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#21

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 03.09.2016 08:38
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #15

[...]
..Das Verfahren ist geeignet, aus erzieherischen Gründen gegen Smolka die Todesstrafe zu verhängen.
Der juristische Fachbegriff für diese Absicht ist "Generalprävention"
http://www.rechtslexikon.net/d/generalpr...praevention.htm
Theo


Könnte man auch volkstümlich mit "Exempel statuieren" beschreiben. Das ist doch schon pervers, dass man solche diktatorischen Maßnahmen hinter nichtssagenden juristischen Begriffen versteckt, oder?

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #20


[...]

Jedes Strafrecht beinhaltet die Generalprävention, auch das heutige.


Verstehe ich das richtig? Die Obrigkeit kann also auch heute noch mit den Strafmaßen völlig überziehen, wenn ihr das opportun erscheint?

Gruß Kalubke



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.09.2016 08:47 | nach oben springen

#22

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 03.09.2016 09:00
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Völlig überziehen vielleicht schon nicht. Generalpräventive Erwägungen sollen nur in seltenen Ausnahmefällen Einzug in das Strafmaß finden können

Die positive oder integrative Generalprävention zielt darauf ab, das Vertrauen der Bevölkerung in die Rechtsordnung zu stärken. Die Verhaltenskonformität innerhalb der Gesellschaft soll mittels Konformitätsdruck stabilisiert werden. Positive Generalprävention ist somit die direkte Anwendung der Sozialisationstheorien (z.B. Lerntheorie), die erklären, wie gesellschaftliche Nomen verinnerlicht werden und hierdurch Normvertrauen, Normanerkennung und Rechtstreue hervorgerufen werden. Im diesem Sinne wird davon ausgegangen, dass über eine Stärkung des Systemvertrauens, dem Vertrauen in die Rechtsordnung, das System Rechtsordnung selbst gestärkt wird und so Straftaten, aber auch Lynchjustiz verhindert wird.
Die negative Generalprävention setzt auf den Abschreckungseffekt von Strafe und Strafverfolgung. Sie geht davon aus, dass Strafen und Strafandrohung kriminalitätsmindernd wirken, kann aber aufgrund der komplexen psychologischen Zusammenhänge nicht ohne Überschneidungen von der positiven Generalprävention getrennt werden. Nach dieser vor allem auf Paul Johann Anselm von Feuerbach (1775 - 1833) zurückgehenden Theorie sollen potentielle Straftäter durch einen von der Strafandrohung ausgehenden "psychologischen Zwang" davon abgehalten werden.
Heute weist die Rechtsprechung viel häufiger darauf hin, dass generalpräventive Erwägungen nur in seltenen Ausnahmefällen Einzug in das Strafmaß finden können und dass der Schutz der Allgemeinheit durch Abschreckung anderer möglicher Rechtsbrecher eine schwerere Strafe als die sonst angemessene nur rechtfertigt, wenn eine gemeinschaftsgefährdende Zunahme solcher oder ähnlicher Straftaten festgestellt wurde (BGH, Beschluss vom 08.05.2007, Az. 4 StR 173/07; BGH StraFo 2005, 515).

http://www.krimlex.de/artikel.php?BUCHSTABE=&KL_ID=74
Theo


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zuletzt bearbeitet 03.09.2016 09:01 | nach oben springen

#23

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 03.09.2016 10:16
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #22

[...]
Die Verhaltenskonformität innerhalb der Gesellschaft soll mittels Konformitätsdruck stabilisiert werden. Positive Generalprävention ist somit die direkte Anwendung der Sozialisationstheorien (z.B. Lerntheorie), die erklären, wie gesellschaftliche Nomen verinnerlicht werden und hierdurch Normvertrauen, Normanerkennung und Rechtstreue hervorgerufen werden. Im diesem Sinne wird davon ausgegangen, dass über eine Stärkung des Systemvertrauens, dem Vertrauen in die Rechtsordnung, das System Rechtsordnung selbst gestärkt wird und so Straftaten, aber auch Lynchjustiz verhindert wird[/i].
Die negative Generalprävention setzt auf den Abschreckungseffekt von Strafe und Strafverfolgung. Sie geht davon aus, dass Strafen und Strafandrohung kriminalitätsmindernd wirken, kann aber aufgrund der komplexen psychologischen Zusammenhänge nicht ohne Überschneidungen von der positiven Generalprävention getrennt werden. Nach dieser vor allem auf Paul Johann Anselm von Feuerbach (1775 - 1833) zurückgehenden Theorie sollen potentielle Straftäter durch einen von der Strafandrohung ausgehenden "psychologischen Zwang" davon abgehalten werden.
Heute weist die Rechtsprechung viel häufiger darauf hin, dass generalpräventive Erwägungen nur in seltenen Ausnahmefällen Einzug in das Strafmaß finden können und dass der Schutz der Allgemeinheit durch Abschreckung anderer möglicher Rechtsbrecher eine schwerere Strafe als die sonst angemessene nur rechtfertigt, wenn eine gemeinschaftsgefährdende Zunahme solcher oder ähnlicher Straftaten festgestellt wurde (BGH, Beschluss vom 08.05.2007, Az. 4 StR 173/07; BGH StraFo 2005, 515).

http://www.krimlex.de/artikel.php?BUCHSTABE=&KL_ID=74
Theo


Das sind recht pikante Thesen:

Konformitätsdruck......nichts anderes hat doch eigentlich die SED gemacht, um ihre Schäfchen im Land zu behalten.

Systemvertrauen........ist doch nur zu erhalten, wenn das System in der Lage ist der Allgemeinheit ein erträgliches Dasein sicherzustellen. Systemvertrauen autoritär durch Generalprävention anzustreben heißt doch platt ausgedrückt nichts anderes als: "Lerne leiden ohne zu klagen."

Und...es besteht die Gefahr, dass Generalprävention gegen politische Kräfte missbraucht werden kann, die der gesellschaftlichen Entwicklung förderlich sind, weil sie Bestehendes zugunsten des Fortschritts in Frage stellen.


Gruß Kalubke



eisenringtheo und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.09.2016 10:18 | nach oben springen

#24

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 03.09.2016 16:46
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Dieser arme Mann hatte dann wohl einfach das Pech das gerade mal ein Exempel statuiert werden musste?
Irgendwie schlecht das gerade ein Familienvater dazu herhalten musste, ein paar juristische Einlassungen lesen sich als wenn es vertretbar gewesen wäre, dieses Exempel.


Zeit- u. nicht Internetzeuge GK Hanum 1983/84
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 03.09.2016 22:48
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Zitat von Gert im Beitrag #16
Zitat von SET800 im Beitrag #12

Zitat:
Der ZK-Sekretär Honecker sowie Justizministerin Benjamin stimmten dem später ebenfalls zu. Dementsprechend wurde Smolka am 5. Mai 1960 vom Bezirksgericht Erfurt zum Tode verurteilt.


Hilde Benjamin und Konsorten hatten gute Vorlagen bei der Durchführung von Parteijustiz und Rechtsbeugung.


Hallo,
war meinerseits nur die Klarstellung daß nich die Staatsicherheit allein, intern zum Tode verurteilen konnte, keine Exempel statuieren konnte.

Eben daß dieses Urteil über die Schreibstische des Politbüros und der Minister ging, nichtmehr, nicht weniger.



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#26

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 04.09.2016 08:08
von Georg | 1.146 Beiträge
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Vergleichen kann man alles und jeden....nur gleichsetzen ? Ist halt Propaganda........schlechte ohnehin. Gemeinsam haben der Freisler und die Benjamin eines: Sie wurden und werden von den Siegern verurteilt, die von ihren eigenen Verbrechen ablenken.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#27

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 04.09.2016 11:45
von eisenringtheo | 9.958 Beiträge | 2712 Punkte
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Zitat von SET800 im Beitrag #25
(...)

Hallo,
war meinerseits nur die Klarstellung daß nich die Staatsicherheit allein, intern zum Tode verurteilen konnte, keine Exempel statuieren konnte.

Eben daß dieses Urteil über die Schreibstische des Politbüros und der Minister ging, nichtmehr, nicht weniger.





Die Staatssicherheit war in der Angelegenheit federführend. Den beteiligten Justizorganen war von Anfang klar, wie der Prozess enden sollte. Dass Politbüro und einzelne Minister vom Urteil im Wortlaut Kenntnis nahmen, sollte nur sicherstellen, dass nichts Unerwartetes geschehen konnte. Erstaunlich, dass man beim Mfs die alten Fomulare aufbrauchte , obschon man mittlerweilen wieder ein Ministerium war.
Theo

Angefügte Bilder:
Staatssekretariat.jpg

Lutze und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 04.09.2016 12:21
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Das wird sicherlich auch der Hauptgrund dafür gewesen sein, dass die Schriftstücke zur Geheimen Verschlußsache erklärt wurden.



Gruß Kalubke



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#29

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 14.05.2017 20:34
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Am 12.05.2017 wurde bei Titschendorf/Thüringen ein Gedenkstein zur Erinnerung an Manfred Smolka aufgestellt.



Thinking is the hardest work there is, which is probably the reason why so few engage in it.
Henry Ford


Fred.S., Niederlausitzer und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.05.2017 20:40 | nach oben springen

#30

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 14.05.2017 20:48
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unglaublich, nur 30 Jahre alt ist der Mann geworden und wegen einer Nichtigkeit und seiner Blauäugigkeit einen solch beschi... Auftrag der Amis zu übernehmen musste er sein Leben lassen. Es war ein unglaubliche Zeit, ich habe sie ( die Zeit)als Heranwachsender(1960) erlebt und nicht vergessen.


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#31

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 01:03
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Ja, das ist bedrückend, dass das Leben von jungen Leuten aus einer politischen Laune der Mächigen heraus, so kaltherzig geopfert wurde. Man kann nur hoffen, dass sich so etwas in einer Demokratie nie wiederholen wird.

Gruß Kalubke



Gert, IM Kressin, der Anderdenkende, Rostocker und lhsecurity haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.05.2017 01:08 | nach oben springen

#32

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 07:25
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20 Stasimänner haben Ihn erwartet Glückwunsch nochmal an den Mielke "Betrieb".



IM Kressin und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 10:17
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Ja Kalubke, da kann ich Dir nur zustimmen. Es war keine Ruhmestat der DDR-Justiz und ich verurteile grundsätzlich jedes Todesurteil.
Allerdings, was die Sache nicht besser machen soll, verurteilten zu dieser Zeit auch Demokratien Spione zum Tode. Und selbst ledigliche Mitwisser, wie Ethel Rosenberg, wurden staatlicherseits getötet. Vielleicht muss das Urteil gegen Smolka auch vor diesem Hintergrund in der damaligen Zeitschiene betrachtet werden.
Es ist gut, dass sich die Denkweise bei uns dahingehend weiterentwickelt hat und solche Urteile für immer der Vergangenheit angehören mögen.



Wahlhausener, Rostocker, Damals87, Kalubke und exgakl haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.05.2017 10:18 | nach oben springen

#34

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 19:38
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Ja die Rosenbergs wurden wegen Atomspionage in den USA hingerichtet. Der KGB-Residemt "Emil Goldfuß" alias Rudolf Abel, in dessen Spionagering die beiden gearbeitet hatten, war später nach seiner Enttarnung in der wesentlich glücklicheren Lage, gegen Powers ausgetauscht zu werden. Die SU und die USA haben wohl recht früh begriffen, dass zu drakonische Strafen entsprechende Antworten des politischen Gegners nach sich gezogen hätten. Also wurden die enttarnten Agenten lieber ausgetauscht.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 15.05.2017 22:31 | nach oben springen

#35

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 20:54
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Zitat von Merkur im Beitrag #33
Ja Kalubke, da kann ich Dir nur zustimmen. Es war keine Ruhmestat der DDR-Justiz und ich verurteile grundsätzlich jedes Todesurteil.
Allerdings, was die Sache nicht besser machen soll, verurteilten zu dieser Zeit auch Demokratien Spione zum Tode. Und selbst ledigliche Mitwisser, wie Ethel Rosenberg, wurden staatlicherseits getötet. Vielleicht muss das Urteil gegen Smolka auch vor diesem Hintergrund in der damaligen Zeitschiene betrachtet werden.
Es ist gut, dass sich die Denkweise bei uns dahingehend weiterentwickelt hat und solche Urteile für immer der Vergangenheit angehören mögen.


Für einen deutschen Staat wäre es aber definitiv besser gewesen die Fallbeile von vor 45 auf den Müll zu werfen.
Wäre auch dem "Demokratisch" im Namenszusatz gut zu Gesicht gestanden, auf jeden Fall wäre es menschlicher gewesen nach den Erfahrungen vorher.
Die Ulbricht-Truppe, Abgesandte Stalins, durfte aber nicht anders, leider.


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zuletzt bearbeitet 15.05.2017 21:00 | nach oben springen

#36

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 21:02
von Gert | 13.655 Beiträge | 4783 Punkte
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Zitat von Merkur im Beitrag #33
Ja Kalubke, da kann ich Dir nur zustimmen. Es war keine Ruhmestat der DDR-Justiz und ich verurteile grundsätzlich jedes Todesurteil.
Allerdings, was die Sache nicht besser machen soll, verurteilten zu dieser Zeit auch Demokratien Spione zum Tode. Und selbst ledigliche Mitwisser, wie Ethel Rosenberg, wurden staatlicherseits getötet. Vielleicht muss das Urteil gegen Smolka auch vor diesem Hintergrund in der damaligen Zeitschiene betrachtet werden.
Es ist gut, dass sich die Denkweise bei uns dahingehend weiterentwickelt hat und solche Urteile für immer der Vergangenheit angehören mögen.

@Merkur auh weia, das tut weh , die Verräter der Atomgeheimnisse gleichsetzen mit dem " Spion" der eine Gasmaske besorgen sollte.


.🇩🇪
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#37

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 21:11
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Wieso gibt es böse und gute Spione?



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#38

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 21:22
von Mike59 | 8.625 Beiträge | 2273 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #36
Zitat von Merkur im Beitrag #33
Ja Kalubke, da kann ich Dir nur zustimmen. Es war keine Ruhmestat der DDR-Justiz und ich verurteile grundsätzlich jedes Todesurteil.
Allerdings, was die Sache nicht besser machen soll, verurteilten zu dieser Zeit auch Demokratien Spione zum Tode. Und selbst ledigliche Mitwisser, wie Ethel Rosenberg, wurden staatlicherseits getötet. Vielleicht muss das Urteil gegen Smolka auch vor diesem Hintergrund in der damaligen Zeitschiene betrachtet werden.
Es ist gut, dass sich die Denkweise bei uns dahingehend weiterentwickelt hat und solche Urteile für immer der Vergangenheit angehören mögen.

@Merkur auh weia, das tut weh , die Verräter der Atomgeheimnisse gleichsetzen mit dem " Spion" der eine Gasmaske besorgen sollte.
Zitat von Gert im Beitrag #36
Zitat von Merkur im Beitrag #33
Ja Kalubke, da kann ich Dir nur zustimmen. Es war keine Ruhmestat der DDR-Justiz und ich verurteile grundsätzlich jedes Todesurteil.
Allerdings, was die Sache nicht besser machen soll, verurteilten zu dieser Zeit auch Demokratien Spione zum Tode. Und selbst ledigliche Mitwisser, wie Ethel Rosenberg, wurden staatlicherseits getötet. Vielleicht muss das Urteil gegen Smolka auch vor diesem Hintergrund in der damaligen Zeitschiene betrachtet werden.
Es ist gut, dass sich die Denkweise bei uns dahingehend weiterentwickelt hat und solche Urteile für immer der Vergangenheit angehören mögen.

@Merkur auh weia, das tut weh , die Verräter der Atomgeheimnisse gleichsetzen mit dem " Spion" der eine Gasmaske besorgen sollte.
Zitat von Gert im Beitrag #36
Zitat von Merkur im Beitrag #33
Ja Kalubke, da kann ich Dir nur zustimmen. Es war keine Ruhmestat der DDR-Justiz und ich verurteile grundsätzlich jedes Todesurteil.
Allerdings, was die Sache nicht besser machen soll, verurteilten zu dieser Zeit auch Demokratien Spione zum Tode. Und selbst ledigliche Mitwisser, wie Ethel Rosenberg, wurden staatlicherseits getötet. Vielleicht muss das Urteil gegen Smolka auch vor diesem Hintergrund in der damaligen Zeitschiene betrachtet werden.
Es ist gut, dass sich die Denkweise bei uns dahingehend weiterentwickelt hat und solche Urteile für immer der Vergangenheit angehören mögen.

@Merkur auh weia, das tut weh , die Verräter der Atomgeheimnisse gleichsetzen mit dem " Spion" der eine Gasmaske besorgen sollte.


Ja manchmal denken "Die Dienste" wohl auch an die kleinste Kleinigkeit. Der ATS vom Grenzdurchbruch bei Pioarbeiten bei Wiesenfeld wurde angeblich zerlegt und in die USA transportiert um an das Geheimnis der "legendären" russischen Panzerketten zu kommen.
Aber es wurden ja auch Schiffe der DDR Volksmarine inclusive Besatzung zum "Test" an die US Navy ausgeliehen - Stimmt, haben alle überlebt. Andere Zeiten andere Vorgaben.



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#39

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 21:35
von Merkur | 1.099 Beiträge | 280 Punkte
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@Gert,
den Rosenbergs Rüstungsspionage für die Sowjetunion vorgeworfen. Spätere Aussagen und freigegebene Dokumente aus den Archiven der Sowjetunion deuten darauf hin, dass die Vorwürfe der Rüstungsspionage gegen Julius Rosenberg berechtigt waren, seine Spionage jedoch nicht maßgeblich zur Entwicklung der sowjetischen Atombombe beitrug. Ethel Rosenberg war lediglich eine ideologisch treue Mitwisserin. Dennoch wurde sie ganz demokratisch auf dem Elektrischen Stuhl hingerichtet.



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#40

RE: Härter als mit dem Tode kann man nicht strafen - Manfred Smolka

in Grenztruppen der DDR 15.05.2017 21:43
von Rostocker | 8.077 Beiträge | 1348 Punkte
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Zitat von Merkur im Beitrag #39
@Gert,
den Rosenbergs Rüstungsspionage für die Sowjetunion vorgeworfen. Spätere Aussagen und freigegebene Dokumente aus den Archiven der Sowjetunion deuten darauf hin, dass die Vorwürfe der Rüstungsspionage gegen Julius Rosenberg berechtigt waren, seine Spionage jedoch nicht maßgeblich zur Entwicklung der sowjetischen Atombombe beitrug. Ethel Rosenberg war lediglich eine ideologisch treue Mitwisserin. Dennoch wurde sie ganz demokratisch auf dem Elektrischen Stuhl hingerichtet.


Das könnte Edward Snowden auch erwarten--wenn sie ihn in die Hände bekommen.



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