Konkurenz zum Panama-Kanal

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25.12.2014 15:57 (zuletzt bearbeitet: 25.12.2014 15:58)
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#1
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In Nicaragua hat der erste Spatenstich zu einem
neuen Schiffs-Kanal zwischen Atlantik und Pazifik begonnen,
die Idee dazu ist zwar nicht ganz neu aber sehr interessant,
das Nicaragua das finanziell nicht alleine wuppen kann,dürfte klar sein,
die Chinesen mischen dort mit,aber auch die Öl-Scheichs ist dieses
Projekt von großem Interesse,
wie denkt die USA darüber?,wird der Kanal Nicaragua wirtschaftlich stärken?,
hat das Volk auch was davon?,oder wie lange wird man daran bauen,
bis das erste Schiff diesen Kanal passiert?
weihnachtliche Grüße Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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25.12.2014 16:25
#2
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Ist sehr lang und teuer. Es fragt sich, ob der Investor nicht sein Interesse verliert. Das hängt natürlich von den chinesisch-venezolanischen Verhältnissen ab.
http://www.forbes.com/profile/wang-jing-3/
Und es sieht gut aus. Erst kürzlich ist ein neuer Kredit von vier Mrd. Dollar in Caracas eingetroffen. Die Rückzahlung der nun ingesamt 20 Milliiarden Dollar erfolgt als Erdöllieferungen. Der nächste Weg von Venezuela nach China führt durch den Panamakanal oder in Zukunft mit viel grösseren Tanker durch Nicaragua.
http://qz.com/239106/venezuela-just-mort...ports-to-china/
Theo


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25.12.2014 16:29 (zuletzt bearbeitet: 25.12.2014 16:30)
#3
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Nach meiner Kenntnis hat das der Präsident Ortega mit den Chinesen ausgemacht und 100000 Nikaraguaner sollen deswegen umgesiedelt werden. Deshalb gibt es Proteste.
Dem stehen zu erwartende Einnahmen gegenüber.

Den Chinesen geht es darum, selbst eine solche Verbindung (mit) zu haben.

Mit ihren Devisenreserven und den wirtschaftlichen Erfolgen leisten sie sich strategische Bauvorhaben.
In China wird an der Umleitung von Flüssen gearbeitet, ein Vorhaben, das die Wasserversorgung Südostasiens beinträchtigt und zur strategischen Erpressung genutzt werden kann.

Gruß
Micha

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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25.12.2014 17:13
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#4
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #3
Nach meiner Kenntnis hat das der Präsident Ortega mit den Chinesen ausgemacht und 100000 Nikaraguaner sollen deswegen umgesiedelt werden. Deshalb gibt es Proteste.
Dem stehen zu erwartende Einnahmen gegenüber.

Den Chinesen geht es darum, selbst eine solche Verbindung (mit) zu haben.

Mit ihren Devisenreserven und den wirtschaftlichen Erfolgen leisten sie sich strategische Bauvorhaben.
In China wird an der Umleitung von Flüssen gearbeitet, ein Vorhaben, das die Wasserversorgung Südostasiens beinträchtigt und zur strategischen Erpressung genutzt werden kann.

Gruß
Micha


Genau so ist es .die Schiffe werden immer größer , der Panama zu schmal und nicht tief genug. China will auf dem Weltmarkt noch mehr Einfluss.
Chinas Einfluss in Nicaragua ist das Sprungbrett für ganz Latein Amerika. Das sagen über diesen Kanal werden die Chinesen haben. Von den Einnahmen werden die Nicaraguaner nur einen Anteil bekommen, zumindest bis China seine Unkosten zurück hat. Bezahlen müssen für diesen Größenwahn die Anwohner auf deren Gebiet der Kanal verlaufen soll, Nicht nur der Mensch wird bezahlen ,Flora und Fauna ebenso. Es ist für China auch ein politisches Macht Konzept. So einen Kanal als Druck und Machtmittel einzusetzen ist nichts Neues. (Suez Krise)
Wie lange wurde der Panamakanal von den Amerikaner beherrscht und bestimmt ! Ist nur meine Meinung alles .Wir werden sehen ,ich irre mich hier gern in Einigem.


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25.12.2014 17:22 (zuletzt bearbeitet: 25.12.2014 17:22)
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#5
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Hallo Lutze!

Zitat von Lutze im Beitrag #1
In Nicaragua hat der erste Spatenstich zu einem
neuen Schiffs-Kanal zwischen Atlantik und Pazifik begonnen,....
wie denkt die USA darüber?,.....
weihnachtliche Grüße Lutze

DAS ist das zentrale Element dabei.
Können Leute daran mit verdienen, die außerhalb Chinas sitzen?
Herr Norriega hat es damals ja auch übertrieben und "plötzlich" fand man heraus, daß er böse war ....
Und die USA marschierten ein!
Die CIA arbeitet sicher schon daran, "etwas zu finden", davon kannst Du ausgehen.
Aber die Chinesen besitzen nun mal einen Großteil der USA (mittelbar) uber die Staatsanleihen.
SO einfach wird es für die Leute aus dem "demokratischen Westen" da nicht werden.

Schöne Grüße,
Eckhard


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25.12.2014 17:22
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#6
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Es wäre meiner Meinung nach billiger, den bestehenden Panamakanal auszubauen statt einen "Konkurrenzkanal" durch Nikaragua zu ziehen. Dieser Kanal ist genauso überflüssig wie der Autobahnbau von Nordkorea.

Gruß Hartmut!


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25.12.2014 17:44
avatar  Lutze
#7
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Zitat von utkieker im Beitrag #6
Es wäre meiner Meinung nach billiger, den bestehenden Panamakanal auszubauen statt einen "Konkurrenzkanal" durch Nikaragua zu ziehen. Dieser Kanal ist genauso überflüssig wie der Autobahnbau von Nordkorea.

Gruß Hartmut!

der Panama-Kanal wird ja ausgebaut,
was bleibt den Betreibern auch anderes übrig
wenn die Schiffe immer größer werden
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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25.12.2014 17:58
#8
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Zitat von Lutze im Beitrag #7
Zitat von utkieker im Beitrag #6
Es wäre meiner Meinung nach billiger, den bestehenden Panamakanal auszubauen statt einen "Konkurrenzkanal" durch Nikaragua zu ziehen. Dieser Kanal ist genauso überflüssig wie der Autobahnbau von Nordkorea.

Gruß Hartmut!

der Panama-Kanal wird ja ausgebaut,
was bleibt den Betreibern auch anderes übrig
wenn die Schiffe immer größer werden
Lutze

Nautiker wissen, wievel 12.000 TEU sind, und ob es viele noch grössere Schiffe gibt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Panamakanal
http://de.wikipedia.org/wiki/Panamakanal..._Kanals_ab_2007
Zu den Chinesen. Die trauen den US Amerikanern und Panam nicht. Die US Armee darf laut Staatsvertrag den Kanal jederzeit schützen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Torrijos-Carter-Vertr%C3%A4ge
Der erste der beiden Torrijos-Carter-Verträge ist der Neutralitätsvertrag und schreibt die ständige Neutralität und Funktionsfähigkeit des Panamakanals fest. Die USA erhielten darin das Recht, den Kanal jederzeit vor allen Gefahren zu schützen. Der zweite Vertrag ist der eigentliche Panamakanalvertrag, der die Übertragung der Kontrolle über den Kanal zum 1. Januar 2000 zusichert
http://www.pancanal.com/eng/ctransition/treaty/frame.html
Theo


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25.12.2014 18:22
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#9
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Auch der Nord- Ostseekanal hat nur begrenzte Kapazität, der Umweg über Kattegat und Skagerrak hält sich aber noch in Grenzen statt der Umschiffung von Kap Horn. Der Nikaragua- Kanal würde große Probleme bereiten unzählige Schleusungen und Hebewerke durch das Hochland von Nikaragua lassen an der Wirtschaftlichkeit zweifeln. Der Kanal führt darüber hinaus auch noch durch ein wichtiges Süßwasserreservoir, der auch noch zu flach für die Passage großer Tanker und Frachter ist. Ortega der einstige Hoffnungsträger der sandinistischen Revolution verspielt derzeit viele Sympathien bei seinem Volk und seinen Anhängern!

Gruß Hartmut!


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25.12.2014 21:42
#10
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Zitat von utkieker im Beitrag #6
Es wäre meiner Meinung nach billiger, den bestehenden Panamakanal auszubauen statt einen "Konkurrenzkanal" durch Nikaragua zu ziehen. Dieser Kanal ist genauso überflüssig wie der Autobahnbau von Nordkorea.

Gruß Hartmut!


Fuer Nikaragua waere der Ausbau des Panamakanales billiger??? Irgendwie kann ich der Argumentation nicht folgen...

Nikaragua ist eines der aermsten Laender dieser Erde, die Regierung erhofft sich von diesem Kanal einen wirtschaftlichen Boom was ich durchaus verstehen kann. Ich denke der Kanal ist fuer Nikaragua eine ganz grosse Chance der Armut zu entfliehen, ausser Kokosnuesse, Mangos, Kaffee und Ananas hat dieses Land nicht allzuviel zu bieten. Und viele Reedereien besonders aus den USA werden diesen Kanal nutzen da die Nutzung vermutlich wesentlich preiswerter sein wird wie in Panama und man auch so einige Seemeilen sparen kann. Die Nikaraguaner sollten aber nicht den Fehler machen sich wirtschaftlich vollkomen den Kreditgebern auszuliefern wie es das Nachbarland Costa Rica mit den Chinesen gemacht hat. Erst wurde die costaricanische Regierung mit ein paar hundert kostenlose chinesische Polizeiautos geschmiert, dann wurde Costa Rica sogar noch ein Nationalstadion geschenkt und jetzt wird dieses kleine Land foermlich ueberschwemmt mit chinesischen Ramschwaren welche den Mittelstand vollkommen ruinieren. Ich war gestern in der Stadt um Weihnachtsgeschenke zu kaufen, fast jedes Geschaeft hier hat sich auf Made in China spezialisiert, echt zum kotzen...

Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.

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25.12.2014 21:57
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#11
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wie steht die Bevölkerung dort zu dem Mammutbau?,
oder können sie mit diesem Projekt wenig anfangen?,
ist die Mehrheit eher dafür,oder nicht?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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25.12.2014 22:13
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#12
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Die Armen hoffen auf Arbeitsplätze, was bleibt ihnen anderes als die Hoffnung?

http://www.bild.de/bildlive/2014/17-prot...01484.bild.html


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26.12.2014 00:17
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#13
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Hallo Lutze!

Zitat von Lutze im Beitrag #11
wie steht die Bevölkerung dort zu dem Mammutbau?,
oder können sie mit diesem Projekt wenig anfangen?,
ist die Mehrheit eher dafür,oder nicht?
Lutze

Um die Bevölkerung geht es dort nur sekundär. Es geht um den zweiten Weg, den die USA nicht so ohne Weiteres unter ihr Kontrolle bringen können.
Und die Oberen von Nikaragua haben die Wahl gehabt.
Und sich für eine andere Seite entschieden!
Bald werden in Nikaragua "unabahängige" Medien, Umweltschützer, Amnesty, diverse Wissenschaftler, nicht zu vergessen die Oppositionellen sowieso und auch eine Menge Demonstranten dafür sorgen, daß es für China und ggf. einige andere "Unamerikaner" entweder sehr teuer wird, oder die USA-Benutzer doch noch ihre finanziellen Krallen mit in`s Spiel bringen können!
Dann!!! werden die "demokratischen" Karten wieder neu gemischt.

Schöne Grüße,
Eckhard


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26.12.2014 10:02 (zuletzt bearbeitet: 26.12.2014 10:04)
#14
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Zitat von Antaios im Beitrag #13
Hallo Lutze!

Zitat von Lutze im Beitrag #11
wie steht die Bevölkerung dort zu dem Mammutbau?,
oder können sie mit diesem Projekt wenig anfangen?,
ist die Mehrheit eher dafür,oder nicht?
Lutze

Um die Bevölkerung geht es dort nur sekundär. Es geht um den zweiten Weg, den die USA nicht so ohne Weiteres unter ihr Kontrolle bringen können.
Und die Oberen von Nikaragua haben die Wahl gehabt.
Und sich für eine andere Seite entschieden!
Bald werden in Nikaragua "unabahängige" Medien, Umweltschützer, Amnesty, diverse Wissenschaftler, nicht zu vergessen die Oppositionellen sowieso und auch eine Menge Demonstranten dafür sorgen, daß es für China und ggf. einige andere "Unamerikaner" entweder sehr teuer wird, oder die USA-Benutzer doch noch ihre finanziellen Krallen mit in`s Spiel bringen können!
Dann!!! werden die "demokratischen" Karten wieder neu gemischt.


Schöne Grüße,
Eckhard



Grün: Nur, die nikaraguanische Regierung, die Chinesen und einige andere kleinere Unterstützer wissen das, mit was sie in Gestalt der USA und ihrer Claquere rechnen müssen. Allerdings ist China ja nicht irgendwer. Die werden sich von den Amis nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lassen und werden ganz gewiss nicht einsehen, warum sie denen ein ordentliches Stück vom Kuchen abgeben sollen. Heute ist für die USA eben nicht mehr 1950. Mit einem neuen Spannungsherd muss allerdings wieder gerechnet werden, wenn die USA-Administration, zumal dann vielleicht die Republikaner den Präsidenten stellen, ihre Möglichkeiten überschätzen.
Gespannt darf man sein, wie dann unsere Mutti argumentiert oder wer immer auch dann Kanzler/in ist und welchen Ton die Medien anschlagen.


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26.12.2014 10:28 (zuletzt bearbeitet: 26.12.2014 10:28)
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Damit erhält auch der Hafenausbau in Mariel auf Cuba eine ganz andere Bedeutung. Er ist ohnehin schon als größter Containerhafen Mittelamerikas konzipiert und mit einer Hafeneinfahrtsbreite von 700 Meter können die derzeit größten Containerschiffe der Welt, diese nebeneinander passieren.
Es ist schon eigenartig, dass sich Umweltschutzorganisationen aus Deutschland in Nicaragua gegen diesen Kanal engagieren.
Nach ersten Projektstudien, wird dieser Kanalbau weniger Schleusensysteme besitzen, wie der Panamakanal, bei dessen Bau auch wenig auf die Umwelt geachtet wurde. Die Route des Panamakanals durch Panama, ist u.a. ein Verdienst von Theodore Roosevelt, der sich gegen die in den USA bevorzugte Route durch Nicaragua behauptete !!!
Das chinesische Konsortium hat diese Möglichkeit nun wieder aufgegriffen. Nur wird sie nicht von den USA verwirklicht, sondern der neuen weltwirtschaftlichen Großmacht China, die mit diesem Kanalbau eigene geopolitische und wirtschaftliche Interessen verbindet. Für das arme Nicaragua aber die Chance, mit zu partizipieren.

Vierkrug


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