Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

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17.12.2021 19:39
avatar  Fred.S.
#706
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zu 705
Es kam wohl immer darauf an, Freddchen.
In den Tiefen des Forum lagern oft lustige Berichte darüber.
Das Grenzer die Stellen im Gebüsch von ihren Vorgesetzten kannten, dort hingingen Hosen runter und dann ...
Was für eine Freude für den Kontrolleur der sich dann da reinlegte.
Unangemeldet das waren ja ( ich sag mal ) offene Kontrollen, die man nach Parole und so angesprochen hat.
mfg. Fred


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17.12.2021 20:03
#707
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Postenkontrollen wurden bei uns regelmäßig durchgeführt.Regelmäßig hat mir das Au.U Sperre eingebracht.Die Kontrollierenden sollten auf keinen Fall GV imitieren. Haben sich nicht alle dran gehalten.Die waren sehr mutig.So mancher Posten hat dann schon mal durchgezogen.


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17.12.2021 20:16 (zuletzt bearbeitet: 17.12.2021 20:51)
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#708
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( gelöscht )

Die Kontrollstreife je Abschnitt und die große Kontrolle über alle Abschnitte waren ja bekannt und teilweise auch berechenbar.

Hier wurde aber schon geschrieben, dass Gakl oder auch Offiziere schon vor Ort waren bevor die Postenablösung erfolgte und auch ihre Deckung nicht verlassen haben. Manches soll da ja nicht mal mit dem Posten ausgewertet worden sein, stand dann aber im Monatsbericht.

Wie schon geschrieben, selber festgestellt habe ich es nicht.

Uli


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17.12.2021 20:24
#709
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Zitat von Leisterförde im Beitrag #698
Also ich war 74/75 an der Grenze.Für diesen Zeitraum kann ich diese vorgeschlagene Handlungsweise von Grenzern ausschließen,obwohl mir der Gedanke gut gefällt.Hätte Man die AK gleich im Regal stehen lassen .grins.Mal sehen,vielleicht antwortet noch jemand ,der in den Sechzigern gedient hat.Aber ,,scharf" waren wir nicht,das Rotlicht hat nicht bei Vielen gewirkt.


Also bei Erscheinen eines GV kneifen und sich zurückziehen, nichts gesehen zu haben, solche Denkweise kannte ich bei uns eigentlich nicht. Zumindest nicht offen. Wir hatten nur die Hoffnung, daß sowas nicht passiert, daß da einer kommt und gleich gar nicht ein Bewaffneter, der nichts zu verlieren hat (CA). Rotlichtbestrahlung hat da m.E. kaum eine Rolle gespielt. Kenne jedenfalls keinen aus unserer GK, den ich als besonders scharf auf sowas kennengelernt habe. Natürlich haben wir uns immer was eingeredet, daß ja einer, der ein tödliches Risiko eingeht, einen triftigen, meist kriminellen Grund dafür haben müßte. So etwa als vorauseilende Rechtfertigung, sollte der Supergau eintreten.


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17.12.2021 20:45 (zuletzt bearbeitet: 17.12.2021 21:08)
avatar  Ehli
#710
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Habe es glaube ich schon mal geschrieben.
Als DHF im Streifendienst, waren wir nicht zu erreichen, kein Funk, ging eigentlich nur auf den Postenturm.
Habe viel Zeit in Berlin auf den Friedhöfen, nachts verbracht. wenn der Postenführer und ich auf den Friedhof waren. war das Betreten durch andere Angehörige verboten. Es gab aber einen Leutnant, welchen das nicht interessierte.
So kam es schon mal zu Zwischenfällen, wir lagen ja getarnt im dunklen und schauten zur hell erleuchteten Mauer.
Er hatte Pech und wir eine Belobigung, außerdem sollte man meinen Diensthund nicht zu nahe kommen.
Angst habe ich nicht gehabt, hatte doch meinen treuen Begleiter dabei, welche immer gewacht hat.
Eigentlich sind wir immer locker in den Dienst gegangen, Gespräche über Flucht gab es nicht, wie auch in Berlin-Mitte.
Ehli

Ehli
Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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18.12.2021 09:31
#711
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avatar freddchen
"Getarnt kontrolliert" stelle ich mir nicht ungefährlich für den Kontrolleur vor. Habe ich auch nie erlebt. Kontrollen war bestenfalls unangemeldet, worin ja der Sinn lag.

In 80-90% der Fälle war das aber immer durchgesickert. Wenn wir beim Dienstantritt in der Führungsstelle oder bei einer Meldung zwischendurch den Hinweis "zornig handeln" bekamen, wussten wir, dass jemand unterwegs war.
-----------------------------------------------------------------------------------
Wenn eine Kontrollstreife unterwegs war, sprach sich das schnell rum. Schon übers GMN: Auch eine Kontrollstreife, hatte sich anzumelden, wenn sie in den Schutzstreifen einfuhr oder ihn befuhr.


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18.12.2021 09:43
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#712
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( gelöscht )

Manche Kontrollstreife war in der Nacht im Gebiet aus Eigenschutzgründen nicht lebensmüde und man hörte sie kommen.


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18.12.2021 10:48
avatar  PF75
#713
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im Elbabschnitt wurden auch GAKL mit dem Boot im Vorgelände abgesetz um die dortigen posten zu beobachten(,kam ja sonst keiner rein.) hatte man uns erzählt und als dann einige mal ansprachen,das wenn man einen auf der buhne sieht nicht lange fragen kann,sollen sie wieder abgezogen seien.
Ich selbst habe keine dort angetroffen und mich hat auch keiner gesehen.


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18.12.2021 11:17
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#714
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( gelöscht )

Zitat von birx20 im Beitrag #712
Manche Kontrollstreife war in der Nacht im Gebiet aus Eigenschutzgründen nicht lebensmüde und man hörte sie kommen.


@birx Mein ZF hat gern Posten überrascht. Wenn ich mit ihm unterwegs war habe ich öfters Hustenanfälle gehabt oder bin laut gestolpert. Einmal aus Eigenschutz, aber auch um die Kumpels nicht mit auszunaschen.

Uli


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18.12.2021 13:20
#715
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Zitat
zu 700
Warum vergessen furry ?
Du hast doch Recht, wer wusste schon was in den Kopf des neu eingezogenen Soldaten vor sich geht.



Diese Entscheidung mussten dann aber nicht die ganz neu eingezogenen Soldaten treffen, denn davor lag schon ein halbes Jahr Grundausbildung und ein halbes Jahr Posten. Der PF hatte also mindestens 365 Tage Zeit sicher über alle möglichen Situationen Gedanken zu machen. Die von @furry theoretisch angesprochene Variante wäre aber sicher eine der dümmsten und grob fahrlässigen gewesen - nur unter dem Gesichtspunkt hier selbst gesund und unbeschadet durchzukommen und ohne weitreichende negative Folgen in jede Richtung.

Aber man darf ja alles im Kopf durchspielen. Aber diese Möglichkeit ist sicher bei jedem Gedankenspiel schon in der Vorrunde rausgeflogen.


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18.12.2021 19:29
#716
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Ob wir uns als Postenführer alle möglichen Situationen im Kopf durchgespielt haben?Ich sag mal nein.Alles verdrängt,kommt eher hin.


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18.12.2021 19:54
avatar  Fred.S.
#717
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zu 713
Uff, also ich habe keinen Grenzaufklärer oder irgendeinen Grenzsoldaten an Bord gehabt.
Wohl las ich aber hier im Forum das es so etwas im Bootszug / Bootskompanie in Horst gegeben hat. Fred
In mein Archiv nur das eine Bild. Wann und wo ? Ob Berlin oder Elbe ? Keine Ahnung.

Bildanhänge

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19.12.2021 10:40
avatar  PF75
#718
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Zur Einweisung des Bootes war ich einmal mit meinem ZF an Bord gewesen,die hatten an einer Buhne angelegt ,das zweite mal mussten wir an land bleiben und ein matrose stnd mit hand an Waffe hinter dem Bootsführer. Weiß nich ob der dachte wir wollten das boot klauen.


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