÖPNV- Zuschüsse u.v.a.m.) und eben dieser beschriebenen Raubritterstrukturen nicht funktioniert und zum Vorteil der Profiteure mit staatslicher Hilfe außer Kraft gesetzt wird.
Es ist eine Dienstleistung, deren Kosten in keinem regulären Verhältnis zum Nutzen stehen, sogar (vernünftige) Makler versuchten zum Pauschalpreis eine andere Regelung durchzusetzen, scheiterten aber an den Arbeitskreisen der Union und FDP als es auf der Tagesordnung war.
Zur GEZ.
Natürlich gönne ich den Künstlern ihre Gage und den Fußballern ihre Millionen, nur kann ich nicht gezwungen werden kostenträchtige Sportevents und Starauftritte zu finanzieren, nach diesem Muster könnte man ja jedem Bürger, der an einem Ort mit Bahnhof wohnt die Kosten für die Nutzung der Züge aus dem Kreuz leiern, der ist ja selber Schuld, wenn er lieber Auto fährt.
Ich analysiere das System und vergleiche die Mängel des neuen mit den Mängeln des alten und stelle eben fest, daß sich
1. die Scheinheiligkeit der politischen Führer die Waage hält, jedoch
2. die Mängel von heute mich mehr tangieren als die Mängel von gestern und nochmal:
Ich agitiere hier nicht im Sinne einer Rückkehr zum Sozialismus, dazu fehlt uns das qualifizierte Personal, ich beschreibe einzig und allein meine Befindlichkeiten.


Udo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.04.2015 13:30 | nach oben springen

#23

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.04.2015 10:25
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@Hackel
Wir haben beide in der selben DDR gelebt. Ich würde deinen Beitrag sofort unterschreiben, allerdings die "Liste" noch gewaltig ausdehnen.



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#24

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.04.2015 11:37
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Hallo @Hackel,

Du magst ja in vielen Punkten Recht haben und welches System nun das Bessere für den Menschen ist, wird sich zeigen.
Aber bei aller Kritik am Heutigen vergiss bitte nicht diese Bilder:

Oben anfangen und auf das Datum der Aufnahme achten.

Das war und ist Halle/Saale - meine ehemalige Heimatstadt.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...ved=0CCQQrQMwAQ

Gruß vom GeMi (jetzt Pfälzer)


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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#25

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.04.2015 12:12
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Zitat von GeMi im Beitrag #24
Hallo @Hackel,

Du magst ja in vielen Punkten Recht haben und welches System nun das Bessere für den Menschen ist, wird sich zeigen.
Aber bei aller Kritik am Heutigen vergiss bitte nicht diese Bilder:

Oben anfangen und auf das Datum der Aufnahme achten.

Das war und ist Halle/Saale - meine ehemalige Heimatstadt.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...ved=0CCQQrQMwAQ

Gruß vom GeMi (jetzt Pfälzer)


Und genau deshalb ist das mit der Nostalgie eine Gratwanderung, ich war eben kein Hallenser, kenne die Stadt nur vom Boulevardbummel, den obligatorischen Expovita- Besuch, der Stöberei in den Buchläden und natürlich von der Berufsschule in der Kanenaer Straße.
Wenn ich morgens angereist bin und die Wohnblöcke der Silberhöhe erblickte war ich immer nur froh, dort nicht wohnen zu müssen und das waren schon sanierte Bauten für die manche extra geheiratet haben, um dort rein zu kommen.
Es gab noch viele andere "Prüfpunkte" die genauso darüber entschieden hätten können, der DDR eben nicht nachzutrauern aber diese Schlüsselerlebnisse gingen eben für mich gut aus und deshalb diese recht seltene Gesamtbilanz.
Genau das erforscht aber @Vanja und dabei will ich nur helfen ohne in einen Klassenkampf verwickelt zu werden.
Es gehört aber zu meinem Selbstbewußtsein, daß diese Aufbauleistung von Halle auch mit dem von mir verdienten Geld geschafft wurde und daß es eben nicht ein besserer Staat war, der uns diese schicken Häuser geschaffen hat, wenngleich viele Tendenzen sich schon wieder in Richtung Verfall bewegen.
Ich weiß sehr wohl, daß sich die aktuellen Basiseliten (hier zählt der seriöse, leistungsbereite Facharbeiter genauso dazu wie der Chirurg der am Tisch Leben rettet) hier Tag für Tag die Kohlen aus dem Feuer holen und andere sich daran wärmen, die nicht ans sondern ins Feuer gehören.
Diese Metapher beziehe ich auf Politiker, die am Hindukusch den Frieden verteidigen, Vorstandsassis, die das zweihundertfache Angestelltengehalt aus den Unternehmenskassen krallen und eben auch alle Profiteure parasitärer Einkommenstrukturen.
Halle ist heute eine Reise Wert, keine Frage, in der Saale kann man angeln und das Straßenbahn- und Busnetz ist nahezu optimal aber man darf auch vor den dunklen Wolken der Demografie nicht die Augen verschließen.
Die Augen offen zu halten statt wegzusehen und Kuscheldiskussionen zu führen ist eine Lehre aus meiner DDR- Vergangenheit.


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.04.2015 13:01
von damals wars (gelöscht)
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In den alten Bruchbuden wollte doch keiner mehr wohnen.
Kohleheizung, Kohlen hochholen, Asche wegbringen, Oma schleppte immer die Glut durch die Wohnung,
Toilette auf dem Hof, da überkommen mir keine ostalgischen Gefühle.
Da war die Silberhöhe wie ein Sprung durch den Time-Tunnel,
warme Wohnung, Küche, Bad mit warmen Wasser aus der Wand


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#27

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.04.2015 09:59
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Zitat von Udo im Beitrag #23
@Hackel
Wir haben beide in der selben DDR gelebt. Ich würde deinen Beitrag sofort unterschreiben, allerdings die "Liste" noch gewaltig ausdehnen.


Ja Udo, es gibt aber zwei Seiten der Waage, wobei einerseits bei der nachträglichen Aufarbeitung der DDR- Vergangenheit und andererseits bezüglich politischer Veränderungen jederzeit eine Neubewertung der persönlichen Befindlichkeiten stattfinden kann, alles ist in Bewegung aber die Trends lassen nichts Gutes erwarten.
Wenn alles so bleibt, macht es aus meiner Sicht frühestens im Rentenalter wieder Sinn zu fragen, ob man mit der Einheit seinen Frieden geschlossen hat.
Leider gerät man bei seinen Bemühungen, die Vergangenheit zu analysieren immer wieder auch an Zeitzeugen, die mit ihren Beiträgen entweder Qoute machen wollen, persönliche Abrechnungen vornehmen wollen (Zeitschrift "Horch und Guck") oder einfach nur ihre Biografien bestmöglich verkaufen wollen, so daß man sehr stark filtern muß um ein Extrakt an Wahrheit herauszubekommen.
So gesehen ist es gar nicht mal problematisch zur Kenntnis zu nehmen, daß jeder in seiner eigenen DDR gelebt hat, sofern man sich nicht auf Stellvertreterdiskussionen einläßt.


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#28

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.04.2015 11:23
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Als die DDR gegründet wurde erweckte sie viel Zuversicht in eine neue Zeit. Kein Wunder nach der NS-Herrschaft. Freilich wie soll er aussehen der neue Staat, das wusste man noch nicht so recht. Viele Menschen waren noch traumatisiert und ausgerechnet von der Sowjetunion etwas zu übernehmen kam vielen skeptisch rüber. Der Westen mit seinem Marshall Plan ließ die Menschen Vergleiche anstellen. Hier Reparationen und da boomte es. Das die Menschen Zeit brauchten um die sozialistische Idee zu verstehen war klar. Doch wie versuchte man die Menschen es beizubringen? Ich denke mit Maulkorb und Zwangsjacke und in ihrer Freiheit zu sehr einschränken konnte nicht gut gehen. Mit vernünftigeren Mitteln hätte man die Menschen überzeugen müssen, und natürlich es sichtbarer machen müssen dass der „Sozialismus“ das bessere System ist. Jegliche Kritik mit anders Denkenden war unerwünscht .Konstruktive offene Gespräche Fehlanzeige. Im Gegenteil der Staat erstickte jegliche Kritik im Keim. Politische Urteile an der Tagesordnung. Dazu kam die Allmacht der Überwachung. Es kam zu so etwas wie mit dem Staat arrangieren. Als Angepasster mit kleiner Funktion oder Mitglied hier und da konnte man durchaus leben. Der Staat bestimmte das Denken vor. Keine Angst vor Arbeitslosigkeit, funktionierende Hausgemeinschaften, subventionierte Lebensmittel, Ehekredit, wenig Kriminalität und Drogen und für die Kinder Horte und Kindergärten waren doch Positiv. Sportliche Erfolge, einige Prestige Objekte machten auch stolz und so etwas wie ein wir Gefühl kam. Doch letztendlich war das auf Dauer nicht genug. Die Menschen wollten mehr, vor allem war es mehr Freiheit und da gehörte die Reisefreiheit dazu. Obwohl die Überwachungsorgane der DDR mit Sicherheit wusste wie die Stimmung in der Bevölkerung war reagierte man nicht ,zumindest nicht im ausreichenden Maß um Verbesserungen herbeizuführen. Mag es am Kadavergehorsam gegenüber der Partei gewesen sein gepaart mit Unvermögen, darüber kann ich nur Spekulieren. Die Altherrenriege in Wandlitz hatte ihren Zenit auch lange überschritten und war geistig scheinbar nicht mehr fähig zu erkennen was los ist. Ihre früheren Sprüche von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen, hatte für sie keine Gültigkeit mehr. Das Volk erhob sich und fegte das System weg. Über Verlierer und Sieger der Einheit, oder über das kalte Gesicht des Kapitalismus, Betrug, Glücksritter, Treuhand usw. danach zu schreiben ist ein anderes Kapitel. Hier ging es um die DDR. War doch nicht alles schlecht in der DDR höre ich manchmal, und je länger die Zeit vergeht kommt sogar so etwas wie Ostalgie auf. Die sofort nach der „Wende“ erst einmal abgetaucht sind werden wieder salonfähig, war doch alles nicht so schlimm.höre ich hier und da Doch das war es! ! Man muss die DDR in ihrer Gesamtheit sehen und nicht für sich positives herauspicken. Wäre sie gut gewesen würde es die DDR noch geben. Mit Beginn der Proteste in der DDR hatte ich noch gedacht es wird eine bessere DDR mit mehr Bezug auf die wirklichen Bedürfnisse der Menschen. Ihre neuen Politiker hatten gegen die Profis aus dem Westen keine Chance. Als das Volk rief Deutschland einig Vaterland und nach der DM schrieen war klar die DDR ist Geschichte. Die Chance von 1949 etwas Besseres Aufzubauen war dahin. Ich habe mich dennoch gefreut als Deutschland wieder vereint war. Nur wenn man aus der Vergangenheit lernen kann ist es< möglich Fehler nicht zu wiederholen. Auch in unserem heutigen Staat ist nicht alles Gold was glänzt, doch ist mir dieser Staat lieber wie der Staat DDR. Der mich einsperrte weil ich von ihm genug hatte.



Jobnomade, der alte Grenzgänger, GeMi, der 39., GKUS64 und ek40 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.04.2015 15:01
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Guten Tag, VaniCH,
zu meinen Lieblingsphilosophen, nicht nur weil er noch lebt oder weil ich ihn in Dresden selber hören durfte, gehört der schweizer Philosoph Wilhelm Schmid. In seinem Buch: "Die Philosophie der Lebenskunst" geht er sehr genau und tiefgründig auf die Befindlichkeiten der ehemaligen DDR-Bürger ein. Sinngemäß verweist er darauf, dass man Ihnen (und auch mir) nach der Wende die Lebensgeschichte, alles was getan oder nicht getan,alles was sie gesagt oder nicht gesagt,alles was sie erlebt haben durch Politik und Medien geraubt wurde. Wir wurden in die Verteidigung gedrängt. Nach dem allgemeinen Gesetz von Wirkung und Gegenwirkung kann das nicht ohne Gegenreaktion bleiben. Ostalgie ist, so gesehen, eine eine tiefe innere Verteidigungshaltung. Das führt natürlich in dem Bestreben der Gegenseite nicht immer recht geben zu müssen, zu solchen Erscheinugen, etwas zu verteidigen, was eigentlich mal gut war, aber im Verlaufe der DDR-Entwicklung dieses Prädikat verloren hat. Ich erwische mich auch persönlich dabei, manchmal abzuwiegeln wider besseres Wissen. Ein bisschen Heimatliebe spielt bei unserer Haltung auch eine Rolle. Aber im Grundsatz waren wir Ossis nicht blind, jetzt erst recht nicht. Zu lachen hatten wir reichlich und Witze über Walter und Erich usw. hatten wir übergenug
Persönlich empfand ich es immer unverständlich und verwerflich, wenn jemand Frau und Kinder in Stich liess,nur um eines besseren Lebens.willen. Damit sind nicht jene gemeint, bei denen die Flucht die einzige Alternative war, sich vor Strafe und Haft zu schützen.
Achtung, jetzt kommt keine Werbung!!!
Einige Episoden aus dem DDR-Leben findest Du auch in meiner Autobiographie."Herbststimmung" Das Buch gibt es auch als Ebook. Auszüge daraus, die Grenzerzeit 1949 bis 1963 findest Du auch im Forenthema:" Der erste Tag"
Sicher werde ich später noch auf einzelne Deiner Fragen eingehen, hängt aber auch von Dir,bzw Deinen Rückfragen ab. Ich glaube, dass es hier im Forum manchen Teilnehmer gibt, der etwas dazu beitragen möchte, erste Reaktionen hast Du ja schon gelesen
Grüße vom 39.



turtle und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.04.2015 15:23
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Euch kann geholfen werden. Wer die Auswüchse menschlichen Handelns verstehen will, kann sich auch mal mit dem Philosophen Friedrich Nietzsche beschäftigen.
Seine Ausführungen zu den Begriffen Wahrheit und Güte sowie zu dem Urtrieb des Willens zur Macht, zum stärkeren, reicheren, höheren Dasein sind schon interessant und treffen auch heute noch zu.
Zitat aus Mayers Lexikon Ausgabe 1928 "Nicht die Vernunft, sondern der Wille entscheidet über das was wahr und gut sein soll".

Der Hesselfuchs


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.04.2015 07:05 | nach oben springen

#31

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.04.2015 15:27
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Seit ich von Nietzsche gelesen habe, weis ich auch warum seine Werke in der DDR fast nur im Giftschrank gestanden haben. Seine Thesen passen nicht zum dem Sozialismus der uns gelehrt wurde.

Der Hesselfuchs


der 39. und Harsberg haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

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Von der39.
Wir wurden in die Verteidigung gedrängt. Nach dem allgemeinen Gesetz von Wirkung und Gegenwirkung kann das nicht ohne Gegenreaktion bleiben. Ostalgie ist, so gesehen, eine tiefe innere Verteidigungshaltung. Das führt natürlich in dem Bestreben der Gegenseite nicht immer recht geben zu müssen.


Gefällt mir, da ist viel Wahres daran. Ehemalige Grenzer waren plötzlich die Buhmänner der Nation. So war eine gewisse Trotzreaktion "nun gerade" zu verstehen. (Sollte nur ein Beispiel sein) Vieles was mit der DDR zu tun hatte wurde nach der Wende zu einseitig beurteilt. Da wollten welche die DDR erklären die noch nie da gewesen sind. Die "Bild" hatte sie gebildet.



seaman, der 39., ek40 und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.04.2015 00:30
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Zitat von turtle im Beitrag #28
Als die DDR gegründet wurde erweckte sie viel Zuversicht in eine neue Zeit. Kein Wunder nach der NS-Herrschaft. Freilich wie soll er aussehen der neue Staat, das wusste man noch nicht so recht. Viele Menschen waren noch traumatisiert und ausgerechnet von der Sowjetunion etwas zu übernehmen kam vielen skeptisch rüber. Der Westen mit seinem Marshall Plan ließ die Menschen Vergleiche anstellen. Hier Reparationen und da boomte es. Das die Menschen Zeit brauchten um die sozialistische Idee zu verstehen war klar. Doch wie versuchte man die Menschen es beizubringen? Ich denke mit Maulkorb und Zwangsjacke und in ihrer Freiheit zu sehr einschränken konnte nicht gut gehen. Mit vernünftigeren Mitteln hätte man die Menschen überzeugen müssen, und natürlich es sichtbarer machen müssen dass der „Sozialismus“ das bessere System ist. Jegliche Kritik mit anders Denkenden war unerwünscht .Konstruktive offene Gespräche Fehlanzeige. Im Gegenteil der Staat erstickte jegliche Kritik im Keim. Politische Urteile an der Tagesordnung. Dazu kam die Allmacht der Überwachung. Es kam zu so etwas wie mit dem Staat arrangieren. Als Angepasster mit kleiner Funktion oder Mitglied hier und da konnte man durchaus leben. Der Staat bestimmte das Denken vor. Keine Angst vor Arbeitslosigkeit, funktionierende Hausgemeinschaften, subventionierte Lebensmittel, Ehekredit, wenig Kriminalität und Drogen und für die Kinder Horte und Kindergärten waren doch Positiv. Sportliche Erfolge, einige Prestige Objekte machten auch stolz und so etwas wie ein wir Gefühl kam. Doch letztendlich war das auf Dauer nicht genug. Die Menschen wollten mehr, vor allem war es mehr Freiheit und da gehörte die Reisefreiheit dazu. Obwohl die Überwachungsorgane der DDR mit Sicherheit wusste wie die Stimmung in der Bevölkerung war reagierte man nicht ,zumindest nicht im ausreichenden Maß um Verbesserungen herbeizuführen. Mag es am Kadavergehorsam gegenüber der Partei gewesen sein gepaart mit Unvermögen, darüber kann ich nur Spekulieren. Die Altherrenriege in Wandlitz hatte ihren Zenit auch lange überschritten und war geistig scheinbar nicht mehr fähig zu erkennen was los ist. Ihre früheren Sprüche von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen, hatte für sie keine Gültigkeit mehr. Das Volk erhob sich und fegte das System weg. Über Verlierer und Sieger der Einheit, oder über das kalte Gesicht des Kapitalismus, Betrug, Glücksritter, Treuhand usw. danach zu schreiben ist ein anderes Kapitel. Hier ging es um die DDR. War doch nicht alles schlecht in der DDR höre ich manchmal, und je länger die Zeit vergeht kommt sogar so etwas wie Ostalgie auf. Die sofort nach der „Wende“ erst einmal abgetaucht sind werden wieder salonfähig, war doch alles nicht so schlimm.höre ich hier und da Doch das war es! ! Man muss die DDR in ihrer Gesamtheit sehen und nicht für sich positives herauspicken. Wäre sie gut gewesen würde es die DDR noch geben. Mit Beginn der Proteste in der DDR hatte ich noch gedacht es wird eine bessere DDR mit mehr Bezug auf die wirklichen Bedürfnisse der Menschen. Ihre neuen Politiker hatten gegen die Profis aus dem Westen keine Chance. Als das Volk rief Deutschland einig Vaterland und nach der DM schrieen war klar die DDR ist Geschichte. Die Chance von 1949 etwas Besseres Aufzubauen war dahin. Ich habe mich dennoch gefreut als Deutschland wieder vereint war. Nur wenn man aus der Vergangenheit lernen kann ist es< möglich Fehler nicht zu wiederholen. Auch in unserem heutigen Staat ist nicht alles Gold was glänzt, doch ist mir dieser Staat lieber wie der Staat DDR. Der mich einsperrte weil ich von ihm genug hatte.










Eine kleine, aber lautstarke Minderheit hat die Regierung erschreckt. die DDR-Bürger, die das nicht wollten, haben leider stillgehalten und auf Regierung und Staatsorgane vertraut. Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand hätten wir dann zwar über begrenzte Reformen diskutieren können, aber dem Westen jegliche Einmischung verbieten müssen.


eisenringtheo, der 39. und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

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Manchem ist eben nicht mehr zu helfen.

Der Hesselfuchs


der alte Grenzgänger, GKUS64 und ek40 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.04.2015 10:39
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Wer allen ernstes glaubt, dass das Volkseigentum mit den Waffen der Kampfgruppen zu schützen gewesen wäre, der sollte sich doch noch mal der Geschichte beschäftigen.

Der Hesselfuchs


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#36

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.04.2015 11:11
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Von StabsfeldKoenig
Eine kleine, aber lautstarke Minderheit hat die Regierung erschreckt. die DDR-Bürger, die das nicht wollten, haben leider stillgehalten und auf Regierung und Staatsorgane vertraut. Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand hätten wir dann zwar über begrenzte Reformen diskutieren können, aber dem Westen jegliche Einmischung verbieten müssen.

"Die kleine ,aber lautstarke Minderheit" hatte gewählt ,http://de.wikipedia.org/wiki/Volkskammerwahl_1990
Die Allianz für Deutschland stellte ihr Wahlprogramm unter den Titel „Nie wieder Sozialismus“. Kernpunkte waren die Forderung nach der Deutschen Einheit auf Basis des Grundgesetzes, die sofortige Einführung der D-Mark bei einer Umstellung der Sparguthaben im Verhältnis 1 zu 1, Privateigentum und uneingeschränkte Gewerbefreiheit, Abschaffung aller Zugangshindernisse für Investoren aus dem Westen, Aufbau eines sozialen Sicherungsnetzes (Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Mitbestimmung, dynamische Rente), ein Sofortprogramm für die Umwelt und eine sichere Energieversorgung sowie die Vereinheitlichung des Rechts mit der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere die Abschaffung des politischen Strafrechtes. Weitere Punkte waren die Förderung des Denkmalschutzes, eine Bildungsreform, der Erhalt der Kinderkrippen, die Wiedereinführung der Länder und die Pressefreiheit,


Die Wahlbeteiligung lag bei 93,4%. Sieger war das Wahlbündnis Allianz für Deutschland, bestehend aus der ehemaligen Blockpartei CDU mit dem Spitzenkandidaten Lothar de Maizière, der neu gegründeten und der bayerischen CSU nahestehenden Deutschen Sozialen Union (DSU) und dem Demokratischen Aufbruch (DA). Spitzenkandidat der DSU war Hans-Wilhelm Ebeling, der Spitzenkandidat des DA war Wolfgang Schnur



Hallo Stabsfeld Koenig Deine" kleine Minderheit" hatte mit den alten Genossen fertig. Zum Glück gab es Besonnene 89 die nicht mit der Waffe in der Hand etwas vereidigen und schützen wollten ,und das Massaker auf dem Platz des himmlischen Frieden als Vorbild sahen.



eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.04.2015 11:13 | nach oben springen

#37

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.04.2015 11:44
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Ein Putsch ohne Beteiligung von Armee und Polizei wäre chancenlos gewesen. Und ein Putsch mit Beteiligung der Armee und der Polizei wäre vom Warschauer Pakt unterbunden worden. Nur eine friedliche Transformation wäre möglich gewesen, aber dafür fehlte der Wille in der SED. Der Grund ist klar. Nur das bisherige Szenario des kalten Krieges konnte die Funktionäre an der Macht halten. Also hoffte man auf einen Machtwechsel in Moskau, der trat aber nicht ein. Gorbatschow blieb.
Theo


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#38

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.04.2015 12:39
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Ich war von 77 bis 81 in Geisa 7. GK , neben dem II. GB, Schleiderstraße. Gibt es noch Kameraden, die in dieser Zeit dort gedient haben.


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#39

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.04.2015 13:35
von DoreHolm | 9.320 Beiträge | 8623 Punkte
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #33
Zitat von turtle im Beitrag #28
Als die DDR gegründet wurde erweckte sie viel Zuversicht in eine neue Zeit. Kein Wunder nach der NS-Herrschaft. Freilich wie soll er aussehen der neue Staat, das wusste man noch nicht so recht. Viele Menschen waren noch traumatisiert und ausgerechnet von der Sowjetunion etwas zu übernehmen kam vielen skeptisch rüber. Der Westen mit seinem Marshall Plan ließ die Menschen Vergleiche anstellen. Hier Reparationen und da boomte es. Das die Menschen Zeit brauchten um die sozialistische Idee zu verstehen war klar. Doch wie versuchte man die Menschen es beizubringen? Ich denke mit Maulkorb und Zwangsjacke und in ihrer Freiheit zu sehr einschränken konnte nicht gut gehen. Mit vernünftigeren Mitteln hätte man die Menschen überzeugen müssen, und natürlich es sichtbarer machen müssen dass der „Sozialismus“ das bessere System ist. Jegliche Kritik mit anders Denkenden war unerwünscht .Konstruktive offene Gespräche Fehlanzeige. Im Gegenteil der Staat erstickte jegliche Kritik im Keim. Politische Urteile an der Tagesordnung. Dazu kam die Allmacht der Überwachung. Es kam zu so etwas wie mit dem Staat arrangieren. Als Angepasster mit kleiner Funktion oder Mitglied hier und da konnte man durchaus leben. Der Staat bestimmte das Denken vor. Keine Angst vor Arbeitslosigkeit, funktionierende Hausgemeinschaften, subventionierte Lebensmittel, Ehekredit, wenig Kriminalität und Drogen und für die Kinder Horte und Kindergärten waren doch Positiv. Sportliche Erfolge, einige Prestige Objekte machten auch stolz und so etwas wie ein wir Gefühl kam. Doch letztendlich war das auf Dauer nicht genug. Die Menschen wollten mehr, vor allem war es mehr Freiheit und da gehörte die Reisefreiheit dazu. Obwohl die Überwachungsorgane der DDR mit Sicherheit wusste wie die Stimmung in der Bevölkerung war reagierte man nicht ,zumindest nicht im ausreichenden Maß um Verbesserungen herbeizuführen. Mag es am Kadavergehorsam gegenüber der Partei gewesen sein gepaart mit Unvermögen, darüber kann ich nur Spekulieren. Die Altherrenriege in Wandlitz hatte ihren Zenit auch lange überschritten und war geistig scheinbar nicht mehr fähig zu erkennen was los ist. Ihre früheren Sprüche von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen, hatte für sie keine Gültigkeit mehr. Das Volk erhob sich und fegte das System weg. Über Verlierer und Sieger der Einheit, oder über das kalte Gesicht des Kapitalismus, Betrug, Glücksritter, Treuhand usw. danach zu schreiben ist ein anderes Kapitel. Hier ging es um die DDR. War doch nicht alles schlecht in der DDR höre ich manchmal, und je länger die Zeit vergeht kommt sogar so etwas wie Ostalgie auf. Die sofort nach der „Wende“ erst einmal abgetaucht sind werden wieder salonfähig, war doch alles nicht so schlimm.höre ich hier und da Doch das war es! ! Man muss die DDR in ihrer Gesamtheit sehen und nicht für sich positives herauspicken. Wäre sie gut gewesen würde es die DDR noch geben. Mit Beginn der Proteste in der DDR hatte ich noch gedacht es wird eine bessere DDR mit mehr Bezug auf die wirklichen Bedürfnisse der Menschen. Ihre neuen Politiker hatten gegen die Profis aus dem Westen keine Chance. Als das Volk rief Deutschland einig Vaterland und nach der DM schrieen war klar die DDR ist Geschichte. Die Chance von 1949 etwas Besseres Aufzubauen war dahin. Ich habe mich dennoch gefreut als Deutschland wieder vereint war. Nur wenn man aus der Vergangenheit lernen kann ist es< möglich Fehler nicht zu wiederholen. Auch in unserem heutigen Staat ist nicht alles Gold was glänzt, doch ist mir dieser Staat lieber wie der Staat DDR. Der mich einsperrte weil ich von ihm genug hatte.










Eine kleine, aber lautstarke Minderheit hat die Regierung erschreckt. die DDR-Bürger, die das nicht wollten, haben leider stillgehalten und auf Regierung und Staatsorgane vertraut. Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand hätten wir dann zwar über begrenzte Reformen diskutieren können, aber dem Westen jegliche Einmischung verbieten müssen.


Lila: War zwar bei den KG, aber das wäre m.E. sehr unwahrscheinlich und nicht erfolgversprechend. Diese "lautstarke Minderheit" hätte das nicht widerstandslos hingenommen. Die Masse wollte Veränderungen, wenn auch mit sehr heterogenen Zielen, von besserer Ökonomie, leistungsabhängigerer Entlohnung, Reisemöglichkeiten, weniger bürokratische Bevormundung, Umweltschutz, Transparenz, Verringerung der Macht der SED bis hin zu unbegrenztem Wachstum von Kapital u.a., also Kapitalismus pur. Wo ich auf jeden Fall mitgehe, das ist die nahezu ungebremste Einmischung politischer Kreise insbes. der BRD aller Coleur. Diese hätte ich rigoros unterbunden, auch mit Gewalt, wenn es notwendig geworden wäre.



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#40

RE: Hallo! Kann jemand mir helfen? :)

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.04.2015 15:04
von ek40 | 537 Beiträge | 238 Punkte
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #33


Eine kleine, aber lautstarke Minderheit hat die Regierung erschreckt. die DDR-Bürger, die das nicht wollten, haben leider stillgehalten und auf Regierung und Staatsorgane vertraut. Wir hätten damals die Waffen der Kampfgruppen in unseren Besitz bringen müssen, um das Volkseigentum zu beschützen. Mit der Waffe in der Hand hätten wir dann zwar über begrenzte Reformen diskutieren können, aber dem Westen jegliche Einmischung verbieten müssen.

Für mich ein unglaubliches Statement..........einfach nur krass......
Mehr möchte ich dazu nicht schreiben,jeder denke sich seinen Teil.

ek40


turtle und der alte Grenzgänger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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