Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

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25.11.2014 19:24
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#61
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #57
Zitat von Heimgänger 80 im Beitrag #55

(...)Aber eins war immer klar, man hatte kein Misstrauen gegenüber dem anderen gehabt, d.h. man hat sich vertraut.(..)


War das so klar? Der andere könnte ja abhauen wollen.
Theo

Mann kann nicht 9 stunden lang Angst haben,also hat man sich eine Strategie festgelegt, meine war, bedingungslos Vertrauen.


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25.11.2014 19:28
#62
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Zitat von B208 im Beitrag #1
Ich hatte immer die Meinung , der Dienst der Grenzsoldaten an der Staatsgrenze zum Klassenfeind war mit besonderen Gefahren verbunden die ein Soldat der NVA bei einem anderen Truppenteil nicht hatte .

Ohne Gefahr und schlafend im Grenzdienst ?




Sowas soll durchaus vorgekommen sein...

Ich hätte, ehrlich gesagt, bei den Panzertruppen mehr Schiss gehabt,- schon wegen der breiten Ketten usw...

....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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25.11.2014 19:39
#63
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Zitat von Rüganer im Beitrag #58
Dies ist jedoch nicht zu vergleichen mit meinen Erfahrungen an der Mauer in Berlin!
Ich hatte ja die Ehre 1984 nochmal als Resi ranzudürfen. Ich war wahrscheinlich soo gut und hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich nochmal gewünscht wurde.
Auch hier vornweg -> Der Dienst dort war für mein Leben auch nicht gefährlich.
Ich kam dort hin mit meinen Erfahrungen und Erlebnissen vom GWD an der grünen Grenze, und dachte noch so, naja dann wirst Du hier die 12 Wochen als Resi abspulen und wenigstens etwas sehen (Westberlin, und alles hell in der Nacht), d.h. es wird nicht so langweilig.
Aber als ich dort ankam, habe ich sofort gemerkt, dass hier etwas schief läuft. Die Soldaten und Gefreiten die dort ihren GWD ableisteten, waren dermaßen kaputt gespielt, dass ich dort Leute angetroffen habe die total "kaputt" waren. Denen hat man soviel Angst gemacht und Druck aufgebaut, dass einige sogar unbewußt leicht teilweise gezittert haben.
Also was dort innerhalb des Regiments in Rummelsburg abgezogen, man muss schon sagen veranstaltet wurde, war nicht normal!!!
Ich habe dort dann etwas Widerstand geleistet und Ablehnung gezeigt, da ja mir als Resi keiner mehr was konnte. Die Jungens taten mir wirklich leid, die dort dienten.
Wenn hier einige Längerdienende aus Rummelsburg im Forum sind, dann sollten sie sich schämen, was sie dort angerichtet haben bzw. wie sie sich gegenüber diesen jungen Kerlen verhalten haben.


Zitat Heimgänger 80


Bravo!
Endlich einmal einer, der Rummelsburg erlebt hat und sehr gut beschrieben hat, was am Innenring in Berlin abging. .... die Jungs waren so kaputt gespielt... trifft sehr zu.... und - auch seine Anklage der Längerdienenden ist richtig adressiert. Danke Heimgänger 80....
Gefährlich für Grenzsoldaten?
Mein Kommandeur Grenzsicherung hat mir auf Streife im Untergrund des Potsdamer Platzes erzählt, dass einmal aus einer langsam fahrenden S-Bahn auf den dort besetzten Bunker der GT geschossen worden sein soll, den Wahrheitsgehalt kann ich nicht einschätzen. Angeblich wäre durch Zufall keiner verletzt worden, reiner Glücksumstand...
Waren da nicht auch Schüsse auf Türme in Berlin, war da nicht sogar schon ein Turm mit Stahlplatten gesichert, weil mit Kleinkaliber oder Luftgewehren auf die Posten geschossen worden war? Mir scheint, irgend wo darüber gelesen zu haben.




Danke!
Nachdem was ich dort, wie geschrieben als Resi, gesehen habe, bin ich mir ganz sicher, dass da einige von den Jungs dauernde seelische Schäden davongetragen haben.
Wie - wie gesagt - dort den Soldaten "eingeheizt" wurde, sind solche Geschichten sehr mit Vorsicht zu genießen.

Signatur ->
Der größte Mangel eines Menschen ist und bleibt der Informationsmangel.
Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage bzw. schreibe - nicht dafür, was andere verstehen!

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25.11.2014 20:13 (zuletzt bearbeitet: 25.11.2014 20:14)
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#64
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Hm,ich muß gestehen,dass bei uns im Grenzdienst oft gepennt wurde,meistens in der Nachtschicht.
Und nein,ich war kein Held.
Irgendwann überkam einen die Müdigkeit und man schlief ein,ob man es wollte oder nicht.
Sogar bei Regen und fiesem Frost,nicht nur auf dem Turm,nein auch im Wald wurde abgemattet.
Auch wenn man sich mit Bewegung versuchte wachzuhalten,irgendwann besiegte einen die Müdigkeit.
"Vorgelebt" bekam man das Schlafen auch nach einer Weile von den EK's draussen am Zaun.

Am Anfang wurde DnV durchgezogen,dann wurde es gemütlich.
In den Blechdosen wurde mit Hilfe des Klapp-Spirituskochers oft gebrutzelt.
Alkohol im Abschnitt war aber tabu,soetwas gab es bei uns wirklich nicht.
Beim schlafen lag die Waffe neben dem Grenzer oder sie lag im Fensterbrett des Turmes,stand an einem Baum,was auch immer.
Wir mussten uns vertrauen und wenn wirklich einer die Kurve kratzen wollte,hätte er es eh geschafft,nur dann vielleicht mit richtig bösem Ausgang.

Ich kann mir nicht vorstellen, das jeder Grenzer immer voll wach war.
Niemals,jeder hatte seine schwachen Minuten,in denen er überrumpelt werden konnte,wenn es denn der 2.Mann wollte.

Zwischen den Zäunen hatten wir keine Angst,vor wem?
Mulmig wurde es einem allenfalls mal,wenn Viehzeuch durchs Dickicht schlich.

Am gefählichsten war es bei mir an jenem Tage,als wir zum Grenzarlam rausflogen,um einen Flüchtling zu stellen.
Da hätten uns bald die Glatten,welche auf dem Kolonnenweg in Reihe und Glied zur Abriegelung standen,ne Harte verpasst,als wir aus Richtung GSZ im Dickicht die "Treiber"gaben und auf den Kolonnenweg zuliefen.
Da war vielleicht Bambule im Abschnitt,wir haben alle nur noch wild rumgeschrien.....
Die Geschichte dazu ist in diesem Forum nachzulesen.

Gefährlich waren auch noch die Kradfahrten auf den Kolonnenwegen,vorbei an Koppeln aus Stacheldraht,....denn da wurde oft gerast....

ek40

Edit: Doppelsatz gelöscht.


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25.11.2014 20:50
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#65
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Zitat von damals wars im Beitrag #61
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #57
Zitat von Heimgänger 80 im Beitrag #55

(...)Aber eins war immer klar, man hatte kein Misstrauen gegenüber dem anderen gehabt, d.h. man hat sich vertraut.(..)


War das so klar? Der andere könnte ja abhauen wollen.
Theo

Mann kann nicht 9 stunden lang Angst haben,also hat man sich eine Strategie festgelegt, meine war, bedingungslos Vertrauen.


Zum ersten: stimmt - nicht Angst, aber Respekt vor der Situation.
zu zweitens:"bedingungslos" - hast du Glück gehabt.

Oss`n


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26.11.2014 18:12
#66
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Zitat von ek40 im Beitrag #64
Hm,ich muß gestehen,dass bei uns im Grenzdienst oft gepennt wurde,meistens in der Nachtschicht.
Und nein,ich war kein Held.



Angsthasen haben vor Aufregung kein Auge zugetan.......Die waren auch keine "Helden"....

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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26.11.2014 22:50
#67
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Zitat von ek40 im Beitrag #64
Hm,ich muß gestehen,dass bei uns im Grenzdienst oft gepennt wurde,meistens in der Nachtschicht.
Und nein,ich war kein Held.
Irgendwann überkam einen die Müdigkeit und man schlief ein,ob man es wollte oder nicht.
Sogar bei Regen und fiesem Frost,nicht nur auf dem Turm,nein auch im Wald wurde abgemattet.
Auch wenn man sich mit Bewegung versuchte wachzuhalten,irgendwann besiegte einen die Müdigkeit.
"Vorgelebt" bekam man das Schlafen auch nach einer Weile von den EK's draussen am Zaun.

Am Anfang wurde DnV durchgezogen,dann wurde es gemütlich.
In den Blechdosen wurde mit Hilfe des Klapp-Spirituskochers oft gebrutzelt.
Alkohol im Abschnitt war aber tabu,soetwas gab es bei uns wirklich nicht.
Beim schlafen lag die Waffe neben dem Grenzer oder sie lag im Fensterbrett des Turmes,stand an einem Baum,was auch immer.
Wir mussten uns vertrauen und wenn wirklich einer die Kurve kratzen wollte,hätte er es eh geschafft,nur dann vielleicht mit richtig bösem Ausgang.

Ich kann mir nicht vorstellen, das jeder Grenzer immer voll wach war.
Niemals,jeder hatte seine schwachen Minuten,in denen er überrumpelt werden konnte,wenn es denn der 2.Mann wollte.

Zwischen den Zäunen hatten wir keine Angst,vor wem?
Mulmig wurde es einem allenfalls mal,wenn Viehzeuch durchs Dickicht schlich.

Am gefählichsten war es bei mir an jenem Tage,als wir zum Grenzarlam rausflogen,um einen Flüchtling zu stellen.
Da hätten uns bald die Glatten,welche auf dem Kolonnenweg in Reihe und Glied zur Abriegelung standen,ne Harte verpasst,als wir aus Richtung GSZ im Dickicht die "Treiber"gaben und auf den Kolonnenweg zuliefen.
Da war vielleicht Bambule im Abschnitt,wir haben alle nur noch wild rumgeschrien.....
Die Geschichte dazu ist in diesem Forum nachzulesen.

Gefährlich waren auch noch die Kradfahrten auf den Kolonnenwegen,vorbei an Koppeln aus Stacheldraht,....denn da wurde oft gerast....

ek40

Edit: Doppelsatz gelöscht.


Lila: Wie wahr ! Auf dem schmalen Plattenweg (50 x 50 cm Gehwegplatten) und dann mit Sozius und voll Karacho. Hat sich aber zu meiner Zeit keiner überschlagen.
Mein Krad war mal zur Reparatur (neuer Motor) und ich mußte Sozius spielen. Mann, ging es mir bei dem Fahrer vor allem in den Kurven dünn durch den Dickdarm. Man merkt förmlich, wie sich einem alles innen zusammenzieht. War ich froh, als ich wieder meinen Bock unter dem Ar... hatte. Selbst zu fahren gibt immer ein gewisses Gefühl von Sicherheit, weiman nicht hilflos den Künsten des Fahrers ausgeliefert ist.


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26.11.2014 23:08
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #67
Zitat von ek40 im Beitrag #64
Hm,ich muß gestehen,dass bei uns im Grenzdienst oft gepennt wurde,meistens in der Nachtschicht.
Und nein,ich war kein Held.
Irgendwann überkam einen die Müdigkeit und man schlief ein,ob man es wollte oder nicht.
Sogar bei Regen und fiesem Frost,nicht nur auf dem Turm,nein auch im Wald wurde abgemattet.
Auch wenn man sich mit Bewegung versuchte wachzuhalten,irgendwann besiegte einen die Müdigkeit.
"Vorgelebt" bekam man das Schlafen auch nach einer Weile von den EK's draussen am Zaun.

Am Anfang wurde DnV durchgezogen,dann wurde es gemütlich.
In den Blechdosen wurde mit Hilfe des Klapp-Spirituskochers oft gebrutzelt.
Alkohol im Abschnitt war aber tabu,soetwas gab es bei uns wirklich nicht.
Beim schlafen lag die Waffe neben dem Grenzer oder sie lag im Fensterbrett des Turmes,stand an einem Baum,was auch immer.
Wir mussten uns vertrauen und wenn wirklich einer die Kurve kratzen wollte,hätte er es eh geschafft,nur dann vielleicht mit richtig bösem Ausgang.

Ich kann mir nicht vorstellen, das jeder Grenzer immer voll wach war.
Niemals,jeder hatte seine schwachen Minuten,in denen er überrumpelt werden konnte,wenn es denn der 2.Mann wollte.

Zwischen den Zäunen hatten wir keine Angst,vor wem?
Mulmig wurde es einem allenfalls mal,wenn Viehzeuch durchs Dickicht schlich.

Am gefählichsten war es bei mir an jenem Tage,als wir zum Grenzarlam rausflogen,um einen Flüchtling zu stellen.
Da hätten uns bald die Glatten,welche auf dem Kolonnenweg in Reihe und Glied zur Abriegelung standen,ne Harte verpasst,als wir aus Richtung GSZ im Dickicht die "Treiber"gaben und auf den Kolonnenweg zuliefen.
Da war vielleicht Bambule im Abschnitt,wir haben alle nur noch wild rumgeschrien.....
Die Geschichte dazu ist in diesem Forum nachzulesen.

Gefährlich waren auch noch die Kradfahrten auf den Kolonnenwegen,vorbei an Koppeln aus Stacheldraht,....denn da wurde oft gerast....

ek40

Edit: Doppelsatz gelöscht.


Lila: Wie wahr ! Auf dem schmalen Plattenweg (50 x 50 cm Gehwegplatten) und dann mit Sozius und voll Karacho. Hat sich aber zu meiner Zeit keiner überschlagen.
Mein Krad war mal zur Reparatur (neuer Motor) und ich mußte Sozius spielen. Mann, ging es mir bei dem Fahrer vor allem in den Kurven dünn durch den Dickdarm. Man merkt förmlich, wie sich einem alles innen zusammenzieht. War ich froh, als ich wieder meinen Bock unter dem Ar... hatte. Selbst zu fahren gibt immer ein gewisses Gefühl von Sicherheit, weiman nicht hilflos den Künsten des Fahrers ausgeliefert ist.



@jens-66 Ich habe damals privat auch Motorrad gefahren und dachte, dass ich das auch kann. Bei der ersten Tagesfahrt ging es ja gut.
In der ersten Nachschicht hab ich mich gleich 2 mal auf die Nase gelegt. Mein PV fand das gar nicht toll. Später mit der gewohnten Übung war das kein Problem mehr.


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02.01.2015 16:49
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#69
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Es kam auf das Postengebiet an. Aus heutiger Sicht war ich oft leichtsinnig im Grenzdienst. Zur Nachtschicht bei starken Regen ohne Deckung (Saulochschlucht) bekam ich eine längere Zeit der Meldung über GMN. Nun wurde der Regenumhang übergestülpt und nach einer kurzen Zeit sind die Augen zu gefallen. In der Nacht war auf den Spurenplatten ein reger KFZ Betrieb was ja oft passierte und wir auch bemerkten. Nach Schichtschluss musste ich mich beim KC melden. Angeblich war in dieser Nacht in meinem Gebiet ein Grenzdurchbruch. Da ging mir die Muffe. Ich habe mich schon in Schwedt gesehen. Glücklicherweise konnte man keinerlei Spuren finden. Ich hätte eben in der Führungsstelle die KFZ melden müssen. Schwein gehabt!
Schlimm war die erste Schicht an der Grenze. Und dann noch eine Nachtschicht. Nach der Einweisung meines Postenführers war ich so was von munter. Ich hörte Husten und Schnaufen; und mein PF schnarchte nun auch noch. Nun musste ich leider meinen PF wecken und von einen sich uns nähernden GV berichten. Bloß gut, es waren Kühe.
Gefährlich waren auch die Grenzaufklärer, welche im Hinterland agierten (mit Nachtsichtgerät) und uns auch kontrollieren konnte.
rasselbock


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03.01.2015 17:41
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Zitat von rasselbock im Beitrag #69
Es kam auf das Postengebiet an. Aus heutiger Sicht war ich oft leichtsinnig im Grenzdienst. Zur Nachtschicht bei starken Regen ohne Deckung (Saulochschlucht) bekam ich eine längere Zeit der Meldung über GMN. Nun wurde der Regenumhang übergestülpt und nach einer kurzen Zeit sind die Augen zu gefallen. In der Nacht war auf den Spurenplatten ein reger KFZ Betrieb was ja oft passierte und wir auch bemerkten. Nach Schichtschluss musste ich mich beim KC melden. Angeblich war in dieser Nacht in meinem Gebiet ein Grenzdurchbruch. Da ging mir die Muffe. Ich habe mich schon in Schwedt gesehen. Glücklicherweise konnte man keinerlei Spuren finden. Ich hätte eben in der Führungsstelle die KFZ melden müssen. Schwein gehabt!
Schlimm war die erste Schicht an der Grenze. Und dann noch eine Nachtschicht. Nach der Einweisung meines Postenführers war ich so was von munter. Ich hörte Husten und Schnaufen; und mein PF schnarchte nun auch noch. Nun musste ich leider meinen PF wecken und von einen sich uns nähernden GV berichten. Bloß gut, es waren Kühe.
Gefährlich waren auch die Grenzaufklärer, welche im Hinterland agierten (mit Nachtsichtgerät) und uns auch kontrollieren konnte.
rasselbock

Hallo
kann diesen Beitrag nur zustimmen mit dem Husten und Schniefen der "Rindfiecher". Mit den Grenzaufklären hatten wir keine Probleme waren bei Nacht nicht aktiv. Die Grenzkontrollen mußten angekündigt werden da mal irgendwann ein Vorkommnis passierte.Das Schlafen sicher , viel es einem schwer wach zu bleiben, und "Schiss" hatte man ja auch ist auch keine Schande.Das im Abschnitt mit dem klappbaren Spirituskocher gebruzelt wurde war "normal" durfte halt keiner mitbekommen. Gab meistens Grenzerschaschlik (Reinigungsstab Bockwurst,Brot Wurst) lecker besonders wenn es kalt war. Zu den Grenzkontrollen war unser KC recht kulant haben auch bei -25°C im LO gesessen und den Motor laufen lassen als unser KC auftauchte. Zum aussteigen zu spät hätte er eh von weiten gesehen. Ging alles gut sollten halt uns so stellen das alles eingesehen werden konnte.


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13.02.2015 11:18
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Also geschlafen hat bei uns keiner, aber gegrillt bzw. die Dosen auf dem Heizdackel
(die elektrische Heizung auf dem Turm) aufgewärmt, das gabs schon...klar.
Postenkontrollen waren bei unserem Alten jeden Tag ! Keiner hat da gepennt, denn
er schlich sich immer so weit, wie möglich ran. Wenn er dicht genug dran war, konnte
er meist sehen, ob man rauchte oder schlief. Dann nahm er einen Stein und warf ihn
an die Postenhütte !!! Ein Posten von uns hat mal alle 30 Schuß vor Schreck in die Nacht
geballert und der Alte lag inzwischen flach im Straßengraben am KP ... kein Scheiß !
Da hat der Alte vom Regimenter Einen drüber bekommen, ich war dabei ... ca.100 m weiter
an der nächsten Sprechsäule ... hab mit meinem Posten auch den Kopf eingezogen.


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13.02.2015 11:36
#72
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Als "gefährlichen" Dienst ist mir nur die VGS im Fall Weinhold in Erinnerung.
Die laufenden Fahndungsergänzungen die gemeldet wurden, machten doch einige Gedanken und es brauchte sich keiner um erhöhte Aufmerksamkeit der GP trotz der 12 Stunden-Schichten machen.
Als dann noch ein KFZ-Marsch für unsere GK nach Hildburghausen in Vorbereitung war, das Marschband der KFZ stand schon auf dem Hof, war jeden klar wie "Gefährlich" GD sein kann !

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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13.02.2015 12:49
avatar  Elch78
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Zitat von Geierfahrer-P3 im Beitrag #71
Postenkontrollen waren bei unserem Alten jeden Tag !
... er schlich sich immer so weit, wie möglich ran. Wenn er dicht genug dran war, konnte
er meist sehen, ob man rauchte oder schlief. Dann nahm er einen Stein und warf ihn
an die Postenhütte !!!
Euer "Alter" wollte wohl als Held sterben!
Kontrollen fand ich auch nicht toll (es fand sich ja immer etwas zu meckern) - aber wenn sich einer anschleicht (egal WER!) wäre bei mir Schluß mit lustig gewesen. Man könnte schon von einer gewissen "Lebensgefahr" für den Anschleicher sprechen! Oder: im milderen Fall mit Gesicht nach unten in einer Pfütze liegen ist mehr als das, was man sich in der schönen Natur wünscht.

Rauchen war ja nicht verboten,und wer süß träumte - bitte sehr.
Allerdings bin ich auch nie auf die Idee gekommen, mich in eine Postenhütte oder einen Bunker zu setzen, wo ich weder von der weiteren noch unmittelbaren Umgebung etwas mitkriege.
Grenzdienst ist wohl ganz unterschiedlich gehandhabt worden.

Elch

"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"


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13.02.2015 12:58 (zuletzt bearbeitet: 13.02.2015 12:58)
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Zitat von Geierfahrer-P3 im Beitrag #71
Also geschlafen hat bei uns keiner, aber gegrillt bzw. die Dosen auf dem Heizdackel
(die elektrische Heizung auf dem Turm) aufgewärmt, das gabs schon...klar.
Postenkontrollen waren bei unserem Alten jeden Tag ! Keiner hat da gepennt, denn
er schlich sich immer so weit, wie möglich ran. Wenn er dicht genug dran war, konnte
er meist sehen, ob man rauchte oder schlief. Dann nahm er einen Stein und warf ihn
an die Postenhütte !!!
Ein Posten von uns hat mal alle 30 Schuß vor Schreck in die Nacht
geballert und der Alte lag inzwischen flach im Straßengraben am KP ... kein Scheiß !
Da hat der Alte vom Regimenter Einen drüber bekommen, ich war dabei ... ca.100 m weiter
an der nächsten Sprechsäule ... hab mit meinem Posten auch den Kopf eingezogen.


Grün: Gedeckte Kontrollen war zu meiner Zeit und ich glaube, auch davor und danach, verboten. Ist in unserem Regiment auch mal passiert, daß ein Offz. flach auf dem Boden lag, weil er sich angeschlichen hat und die Grenzer aber glücklicherweise (für ihn) sofort erkannten, wer sich da anschlich.
An einer Kontaktstelle zwischen zwei Kradstreifen im Wald bei Stolpen hatte ich mal ein Bedürfnis. Also paar Meter rein in den Wald und was fand ich: Eine gut getarnte Kuhle. Aha, von hier aus werden wir beobachtet. Also, Hintern blank und einen Berg reingesetzt. Hoffentlich hat jemand nachts versucht, sich da reinzulegen. Ich hab´s nie erfahren, werden die auch wegen der Blamage für sich behalten haben.


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13.02.2015 13:00
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Zitat von Elch78 im Beitrag #73
Zitat von Geierfahrer-P3 im Beitrag #71
Postenkontrollen waren bei unserem Alten jeden Tag !
... er schlich sich immer so weit, wie möglich ran. Wenn er dicht genug dran war, konnte
er meist sehen, ob man rauchte oder schlief. Dann nahm er einen Stein und warf ihn
an die Postenhütte !!!
Euer "Alter" wollte wohl als Held sterben!
Kontrollen fand ich auch nicht toll (es fand sich ja immer etwas zu meckern) - aber wenn sich einer anschleicht (egal WER!) wäre bei mir Schluß mit lustig gewesen. Man könnte schon von einer gewissen "Lebensgefahr" für den Anschleicher sprechen! Oder: im milderen Fall mit Gesicht nach unten in einer Pfütze liegen ist mehr als das, was man sich in der schönen Natur wünscht.

Rauchen war ja nicht verboten,und wer süß träumte - bitte sehr.
Allerdings bin ich auch nie auf die Idee gekommen, mich in eine Postenhütte oder einen Bunker zu setzen, wo ich weder von der weiteren noch unmittelbaren Umgebung etwas mitkriege.
Grenzdienst ist wohl ganz unterschiedlich gehandhabt worden.

Elch

Aber 100%tig!

ek40


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