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#101

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 12:05
von Lutze | 8.264 Beiträge | 746 Punkte
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Ich finde es richtig,das diese Frau dieses Buch geschrieben hat,
so werden Details bekannt,wie Stasi-Leute selbst in ihrer eigenen
Familie Einfluß genommen hat
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Moskwitschka hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#102

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 12:05
von Heckenhaus | 5.936 Beiträge | 2435 Punkte
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #100


Zum Verständnis. Manchen fällt diese Vielschichtigkeit und die Erfahrungen anderer schwer zu ertragen. ;-) Und rufen sofort "Lüge".

Dies ist eine allgemeine Aussage nach den Erfahrungen der letzten 4 Jahre hier im Forum und bezieht sich nicht auf diesen thread.

LG von der Moskwitschka


Lüge habe ich im Zusammenhang mit Frau M. nirgends gelesen, wenn andernorts dieses Wort fiel, von wem auch immer,
wer hat Anspruch darauf, immer die Wahrheit für sich zu pachten ?

(Ebenfalls OT)


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#103

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 12:06
von Dandelion (gelöscht)
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Mich irritiert etwas, wie in manchem Beitrag hier eine Nähe zwischen Frau Marquardt und Herrn Jahn hergestellt wird, die Arbeit der BStU - ich drücke es mal höflich aus - sehr kritisch gesehen wird und auch Frau Marquardt in die gleiche Pfanne gehauen wird. So zumindest der subjektive Eindruck, ich mag mich täuschen.

Zwei Aussagen dazu:
Herr Jahn spielt im Buch absolut keine Rolle. Es gibt lediglich eine allgemein gehaltene Danksagung an die BStU für die Unterstützung beii der Recherche.
Bei der Podiumsdiskussion war Herr Jahn mehr Zuhörer als Redner und ich habe mich teilweise gefragt, warum er dort vorne sitzt: In der gesamten, 1 1/2stündigen Veranstaltung hat er vielleicht 5 oder 6 Sätze gesagt, vielleicht waren es auch 10. Gezählt habe ich sie nicht, aber mehr dürften es kaum gewesen sein. Und in den gesamten 90 Minuten hat er vielleicht 5 Minuten gesprochen, mehr gewiss nicht. Es waren Fragen der Moderatorin, ausschließlich zur Anwerbepraxis des MfS für Jugendliche, auf die er geantwortet hat.

Wenn jemand sich weigert, das Buch zu kaufen, dann ist das völlig OK. Allerdings sollte man dann mit seinen "fundierten" Aussagen und Meinungen dazu vorsichtig umgehen.


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#104

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 14:14
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #84
Früher hätte ich angewiesen,das alles müßte mal genau überprüft werden.Ich hoffe, daß ich damit auch einige Fragen von Barbara.....beantwortet habe.


Ich kann deine Ausführungen nachvollziehen, aber das ist doch gar nicht Thema. Dass Abläufe so und so waren, es bestimmte Prozedere im hierarchischen Prozess gab und dass das MfS u.a. immerhin ausführender Teil eines aus meiner Sicht paranoiden Überwachungsanspruchs seitens des Staates gegenüber der eigenen Bevölkerung war, ist doch alles bekannt.

Die Frage stellt sich - siehe deine Aussage oben: wenn du nochmal alles überprüft hättest und du heraus gefunden hättest, es war so wie Frau Markquardt berichtet - wie hättest du es bewertet? Damals? Hättest du gesagt: ne das geht nicht, man kann kein 15-jähriges Kind in eine solche Zwickmühle bringen? Oder hättest du gesagt: das müssen wir aus bestimmten Gründen in Kauf nehmen? Und: wie bewertest du es heute?
Bitte nicht missverstehen, ich will hier überhaupt nicht provozieren, sondern auf die Tatsache hinaus, dass eine solche Biografie einen ethischen Aspekt hat, der dauernd unter den Teppich von sachlichen Beweislagen und Wahrscheinlichkeiten gekehrt wird. Das aber wird einem Menschenleben nicht gerecht.

Ich würde wirklich einmal hier gerne lesen, wenn ein Buch oder sonst ein Bericht in diesem Forum vorgestellt wird, wo ein Mensch von seinen schmerzhaften Erinnerungen seines Lebens in der DDR erzählt und ein MA des ehem. MfS sagt: das tut mir Leid, das muss schlimm für dich gewesen sein, das war nicht i.O.
Statt dessen wird in schöner Regelmäßigkeit mehr oder weniger sachlich abqualifiziert und/oder prinzipiell alles in Frage gestellt.

Wer Differenziertheit (zu Recht!) für das eigene Leben einfordert, muss diese auch selbst bereit sein anzuwenden!
Ein menschliches Leben ist kein Aktenordner!
.


Lutze, Gert und Moskwitschka haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.03.2015 14:16 | nach oben springen

#105

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 15:14
von Georg | 1.146 Beiträge
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@ Barbara: " Ein menschliches Leben ist kein Aktenordner! "

und was machen wir mit den Bürokraten in den Ämtern.............................................?

Ich wär für abschaffen, dann sind wir frei !


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#106

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 15:19
von Dandelion (gelöscht)
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Zitat von Georg im Beitrag #105
und was machen wir mit den Bürokraten in den Ämtern.............................................?

Ich wär für abschaffen, dann sind wir frei !

Gute Idee - ich wollte immer schon mal in einer Anarchie leben!


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#107

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 17:44
von Gert | 13.197 Beiträge | 2312 Punkte
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #84

Zitat

Ich glaube hier fallen zwei Themen zusamen, Vater Mutter Stasi und Anwerbung jugendlicher IM
Nachdem ich die Berichte beider Themen gelesen habe, komme ich zu der Ansicht, daß Gert alles beherrscht, obwohl er nie beim MfS war, nie IM war und sich auch nicht bei der Stasi in Haft befand.Er weiß zumindestens alles besser, als die, die selbst viele Jahre dort ihren Dienst taten.

Zitat

V.



rot mark. Na Gottseidank, war ich nie Mitglied dieser kriminellen Vereinigung. Ich hätte mich für den Rest meines Lebens geschämt, damit meine ich vor allem den Unterdrückungsapparat des MfS. Bei dir scheint allerdings genau das Gegenteil der Fall zu sein, jedenfalls lese ich das so aus den Zeilen heraus
Ich habe einen großen Respekt vor Herrn Jahn, Herrn Knabe und auch anderen, die den Dreck der SED Vergangenheit aufarbeiten, darstellen , also insgesamt das Thema historisch einordnen. Ich muss nicht in euren Kerkern gesessen haben, ich muss kein IM gewesen sein um die Tätigkeit
dieser SED Armee einzuordnen und zu bewerten. Dafür gibt es heute genug Anschauungsmaterial jeglicher Art bis hin zum tatsächliche Begreifen der Zellenwände eurer Verliesse, jede Menge gedrucktes, Forenbeiträge in diesem Forum, Schilderungen von 2 Fluchtkameraden die vor unserer Flucht nach einem missglückten Fluchtversuch bei euch eingesessen haben. Ich habe schon ein umfassendes Bild über den Unterdrückungsapparat MfS. Unterdrückung des aufmüpfigen Volkes war eure Hauptarbeit, das bischen Spionage der HVA mit dem ihr immer so schön kokettiert und eure Vergleiche zu westlichen GD zieht, ist dabei unwesentlich. Für diesen Bereich ist euch ja auch die Vernichtung der Doku weitgehend geglückt, sodass man da auch eine dicke Lippe riskieren kann, kann ja keiner nachprüfen. Zum Glück sind die anderen Akten gut erhalten und die werden weiter ausgewertet.


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
metal.999, andyman, linamax und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 17:57
von damals wars | 13.419 Beiträge | 1986 Punkte
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Gottseidank kein Wort zum Thema!
Endlich mal wieder Frust ablassen.
Puhhhhhhhhh.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
passport und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#109

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 18:09
von passport | 2.761 Beiträge | 237 Punkte
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Im Westen nichts Neues (bei Gert)

Wie schon geschrieben und beschrieben !










passport


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#110

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 18:59
von linamax | 2.196 Beiträge | 450 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #108
Gottseidank kein Wort zum Thema!
Endlich mal wieder Frust ablassen.
Puhhhhhhhhh.

Es tut weh .


Gert und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#111

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 19:12
von Georg | 1.146 Beiträge
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Zitat von Gert im Beitrag #107
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #84

Zitat

Ich glaube hier fallen zwei Themen zusamen, Vater Mutter Stasi und Anwerbung jugendlicher IM
Nachdem ich die Berichte beider Themen gelesen habe, komme ich zu der Ansicht, daß Gert alles beherrscht, obwohl er nie beim MfS war, nie IM war und sich auch nicht bei der Stasi in Haft befand.Er weiß zumindestens alles besser, als die, die selbst viele Jahre dort ihren Dienst taten.

Zitat

V.


rot mark. Na Gottseidank, war ich nie Mitglied dieser kriminellen Vereinigung. Ich hätte mich für den Rest meines Lebens geschämt, damit meine ich vor allem den Unterdrückungsapparat des MfS. Bei dir scheint allerdings genau das Gegenteil der Fall zu sein, jedenfalls lese ich das so aus den Zeilen heraus
Ich habe einen großen Respekt vor Herrn Jahn, Herrn Knabe und auch anderen, die den Dreck der SED Vergangenheit aufarbeiten, darstellen , also insgesamt das Thema historisch einordnen. Ich muss nicht in euren Kerkern gesessen haben, ich muss kein IM gewesen sein um die Tätigkeit
dieser SED Armee einzuordnen und zu bewerten. Dafür gibt es heute genug Anschauungsmaterial jeglicher Art bis hin zum tatsächliche Begreifen der Zellenwände eurer Verliesse, jede Menge gedrucktes, Forenbeiträge in diesem Forum, Schilderungen von 2 Fluchtkameraden die vor unserer Flucht

einem missglückten Fluchtversuch bei euch eingesessen haben. Ich habe schon ein umfassendes Bild über den Unterdrückungsapparat MfS. Unterdrückung des aufmüpfigen Volkes war eure Hauptarbeit, das bischen Spionage der HVA mit dem ihr immer so schön kokettiert und eure Vergleiche zu westlichen GD zieht, ist dabei unwesentlich. Für diesen Bereich ist euch ja auch die Vernichtung der Doku weitgehend geglückt, sodass man da auch eine dicke Lippe riskieren kann, kann ja keiner nachprüfen. mZu Glück sind die anderen Akten gut erhalten und die werden weiter ausgewertet.




Gut erhalten, gut ausgewertet Gut versteckt werden die Akten, die wichtig sind !

http://www.focus.de/politik/deutschland/...osen-das-geheim


Also, wenn Akten einer kriminellen Vereinigung beiseite geschafft werden, wie nennt man dies dann ? Dann muss man die Aufarbeitung natürlich solch unbescholtenen Opfern wie Gert überlassen. Natürlich nur mit dem Rest der Akten und von Erzählern.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#112

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 20:42
von Signalobermaat | 443 Beiträge | 430 Punkte
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Ich finde es gut, daß in diesem Forum auch ehemalige MfS MA zu Wort kommen dürfen, und über ihre Arbeit und Erfahrungen aus Ihrer Sicht berichten.Das ist ja in den normalen Medien trotz Pressefreiheit immer noch nicht möglich. Da werden Gegendarstellungen einfach nicht gedruckt.
Es ist ähnlich wie mit einigen Fernsehsendungen, was in die Richtung paßt kommt zur Hauptsendezeit,und die Dinge, die sich der Realität nähern werden zu Zeiten gesendet, wo die Masse der Bürger schon schläft.
Nun wenn einige der Meinug sind die Ehemaligen haben Angst vor der Wahrheit o.ä.u. versuchen zu verheimlichen, zu verharmlosen usw. warum sollten sie,sie haben doch nichts mehr zu verlieren,Rente gekürzt,im Ansehen geschädigt usw.Die Dinge, die im Ministerium gelaufen sind, sind ausreichend Dokumentiert, zwar nicht immer richtig interpretiert, aber was solls.Zu verlieren haben nur Gaucks,Birthlers und Jahns, wenn ihre Berichte widerlegt werden, denn die werden dafür gut bezahlt,und würden den gut bezahlten Job verlieren,also müssen immer neue Erkenntnisse publiziert werden, die so n ie stattgefunden haben. Übrigends habe ich gelesen, daß der Herr Jahn wieder neue Erkenntnisse verspricht. Bin schon gespannt womit er jetzt aufwarten wird.Vielleicht hat er nun endlich den Schießbefehl gefunden.Also liebe Mitglieder glaubt mal den Leuten, denn sie haben 10,20 und mehr Jahre diese Arbeit gemacht und nicht Herr Jahn, der wurde nür vernommen, hat kurze Zeit gesessen und ging ab ins sein gelobtes Land, in das er eigendlich gar nicht wollte,warum eigentlich nicht, wenn er von dem System so überzeugt war.
Moskwitschka, naja eine Fälscherwerkstatt würde ich die Jahnbehörde nun nicht gerade bezeichnen,aber eine wahrheitsgemäße und vor allem objektive Berichterstattung sieht aber auch anders aus.
Da müßte doch auch einmal die Gegenseite zu Gehör kommen, sonst bleibt es eine Einbahnstraße.
Also aus meiner Erfahrung, kann ich eindeutig sagen,daß viele Veröffentlichungen, so wie sie dargestellt wurden nie und nimmer gewesen sein dürften.
Aber ich war nicht dabei, ich kenne nur meine Arbeit und die Arbeit anderer Bereiche mit denen ich zeitweilig zu tun hatte.
Man unterhält sich ja auch im internen Kreis über solche Veröffentlichungen, also was Vergrechen, Menschenrechtsverletzungen, Folter, Schläge also was da so alles zitiert wurde.Kann ich nicht nachvollziehen.
Mir ist auch nicht zur Kenntnis gekommen, daß es in dieser Hinsicht strafrechtliche Konsequenzen gegeben hat.
Ich weiß nur,bei den Erstvernehmungen, wo Zuführungen durch unsere DE erfolgten,das wir angewiesen waren, strikte Einhaltung der STPO.und Essen und Getränke für den Zugeführten sicherzustellen hatten.Auf der Bezahlung blieben einige auch noch sitzen.
Zu dem Artikel vom Greifwalder KD Chef, ich will nicht krümelkackrich sein,kann man unterschreiben.Mich erstaunt nur immer wieder welch irrsinnige Vorstellung es über das MfS gab.Wenn der Spiegel fragt,wenn sie jeden Westkontakt kontrollieren und Bürger verhören, nur weil sie Westkontakte haben, dann hat sich der Apparat gegen den Mann auf der Straße... gewendet.Das ist nun eine Faustdicke Lüge, darauf hätte ich etwas anderes gesagt.Also um bei diesem Beiswpiel zu bleiben. Greifwald hatte nach seinen Aussagen 20 op. MA in der Regel IM führende MA, könnte hinkommen.Wieviel Westkontakte bei den ca.60000Einwohnern waren könnte man schätzen, tausende, und jetzt sollten die auch noch alle verhört werden NUR weil sie Westkontakt hatten.Die Antwort ergibt sich wohl von selbst.Nur wegen Westkontakt wurde garantiert niemand verhört, allerdings zu Straftaten im Zusammenhang mit Westkontakten, z. B.§§ 97 Spionage, 98 Sammlung von Nachrichten,100 Staatsfeindliche Verbindungen. Diese Straftatbestände setzten Westverbindungen voraus,und da waren Verhöre wohl berechtigt, es ging um Straftaten, dasind andere Staaten auch nicht zimperlich.
Nun in dem Bericht wird auch der blamable Satz von Mielke angesprochen,damit wurde er in der Welt berühmt.Was keiner der Anwesenden wußte,ich damals auch nicht und der Greifswalder Chef sicherlich auch nicht,er hatte ein hochbrisantes Referat bei sich,über die Erfolge der Arbeit des MfS sogar zeitnah ,Arbeitserfolge, die bis heut nicht veröffentlicht wurden, und den Bürgern der DDR vorenthalten werden, die die Sicht auf das MfS in einem anderen Licht dargestelltr hätten.Was macht dieser Trottel,er sagt ich liebe euch alle.Er hätte nur den Bericht vorlesen müssen, da hätte zumindestens keiner mehr gelacht.Zu dieser Zeit wurde durch die HA II ein amerikanischer Militärspionagefall geklärt.Der Lächerlichkeit hätte man uns nicht preisgegeben.Hatte sich auch keiner unserer MA verdient.
Nun zum Mißbrauch durch die SED. So war es einfach. Die Führung der SED,hat das MfS immer mehr von ihren Aufgaben entfernt und beschäftigte uns mit dem Bürgerunwillen ihrer falschen Politik.Vieles was angewiesen wurde, wurde nicht realisiert, weil es völlig irreal war.Unser leitspruch war, wenn wieder einmal wie so oft sinnlose Anweisungen kamen " sind die da oben noch normal" Nun das betrifft nicht nur die DDR, das sage ich heut auch oft, und mit mir viele Bürger, die nichts mit der DDR am Hut hatten.
In einem Bericht, weiß nicht mehr von wem kam bei Vorkommnissen das Wort Korpsgeist zur Sprache.Nach dem Prinzip, die konnten machen was sie wollten, da wurde keiner zur Verantwortung gezogen.So redet wahrscheinlich nur einer, der gar nicht gedient hat.Beim Bekanntwerden von Rechtsverletzungen wurden in der Regel Angerh. der bewaffneten Organe von ihren Dienstvorgesetzten bzw. Disziplinarabteilungen härten bestraft als notwendig.Bei uns wurde ein MA fristlos entlassen, weil er 20M geklaut hatte.Ich bekam auf Grund eines verschuldeten Verkehrsunfalles mit geringem Sachschaden am Dienst Kfz einen Verweis u. eine Parteistrafe.Jeder Zivilist hätte vielleicht zwei drei Stempel bekommen.Ich hatte meinen 24h Dienst beendet und wollte nach Hause.Da rief die Werkstatt an u. sagte mein Dienstwartburg kann abgeholt werden.Ich also nicht nach Hause,fuhr in die Werkstatt,kam auf der glatten Straße ins rutschen und das wars.Konnte gleich wieder umdrehen.
Also auch hier liebe Mitglieder keine falschen Vorstellungen.
Nun noch meine ganz persönliche Meinung zu Herrn Jahn und das er alle in seiner Behörde noch beschäftigten MfS Leute loswerden will.Also der Gauck und Birthler konnten damit 20 Jahre leben..Die Begründung, die er von sich gibt,und das nach 25 Jahren und wenige Jahre bevor die Behörde wahrscheinlich dem Bundesarchiv zugeordnet wird, für mich nicht nachvollziehbar.Da wird sogar ein neues Gesetz geschaffen.
Vielleicht hat er Angst, daß sie von ihm mehr Wissen, als ihm lieb ist. Vielleicht wurde er gar nicht so schlimm behandelt, wie er es darstellt, und er schiebt jetzt die Opfer vor,die es verlangen,.Ist aber meine ganz persönliche Meinung.



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#113

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 20:56
von der alte Grenzgänger | 1.184 Beiträge | 465 Punkte
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #112
.........
Vielleicht hat er Angst, daß sie von ihm mehr Wissen, als ihm lieb ist. Vielleicht wurde er gar nicht so schlimm behandelt, wie er es darstellt, und er schiebt jetzt die Opfer vor,die es verlangen,.Ist aber meine ganz persönliche Meinung.


.. dazu gibt es z.b. eine Broschüre des / der BStu "Aktion Gegenschlag- Die Zerschlagung der Jenaer Opposition 1983"...
(habe ich mir nach Hinweisen hier im Forum schicken lassen)
Also, ein bisschen eitel ist der Herr Jahn ja wohl auch- dass ausgerechnet (auch) seine Geschichte für eine Broschüre herhalten muss ??
Nach dem Lesen fand ich seine Erlebnisse "jetzt nicht sooo dramatisch".. wurde ja auch alles zeitnah gelöst (natürlich unter Protest !),
Es gibt bestimmt sehr, sehr unangenehmere Erfahrungen vieler Menschen- nur tragen die sie nicht auf der Zunge vorweg...

Siggi
(der bei selbsternannten Widerstandskämpfern immer sehr hellhörig wird...)


"Jeder klagt über sein Gedächtnis und niemand über seinen Verstand"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#114

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 22:28
von Freienhagener | 4.903 Beiträge | 2882 Punkte
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #112
Ich finde es gut, daß in diesem Forum auch ehemalige MfS MA zu Wort kommen dürfen, und über ihre Arbeit und Erfahrungen aus Ihrer Sicht berichten..


Und dabei soll man wohl die Wahrheit erwarten? Das wär ganz neu bei Geheimdiensten.

Trotz gegenteiliger Behauptungen ist es wie immer von der Seite: Kritik wird in Frage gestellt und das MfS hat sich nichts vorzuwerfen.

Zum Glück sieht die wahre Welt anders aus.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 08.03.2015 22:28 | nach oben springen

#115

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 22:53
von passport | 2.761 Beiträge | 237 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #114
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #112
Ich finde es gut, daß in diesem Forum auch ehemalige MfS MA zu Wort kommen dürfen, und über ihre Arbeit und Erfahrungen aus Ihrer Sicht berichten..


Und dabei soll man wohl die Wahrheit erwarten? Das wär ganz neu bei Geheimdiensten.

Trotz gegenteiliger Behauptungen ist es wie immer von der Seite: Kritik wird in Frage gestellt und das MfS hat sich nichts vorzuwerfen.

Zum Glück sieht die wahre Welt anders aus.






Na klar ! Und nur Du kennst die wahre Welt

Du und Deine Konsorten wollt doch sowiso nicht die Wahrheit hören !


passport


zuletzt bearbeitet 08.03.2015 22:54 | nach oben springen

#116

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 23:01
von Alfred | 7.185 Beiträge | 723 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #114
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #112
Ich finde es gut, daß in diesem Forum auch ehemalige MfS MA zu Wort kommen dürfen, und über ihre Arbeit und Erfahrungen aus Ihrer Sicht berichten..


Und dabei soll man wohl die Wahrheit erwarten? Das wär ganz neu bei Geheimdiensten.

Trotz gegenteiliger Behauptungen ist es wie immer von der Seite: Kritik wird in Frage gestellt und das MfS hat sich nichts vorzuwerfen.

Zum Glück sieht die wahre Welt anders aus.






Du kannst doch von Fall zu Fall jeweils mitteilen, was am Inhalt der entsprechenden Beiträge aus DEINER Sicht falsch ist.


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#117

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 09.03.2015 01:22
von andyman | 2.082 Beiträge | 794 Punkte
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@Signalobermaat
Eigentlich schade das die Tausenden DDR Bürger die die Stasizentralen gestürmt haben deinen #112 nicht mehr lesen können/wollen,wirft er doch ein ganz anderes Licht auf die am meißten gehaßte Behörde der DDR.War doch alles nicht so schlimm und persönliche Schilderungen von Betroffenen sind sowieso suspekt.
Warten wir alle gemeinsam auf die Veröffentlichung des hochbrisanten Referates von E.Mielke,welches ja noch im Geheimen schlummern soll,vielleicht wird die Geschichte dann neu geschrieben und alle Mitarbeiter sind rehabilitiert.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#118

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 09.03.2015 02:43
von g.s.26 (gelöscht)
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Zitat von passport im Beitrag #115
Zitat von Freienhagener im Beitrag #114
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #112
Ich finde es gut, daß in diesem Forum auch ehemalige MfS MA zu Wort kommen dürfen, und über ihre Arbeit und Erfahrungen aus Ihrer Sicht berichten..


Und dabei soll man wohl die Wahrheit erwarten? Das wär ganz neu bei Geheimdiensten.

Trotz gegenteiliger Behauptungen ist es wie immer von der Seite: Kritik wird in Frage gestellt und das MfS hat sich nichts vorzuwerfen.

Zum Glück sieht die wahre Welt anders aus.






Na klar ! Und nur Du kennst die wahre Welt

Du und Deine Konsorten wollt doch sowiso nicht die Wahrheit hören !


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Konsorten, das lässt tief blicken.

Ich habe aber auch immer das Gefühl, wenn es um das Thema MfS geht, versuchen ehemalige Mitarbeiter zu relativieren, andre als dumm und unwissend abzustempeln. Vielleicht wäre das ganze Thema einfacher zu handhaben, wenn man nicht oben herab, sondern ganz normal darüber schreibt. Argumente wie: Kannst du dazu auch die entsprechende Akte vorlegen, sind schwachsinnig. Wer kann das schon? Keiner hier, oder in Teilen wenn man zufällig mit irgendeinem Sachgebiet vertraut war.

Ich lese die Berichte ehemaliger MfS'ler gerne. Aber ich habe immer das Gefühl: die nehmen andere nicht für voll, lamentieren um ein Thema herum und kommen am Ende immer mit der: Beweis es doch Keule. Da dürft ihr euch nicht wundern, wenn man euch unterstellt, eure ehemalige Tätigkeit schönreden zu wollen.


Freienhagener und Esede haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 09.03.2015 03:29
von Esede | 13 Beiträge
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Ich war ganz nah an der Sicherheit, finde den Begriff Hautnah in meinem Fall sehr passend. ( wie auch die Überschrift dieses Themas )
Die persönliche , nämlich meine Distanz gaben mir aber einen anderen Blick auf die Vorgänge in meinem Umfeld.

Die Mitarbeiter, auch ihre Angehörigen lebten/leben in einer Parallelwelt, in ihrem eigenen Mesokosmos .
Was eine objektive Beurteilung interner Abläufe/Vorgänge nicht, oder nur für wenige möglich macht.

Vorwürfe gegenüber den Mitarbeitern der Sicherheit in Bezug auf ihre Sichtweise sie betreffender Vorgänge ist unangebracht, da sie nicht die Möglichkeiten hatten oder heute nicht nutzen diese Vorgänge objektiv zu betrachten. Diese Möglichkeiten wurden von ihrem Arbeitgeber bewusst eingeschränkt/verhindert und die persönlichen Fähigkeiten Betrachtungsplattformen ausserhalb dieses Mesokosmos zu finden und zu nutzen sind teilweise bis heute verkümmert. Gleiches gilt auch für viele Mitläufer und Sympathisanten, die auf Grund ihres Verlustkomplexes den Schulterschluss zu o.g. Personenkreis suchen und sich in einer ehem. Gemeinschaft gleichgesinnter wähnen.



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#120

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 09.03.2015 05:49
von seaman | 3.487 Beiträge | 4 Punkte
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Zitat von Esede im Beitrag #119

Ich war ganz nah an der Sicherheit, finde den Begriff Hautnah in meinem Fall sehr passend.
Die persönliche , nämlich meine Distanz gaben mir aber einen anderen Blick auf die Vorgänge in meinem Umfeld.



Wie soll man sich das vorstellen?
Wie "Hautnah" warst Du um diese Wertung allumfassend zu treffen?
Gibt es praktische Beispiele für ein Leben in dieser Parallelwelt?

seaman


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