Kameradendiebstahl

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08.01.2022 10:00
#121
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Zu meiner Zeit 78/79 war das die 9. Kompanie. ( Schleiferkompanie) genannt.


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02.02.2022 19:21
avatar  sockel
#122
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Bei uns in der 1.GK Pötenitz schon. Ein Gefr. mein DHJ 14 Tage vor Entlassung hat diebstahl von 100 Mark und Jeans gemeldet. dann meldet auch ein 2. Gefr. den diebstahl von 100 Mark. Ich habe das schon mal hier geschrieben (aber wo). Kompanie war draußen. Ich UvD mit GUvD und 3 Wachtposten allein in der Kompanie. Militärstaatsanwalt mit Riesengefolge traf ein. Weder die Wachtposten noch ich oder GUvD wurden befragt. Es war der 2. Gefr. der den Diebstahl von 100 Mark anzeigte. Sein Geständnis habe ich durch die Pappwand gehört. Brieftasche des Opfers lag im Zentralheizungsofen. Ergebnis: 14 Tage vor Entlassung, 1 Jahr Schwedt
Gruß Sockel


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02.02.2022 19:35
#123
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In meiner damaligen Kompanie, der 1. MSK im MSR-3 in Brandenburg/Hohenstücken vom Herbst 1970 bis Frühjahr 1972 gab es keinen einzigen Kameradendiebstahl, ist nie auch irgendetwas entwendet worden.

Auch wurde nie ein Spind während doch auch unserer teilweise wochenlanger Abwesendheit aufgebrochen. Wäre wahrscheinlich ein Leichtes gewesen, in unseren leeren Kompaniebereich im Mehrgeschosser einzudringen.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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02.02.2022 19:38
avatar  ( gelöscht )
#124
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( gelöscht )

Auf der GK habe ich auch nichts von Kameradendiebstahl gehört. In der ABK muss mal was gewesen sein, aber wimre nichts rausgekommen.

Kameradendiebstahl ist auch so ein blödes Wort wie Jägerschnitzel.

Uli


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02.02.2022 20:36
#125
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Doch, eine Sache könnte ich in dieser Richtung als Versuchten einordnen:

Unsere Kompanie rekrutierte sich hauptsächlich aus Thüringern, Leuten aus der Magdeburger Ecke und noch paar Berlinern. Die Zimmer waren alle mit 10 Leuten belegt, schlafend in 5 Doppelstockbetten. Ich schlief unten in einem in einer Ecke aufgestellt mit einem am Fußende zum Raum hin vorgestelltem Spind. Und da wir Thüringer ab und zu auch mal eine hausgeschlachtete Blase oder Bratwurst geschickt bekamen, hingen diese höchstens paar Dinger von keinem im Raum einsehbar in der Ecke unter meinem Bett.

Eines Tages mal vor Weihnachten kam Abends unser KC mit einem Besen in unser Zimmer, steuerte schnurstracks in meine Ecke und fuchtelte so lange mit seinem Besten darunter rum, bis ein Teil der Würste runtergerissen waren. Und ohne ein Wort zu verlieren verließ dieser Mensch dann anschließend unser Zimmer.

Woher er wusste, wo unsere elterlichen Geschenke hingen blieb uns ein Rätsel.

Ich jedenfalls hatte daraus gelernt und ab dann mussten, wenn ich gerade Dienst hatte, die Unteroffiziere in ihrem unserem Zimmer zugeteilten Zimmer nicht nur beim Saubermachen auf ihre Füße achten, sondern ich räumte mit besonderer Sorgfalt und Besen auch noch gewissenhaft unter ihren Betten auf!

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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02.02.2022 20:46
avatar  Mike59
#126
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Mal eine Frage, ohne das du dich gleich persönlich angegriffen fühlt.
Deine Eltern haben dir wirklich Bratwürste geschickt?


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02.02.2022 20:55
#127
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Klar, ab und zu mal.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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02.02.2022 20:55
avatar  R-363
#128
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Zitat
… Deine Eltern haben dir wirklich Bratwürste geschickt? …



Der Thüringer versteht unter „Bratwurst“ was anderes als der Norddeutsche. Was bei uns Bratwürste sind heißt auf Thüringisch, glaube ich mich dunkel zu erinnern, „Roster“ oder so. Und die Thüringer „Bratwurst“ ist im Norden Mettwurst oder Salami.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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02.02.2022 20:57 (zuletzt bearbeitet: 02.02.2022 21:08)
#129
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Genau, waren hausgeschlachtete geräucherte original Thüringer!

Die allgemeine Bezeichnung für Rostwurste und die von mir gemeinte Dauerwurst ist identisch. Warum ist mir nicht bekannt.

Nun verstehe ich auch Mike59's Frage...Danke @R-363 !

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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02.02.2022 21:09
avatar  Mike59
#130
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #129
Genau, waren hausgeschlachtete original Thüringer!

Die allgemeine Bezeichnung für Rostwurste und die von mir gemeinte Dauerwurst ist identisch. Warum ist mir nicht bekannt.

Alles Klar - kein Problem .
Bei der Bratwurst ist der Thüringer halt etwas speziell - nach 24h sollte diese eigentlich nicht mehr existieren - in etwa ähnlich der Weißwurst aus Bayern welche ja originär das 11 Uhr läuten nicht hören sollte.
Alles OT - ich bitte um Nachsicht.


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02.02.2022 21:15 (zuletzt bearbeitet: 02.02.2022 21:16)
#131
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Hast Du tatsächlich auch nur einen My in Erwagung gezogen, unsere Eltern schicken uns Wurst, die man nach einem Tag nicht mehr verzehren sollte? ...oh oh oh

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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02.02.2022 21:18
avatar  Mike59
#132
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Zitat von R-363 im Beitrag #128

Zitat
… Deine Eltern haben dir wirklich Bratwürste geschickt? …


Der Thüringer versteht unter „Bratwurst“ was anderes als der Norddeutsche. Was bei uns Bratwürste sind heißt auf Thüringisch, glaube ich mich dunkel zu erinnern, „Roster“ oder so. Und die Thüringer „Bratwurst“ ist im Norden Mettwurst oder Salami.


Das passt nicht ganz - In Thüringen gibt es Wurst. Roster gibt es im EDEKA. Dann gibt es Bratwürste - nach Gelobt sei die EU dürfen die eigentlich nur noch gebrüht an der Verkaufstheke angeboten werden. .. ist vertrackt ich bin da auch kein Fachmann.
Knackwurst, Stracke, Mettwurst, Braunschweiger, Teewurst (fein oder grob), Salami und Kochsalami haben alle nahezu den gleichen Grundbestandteil. Das wäre mal ein Thema in der Forenkneipe.


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02.02.2022 21:24
avatar  Mike59
#133
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #131
Hast Du tatsächlich auch nur einen My in Erwagung gezogen, unsere Eltern schicken uns Wurst, die man nach einem Tag nicht mehr verzehren sollte? ...oh oh oh

Genau das war die Frage. Wie der Name Bratwurst so andeutet ist diese gebraten oder sollte gebraten werden. Aber ist ja nun geklärt.


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02.02.2022 21:27 (zuletzt bearbeitet: 02.02.2022 21:30)
#134
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #131
Hast Du tatsächlich auch nur einen My in Erwagung gezogen, unsere Eltern schicken uns Wurst, die man nach einem Tag nicht mehr verzehren sollte? ...oh oh oh


Wimre, wurde nie Wurst geschickt. Was aber öfter vorkam, daß ein Kamerad, der in dörflicher Gegend wohnte, vom Urlaub einen Klumpen gehacktes (Mett) mitbrachte. Von der Küche Salz, Pfeffer und Zwiebel geholt, ein Kradfahrer brachte Brötchen mit und das große Fressen begann auf der Stube bzw. im Zug, je nachdem, wie viel es war.
Also die Begriffe von der Wurst, da denke ich, daß da die Bezeichnungen etwas durcheinander gebracht wurden. Bin ja nun Thüringer. Unter Bratwurst verstehen wir wahlweise die geräucherten Knacker oder auch gebratene Rostbratwurst, je nach Zusammenhang. Die können ruhig mal ein paar tage im Paket unterwegs sein. Nur im Hochsommer sollte man das nicht machen, sonst trieft das Paket vor geschmolzenem Fett. Die für den Grill hießen Rostbratwürste und die sind ja wirklich empfindlich bei Unterbrechung der Kühlkette.
An irgendeinen Kameradendiebstahl kann ich mich nicht erinnern. Ich denke doch, daß das in den GK doch sehr selten vorkam.


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02.02.2022 21:32 (zuletzt bearbeitet: 02.02.2022 21:35)
#135
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@Mike59 , zu beiden sagt man hier, zumindest bei uns in der Gegend von Mühlhausen seltsamerweise Bratwurst.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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