wer kannte meinen Vater?

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16.01.2015 21:23
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#1
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Hallo. Wer kannte meinen Vater Claus Lippmann, der leider schon 2005 verstorben ist? Er diente 1970-1972 in-bei Hirschberg, erkennt ihn jemand auf den Fotos oder sich selbst auf den Gruppenbildern? Wenn ja würde mich das sehr freuen. Wie war es damals dort, wie war er so? Er hatte Glück zu seiner Zeit - ist unbeschadet und ohne Fluchten durch seinen Grundwehrdienst gekommen. Viele Grüße Calligraph
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10.02.2019 11:37
avatar  mibau83
#2
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ich habe in deiner vorstellung gelesen das dein vater leute in den intershop begleiten mußte.

war er eventuell nicht auf der normalen gk in hirschberg, sondern auf der sik in göritz?


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10.02.2019 18:57
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#3
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Ich weiß es nicht ganz genau. Es war ganz in der Nähe der Autobahn, wir waren mal 1996 vor Ort und haben die ehemalige Kaserne angeschaut und ein Stück des ehemaligen Postenweges. Es war hochinteressant aber die ist so lange her und die genaue Örtlichkeit weiß ich nicht mehr. Er konnte nie verstehen das er dort dienen musste da er Westverwandschaft hatte. Es hatte ihn immer gewundert.


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10.02.2019 20:49
avatar  mibau83
#4
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ich glaube dein vater war auf der sicherungskompanie der grenzübergangsstelle hirschberg.
das ehem. unterkunftsgebäude der sik befindet sich unmittelbar oberhalb, westlich der a9, am südlichen ortsausgang von göritz in richtung sparnberg.

die normale grenzkompanie hirschberg lag am nordöstlichen rand von hirschberg, an der plauenschen str.in richtung dobareuth. sie ist heute ein umgebautes wohnhaus und schon ein ganzes stück östlich der a9.


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10.02.2019 21:05
#5
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Gebäude der Sicherungseinheit GÜSt Autobahn Hirschberg
Google Earth
50°25'33.95"N
11°47'13.84"E

Baubeginn 1967


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11.02.2019 00:16
avatar  andyman
#6
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Hallo @Calligraph
Merkwürdig ist,das im WDA nur die Zeit in Freiberg und nur 1 Monat eingetragen ist.
Lgandyman


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11.02.2019 00:32 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2019 00:41)
avatar  Hanum83
#7
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Ich bin 7 Jahre hier und habe bisher nur einen gefunden der zu der Zeit mit mir in Hanum war und das auch nur relativ kurz als Praktikant Fähnrichschüler.
Die Chancen für so ein Erkennen stehen wohl leider relativ schlecht.
Und ihr alten Kämpfer, der Dienstort mit Postfach steht im WDA in der Regel etwas weiter hinten als vorne wo er ausgestellt wurde.


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11.02.2019 07:25
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#8
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Danke an #Thunderhorse - dank der Koordinaten erkenne ich es wieder, da war ich 1996 mit meinem Vater. Er hat mir das Gebäude gezeigt und wir sind bergab zur Autobahn gelaufen. Er hat mir gezeigt wo der Postenweg verlief, wo Grenzmeldenetzstellen so ungefähr lagen, das es noch Holzbeobachtungstürme gab und wie er die Autonummern aufschreiben musste, wenn gegenüber am Ostlandblick die Busse mit den Touristen ankamen. Jetzt kommt es drauf an, wer 1970-72 dort auch war und ob sich jemand erinnern kann an meinen Vater, ihn vielleicht kannte? Auch wenn die Chancen schlecht stehen, aber möglich ist ja manchmal was.


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11.02.2019 08:35
avatar  sentry
#9
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Hey @Calligraph,

während Du darauf wartest, näheres über Deinen Vater herauszufinden, wofür ich Dir viel Erfolg wünsche, könntest Du ja vielleicht einmal ein zwei Sätze zu folgendem Zitat aus Deiner Vorstellung sagen:

Zitat von Calligraph im Beitrag Calligraph aus Sachsen
Er erzählte auch oft, das er Leute in den Intershop an der Raststätte begleiten musste...


Weißt Du Näheres darüber, also z.B. was das für Leute waren, die er da begleitet hat, von wo nach wo er die begleitet hat und wie es überhaupt dazu kam, dass sie Begleitung benötigten?

Hintergrund meiner Frage ist, dass zu meiner Zeit in den späten 80ern an der GÜSt Marienborn Grenzsoldaten das Kontrollterritorium der GÜSt gar nicht betreten durften und schon gar nicht in Kontakt mit Reisenden kamen. Da nun die Intershops innerhalb des Kontrollterritoriums lagen, wäre so eine Aufgabe bei uns unter gar keinen Umständen möglich gewesen.
Abgesehen davon fällt mir auch gar kein Grund ein, warum die Reisenden(?) für den Besuch des Intershops die Begleitung eines vermutlich sogar bewaffneten Grenzers benötigt hätten. Oder lag der Intershop bei Deinem Vater außerhalb und die Reisenden durften vor/während/nach der Kontrolle die GÜSt zeitweise zum Shopping (in bewaffneter Begleitung) verlassen? Ist Dein Vater mit hineingegangen in den Intershop oder hat er draußen auf seine Schutzbefohlenen gewartet?

Nicht missverstehen: Ich zweifele Deine Schilderung nicht an. Sie hinterlässt mich als ollen GÜSt-SiK-Soldaten nur etwas ratlos.
Kannst Du das ein bisschen erhellen?


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11.02.2019 09:07
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#10
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( gelöscht )

Ja #sentry, das ist schwierig warum und wieso das so war. Vielleicht wissen andere im Forum etwas darüber. Er hat es nur oft mal erzählt, er ist wohl direkt an der Güst (soweit ich mich erinnere) mit als Begleitung der Westdeutschen in den Intershop, die dort einkaufen gingen. Damals mussten die wohl begleitet werden zu der Zeit ???? Er sagte auch, dass ihn einmal ein netter Westdeutscher ein Päckchen Zigaretten zusteckte und er sehr ins schwitzen kam, weil das verboten war etwas anzunehmen, er hat sie aber doch irgendwie heim geschmuggelt. Mein Vater war kein Raucher, so hat er seinem Vater einen Freude machen können.
Er sagte auch, dass es damals für ihn "nach seiner Einschätzung" wohl möglich gewesen wäre, an dieser Stelle loszurennen und er durch den Reiseverkehr vermutlich auf die andere Seite gekommen wäre ohne das hätte jemand schießen können. Das sind so Sätze die hängen geblieben sind, leider kann ich ihn nicht mehr fragen. Man weiß auch nicht, ob er sich das nur so dachte in seinem Kopf mit seinem Wissen als Grundwehrdienstleistender an der Grenze - oder ob das dort wirklich so möglich gewesen wäre.


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11.02.2019 09:26
avatar  sentry
#11
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Eine Grenzübergangsstelle hatte natürlich für einen Fluchtwilligen vordergründig einen entscheidenden Vorteil: Hier war ein riesengroßes Loch im Zaun.
Allerdings war das natürlich auch den Grenzern bewusst.
In Marienborn lag zwischen dem Kontrollterritorium (wo auch der Intershop war) und der tatsächlichen Grenzlinie noch der ca. 1 km lange Grenzstreckenabschnitt. Und der war natürlich (um das Loch im Zaun zu kompensieren) mit einer Menge Posten gespickt. In Marienborn waren auf diesem Abschnitt ständig 10 Grenzer im Einsatz. Die Chancen, da ungesehen durchzukommen, waren eher gering. Wir haben ständig den Reiseverkehr beobachtet, u.a auch ob Personen aussteigen und sich zu Fuß auf der Autobahn bewegen. An Unregelmäßigkeiten wäre uns da nicht viel entgangen. Selbst bei sehr lockerer Dienstauffassung war das Beobachten nach einiger Zeit dermaßen routiniert, dass man auch "nebenbei" praktisch alles gesehen hat.
Ich glaube auch nicht, dass die Posten in so einem Fall groß Rücksicht auf den Reiseverkehr genommen hätten. Der Grenzverkehr wäre durch Alarmauslösung und Schließen von -zig Schranken und Sperren gestoppt worden, die Postendichte durch den Einsatz der Alarmgruppe nochmal deutlich erhöht, so dass Du da zwischen den Mauern links und rechts der Autobahn ohne viel Deckung nicht viel Chancen gehabt hättest.

Ich habe natürlich keine Ahnung, wie das 15 Jahre früher und an ganz anderer Stelle da bei deinem Daddy an der A9 ausgesehen hat. Nicht auszuschließen, dass es da Möglichkeiten gegeben hätte.


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11.02.2019 09:49 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2019 09:53)
#12
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Zitat von sentry im Beitrag #11
Und der war natürlich (um das Loch im Zaun zu kompensieren) mit einer Menge Posten gespickt. In Marienborn waren auf diesem Abschnitt ständig 10 Grenzer im Einsatz. Die Chancen, da ungesehen durchzukommen, waren eher gering. Wir haben ständig den Reiseverkehr beobachtet,
u.a auch ob Personen aussteigen und sich zu Fuß auf der Autobahn bewegen.

Das konnte dann tödlich enden.
https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-...nito/index.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Benito_Corghi


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11.02.2019 12:25
avatar  andyman
#13
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #7

Und ihr alten Kämpfer, der Dienstort mit Postfach steht im WDA in der Regel etwas weiter hinten als vorne wo er ausgestellt wurde.


Die jeweiligen Dienstorte sind auf Seite 13 in Reihenfolge vermerkt,da hast du recht.Hier gibt es aber Auffälligkeiten
-Gültigkeit als Dienstausweis nur einen Monat zum Ende der Dienstzeit ?
-Austellungsort wurde bereits zur 1.Musterung auf Seite 1 eingetragen(muß also vor 1970 gewesen sein)
-die im Bild gezeigte Seite 8 wurde normalerweise bei Einberufung herausgetrennt (siehe auch hier Mal ne Frage... (4)

Hier sind noch offene Fragen die @Calligraph vielleicht auch nicht beantworten kann,aber die bisher bekannten Info's passen nicht so gut zusammen.
Lgandyman


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11.02.2019 12:26
#14
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@sentry

In Marienborn lag zwischen dem Kontrollterritorium (wo auch der Intershop war) und der tatsächlichen Grenzlinie

Nur zur Richtigstellung. Auf der Güst Marienborn/Autobahn ( neue Anlage ab 1974 ) gab es keinen Intershop. Der nächste Intershop auf der A 2 war der "Rasthof Börde" bei Irxleben.


passport


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11.02.2019 13:00
avatar  sentry
#15
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Ah ok.
Ich nahm an, das Gebäude, das in dem Video
https://youtu.be/YUCBOtZ8hB8
bei ca. 2:00 in Fahrtrichtung links auftaucht, hätte vielleicht auch einen Intershop gehabt.
War das nur Sparkasse?
Dann nehme ich Intershop zurück und ersetze es durch Sparkasse
Danke für den Hinweis.


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