Knobelbecher im Laufe der Zeit

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14.03.2015 11:46
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#61
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Knobelbecher? Ach so, die Stiefel, in denen Schweißfüße und Fußpilz fröhliche Urstände feiern durften.

Ich musste mal drei Monate (Scheiß-Reservistendienst!) in einem Paar Stiefel herumlatschen, welches gar kein richtiges Stiefelpaar war.
Ich kriegte zwei Stiefel an die Hufe geschmissen, die so überhaupt nicht miteinander harmonieren wollten.
Der eine war an der Fußspitze grundwehrdienstlich abgerundet, der andere berufssoldatisch spitz zulaufend - sah das vielleicht bescheuert aus.

... ganz du schweigen von der mindestens zwei Nummern zu großen Felddienstuniform (die Zwassel der extrastarken Hosenträger hing mir im oberen Genick nahe meines Hinterkopfs), die man mir verplättete und nun wunderbar mit den Beinkleidern disharmonierte.


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14.03.2015 16:55
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#62
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Also an zwei Paar Stiefel kann ich mich nicht erinnern. Im Prinzip reichten doch die Lederstiefel und die Filzstiefel. Der Spint war ja auch nicht so groß, um dort zwei Paar Stiefel zu lagern. Ich kann mich aber auch irren. Zur Erstausrüstung bekam ich auch die TSM, Schutzumhang, Regenumhang und Kochgeschirr gebraucht. Das war so was von ekelig !!! Die U-Wäsche war auch nur bis zur ersten Wäsche neu. Diese wurde mit einem Wäschestift beschriftet und zum waschen abgegeben. Retour lag die ganze saubere Wäsche auf einem Haufen. Dort konnte man seine U-Wäsche heraussuchen. Von der Beschriftung war nichts mehr zu sehen. Demzufolge fischte man irgend eine Wäsche heraus, welche meistens nicht mehr passte.
Vor dem Härtetest während der Ausbildung bekamen wir von unserem Zuführer den Tipp: Hosenstall offen lassen (gegen Wolflaufen) und alte gebrauchte Socken benutzen (gegen Blasenbildung).
Das mit in neue Stiefel pinkeln habe ich auch gehört. Dies soll das Leder geschmeidiger machen.
Das Russenholz ist während meiner Ausbildung zum Brünieren gewesen. Das war eine Putzerei. An der Grenze wurde die Knarre nur kurz mit einem Rasierpinsel belobigt bzw. eine andere Flinte mit zum Grenzdienst genommen. Ein intensives Waffenreinigen gab es an der Grenze nicht mehr. Unser Spieß war mit einer gut geölten Waffe zu frieden.
rasselbock


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14.03.2015 17:28
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#63
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Das putzen der stiefel beim morgenappell im GAR oder bei Dienstantritt in der GK habe ich immer sehr rustikal gehandhabt.Es genügte eine grosse Bürste und viel Schwarze Schuhcreme.Je mehr Schuhcreme drauf kam umso besser. So verschwand ganz praktisch der Dreck der letzten Schicht


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14.03.2015 17:51
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#64
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Wimre waren bis auf das eine Paar Stiefel und die Winterdienstuniform alle Bekleidungsteile neu. Den ersten Wäschetausch habe ich genau so in Erinnerung wie Rasselbock. Da habe ich sofort auf Wäschetausch bei Muttern umgestellt. Jede Woche ein Paket hin und zurück. Filzstiefel wurden erst auf der GK ausgegeben, für die die welche wollten. Als Kraftfahrer habe ich auf die klobigen Dinger verzichtet. Kochgeschirr, Hosenträger und Tragegestell waren auch neu.

Der Hesselfuchs


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14.03.2015 19:00
#65
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Zitat von Merlini im Beitrag #64
Wimre waren bis auf das eine Paar Stiefel und die Winterdienstuniform alle Bekleidungsteile neu. Den ersten Wäschetausch habe ich genau so in Erinnerung wie Rasselbock. Da habe ich sofort auf Wäschetausch bei Muttern umgestellt. Jede Woche ein Paket hin und zurück. Filzstiefel wurden erst auf der GK ausgegeben, für die die welche wollten. Als Kraftfahrer habe ich auf die klobigen Dinger verzichtet. Kochgeschirr, Hosenträger und Tragegestell waren auch neu.

Der Hesselfuchs


Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen.
„Neue Kleidung“.
Stellt euch mal vor, so bei uns zum Beispiel, wir haben Firmenkleidung.
Wenn du in einem Betrieb anfängst, bekommst du die zum Teil getragene Kleidung von deinem Vorgänger, der in Rente gegangen ist.
Naja, da sieht man mal in was für einen Verein wir gedient haben!
Ob das in der Bundeswehr auch so war?


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14.03.2015 22:13
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#66
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Bei unserer verantwortungsvollen Aufgabe hatten wir doch auch ordentliche Klamotten verdient. Oder sollten wir in alten Uniformen am Kanten stehen in denen schon unsere Väter in Russland waren?

Nur das Russenholz wurde von Jahrgang zu Jahrgang vererbt. Wie stand bei der Reichsbahn auf der Fahrkarte:"Bei nicht Benutzung unbegrenzte Haltbarkeit"

Der Hesselfuchs


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14.03.2015 22:48
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#67
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Zitat von Merlini im Beitrag #50
Da ich das nicht gemacht habe, war bei mir auch Ziege im Melkeimer. Hatte bei der Einberufung eine Größe von 1,86 m und ein Gewicht von nur 75 Kg. In dem Jahr am Zaun habe ich dann 10 Kg zugelegt.

Der Hesselfuchs
Oh, da bin ich erstaunt: ich dachte nur Schlosser, Schreiber, und Küchenbulle konnten am Kanten zunehmen.
P3-Fahrer also auch.

Ich war wohl eher der eifrige Spaziergänger am Kanten - habe praktisch gar nicht zugenommen.
Stiefelschaft und Wade haben bei mir gut zusammengepaßt (siehe Bild rechts) - Glück gehabt.

Stiefelpflege stand an vorderster Stelle bei der Werterhaltung der "Bekleidung": wir haben pfundweise "Lederfett" verschmiert, vor allem an den Nähten, der Spitze und dem Übergang vom Oberleder zur Sohle.
Durchgeweichte Stiefel waren das Letzte, was man brauchen konnte (Pfützen, Matsch, viel nasses hohes Gras)! Und falls sie bei Kontrolle im Objekt mal hätten vorgezeigt werden müssen, haben sie nach kurzem Drüberwischen geglänzt wie ein Judenei.

Die gesamte Bekleidung und Ausrüstung betreffend, frage ich mich noch heute, ob man uns aus Kostengründen nur so mittelmäßig ausgestattet hat oder ob man das Ziel verfolgte, uns "leidensfähiger" zu machen, d.h. uns widrige Umstände als Normalität emfinden zu lassen.
Wobei ich zu ersterem tendiere ...
Letzteres wäre für den Ernstfall ja günstiger gewesen.

Elch


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15.03.2015 07:30
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#68
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Hallo Elch, war denn das Essen in Pfaffi nicht reichhaltig???

Wir hatten gute und ausreichende Verpflegung und dazu kamen die Fresspakete aus der Heimat. Wir waren vier EK auf der Bude. Einer war Geselle bei einem Fleischer, einer kam aus einer Gastwirtschaft und der dritte hatte zu Hause auch selbst geschlachtetes zur Verfügung.

Dazu kam, dass bei jeder sich passenden Gelegenheit noch Kuchen oder Gehacktes unterwegs eingekauft wurde. Und ansonsten wurde ja jede Minute ausgenutzt und sich aufs Bett gelegt.

Der Hesselfuchs


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15.03.2015 07:39
avatar  Elch78
#69
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Verpflegung war eigentlich gut, selbst meinen Hund habe ich noch mit Eiern, Kochschinken, Jagdwurst und Käse "zusatzverpflegt".

Bin wohl ein schlechter Futterverwerter: damals ein Hering - und heute auch noch. Viel gefressen aber es bleibt nichts hängen.
Meine Gelenke und mein Herz sind mir allerdings heute dankbar, denke ich.

Elch


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15.03.2015 07:46
#70
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Zitat von Merlini im Beitrag #68


und dazu kamen die Fresspakete aus der Heimat

Der Hesselfuchs


wir brauchten das nicht in Vacha die extra Fresspakete

die ausreichende Verpflegung reite aus

es gibt ja ein Sprichwort " Int.... säuft und du .....frisst"

nimm es aber nicht persönlich

gruß maxhelmut


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15.03.2015 09:11
avatar  schulzi
#71
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Zitat von maxhelmut im Beitrag #70
Zitat von Merlini im Beitrag #68


und dazu kamen die Fresspakete aus der Heimat

Der Hesselfuchs


wir brauchten das nicht in Vacha die extra Fresspakete

die ausreichende Verpflegung reite aus
te
es gibt ja ein Sprichwort " Int.... säuft und du .....frisst"

nimm es aber nicht persönlich

gruß maxhelmut


kann ich mir gut vorstellen in der Rhön haben sie eine gute Küche weis ich bei verwanten in Vacha , Räsa oder bei Tante Vera in Unterbreizbach bin.


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15.03.2015 11:10
avatar  Lutze
#72
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Wo habt ihr eigentlich die Knobelbecher kurz
vorm Schlafengehen abgestellt?
unterm Bett kann ich mir wegen den Ausdünstungen
nicht vorstellen
Lutze


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15.03.2015 11:18
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#73
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Nee die haben wir anbehalten, da waren wir bei Alarm drei Sekunden schneller.

Spaß beiseite wenn 7 Mann auf einer Bude sind, dann duften nicht nur die Knobelbecher. Manche haben da ja auch noch geraucht, zumindest so lange bis ich beide Fenster aufgerissen habe.

Der Hesselfuchs


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15.03.2015 11:21
avatar  schulzi
#74
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quote=Lutze|p456694]Wo habt ihr eigentlich die Knobelbecher kurz
vorm Schlafengehen abgestellt?
unterm Bett kann ich mir wegen den Ausdünstungen
nicht vorstellen
Lutze[/quote]
Nach DV vorm Schemel und gebauten Päckchen


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15.03.2015 11:25
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#75
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Die Felddienst hing am Bettpfosten die Stiefel standen daneben. Päckchenbau kenne ich nur aus der Ausbildung. Ich habe mehrmals in der Woche A Gruppe gestanden, da ist uns keiner wegen der Spindordnung oder Päckchen auf den S... gegangen.

Der Hesselfuchs


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