Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

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12.03.2015 19:41
avatar  seaman
#76
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Finde solche eigenen Erlebnisberichte aus der Zeit des geteilten Deutschlands als wertvoll für dieses Forum.
Besser als verbreitetes Pseudowissen durch übermässiges Verweisen auf Wikis und ähnliche Sammelspeicher.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.

seaman


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12.03.2015 20:03 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2015 19:45)
avatar  Elch78
#77
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Weiß nicht warum, aber den folgenden Satz (fett) fand ich im letzten Kapitel am originellsten:

Zitat: "Draußen ... versuche ich mich zu orientieren. Immer wieder eine besondere Herausforderung für einen Dorfmenschen wie mich. Als uniformierter Volkspolizist konnte ich selbstverständlich niemanden nach dem Weg fragen."

Selbstverständlich nicht!
Ein Volkspolizist, der nicht alles weiß und kann, das wäre schließlich ein Widerspruch in sich gewesen ...

Elch

"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"


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13.03.2015 15:10
avatar  ABV
#78
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ABV

Dem Thread sei Dank, hat sich gestern Abend ein ehemaliger WKM-Kollege aus der " Wache Mitte" bei mir gemeldet. Es war ein langes, sehr interessantes Telefongespräch. Bei ihm wurden etliche Erinnerungen geweckt. Auf jeden Fall werden wir demnächst persönlich, bei einer Tasse Kaffee oder bei etwas anderem, über die alten Zeiten plauschen. Der Kollege konnte sich sogar noch daran erinnern, dass wir uns 1986 ab und an abgelöst hatten. Er hat mich nach all den Jahren, fast dreißig!!, auf einem Foto wiedererkannt. Und zwar an meiner markanten Nase.

Gruß an alle
Uwe
der in Gedanken schon an der Fortsetzung bastelt

13.03.2015 16:58
#79
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So ist das Leben Uwe,
auch ein ehem. Kollege mit dem ich 1989 in Neustrelitz und später bei der Schutzpolizei und einer anderen Einheit der Polizei
meinen Dienst versah, ist Mitglied des Forums.
Wir hatten uns aus den Augen verloren und im Forum wiedergefunden. Nur der persönliche Besuch fehlt noch.

Andreas

März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode


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13.03.2015 17:07 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2015 17:08)
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#80
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Mal eine Frage: Hattet Ihr während des Dienstes auch Kontakte zu Angehörigen der ausländischen Behörden, die "ihre" Botschaft auf dem exterritorialen Gebiet bewachten? Also zum Beispiel zu den BGS-Beamten in der Ständigen Vertretung der BRD etc...


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13.03.2015 17:37 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2015 17:37)
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#81
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Die Westdeutschen werden Ost-Berlin wohl kaum als "exterritoriales Gebiet" betrachtet haben. Es war ja auch extra keine "Botschaft", sondern nur eine "Ständige Vertretung". Und auch nicht "in" der DDR (da in Ost-Berlin), sondern "bei" der DDR.


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13.03.2015 17:44 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2015 17:45)
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#82
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #81
Die Westdeutschen werden Ost-Berlin wohl kaum als "exterritoriales Gebiet" betrachtet haben. Es war ja auch extra keine "Botschaft", sondern nur eine "Ständige Vertretung". Und auch nicht "in" der DDR (da in Ost-Berlin), sondern "bei" der DDR.


Ich habe die "Ständige Vertretung" bzw. den dort tätigen BGS ja auch nur als Beispiel angeführt...


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13.03.2015 17:50
avatar  Lutze
#83
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Wie wurde eigentlich die "ständige Vertretung der DDR"
in Bonn bewacht?
waren dafür auch MKM-Leute zuständig?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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13.03.2015 19:19
avatar  ABV
#84
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ABV

Zitat von Lutze im Beitrag #83
Wie wurde eigentlich die "ständige Vertretung der DDR"
in Bonn bewacht?
waren dafür auch MKM-Leute zuständig?
Lutze


Für die Bewachung war das Gastgeberland, also die Bundesrepublik Deutschland, zuständig. Meines Wissens nach wurden die Botschaften in Bonn ebenfalls von der Polizei, in dem Fall von der Landespolizei NRW, bewacht.

Gruß Uwe

13.03.2015 19:27
avatar  ABV
#85
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ABV

Zitat von MK1987 im Beitrag #80
Mal eine Frage: Hattet Ihr während des Dienstes auch Kontakte zu Angehörigen der ausländischen Behörden, die "ihre" Botschaft auf dem exterritorialen Gebiet bewachten? Also zum Beispiel zu den BGS-Beamten in der Ständigen Vertretung der BRD etc...


In der USA-Botschaft wurden amerikanische Soldaten, angeblich "Marines" als Sicherheitspersonal eingesetzt. Hin und wieder kam es zwangsläufig zu Kontakten zwischen den vor der Botschaft wachenden Volkspolizisten und den "Marines". Die Amerikaner standen übrigens im Ruf, nicht gerade zimperlich mit in die Botschaft eingedrungenen Flüchtlingen umgegangen zu sein. Was im krassen Gegensatz zu offiziellen Verlautbarungen steht, aber wohl von etlichen WKM-Posten bestätigt werde kann.
Aber dazu bald mehr!

Viele Grüße aus dem Oderbruch
Uwe

13.03.2015 19:28 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2015 19:29)
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#86
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Die Bonner DDR-Vertretung musste anscheinend streng bewacht werden, wohl damit die ganzen Westler nicht flüchten.



Von der MDR-Seite.


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13.03.2015 19:30
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#87
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Zitat von ABV im Beitrag #84
Für die Bewachung war das Gastgeberland, also die Bundesrepublik Deutschland, zuständig. Meines Wissens nach wurden die Botschaften in Bonn ebenfalls von der Polizei, in dem Fall von der Landespolizei NRW, bewacht.

Die allerdings tatsächlich nur zum Schutz der Vertretung anwesend waren und nicht um Besucher am Betreten zu hindern.


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13.03.2015 19:35 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2015 19:37)
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#88
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Ich war übrigens mal aus reiner Neugier in Ost-Berlin in der US-Botschaft, in der eine öffentliche Botschafts-Bücherei mit West-Zeitungen war. Da drin wurde man tatsächlich von US Marines kontrolliert (freundlich). Marines sah man in West-Berlin kaum mal.
Als ich wieder rauskam, zweimal um die Ecke gegangen war und außer Sichtweite, hat schon die VP auf mich gewartet. "Fahndungskontrolle Deutsche Volkspolizei". Der hat dann meine Papiere in sein Funkgerät vorgelesen. Sonst ist aber nichts passiert und ich hatte auch nichts verbotenes getan.


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13.03.2015 19:37
avatar  ABV
#89
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ABV

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #87
Zitat von ABV im Beitrag #84
Für die Bewachung war das Gastgeberland, also die Bundesrepublik Deutschland, zuständig. Meines Wissens nach wurden die Botschaften in Bonn ebenfalls von der Polizei, in dem Fall von der Landespolizei NRW, bewacht.

Die allerdings tatsächlich nur zum Schutz der Vertretung anwesend waren und nicht um Besucher am Betreten zu hindern.



Genau so ist es! Der " übermäßige Schutz" der " StäV der Bundesrepublik" in der DDR, diente in aller erster Linie der Abschreckung.
Vor wem hätte man das Gebäude auch schützen müssen?
Bei anderen Staaten, insbesondere der USA, muss das schon differenzierter gesehen werden. Schon damals besaß die USA eine Menge Feinde in der Welt. Ein Terroranschlag, auch auf dem Boden der DDR, konnte nicht ausgeschlossen werden.

Geschätzt wurde auch die Botschaft der UdSSR. Allerdings vom MfS und nicht von der VP. Weil die Sowjetunion, auf Grund der Nähe zur Grenze und der sich daraus ergebenen Gefahren, auf eine Bewachung durch das MfS bestand. Zur Tarnung trugen die Posten vor der sowjetischen Botschaft ebenfalls VP-Uniformen. In Wahrheit handelte es sich um Mitarbeiter der Hauptabteilung II (Spionageabwehr)

Gruß an alle
Uwe

13.03.2015 19:43
avatar  ABV
#90
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ABV

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #88
Ich war übrigens mal aus reiner Neugier in Ost-Berlin in der US-Botschaft, in der eine öffentliche Botschafts-Bücherei mit West-Zeitungen war. Da drin wurde man tatsächlich von US Marines kontrolliert (freundlich). Marines sah man in West-Berlin kaum mal.
Als ich wieder rauskam, zweimal um die Ecke gegangen war und außer Sichtweite, hat schon die VP auf mich gewartet. "Fahndungskontrolle Deutsche Volkspolizei". Der hat dann meine Papiere in sein Funkgerät vorgelesen. Sonst ist aber nichts passiert und ich hatte auch nichts verbotenes getan.


Auf jeden Fall sind deine Personalien registriert worden. Die Fahndungsanfrage über Funk, war meiner Erinnerung nach in der VP nicht üblich.
Eher der Abgleich der Daten mit dem Fahndungsbuch. Ich denke aber mal, dass die Fahndungsüberprüfung lediglich "vorgeschoben" war, um an deine Personalien zu gelangen.
Natürlich war es nicht verboten, den öffentlichen Teil der Botschaft zu betreten. Dennoch gerieten die Besucher in den Fokus der Sicherheitsorgane.

Gruß Uwe

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