Kurz vor einem neuen Weltkrieg?

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12.03.2015 10:58
#1
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Das soll keine Angst- oder Panikmache sein; einfach mal so einige Überlegungen...
Irgendwie verstärkt sich mein Eindruck, dass wir von einem neuen großen Krieg nicht weit weg sind.
Es kann einem Angst machen, wo überall geschossen wird. In Europa haben wir nun auch Kriege.
Deutsche Soldaten sind in vielen Ländern der Welt.
Am Feindbild wird von den Mächtigen kräftig gebastelt.
Menschen, die die Schrecken des letzten Krieges selbst erlebt haben, sind in unserer Gesellschaft selten geworden. Viele kennen Krieg nur aus Ballerspielen am PC. Zerfetzte Menschen aus Kriegsgebieten, Soldaten mit aufgerissenen Bäuchen erspart uns das Fernsehen.

Am Beginn des I. oder II.Weltkrieges stand auch nicht in den Zeitungen „Heute beginnt der Weltkrieg!“

Wie nahe sind wir eigentlich einem neuen großen Krieg ? Oder ist alles nicht so schlimm?
Klaus


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12.03.2015 11:12
#2
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Ich denke, es ist nicht so schlimm. Die Russen geniessen derzeit den ukrainischen Borschtsch, aber von einem Weltkrieg sind wir weit entfernt. Da hat niemand ein Interesse daran.
Aus der Rusburger Speisekarte:

http://rusburger.com/category
(Was ich mich schon immer gefragt habe, ist: Warum die Stadt Hamburg ihren Namen nicht markenrechtlich schützen lässt und von den Hamburger Herstellern Lizenzgebühren verlangt.)


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12.03.2015 12:18 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2015 12:22)
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#3
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Borschtsch schmeckt in Polen auch nicht anders.
So ne Art Rezept wie serbische Bohnensuppe, die auch in ganz Jugoslavien verbreitet ist.
Mir schmeckt das: Soljanka nach DDR - Rezept


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12.03.2015 12:21
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#4
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Zitat von damals wars im Beitrag #3
Borschtsch schmeckt in Polen auch nicht anders.
So ne Art Rezept wie serbische Bohnensuppe, die auch in ganz Jugoslavien verbreitet ist.
Mir schmeckt das: Soljanka nach DDR - Rezept

Mir leider nur nach alten BRD - Rezept .


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12.03.2015 12:28
#5
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #1
Das soll keine Angst- oder Panikmache sein; einfach mal so einige Überlegungen...
Irgendwie verstärkt sich mein Eindruck, dass wir von einem neuen großen Krieg nicht weit weg sind.
Es kann einem Angst machen, wo überall geschossen wird. In Europa haben wir nun auch Kriege.
Deutsche Soldaten sind in vielen Ländern der Welt.
Am Feindbild wird von den Mächtigen kräftig gebastelt.
Menschen, die die Schrecken des letzten Krieges selbst erlebt haben, sind in unserer Gesellschaft selten geworden. Viele kennen Krieg nur aus Ballerspielen am PC. Zerfetzte Menschen aus Kriegsgebieten, Soldaten mit aufgerissenen Bäuchen erspart uns das Fernsehen.

Am Beginn des I. oder II.Weltkrieges stand auch nicht in den Zeitungen „Heute beginnt der Weltkrieg!“

Wie nahe sind wir eigentlich einem neuen großen Krieg ? Oder ist alles nicht so schlimm?
Klaus




Krieg ist die Fortsetzung der Politik,- mit anderen Mitteln !

Daran hat sich nichts geändert ,- selbst während des kalten Krieges gab es genug heisse Baustellen ,-
und wer dem Geschwätz bzw den Träumen der Politiker von einer friedlichen Welt glaubt ,- der fällt unweigerlich auf die Nase !

Was nicht in nächster Zeit kommen wird ,- das ist der große Krieg.

Aber von regionalen Scharmützeln bis zur Räsonierung einzelner Länder halten sich selbst deutsche Politiker derzeit die Optionen offen ,-
und nicht erst seit Kriegsminister Joschka Fischer haben wir begriffen ,- wie schnell selbst mitten in Europa demokratische Parteien einem gepflegten Bombardement incl. Kollateralverluste zustimmt !

Unsere neue Kriegsministerin ist ja mittlerweile eifrig dabei , die Kampfkraft der Bundeswehr wieder aufzupäppeln ,-
aus Langeweile geschieht dies bestimmt nicht !

....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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12.03.2015 12:36
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#6
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2
(Was ich mich schon immer gefragt habe, ist: Warum die Stadt Hamburg ihren Namen nicht markenrechtlich schützen lässt und von den Hamburger Herstellern Lizenzgebühren verlangt.)

Nun ja - weil der "Hamburger" mit Hamburg recht wenig zu tun hat: Ein Burger ist ein fest stehender Begriff und ham steht eigentlich für Schinken, aber das ist wohl traditionell so begründet. Schließlich gibt es auch keine Stadt namens "Cheese", wohl aber Cheeseburger.

Aber das war jetzt heftig OT, zurück zum Thema.

Nein, Angst habe ich nicht, wohl aber ein nicht so gutes Gefühl. Putin & Co. betreiben meiner Meinung nach eine ziemlich offensive Expansionspolitik, auch wenn es nach deren Worten "nur" darum geht, russische Einflusssphären zu sichern und einen möglichst russenfreundlichen Puffer zwischen sich und die NATO zu legen.

Sorge macht mir, dass sich diese Politik wenig um die Reaktionen der "anderen Seite" schert, sondern ausschließlich und allein die nationalen Interessen berücksichtigt. Aber dieses zweifelhafte Privileg haben die Russen nicht allein: Wenn ich mir anhöre, was zum Beispiel der Oberkommandeur der NATO in Europa, General Philip Breedlove, so alles an Szenarien und angeblichen Erkenntnissen an die Wand malt, die sich bei näherer Betrachtung oft als grandiose Übertreibung, Ungenauigkeit, Widersprüchlichkeit und zum Teil sogar Unwahrheit entpuppen, dann trägt das gewiss nicht zur Deeskalation bei.

Aber es ist so, wie oft: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht das Selbe. Denn Breedlove ist mit seiner Meinung ganz gewiss nicht allein: Große Teile der US-Republikaner fordern kompromisslose Härte gegen Russland, allen voran die für Europa zuständige Abteilungsleiterin Victoria Nuland, hier bekannt wegen ihres Spruches "Fuck the EU": Die Frau, die "Merkels Moskau-Zeug" als vertane Zeit und letztendlich als Weichheit und Schwäche auslegt.

Die Falken auf beiden Seiten haben auf beiden Seiten im Moment reichlich Luft unter den Flügeln und ich frage mich schon, was passieren wird, wenn (was zu erwarten ist) bei der nächsten Präsidentenwahl in den USA ein Republikaner gewinnt. Die gleiche Frage stelle ich mir auch in Bezug auf Russland - nicht dass wir eines Tages Putin als halben Friedensengel mit dem Palmwedel in der Hand sehen: Auch dort gibt es reichlich Scharfmacher - und deren Einfluss und Bedeutung wächst.

Und ganz zum Schluss stelle ich mir noch eine abschließende Frage: Wie würden die USA wohl reagieren, wenn Mexico ein Verteidigungsbündnis mit Russland eingehen wollen würde? Ob dann auch noch vom "Selbstbestimmuungsrecht der Völker" oder von der "Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes" geredet werden würde? Ich habe da so meine Zweifel.


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12.03.2015 13:02
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#7
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Noch ein Nachtrag: Ich befürchte, dass Teile der US-Politiker immer noch das Ergebnis der Kuba-Krise im Oktober 1962 im Hinterkopf haben, wenn sie der Meinung sind, dass nur eine knallharte Politik gegenüber Russland Wirkung zeigt.

Zur Erinnerung: Die USA stationierten 1959 Mittelstreckenraketen vom Typ "Jupiter" u.a. in der Türkei. Reichweite ca. 2.500 km, eine unmittelbare Bedrohung der südwestlichen Regionen der damaligen UdSSR. Als Antwort darauf verbrachte die UdSSR ab April 62 heimlich Soldaten und atomar bestückte Mittelstreckenraketen nach Kuba. Aufklärungsflugzeuge entdecken die im Bau befindlichen Abschussrampen. Kommentar eines Air-Force-Generals: „Der rote Hund gräbt im Hinterhof der USA und muss dafür bestraft werden.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kubakrise) Nachdem einige Alternativen wie die Bombardierung dieser Rampen verworfen wurden, entscheidet sich Kennedy für die Seeblockade - und droht unverhohlen mit dem Einsatz von Atomraketen bzw. -bomben. Um es kurz zu machen: Chruschtschow gibt nach und lässt die Anlagen wieder abbauen.

Ich denke, dass dieser "Erfolg", der einige Tage auf Messer's Schneide stand, die kollektive Erinnerung vieler US-Politiker bis heute prägt.

Wie wäre es wohl heute, wenn ein russischer General vor den laufenden Kameras der Weltpresse "Der NATO-Hund gräbt im Hinterhof Russlands und muss dafür bestraft werden" sagen würde?

Ach ja, ich vergaß: Das ist nicht vergleichbar.


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12.03.2015 13:36
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#8
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Wir haben bereits einen neuen Weltkrieg, nur sagt dies niemand. Es ist ein Krieg um Rohstoffe und Ressourcen.


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12.03.2015 13:53
#9
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Wer heute mit dem Gedanken an einen 3. Weltkrieg spielt, der befindet sich schon virtuell auf dem Weg ins NICHTS!
Ich glaube nicht, dass die USA oder die Russen sich solche Gedanken machen, denn dann hört unsere Welt auf zu existieren.
Das wissen auch die andern sog. Atommächte.

Denn auch wenn ein Krieg mit herkömmlichen Waffen vom Zaun gebrochen wird, es gibt genug Idioten, die dann doch das gewisse rote Knöpfchen drücken!

Also haltet mal die Luft an, es wird in absehbarer Zeit keinen DRITTEN geben!

Dafür ist die Angst auf allen Seiten zu groß ins Gras beißen zu müssen.

=============================================================================================
Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

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12.03.2015 16:11 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2015 16:13)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #7
Noch ein Nachtrag: Ich befürchte, dass Teile der US-Politiker immer noch das Ergebnis der Kuba-Krise im Oktober 1962 im Hinterkopf haben, wenn sie der Meinung sind, dass nur eine knallharte Politik gegenüber Russland Wirkung zeigt.

Zur Erinnerung: Die USA stationierten 1959 Mittelstreckenraketen vom Typ "Jupiter" u.a. in der Türkei. Reichweite ca. 2.500 km, eine unmittelbare Bedrohung der südwestlichen Regionen der damaligen UdSSR. Als Antwort darauf verbrachte die UdSSR ab April 62 heimlich Soldaten und atomar bestückte Mittelstreckenraketen nach Kuba. Aufklärungsflugzeuge entdecken die im Bau befindlichen Abschussrampen. Kommentar eines Air-Force-Generals: „Der rote Hund gräbt im Hinterhof der USA und muss dafür bestraft werden.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kubakrise) Nachdem einige Alternativen wie die Bombardierung dieser Rampen verworfen wurden, entscheidet sich Kennedy für die Seeblockade - und droht unverhohlen mit dem Einsatz von Atomraketen bzw. -bomben. Um es kurz zu machen: Chruschtschow gibt nach und lässt die Anlagen wieder abbauen.

Ich denke, dass dieser "Erfolg", der einige Tage auf Messer's Schneide stand, die kollektive Erinnerung vieler US-Politiker bis heute prägt.

Wie wäre es wohl heute, wenn ein russischer General vor den laufenden Kameras der Weltpresse "Der NATO-Hund gräbt im Hinterhof Russlands und muss dafür bestraft werden" sagen würde?

Ach ja, ich vergaß: Das ist nicht vergleichbar.

Rot

Du hast vergessen, dass Chruschtschow erst nach dem heimlichen Abzug der US Raketen ,,Jupiter'' aus der Türkei nachgab. Diese Tatsache wird leider oft verschwiegen. Es musste ja Kennedy, den ich sehr schätzte, der ,,Gute'' sein. Ich kann nur hoffen, dass im Ukraine Konflikt die Vernunft auf beiden Seiten sich durchsetzt und dieses Säbelgerassel beendet wird.
rasselbock


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12.03.2015 16:19
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Zitat von AlfredTetzlaff im Beitrag #8
Wir haben bereits einen neuen Weltkrieg, nur sagt dies niemand. Es ist ein Krieg um Rohstoffe und Ressourcen ...
... und um Informationen. Und da bereits so tapfer der Clausewitz in diesem Thread mit seinem seit dem ersten, spätestens aber seit dem zweitem Weltkriege überholten Spruch *) zitiert wurde, möchte ich die modernere Fassung beitragen ...

Cyberwar ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln




*) Hier mal der ganze Abschnitt 24 aus 'Vom Kriege', das Zitat sollte nicht aus seinem Kontext gerissen werden!

So sehen wir also, daß der Krieg nicht bloß ein politischer Akt, sondern ein wahres politisches Instrument ist, eine Fortsetzung des politischen Verkehrs, ein Durchführen desselben mit anderen Mitteln. Was dem Kriege nun noch eigentümlich bleibt, bezieht sich bloß auf die eigentümliche Natur seiner Mittel. Daß die Richtungen und Absichten der Politik mit diesen Mitteln nicht in Widerspruch treten, das kann die Kriegskunst im allgemeinen und der Feldherr in jedem einzelnen Falle fordern, und dieser Anspruch ist wahrlich nicht gering; aber wie stark er auch in einzelnen Fällen auf die politischen Absichten zurückwirkt, so muß dies doch immer nur als eine Modifikation derselben gedacht werden, denn die politische Absicht ist der Zweck, der Krieg ist das Mittel, und niemals kann das Mittel ohne Zweck gedacht werden.
Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/vom-kriege-4072/3

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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12.03.2015 16:22
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Ja. Krieg wird heute nicht mehr wirklich mit Waffen geführt. Waffen setzt man nur noch dort ein, wo man nicht anders eingreifen kann. Cyberangriffe sind viel einfacher und wirkungsvoller.


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12.03.2015 16:22
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #1

Irgendwie verstärkt sich mein Eindruck, dass wir von einem neuen großen Krieg nicht weit weg sind.
Es kann einem Angst machen, wo überall geschossen wird. In Europa haben wir nun auch Kriege.
Deutsche Soldaten sind in vielen Ländern der Welt.
.................



Da erwähnst Du gerade mal die Geringsten, die schlecht ausgerüstet beim kleinsten Einsatz Belastungsstörungen haben.

Aber die deutsche Selbstzerfleischung ist ja nichts Neues..........

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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12.03.2015 16:34
#14
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Ich erinnere mich, schon während meiner Dienstzeit Ende der 60-er Jahre von den Offizieren immer wieder gehört
zu haben, daß ein Krieg vor der Tür stehen würde und wir ihn mit guten Leistungen und wchsamer Grenzsicherung
verhindern. Panikmache war an der Tagesordnung, mit zweifelhaftem Erfolg.
Seitdem, in über 40 Jahren, gab es viele Situationen auf der Welt, die mindestens genau so brisant waren wie die
Ukraine-Krise, ich wage sogar zu behaupten, die Zeit der Pershing II und SS 20- Aufrüstung war weit gefährlicher.
Deshalb sehe ich heute keine Gefahr eines WELTkrieges.
Kleinere Scharmützel wird es weiterhin geben, aber alle "normalen" Staaten haben andere Sorgen, die Ereignisse
in Nahost und Afrika zum Beispiel.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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12.03.2015 16:41
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#15
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Was ist der Krieg gegen den Terror denn anderes als ein Weltkrieg?


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