Darf eine Straße heute nach einem NVA- Offizier benannt werden ?

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01.02.2015 13:35 (zuletzt bearbeitet: 15.03.2015 22:02)
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#1
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Vor 40 Jahren ereiognete sich der Flugzeugabsturz in der Schmellwitzer Straße in Cottbus- siehe Thema "Todesflug von Cottbus"...
Seit einigen Tagen ist hier in den Medien im Gespräch, dass eine Straße nach dem damals ums Leben gekommenen Piloten benannt werden soll (ich glaube, er war Major oder ist es posthum geworden...)
Stark unterstützt wird das vom neuen Oberbürgermeister Kelch-
Siehe dazu beigefügten Zeitungsauschnitt vom Wochenende.
Was meint Ihr- "darf" das sein ?
Ich bin gespannt...

Siggi
(der meint: "ja"- obwohl das mit dem Heldentum so eine Sache ist- siehe das andere, vorgeholte Thema...)


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01.02.2015 13:55
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#2
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Ich würde das befürworten,

Der 33-jährige Pilot der Unglücksmaschine, Peter Makowicka, hätte überleben können. Trotz Aufforderung des Flugleiters, sich
mit dem Schleudersitz herauszukatapultieren, versuchte er das Flugzeug, das dramatisch an Höhe verlor, noch über die dichte
Bebauung in Schmellwitz hinweg zu ziehen.

http://www.lr-online.de/serien/flugzeuga...t285805,4498347

Der Mann hat wahrscheinlich viele Menschenleben gerettet mit seinem Versuch, die Maschine nicht unkontrolliert abstürzen zu lassen.
Da ist es in meinen Augen egal, ob Genosse oder nicht. Der Einsatz zählt.


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01.02.2015 14:10
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#3
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Was sollte dagegen sprechen einen Lebensretter in dieser Form zu ehren?
Einzig und allein seine Tat zählt!
Dabei spielt es doch keine Rolle ob er eine Uniform getragen hat oder Parteimitglied war.
Micha


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01.02.2015 14:21
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#4
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Ja woran will man es fest machen, der Mann hat das sicher verdient auf Grund seiner damaligen Entscheidung.

Ich verstehe übrigens Frage nicht........darf man.....
Es zielt sicher darauf hin das er Soldat der NVA war und sicher auch SED Mitglied.
Wieso sollte das ein Hinderungsgrund sein...........HIER http://www.rommel-kaserne.de/
ist es doch auch kein Grund gewesen dies Kaserne so zu benennen


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01.02.2015 14:26
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#5
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ABV

Zitat von 1941ziger im Beitrag #4
Ja woran will man es fest machen, der Mann hat das sicher verdient auf Grund seiner damaligen Entscheidung.

Ich verstehe übrigens Frage nicht........darf man.....
Es zielt sicher darauf hin das er Soldat der NVA war und sicher auch SED Mitglied.
Wieso sollte das ein Hinderungsgrund sein...........HIER http://www.rommel-kaserne.de/
ist es doch auch kein Grund gewesen dies Kaserne so zu benennen


Hmm, da dürften wohl einige ganz anderer Meinung sein. Auf jeden Fall wär diese mehr als verdiente Ehrung ein schöner Beitrag für Toleranz und ein großer Schritt zur weiteren Annäherung der Deutschen. Aber wie gesagt, dass dürften etliche ganz anders sehen.

Gruß Uwe

01.02.2015 14:30
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#6
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ABV

Im " Märkischen Boten" ist zu lesen, dass der Vorschlag des Cottbusser OB Kelch, den NVA-Piloten zu ehren, unkommentiert blieb. Das zeugt nicht gerade von Begeisterung und lässt eher vermuten, dass die Ehrung ausbleibt.

Gruß Uwe

01.02.2015 14:50
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #1
Vor 40 Jahren ereiognete sich der Flugzeugabsturz in der Schmellwitzer Straße in Cottbus- siehe Thema "Todesflug von Cottbus"...
Seit einigen Tagen ist hier in den Medien im Gespräch, dass eine Straße nach dem damals ums Leben gekommenen Piloten benannt werden soll (ich glaube, er war Major oder ist es posthum geworden...)
Stark unterstützt wird das vom neuen Oberbürgermeister Kelch-
Siehe dazu beigefügten Zeitungsauschnitt vom Wochenende.
Was meint Ihr- "darf" das sein ?
Ich bin gespannt...

Siggi
(der meint: "ja"- obwohl das mit dem Heldentum so eine Sache ist- siehe das andere, vorgeholte Thema...)





Warum nicht ?

Auch Sigmund Jähn hat nach 1990 einige Ehrungen erfahren und er hatte es immerhin bis zum Generalmajor gebracht.


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01.02.2015 14:58
avatar  Pit 59
#8
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Zitat von G. Michael im Beitrag #3
Was sollte dagegen sprechen einen Lebensretter in dieser Form zu ehren?
Einzig und allein seine Tat zählt!
Dabei spielt es doch keine Rolle ob er eine Uniform getragen hat oder Parteimitglied war.
Micha


Wenn man allerdings jedem Lebensretter die Ehre zukommen lässt eine Strasse nach Ihm zu benennen muss man bald anfangen die Strassen zu halbieren


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01.02.2015 15:06
#9
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #2
Ich würde das befürworten,

Der 33-jährige Pilot der Unglücksmaschine, Peter Makowicka, hätte überleben können. Trotz Aufforderung des Flugleiters, sich
mit dem Schleudersitz herauszukatapultieren, versuchte er das Flugzeug, das dramatisch an Höhe verlor, noch über die dichte
Bebauung in Schmellwitz hinweg zu ziehen.

http://www.lr-online.de/serien/flugzeuga...t285805,4498347

Der Mann hat wahrscheinlich viele Menschenleben gerettet mit seinem Versuch, die Maschine nicht unkontrolliert abstürzen zu lassen.
Da ist es in meinen Augen egal, ob Genosse oder nicht. Der Einsatz zählt.


Als Ausgleich zu den vielen Menschenvernichterstrassennamen allein in meinem Umfeld ( Moltke, Hindenburg etc) wäre ein Menschenlebenretterstrassenname mal ein kleiner gerechter Ausgleich....

....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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01.02.2015 15:08
#10
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #8
Zitat von G. Michael im Beitrag #3
Was sollte dagegen sprechen einen Lebensretter in dieser Form zu ehren?
Einzig und allein seine Tat zählt!
Dabei spielt es doch keine Rolle ob er eine Uniform getragen hat oder Parteimitglied war.
Micha


Wenn man allerdings jedem Lebensretter die Ehre zukommen lässt eine Strasse nach Ihm zu benennen muss man bald anfangen die Strassen zu halbieren

Aber nicht, wenn man nur diejenigen Lebensretter nimmt, die bewusst ihr eigenes Leben opferten,- eine höchst seltene Entscheidung...

....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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01.02.2015 15:16 (zuletzt bearbeitet: 01.02.2015 15:17)
#11
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #4
[...]
Es zielt sicher darauf hin das er Soldat der NVA war und sicher auch SED Mitglied.
Wieso sollte das ein Hinderungsgrund sein...........HIER http://www.rommel-kaserne.de/
ist es doch auch kein Grund gewesen dies Kaserne so zu benennen

Er(win) war weder in der NVA noch in einer Partei (beides zwangsläufig).

Ich würde die Benennung der Straße nach dem verunglückten Piloten begrüßen.

Gruß
Ari

______________
Alles wird gut!

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01.02.2015 15:38
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#12
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( gelöscht )

Zitat von ABV im Beitrag #6
Im " Märkischen Boten" ist zu lesen, dass der Vorschlag des Cottbusser OB Kelch, den NVA-Piloten zu ehren, unkommentiert blieb. Das zeugt nicht gerade von Begeisterung und lässt eher vermuten, dass die Ehrung ausbleibt.

Gruß Uwe


Das zeigt eher die Angst davor bei unpassenden Kommentaren eine Breitseite verpaßt zubekommen.


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01.02.2015 16:11
avatar  Lutze
#13
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Diese Straße sollte man nicht umbenennen,
die Angst über diese Flugübungen war in der
Bevölkerung sehr groß,und das Unglück
hat leider auch weitere Todesopfer gefordert,
eine Gedenktafel sollte erinnern
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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01.02.2015 16:16
avatar  ABV
#14
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ABV

Zitat von Lutze im Beitrag #13
Diese Straße sollte man nicht umbenennen,
die Angst über diese Flugübungen war in der
Bevölkerung sehr groß,und das Unglück
hat leider auch weitere Todesopfer gefordert,
eine Gedenktafel sollte erinnern
Lutze




Ein guter Gedanke, der allen gerecht wird.

Viele Grüße aus dem Oderbruch
Uwe

01.02.2015 16:28
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#15
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Es werden Straßennamen mit der "Gießkanne" vergeben. In meiner Nähe gibt es eine "Anton Schlecker Straße". Dort wurde ein Zentrallager für Schlecker gebaut. Die Straße wird jetzt auch nicht in "Konkursallee" umbenannt. Ich frage mich gehts noch?

Da ist ein solcher Name eine Ehrung für einen mutigen Menschen. Die Diskussion darüber zeigt schon wie fragwürdig heute die menschlichen Werte sind.


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