Verhältnis BGS und Grenzsoldaten

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26.08.2009 00:50von ( gelöscht )
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Verhältnis BGS und Grenzsoldaten

Hallo alle

Waren sich die BGS und die Grenzsoldaten spinnefeind?

Nach der Grenze konnte ja die Grenzsoldaten und BGS sich ja die Hand schütteln.

Gab es mal Versuche oder Gegebenheiten wo sich die vom BGS und die Grenzsoldaten so nah waren das sie sich die Hand schüttelten zum Grüßen?

Oder das sie miteinander redeten?

Schöne Grüße

Johannes

17.11.2010 01:21von S51
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Zitat Eisenringtheo:
"Gibt nur wenig Bilder, wo Grenzer miteinander reden, wie mir scheint:"

Es gab ja auch nur wenige Dinge, die für Dienstort, Dienstgrad und Dienststellung so gefährlich waren wie Bilder, auf denen zu sehen war, wie Grenzer miteinander reden. Damit wären "Kontaktaufnahmen" nachweisbar gewesen. "Ungesetzliche Kontaktaufnahmen" aber konnten als versuchte Spionage oder auch allgemein als Straftat verfolgt werden.
Nach unserer Überzeugung hätte es auch nichts gebracht, wenn diese Bilder nur auf Westseite entstanden. Denn einmal waren wir überzeugt, dass nahezu jedes Bild der Westseite irgendwann unserer Aufklärung unter die Finger geriete und andererseits hätten die Unvorsichtigkeit und der Drang nach spektakulären Bildern es leicht gemacht, notwendige Beweise zu sammeln.
Wenn Fotoapparate in der Nähe waren, man damit rechnen musste, hat man sich also äußerst vorgesehen.
Und dann sollte auch nicht der Eindruck entstehen, ansonsten wäre "Polen offen gewesen". Es gab in aller Regel eben durchaus eine gewisse Distanz zwischen uns. Daran haben haben "gemeinsame" Einsätze wie zum Beispiel anläßlich des Baues der Barierren 1984/85 durch den BGS, Kontrollen der Grenzmarkierungen oder gar die Grenzkommission nur zeitweise etwas geändert.
Praktisch herrschte durchaus durchgehend Sendepause. Ja.
Wenn Absprachen notwendig waren, hat man gewissermaßen in der dritten Person aneinander vorbeigeredet. So mit dem Posten bzw. dem Kollegen gesprochen, dass sowohl er wie auch der zuhörende BGS-Mann wußten, wer und was gemeint ist aber niemand etwas nachweisen konnte.

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S51
08.02.2014 19:26von ( gelöscht )
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Hallo!
In Berlin war es weniger der BGS,sondern die Polizei,die auf den Beobachtungstürmen sassen. Mit der Zeit kannte man sich und man grüßte sich.
Gespräche gab es auch,es kam aber immer auf den zweiten Mann an.Manchmal flog auch eine Zigarettenschachtel über die Mauer,leider landete sie meistens zwischen den Zäunen.Für uns nicht zu erreichen.

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09.02.2014 18:14von Freienhagener
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Wer war nicht neugierig und an Gesprächen interessiert?

Aber es war verboten und man hat es kaum gewagt, Kontakt aufzunehmen. Das hätte als Vorbereitung zur Fahnenflucht ausgelegt werden können.

Nur deswegen habe ich es nicht getan. Das wehrpflichtige Dienen der DDR spielte dabei bei mir keine rolle Rolle.

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09.02.2014 20:03von Linna
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War 1970- bis 71 am Draht in der GK Eishausen. Ein alter Stabsfeldwebel erzählte uns von seiner Vergangenheit
bei der Grenzpolizei. Oft haben sie mit Angehörigen der Bayrischen Grenzpolizei Skat gespielt und sich bei Kontrollen
durch Amis/Russen gegenseitig versteckt, es gab keinerlei Feindgefühle.

09.02.2014 20:53von DoreHolm
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Zitat von Linna im Beitrag #34
War 1970- bis 71 am Draht in der GK Eishausen. Ein alter Stabsfeldwebel erzählte uns von seiner Vergangenheit
bei der Grenzpolizei. Oft haben sie mit Angehörigen der Bayrischen Grenzpolizei Skat gespielt und sich bei Kontrollen
durch Amis/Russen gegenseitig versteckt, es gab keinerlei Feindgefühle.


Ja, unser Spieß (1967 schon 18 Jahre dabei) soll angeblich noch 20,-Mark Skatschulden bei einem Westberliner Zöllner haben.

09.02.2014 21:11von ( gelöscht )
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Zu meiner Zeit 1970, war ich im GR und hatte da wenig" Feind Berührung", aber die Zivilangestellten die meisten davon waren früher bei der KVP(Grenze). Die erzählten, das zu ihrer Zeit es üblich war mal kurz rüber zu machen und etwas als Beweiß mit zu bringen. Da kamen schon mal einer, es wurde ja auch mit dem Feind getrunken,mit der falschen Waffe oder Kopfbedeckung zurück! Aber auch später gab es schon einige Sachen z.B. die Doko mit dabei gewesenen Personen ( Skat unterm Stacheldraht). Nur mal googeln!
Grüsse Steffen52

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09.02.2014 23:09von ( gelöscht )
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Nach Erzählungen der Alten,haben sie damals Zettel rüber gereicht,darauf stand,was sie brauchten.

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24.11.2014 09:34von IM Kressin
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Während meiner Dienstzeit an der DDR-Grenze war ich häufig zugegen bei Grabenreinigungsarbeiten der Boize in meinem Grenzabschnitt.

Das Verhalten der Angehörigen der Grenztruppe gab nie Anlaß für Beschwerden, bis auf die Tatsache, daß ein Gruß nur vom eingesetzten Arbeitskommando erwidert wurde, indessen nie von der Grenztruppe.

Ich bin davon ausgegangen, daß auf Grund der Vielzahl der eingesetzten Kräfte dies wegen anzunehmender Observation nicht möglich bzw. erwünscht war.

Nicht die geringste Andeutung eines Grußes von GT-Angehörigen, die feindwärts im Einsatz waren. Bei Streifentätigkeit auf dem KW erfolgte ab und an ein Winken.

Wenige Tage nach der Öffnung der GÜSt Zarrentin II bei Marienstedt, verrichtete ich mit dem Kollegen, mit dem ich auch schon die Grenzöffnung bei Mustin erleben durfte, gemeinsam Nachtdienst VM (Vor Mitternacht).

Die GÜSt Z. II war nur Tagsüber geöffnet, wir fuhren im Rahmen des Streifendienstes an den Schlagbaum Sophiental und
kamen dort mit einem Lt. der GT, einem Postenführer sowie einem weiteren Soldaten ins Gespräch über Ausrüstung, Fahrzeuge der Grenztruppe usw. .

Mein Kollege äußerte völlig unbefangen den Wunsch, einmal mit einem Trabant, den er nur aus der Ferne kannte, mitzufahren.
Zu meiner Überraschung ging der Lt. darauf ein und bat darum, ebenfalls mit dem Zollbus fahren zu dürfen.

Nun stand ich in Zugzwang.
Mittlerweile war es nach 22.00 Uhr und ich beorderte die NM- (Nach Mitternacht) Streife an den Schlagbaum Sophiental, ohne jedoch den Grund zu benennen.
Wir setzten unser Vorhaben in die Tat um und tauschten die Besatzungen.
Mein Kollege und ich, ausgerüstet mit MP5 und Funkgerät, gingen mit dem Postenführer und einem weiteren Soldaten ostwärts und bestiegen den auf dem Kolonnenweg abgestellten Grenztrabant.

Der Leutnant setzte sich an das Steuer unseres VW-Busses, lobte „die weiche Schaltung“ und fuhr mit unserer Streife in westliche Richtung.

Mit dem Trabant fuhren wir auf dem Kolonnenweg bis in Höhe des Zecherer Weges. Zu meinem Erstaunen war der Kolonnenweg recht holprig, der Trabant, robust, steckte dies jedoch sehr gut weg.

Gern wäre ich bis Marienstedt gefahren, der Postenführer lehnte dies ab, weil, wie er schilderte, zu diesem Zeitpunkt der „Polit“ sich dort aufhielte.
Die Wende hätte dieser Mann noch nicht verarbeitet.

Für einen kurzen Augenblick wurde mir erstmals bewußt, wie skuril unsere Lage war.
Die Zeit verging im Flug, nach ca. einer Stunde oder wenig länger, trafen wir wieder dort zusammen, wo wir uns aufteilten.
Wir trafen nicht wieder zusammen, die PKE übernahm zu einem späteren Zeitpunkt die Abfertigung.

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24.11.2014 11:25von furry
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Eine Frage an die Grenzschützer und Zöllner West. Mehrfach wurde hier schon geschrieben, dass die Erwiderung eines Grußes oder ein kurzer Wortwechsel durch die Grenzer Ost, bei Schichtende in der Grenzkompanie bekannt war bzw. von westwärts gemachte Fotos vorgelegen haben.
Auf welchem Weg konnten diese Infos kurzfristig in die Grenzkompanie gelangen?

24.11.2014 11:31von ( gelöscht )
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Zitat von furry im Beitrag #39
Eine Frage an die Grenzschützer und Zöllner West. Mehrfach wurde hier schon geschrieben, dass die Erwiderung eines Grußes oder ein kurzer Wortwechsel durch die Grenzer Ost, bei Schichtende in der Grenzkompanie bekannt war bzw. von westwärts gemachte Fotos vorgelegen haben.
Auf welchem Weg konnten diese Infos kurzfristig in die Grenzkompanie gelangen?


Habs schon mal geschrieben, im KC Zimmer hat mir der mal ein Bild unter die Nase gehalten wo ich bei einer sehr legeren Dienstdurchführung an einem heißen Sommertag aus der Luft geknipst wurde, eine Mi war aber an dem Tag nicht unterwegs, nur eine Stahluette und wir dachten von der geht nun keine Gefahr aus, haben sogar noch diesen gemacht, da brannte ganz schön die Luft.
Irgendwie gab es da schon heiße Drähte.

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24.11.2014 11:52von ( gelöscht )
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@grenzwolf: Oma Mielke sah alles!

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24.11.2014 11:56von Rostocker
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Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #41
@grenzwolf: Oma Mielke sah alles!


Was hat das nun mit Oma Mielke zu tun--sind die nun auch schon mit der Aluette den Kanten abgeflogen

24.11.2014 12:02von ( gelöscht )
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Zitat von Rostocker im Beitrag #42
Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #41
@grenzwolf: Oma Mielke sah alles!


Was hat das nun mit Oma Mielke zu tun--sind die nun auch schon mit der Aluette den Kanten abgeflogen



Die hing bestimmt mit ner Puva-Start unten dran

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24.11.2014 12:06von furry
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Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #41
@grenzwolf: Oma Mielke sah alles!


@AkkuGK1 , die Frage war an die Grenzer der anderen Seite gerichtet.
Wenn Du natürlich meinst, Dein Wissen nach 25 Jahren noch unter Verschluss zu halten, musst Du ja ein ganz Geheimer gewesen sein.

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24.11.2014 12:44von IM Kressin
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Die undichte Stelle in meinem Bereich war „IM Wallis“.

Der Mann war als Redakteur der „Lübecker Nachrichten“ verantwortlich für die Behörden sowie Angelegenheiten der DDR Grenze.

Er war ein gern gesehener Gast beim BGS und ein Freund meines damaligen ZKom.

Wir begegneten ihm oft während der Grenzstreife, seine Kamera gehörte selbstredend zur Ausrüstung.
Er knipste was das Zeug hielt, zwei Fotoberichte über Minensprengungen aus meiner Galerie verdanken wir ihm.

Erwartungsgemäß gehe ich davon aus, daß eine größere Anzahl diese Schnappschüsse über tote Briefkästen den direkten Weg nach Osten gefunden hat.

Mein ehemaliger Chef stolperte in seiner Stasi-Akte über Berichte des IM mit einem Wissensstand in einem persönlichen Bereich, der nur seinem Freund bekannt war.

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