Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

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15.09.2021 18:49
avatar  Ehli
#631
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Wollte kein neues Thema eröffnen
Todesfälle im DDR-Grenzdienst
Neben den DDR-Bürgern die bei Fluchtversuchen ums Leben kamen und den getöteten Zivilpersonen aus dem Westen gibt es eine weitere bislang wenig beachtete Opfergruppe. Die SED-Propaganda ehrte offiziell durch Denkmäler, Straßen- und Schulnamen ausgewählte DDR-Grenzer, die im Dienst uns Leben gekommen waren. Erich Honecker würdigte anlässlich des 40. Jahrestags der Grenztruppen am 28. November 1986 namentlich 17 dieser DDR-Grenzer. Dabei handelte es sich ausschließlich um solche Fälle, die nach Schusswechseln mit Angehörigen der westalliierten Streitkräfte, dem Bundesgrenzschutz oder westlichen Zivilpersonen zu beklagen waren sowie um Angehörige der Grenztruppen, die von fahnenflüchtigen Kameraden erschossen wurden.
https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-...enst/index.html

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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15.09.2021 19:16 (zuletzt bearbeitet: 15.09.2021 19:16)
avatar  Fred.S.
#632
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zu 631
Das ist ja wieder ein Ding, Ehli.
In der Auflistung ist der Matrose Otfried Balschuweit aufgeführt.
Aber es sind zwei Angehörige der Bootskompanie Dömitz bei den Schiffsunglück am 10.12.1973 vor Dömitz
ums Leben gekommen. Warum wird Maat Hans-Jürgen Kunath von der fu-berlin nicht erwähnt. Hmm. Fred
Hierzu habe ich eine Doku über den Hergang des Unglück erstellt.


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15.09.2021 20:04 (zuletzt bearbeitet: 15.09.2021 20:07)
avatar  Hanum83
#633
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Sehr interessanter Beitrag vom Ehli.
Was doch alles so passieren konnte, auch bei "Gegeigel".
Tragisch auch das Erschießen durch eigene Kräfte die dachten sie hätten den Grenzverletzer vor sich.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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15.09.2021 20:12
avatar  Ehli
#634
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Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
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15.09.2021 20:28
avatar  mibau83
#635
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da ist mir einer persönlich bekannt.

https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-...rald/index.html

kannte ihn schon von der berufsschule in bad salzungen. er in der klasse der baufacharbeiter, ich bei den zimmerleuten.

er war dann später mit mir im gleichen zug der 9. ausbildungskompanie des gar-12 in rudolstadt.
bei der versetzung an die grenze haben sich unsere wege dann nach einer übernachtung im gar-11 in eisenach getrennt.

irgendwann im frühjahr 1984 hatten wir einen militärstaatsanwalt auf unserer gk, der über diesen fall in einer api/tapi berichtete.

der ehem. user dremi hatte vor jahren schon mal was zu diesen vorfall geschrieben.


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15.09.2021 20:30
avatar  R-363
#636
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #632
Warum wird Maat Hans-Jürgen Kunath von der fu-berlin nicht erwähnt

Wird er. Die Auflistung ist in alphabetischer Reihenfolge geschrieben, musst etwas weiter nach unten scrollen bis zum „K“.

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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15.09.2021 21:59
#637
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Den Matrosen Balschuweit kannte ich vom Sehen her. Kam aus meinem Heimatort.


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15.09.2021 22:05 (zuletzt bearbeitet: 15.09.2021 22:22)
avatar  Hanum83
#638
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Diese Spielerei schnelles Ziehen, beim Fall Ißleib benannt, soll das eventuell die Grenzerrolle gewesen sein?
Bei der konnte aber so etwas eigentlich nicht passieren da nicht durchgeladen wurde, wer das mit Durchladen geübt hat, der war nicht ganz dicht.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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16.09.2021 00:53 (zuletzt bearbeitet: 16.09.2021 01:11)
avatar  Fred.S.
#639
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zu 637
Ja, der Ärmste, er sollte Schuld mit daran gewesen sein, weil er den Tanker nicht rechtzeitig bemerkt hat.
In meiner Doku, Rimbach, widerlege ich das.
So ein Quatsch, Rimbach, was hat die Einstellung zu dem Staat mit der Ursache des Unglück zutun. Das habe ich nicht begriffen und deshalb meine Überlegungen wie es zu den Unglück
gekommen ist, dargelegt.
Schuld waren unglückliche Umstände mit dem nicht einhalten von Vorschriften.
Doch das ist in jeder Bootsbesatzung, mich mit einbegriffen, passiert. Fred
Bild: Ausschnitt aus den Protokollen.

Bildanhänge

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16.09.2021 01:03 (zuletzt bearbeitet: 16.09.2021 02:01)
avatar  Fred.S.
#640
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zu 636
Danke, R-363,
so ist das wenn man denkt, ... die müssten doch gemeinsam aufgeführt sein... und nicht weiter scrollt.
Zu Unterfeldwebel Udo Gosse GK Gandow, werde ich mal Dietmar und sturmbahn König befragen,
denn Beide haben in der GK gedient.
Gefreiter Jörg Krüger Sude, Einmündung Elbe, da ist in den Tiefen des Forum einiges zu gesagt worden. Fred


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16.09.2021 10:09
#641
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Und wenn man denkt,man hat einen Grenzverletzer vor sich,
muß man gleich das Feuer eröffnen ????
mfG


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16.09.2021 10:13
avatar  Fred.S.
#642
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zu 641
Aber henning,
im Forum wurde Deine Frage doch schon ausführlich behandelt in den verschiedenen Threads.
Kein Kommentar dazu, nur die einzige Antwort: " NEIN ! !henning. " mfg. Fred


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16.09.2021 10:28
#643
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Es ist schwierig heute da eine Bewertung vorzunehmen. Die Zeit liegt lange zurück.
Ich denke @Fred.S. wird dazu noch einige Erkenntnisse beitragen soweit es überhaupt erforderlich ist. Auch in Untersuchungsberichten wurde oft und viel getürkt. Der Lauf der Zeit!

Es ist besser, wenig zu wissen und dafür denken zu können. Dies zweifeln manche Leute an.

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16.09.2021 10:50 (zuletzt bearbeitet: 16.09.2021 10:52)
avatar  Fred.S.
#644
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zu 643
Recht hast Du, Wildhüter, die Zeit liegt lange zwar zurück. Doch man erinnert sich oft daran.
Besonders so Einer wie ich, der noch Heute seine Zeit an der Elbgrenze verehrt.
Ja, einerseits muss ich henning, auch Recht geben.
Durch die vielen sowjetischen Grenzerfilme wollte ich zur Grenze und kam auch dorthin.
Ja, henning, schon in der Grenzausbildung, wenn ich eine Gestalt auf mich Nachts zukommen sah:
" Anruf --- Waffe durchgeladen --- Warnschuss === UND war bereit diese Person ( weil die sich im Grenzgebiet aufhielt und ich sie als Feind ansah )
zu erschießen.
Jeder der zum Grenzdienst eingezogen wurde, ob er es wollte oder musste, hatte seine Vorstellung wie er beim Antreffen einer Person in seinen Postenbereich handeln würde auch mit dem Einsatz seiner Waffe, die ihm von den Staat dafür zur Verfügung gestellt wurde.

JA, ich war so Einer, der bereit war, die Grenze seiner Heimat bedingungslos zu verteidigen, zu sorgen das keine Person das andere Land, jenseits der Grenze erreichen wird.
Doch, wie schon hier geschrieben, änderte sich die Einstellung durch den täglichen Grenzdienst und die dazu bestehenden Befehle dahin ===
das ich nun nachdachte über den Sinn eines Befehls, wie z.B.
50 m neben dem GSB kentert ein BRD-Paddelboot, man schreit um Hilfe, sieht uns Grenzsoldaten...
UND... da es Gewässer der BRD ist, dürfen wir der Person nicht helfen.
So ungefähr wie heute polnische Grenzsoldaten Migranten, auch Kinder die nach Wasser flehen und neben ihnen fast stehen --- NICHT helfen dürfen, obwohl sie es gerne möchten. BEFEHL. Damals wie Heute.
Ja... weil ich den BRD-Bürger den Mpi-Kolben nicht über den Kopf geschlagen habe oder gar da er mit einen Knüppel bewaffnet war, auf den Befehl hoher Vorgesetzter ( kein aus der Führungsstelle oder Regimensstab ) auf ihn geschossen habe, Vorzeitige Entlassung aus dem Grenzdienst.

Ich wollte Dir wildhüter und den Anderen hiermit aufzeigen,
das man sich auch ändern kann in seiner Einstellung zum Einsatz der Waffe. Fred


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16.09.2021 10:50 (zuletzt bearbeitet: 16.09.2021 10:51)
#645
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Betrachtet man die Liste, so kann man doch feststellen, dass die Zahl, der von bundesdeutschen Kräften ( BGS, Zoll, Polizei) getöteten Grenzsoldaten sehr gering ist
Trotzdem jeder Tote war einer zu viel.
Doch die Gefahren lauerten eher an anderer Stelle


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