Verhältnis BGS und Grenzsoldaten

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26.08.2009 00:50von ( gelöscht )
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Verhältnis BGS und Grenzsoldaten

Hallo alle

Waren sich die BGS und die Grenzsoldaten spinnefeind?

Nach der Grenze konnte ja die Grenzsoldaten und BGS sich ja die Hand schütteln.

Gab es mal Versuche oder Gegebenheiten wo sich die vom BGS und die Grenzsoldaten so nah waren das sie sich die Hand schüttelten zum Grüßen?

Oder das sie miteinander redeten?

Schöne Grüße

Johannes

28.11.2015 19:10von zweedi04
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #74
So groß wie dieses Waldhaus auf dem Foto ist mein Geräte-Schuppen.
Wie konnte man denn mit der darin vorhandenen Einrichtung Kindergärten neu ausstatten


Das ist mir auch ein Rätsel, denn ich kenne das Häuschen persönlich aus meiner Dienstzeit (Kontrolle Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten). Nachts und in den Morgenstunden standen dort manchmal zivile Wartburgs oder Ladas. Wir Gakl haben dort auch manchmal konspirative Beobachtungen durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass dieses Häuschen auch vom V0 Abt. 2000 aus dem 1.GB/GR8 Hptm. ??? als Treffpunkt für IM´s genutzt wurde, wenn diese im Ausgang in der Gaststätte Schwanheide waren. Guter Nebeneffekt: Wir haben mitbekommen wer zum "Kaffeeklatsch" kam.

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28.11.2015 19:25von Hanum83
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Zitat von zweedi04 im Beitrag #76
Zitat von Hanum83 im Beitrag #74
So groß wie dieses Waldhaus auf dem Foto ist mein Geräte-Schuppen.
Wie konnte man denn mit der darin vorhandenen Einrichtung Kindergärten neu ausstatten


Das ist mir auch ein Rätsel, denn ich kenne das Häuschen persönlich aus meiner Dienstzeit (Kontrolle Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten). Nachts und in den Morgenstunden standen dort manchmal zivile Wartburgs oder Ladas. Wir Gakl haben dort auch manchmal konspirative Beobachtungen durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass dieses Häuschen auch vom V0 Abt. 2000 aus dem 1.GB/GR8 Hptm. ??? als Treffpunkt für IM´s genutzt wurde, wenn diese im Ausgang in der Gaststätte Schwanheide waren. Guter Nebeneffekt: Wir haben mitbekommen wer zum "Kaffeeklatsch" kam.


Also ihr durftet als Gakels da ran?
Da wird es wohl nicht so ganz übergeheim gewesen sein.

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29.11.2015 18:46von zweedi04
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Da konnte jeder ran. Das Häuschen lag in einem öffentlichen Wäldchen nahe einer Straße und nicht weit weg von den Häusern in Schwanheide.

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01.12.2015 20:34von Waldersee
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Nachdem meine Ex-I/S Kollegen "Willie" und "ratze" hierzu ja schon einiges geschrieben haben, kann ich für den Lübecker Bereich sagen, das dort meines Wissens nie Bilder von GreSo zum Zwecke irgendeines "Anschisses" irgendwo hin weitergegeben worden sind. "Willie" hat es haargenau beschrieben. Wenn ich nach einem Flug oder einer I/S - Streife wieder in der Abteilung war, hab ich auf gar keinen Fall die Bilder entwickelt, nur um sie dann an die Grenztruppe weiterzugeben.
Für den Fall, ich hätte GreSo bei einer besonderen oder sogar "nicht dienstlichen" Aktion fotografiert, hätte ich das Bild - NACH Rücksprache mit meinem Chef ggf. unserem Grenzschutzkommando übersandt. Das war's dann aber auch.
Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen wie im" vordigitalen" Zeitalter Kopien von Bildern auch nach NUR vier Wochen ganz speziell in der Arbeitsebene einer DDR-Grenzkompanie gelandet sind.
Aber da haben wohl einige "Kundschafter" wohl fleißig gewerkelt.
Zum Thema Kontakt mit GreSo war bei mir von 1975 bis zur Grenzöffnung so, dass ich fast immer bei zufälligen Treffen an der Grenze einen Tagesgruß oder einen"lockeren" Spruch rübergesandt habe.
Ich habe NIE eine entsprechende Reaktion erhalten. Offizielle Kontaktaufnhmen bei Zwischenfällen selbstverständlich ausgenommen.
Erst nach November 1989 ergaben sich Gespräche und Gespräche.
Interessant ist auch die immer wieder auftauchende Wortwahl vom Feindbild. Ich war immer ein ausgebildeter Polizeibeamter, was beim"alten" BGS vielleicht schwer zu verstehen war, aber wir hatten kein antrainiertes "Feindbild".
Ich hätte sonst nie frei und offen mit ehemaligen Grenzsoldaten und Volkspolizisten in der Bundespolizei zusammenarbeiten können, auch als sie nach und nach in Vorgesetztenfunktionen tätig waren.
Gruß waldersee

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02.12.2015 15:55von Ratze
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Da hat Waldersee völlig Recht, Feindbild hatte ich auch nicht.. Der Grenzsoldat auf dem Kolonnenweg war ein normaler Wehrdienstleistender und vorn an der Grenze waren die Aufklärer manchmal Offiziere, die ihren Dienst verrichteten. Bilder zu "Anschisszwecken" machen und verteilen lag auch den Ratzeburgern fern. Dafür gab es ja leider den Wallis. Wäre interssant, was der alles für Fotos abgeben hat.
Tschüß Ratze

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02.12.2015 18:27von Pitti53
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Es muß mehrere "Wallis" gegeben haben

Denn laut Berichten landeten solche Fotos und Infos in unseren Stäben. Und das relativ schnell. Aber heute egal.......

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02.12.2015 18:29von Hanum83
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #81
Es muß mehrere "Wallis" gegeben haben

Denn laut Berichten landeten solche Fotos und Infos in unseren Stäben. Und das relativ schnell. Aber heute egal.......


Ich hab eins gesehen da war ich drauf, im KC-Zimmer.
Schön aus der Luft fotografiert, wie das dahin kam, keine Ahnung, aber da war es.

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02.12.2015 23:14von ( gelöscht )
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Ich hatte es auch erwähnt , aus der Aluette II beim Kirschen pflücken fotographiert ! Da muss auch ein Wallis an Bord gewesen sein !

Heute will ich mal mit Waldersee und Kressin ,Schlutup , Zange und Dieter ein Bier trinken !

Aber ein ängstlicher Typ war der Wallis wohl nicht !

MfG Fritze

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03.12.2015 00:56von Hanum83
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Zitat von Fritze im Beitrag #83
Ich hatte es auch erwähnt , aus der Aluette II beim Kirschen pflücken fotographiert ! Da muss auch ein Wallis an Bord gewesen sein !

Heute will ich mal mit Waldersee und Kressin ,Schlutup , Zange und Dieter ein Bier trinken !

Aber ein ängstlicher Typ war der Wallis wohl nicht !

MfG Fritze



Wir waren jung und brauchten das..., quatsch, hatten kein Geld.
Aber übermütig waren wir, Jahrhundertsommer 83, Sonne satt, ruhiger Dienst, kleine Waldlichtung, warum nicht mal das ganze Gerödel vom Leib an den TS-Lenker hängen und die nackte Hühnerbrust rauchend im Gras liegend in die Sonne gehalten?
Bei Rumgeschicke aus dem GMN hätten wir das Jäckchen, Koppel, Tragegestell und Flinte in Windeseile wieder an den dürren Körper verfrachtet, ich denk mal in X+1,5.
Aber flatter flatter Stahluette knips knips und schon gab es einen Anschiss das es rauchte.
Das lustige war das mein Spannemann auf dem Schnappschuss tatsächlich mit dem DF halbnackig im liegen den Hubi beglotzte, also mildernde Umstände wegen doch halbwegs ordentlicher Dienstdurchführung

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03.12.2015 08:58von IM Kressin
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Die Weitergabe der Luftbildaufnahmen aus dem Hubschrauber des BGS ist nach Lage der Dinge perfekt von der HA mit Kurier, toten Briefkästen, direkten Begegnungen usw. durchorganisiert und mit Bravour erledigt worden.

Das ist keine Kaffeesatzleserei. Die Erfahrungen und Erlebnisse der User hier im Forum sind klar und unmissverständlich. Beim BGS gab es weitere Kundschafter an exponierter Stelle.

Ebenfalls war der BND, wie andere Dienststellen und Behörden im Sicherheitsbereich, löchrig wie ein Schweizer Käse.

Die „Feierabendler in der Pullacher Zentrale“, Zitat eines ehemaligen Foren-Users, waren nicht in der Lage, einen
Bataillionskommandeur, der sich nach der Flucht stellte, zu betreuen, ganz zu schweigen davon, ihn zu behalten.

Überläufer bitte nur an Werktagen!

...geflüchteter DDR- Offizier-(objektive Fortsetzung) (2)

Mit Hilfe dieses Forums erfährt man in letzter Konsequenz, von welchen qualifizierten Fachkräften man im Westen geführt und betreut wurde!

Von Zeit zu Zeit beanspruchte das Zollboot eine detaillierte Sichtung sowie Kontrolle des Bootslacks am Unterboden.

Diese wurde während der Bootsstreife durchgeführt, der Erwartung entsprechend an heißen Tagen.

Wenn die Alouette sich unüberhörbar ankündigte, unterbrachen wir die Inspektion und setzten die Kontrolle nach Überflug und vorbeiziehen fort.

Im Amazonas des Ostens, Bootsanleger 2654, Ostufer Niendorfer Binnensee, fand ich einmal in Ufernähe eine leere Dose Florena- Creme. Um der Abgeschiedenheit des Dschungels und des mit Mücken verseuchten, feindlichen Vorfeldes zu entkommen, wurde die westliche Enklave dem äußeren Anschein nach zu urteilen, hin und wieder für ein Sonnenbad oder Strandausflug von Angehörigen der anderen Feldpostnummer genutzt.

Es grüßt Euch

Kressin

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04.12.2015 08:38von Ratze
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Moin
ob nur "Kundschafter" beim BGS und nicht auch beim Zoll vorhanden waren, wird hier nicht zu klären sein. Es gab sie halt und Wallis ist als Sammler bei beiden Behörden gut unterwegs gewesen. Wer ihm mehr geliefert hat, der ZKOM Chef oder eine Grenzschützer ist, glaube ich, auch im Strafverfahren offen geblieben. Jedenfalls keinem der BGS Zeugen wurde ein Diziplinarverfahren angehängt, weil er zu viel offen erzählt hat.
Da die Jungs von der Stasi aber helle waren, werden die entlang der ganzen Grenze ihre "Kundeschafter" gehabt haben, oder nur Sammler wie Wallis, die alles dann weiterleiteten.
Wäre sicher eine spannende Forschungsarbeit bei der BSTU. Kostet nur knapp 40,- € und einen Antrag. Das Ergebnis würde sicher viele interessieren. Ich habe mich bei der BSTU erstmal für ein anderes Thema angemeldet, mal sehen wann ich da in Görslow in die Akten sehen darf.

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09.06.2016 16:58von ( gelöscht )
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Vielleicht kannst Du noch an das Buch von dem Zollbeamten im Harz Rudolf Zietz : " Erlebnisse an der Grenze im Harz kommen, dort sind einige Begegnungen wiedergegeben, Grüsse aus Aachen, Burkhard.

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17.11.2018 17:26von Westfale63
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Hallo @Ratze , ich lese die Beiträge von damaligen BGS- und Zollbeamten mit großem Interesse, Dir und Deinen Kollegen zunächst besten Dank dafür.
Nachfragen zu diesem Wallis: Wie wurde er enttarnt? Kannst Du etwas zum Urteil sagen? Und falls Gefängnisstrafe, wie lange er tatsächlich eingesessen hat? Seine Redakteurstätigkeit bei seiner seinerzeitigen Zeitung war mit seiner Enttarnung wohl auf jeden Fall vorbei, nehme ich an.

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17.11.2018 17:44von Ratze
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Dazu kann ich nur wenig beitragen. Als er , ich meine 92 enttarnt wurde, war ich schon auf dem Flughafen in FRA.
Der Prozess lief "ohne meine Beteiligung", also kein Zeuge, ein Kollege hat jeden Prozesstag verfolgt und natürlich auch die Führung des BGS hier oben. Ich meine er hat 3 Jahre bekommen, aber sicher nicht alles abgesessen.
Seinen Job war er los. Er hat dann ausserhalb von Ratzeburg gearbeitet. Ich habe ihn dann an und zu gesehen aber ignoriert. Er hat mich halt benutzt und deshalb war er Luft für mich.

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17.11.2018 19:57von Hanum83
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Auf Fotoposten mit Stabsfähnrich "Lippe" feindwärts, haben wir, also er und ich , uns einmal in ein Gebüsch mit einer BGS-Streife verkrümelt zum Tauschrauchen HB-f6.
Lippe kannte aber den Streifenführer schon 20 Jahre.
Sie blieben aber am Bach drüben und wir hüben, die Kippen wurden über den Bach gereicht und Smalltalk natürlich auch.
Als einfacher Soldat, wenn auch schon Gefreiter, fand ich das gut, aber mir war auch etwas mulmig, vertraute da dem sehr erfahrenen Mann der schon bei der GP gedient hatte als an mich noch gar nicht zu denken war und mit dem ich schon paar mal zusammen durch den Zaun geschlüpft bin.

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