Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

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17.11.2014 19:29
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#46
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Schlafen im Grenzdienst?
Es ging sogar im laufen,den Hundeleine kurz ums Handgelenk und der Hund zog dann einen in die Richtung.
Schlafen auf den Friedhof,auch kein Problem,es kam auf den Postenführer an,mit der Zeit kannte man sich.Bei Einsatz der Streife auf einen Friedhof,durfte keine Kontrolle den Friedhof betreten.
Ergo,es gab alte Gräber,welche mit Efeu überwuchert waren und eine Hecke hatten.Blick zur Mauer war frei.
Nun den Hund von der Leine befreit und alles ging in Stellung.Das ging natürlich nur wenn es warm war,im Winter gab es Gewächshäuser.
Gruß Rei


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17.11.2014 20:20
#47
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zu meiner zeit,61-63 in der gk veltheim und osterode war alles noch humaner,die grenze war noch offen,am damaligen sogenannten k10 lief eine streife alles andere wr am 500m weg stationiert.und lief dort streife feste postenstandpunkte hatten wir nur 2 dazu kam dann 62 noch ein b turm aus holz.auf der gegenseite stand ein altes pumphaus,wer streife am k10 hatte,hat sich öfters dort zurückgezogen( aber das waren nur die eingeweiten altgedienten) um etwas auszuruhen,wurde nie durch di kontrolle gefunden,der k10 war an dieser stelle ca 5m breit und es lagen steine darauf zum drauftreten.ende 62 wurde dann auch bei uns dicht gemacht durch stacheldrahtrollen am k10.zum grenzdienst war immer ein zug eingesetzt ca 12-14 soldaten.wir waren ja nur eine kleine kompanie in osterode.
bgs haben wir nur selten gesehen an der grenze und wenn dann nur an der straße nch hornburg
gr.lassiter


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17.11.2014 20:55 (zuletzt bearbeitet: 17.11.2014 20:56)
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#48
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ah ja da fällt mir noch was ein, Akkukontrolle vom Signalzaun (die Notstromversorgung mit LKW Batterie) feindwärts vom Signalzaun mit TS Fahrer, wir hatten da so einen Bach der direkt in die Ostsee floss - https://www.google.de/maps/@53.9735368,10.9572711,16z?hl=de
da war es so Usus eine Leuchtrakete reinzuballern und sich an der unter Wasser bewegenden Rakete zu erfreuen. Ging 10 x gut und dieses Mal (Hochsommer,30°C) machte die verdammte Rakete eine Fassrolle und landete freundwärts vom Signalzaun in einer Wiese mit Melde so hoch wie wir und es fing an zu brennen, ach du SCHEISSE! Also Werkzeug aus der TS Tasche und das Streckmetall vom Signalzaun abgeschraubt - ging erstaunlich gut, kein Rost, keine Versenkten Köpfe. Inwischen brannten sicher schon so 5-10m² - wir jeweils mit Schippe und herausgezogenen Unkrautpflanzen und deren Wurzeln das Feuer ausgeschlagen - boah die Rauchfahne war sicher bis Lübeck zu sehen (nah nur in unserer Wahnvorstellung!) wir schwitzten wie die Schweine und stanken wie Feuerwehrmänner nach 3 Tagen Dauereinsatz. Nach erfolgreicher Löschung Spurensicherheit wieder hergestellt und schön wieder verschraubt. Was haben wir danach abgelacht und nur unter vier Augen wieder darüber abgefeixt. Und wir beide wussten auch danach, das keiner für Abt. 2000 arbeitete...

Ach ja Abt. 2000 - wenn jemand interessiert ist, was passiert wenn man mit Schwedenpornos erwischt wird - vom Maj. Abt 2000 - einfach mal nachfragen!


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17.11.2014 20:58
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#49
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Noch eine andere Episode.
Der Dackel wurde immer in der Nähe der Tür zum Postenturm angebunden,damit keiner auf den Turm kam.
Die Streife mußte sich auf den Boden setzen,es durften nur zwei Grenzer am Fenster zu sehen sein.Jeden falls war es es passiert,das eine Kontrollstreife nicht bemerkt wurde,die aber auch nicht in den Turm kamen,der Hund.
Nun schnell vom Turm,Hund abgebunden und los gelaufen.Jetzt kam die Kontrollstreife zurück,mein Postenführer machte Meldung.
Nun wurde es laut,der Offizier brüllte und fuchtelte mit den Händen.Mein Hund saß neben mir,leider hatte ich die Leine nicht kurz gehalten.
Also sah er es als Angriff aus und schon packte er ihm oben an der der Uniformjacke und riss sie herunter.Sah sehr lustig aus.
Nun brüllte ich den Offizier an,das er den vorgeschrieben Abstand zu Hundeführen nicht eingehalten hat.
Ich mach es kurz,es passierte nichts.
Gruß Rei


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17.11.2014 21:08
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#50
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Also wer im Grenzdienst gepennt hat ,war in meinen Augen Lebensmüde!


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20.11.2014 12:58
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#51
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Zitat von B208 im Beitrag #1
Ich hatte immer die Meinung , der Dienst der Grenzsoldaten an der Staatsgrenze zum Klassenfeind war mit besonderen Gefahren verbunden die ein Soldat der NVA bei einem anderen Truppenteil nicht hatte .
Nun habe ich in einem anderen Thema von kompetenten ehemaligen Angehörigen der GT unterschiedlichster Dienstgrade und Dienststellungen auch unterschiedlichster Dienstzeiten gelesen , dass der Dienst am Kanten weitaus ungefährlicher war als von mir angenommen und somit auch von den AGT lässiger durchgeführt wurde . In einem Beitrag wurde davon berichtet , dass das Schlafen im Dienst nichts ungewöhnliches war .

Meine Meinung hatte ich mir aus vielen Beiträgen ehem. Grenzsoldaten hier und in anderen Foren gebildet .
Ich hab nun Zweifel , denn einerseits bedanken sich Mitglieder für Beiträge in denen die Situation an der Grenze fast als Urlaub geschildert wird , andrerseits schreiben sie aber in anderen Themen wie korrekt sie ihren Dienst durchgezogen haben .

Wie war es denn nun ?

Ohne Gefahr und schlafend im Grenzdienst ?


Ja was glaubst Du, was der Zoll auf der Westseite auch meist getan hat, vor allem wenn der Beamte einen Hund hatte? Geschlafen. Die besseren Grenzwächter waren doch die von Drüben. Wenn etwas passierte, hörte man doch. Entweder Leuchtkugeln, Schüsse oder eine Mine ging hoch. War der beste Wecker. Kam der Kontrolleur (Kommissar) schlug der Hund an, hatte sich jemand verlaufen, schlug der Hund an, sollte doch mal einer über die Grenze gekommen sein, schlug der Hund an.
Ich sage Dir, der Grenzdienst war aufregend!


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20.11.2014 13:08
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#52
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Zitat von Hans55 im Beitrag #50
Also wer im Grenzdienst gepennt hat ,war in meinen Augen Lebensmüde!

Wir habe oft genug sowas von geschlafen, wer sollte uns was tun ?
Und eine Scheune ist der beste Ruheplatz...


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20.11.2014 18:16
avatar  PF75
#53
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Zitat von Hans55 im Beitrag #50
Also wer im Grenzdienst gepennt hat ,war in meinen Augen Lebensmüde!



wenn du 24h Dienst hinter dir hast und dann in der nacht alleine auf dem BT sitzt (Führungsstelle war unten im Bunker ) ,können dir mal ganz schnell mal die Äuglein zufallen.
passieren konnte einem ja nichts,der Zugführer mußte eventuelle Kontrollen selber einlassen und das klappern hörte manja oben.


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20.11.2014 18:57 (zuletzt bearbeitet: 20.11.2014 18:57)
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#54
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In der DDR gab es doch für jeden Fliegendreck eine Statistik. Es müsste doch mit dem Teufel zugehen wenn es keine Zahlen über die Anzahl der GWD die an der Grenze waren gibt. Dagegen müsste man dann mal die Zahl der Verletzten oder zu Tode gekommenen setzen. Allerdings wird es schwierig sein den Prozentsatz zu ermitteln, wie viele durch Geigelei oder Alkoholmissbrauch zu Schaden gekommen sind. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass Verkehrsunfälle mit ganz oben stehen. In meinem Jahr an der Grenze hatten wir m.W. nur einen Soldaten der mit nicht unerheblichen Verletzungen ins Krankenhaus musste. So leid es mir tut, aber der ist wirklich nach dem Ausgang vom LO gestürzt (Seemannsköpfer)und hatte beide Hände in den Manteltaschen. Uns hat man später nur berichtet, dass er seinen Eltern welche ihn im Krankenhaus besucht haben erzählt hat, dass sei auf einer Übung passiert.

Der Hesselfuchs


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25.11.2014 15:51
#55
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Dann werde ich hier mal etwas ausführlicher meine Diensterlebnisse, Erfahrungen u.ä. schildern.

Gedient habe ich vom Nov. 79 bis Apr. 80 an der grünen Grenze in der GK Gerstungen-Untersuhl.
Vornweg gleich -> Also als gefährlich für mein Leben habe ich den Dienst an der Grenze nie empfunden. Wer sollte uns Grenzern denn wie etwas antun?
Erstens: Ein normaler Bürger hatte ja keinen Zugang zu Waffen.
Und zweitens: Wie sollte er unbemerkt so nah an uns herankommen, dass er uns etwas antun konnte?!
Das eigentliche "Problem" bestand eigentlich nur darin, dass jemand einen Fluchtversuch in genau in meiner Schicht und ausgerechnet in meinem zusichernden Abschnitt unternimmt, und ich dadurch Ärger mit der Obrigkeit bekomme. Z.Bsp. weil ich/wir ihn nicht festnehmen konnten und er entweder es geschafft hat, oder wieder ins Hinterland verschwunden ist. Aber wie hoch war da wirklich die Wahrscheinlichkeit? Objektiv betrachtet im Promillebereich.
Also war an der "Tagesgrenzdienstordnung" die Schichten möglichst angenehm rumzukriegen. Dazu gehörte unsere private Ausstattung, wie Luki (Luftkissen) - damit man weicher und bequemer sitzt, ein Radio (MIKKI2, Kosmos oder Cora) - dass es nicht so langweilig ist, und ein faltbarer Taschenkocher mit Spiritustabletten - für das leibliche Wohl während der Schicht.
Nun kam es noch darauf an, mit wem man Schicht hatte, denn ist ja normal, dass man nicht mit jedem zu 100% auf einer Wellenlänge war. Mit einem hat man eben mehr, und mit dem anderen weniger (vorallem privates) ge- bzw. besprochen.
Aber eins war immer klar, man hatte kein Misstrauen gegenüber dem anderen gehabt, d.h. man hat sich vertraut. Die vielberüchtigte EK-Bewegung wie wohl bei der NVA gab bei uns nicht. Die EK`s hatten das Sagen -> ja, aber es war immer ein anständiges gutes Verhältnis unter uns (Soldaten 2.Hj. und Gefreiten 3.Hj.)!
Man hat sich die Schichten also versucht so angenehm wie möglich zu machen, mit Musik hören, etwas zu essen kochen/bruzzeln, und auch teilweise in den Nachtschichten aber getrennt mal 1-2 Stunden schlafen.
So lief es bei meinem GWD!

Dies ist jedoch nicht zu vergleichen mit meinen Erfahrungen an der Mauer in Berlin!
Ich hatte ja die Ehre 1984 nochmal als Resi ranzudürfen. Ich war wahrscheinlich soo gut und hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich nochmal gewünscht wurde.
Auch hier vornweg -> Der Dienst dort war für mein Leben auch nicht gefährlich.
Ich kam dort hin mit meinen Erfahrungen und Erlebnissen vom GWD an der grünen Grenze, und dachte noch so, naja dann wirst Du hier die 12 Wochen als Resi abspulen und wenigstens etwas sehen (Westberlin, und alles hell in der Nacht), d.h. es wird nicht so langweilig.
Aber als ich dort ankam, habe ich sofort gemerkt, dass hier etwas schief läuft. Die Soldaten und Gefreiten die dort ihren GWD ableisteten, waren dermaßen kaputt gespielt, dass ich dort Leute angetroffen habe die total "kaputt" waren. Denen hat man soviel Angst gemacht und Druck aufgebaut, dass einige sogar unbewußt leicht teilweise gezittert haben.
Also was dort innerhalb des Regiments in Rummelsburg abgezogen, man muss schon sagen veranstaltet wurde, war nicht normal!!!
Ich habe dort dann etwas Widerstand geleistet und Ablehnung gezeigt, da ja mir als Resi keiner mehr was konnte. Die Jungens taten mir wirklich leid, die dort dienten.
Wenn hier einige Längerdienende aus Rummelsburg im Forum sind, dann sollten sie sich schämen, was sie dort angerichtet haben bzw. wie sie sich gegenüber diesen jungen Kerlen verhalten haben.

Hoffe mein Beitrag ist nicht zu lang und zu uninteressant, und ich konnte evtl. ein wenig aufklären.

Signatur ->
Der größte Mangel eines Menschen ist und bleibt der Informationsmangel.
Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage bzw. schreibe - nicht dafür, was andere verstehen!

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25.11.2014 17:19
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#56
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da gebe ich dir Recht!

schämen sollten sich alle die, die Spielchen mit ihren Untergebenen getrieben haben! Wie das mit dem Napalm in der Ausbildung. Die Bilder der Beiden Jungs habe ich heute noch vor Augen.


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25.11.2014 17:28
#57
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Zitat von Heimgänger 80 im Beitrag #55

(...)Aber eins war immer klar, man hatte kein Misstrauen gegenüber dem anderen gehabt, d.h. man hat sich vertraut.(..)


War das so klar? Der andere könnte ja abhauen wollen.
Theo


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25.11.2014 18:29
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#58
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Dies ist jedoch nicht zu vergleichen mit meinen Erfahrungen an der Mauer in Berlin!
Ich hatte ja die Ehre 1984 nochmal als Resi ranzudürfen. Ich war wahrscheinlich soo gut und hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich nochmal gewünscht wurde.
Auch hier vornweg -> Der Dienst dort war für mein Leben auch nicht gefährlich.
Ich kam dort hin mit meinen Erfahrungen und Erlebnissen vom GWD an der grünen Grenze, und dachte noch so, naja dann wirst Du hier die 12 Wochen als Resi abspulen und wenigstens etwas sehen (Westberlin, und alles hell in der Nacht), d.h. es wird nicht so langweilig.
Aber als ich dort ankam, habe ich sofort gemerkt, dass hier etwas schief läuft. Die Soldaten und Gefreiten die dort ihren GWD ableisteten, waren dermaßen kaputt gespielt, dass ich dort Leute angetroffen habe die total "kaputt" waren. Denen hat man soviel Angst gemacht und Druck aufgebaut, dass einige sogar unbewußt leicht teilweise gezittert haben.
Also was dort innerhalb des Regiments in Rummelsburg abgezogen, man muss schon sagen veranstaltet wurde, war nicht normal!!!
Ich habe dort dann etwas Widerstand geleistet und Ablehnung gezeigt, da ja mir als Resi keiner mehr was konnte. Die Jungens taten mir wirklich leid, die dort dienten.
Wenn hier einige Längerdienende aus Rummelsburg im Forum sind, dann sollten sie sich schämen, was sie dort angerichtet haben bzw. wie sie sich gegenüber diesen jungen Kerlen verhalten haben.


Zitat Heimgänger 80


Bravo!
Endlich einmal einer, der Rummelsburg erlebt hat und sehr gut beschrieben hat, was am Innenring in Berlin abging. .... die Jungs waren so kaputt gespielt... trifft sehr zu.... und - auch seine Anklage der Längerdienenden ist richtig adressiert. Danke Heimgänger 80....
Gefährlich für Grenzsoldaten?
Mein Kommandeur Grenzsicherung hat mir auf Streife im Untergrund des Potsdamer Platzes erzählt, dass einmal aus einer langsam fahrenden S-Bahn auf den dort besetzten Bunker der GT geschossen worden sein soll, den Wahrheitsgehalt kann ich nicht einschätzen. Angeblich wäre durch Zufall keiner verletzt worden, reiner Glücksumstand...
Waren da nicht auch Schüsse auf Türme in Berlin, war da nicht sogar schon ein Turm mit Stahlplatten gesichert, weil mit Kleinkaliber oder Luftgewehren auf die Posten geschossen worden war? Mir scheint, irgend wo darüber gelesen zu haben.


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25.11.2014 18:48 (zuletzt bearbeitet: 25.11.2014 19:28)
#59
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #57
Zitat von Heimgänger 80 im Beitrag #55

(...)Aber eins war immer klar, man hatte kein Misstrauen gegenüber dem anderen gehabt, d.h. man hat sich vertraut.(..)


War das so klar? Der andere könnte ja abhauen wollen.
Theo


Ich kann natürlich nur für meine Zeit und 100%-ig für mich sprechen, aber darüber haben wir wirklich keinen Gedanken verschwendet. Das Verhältnis untereinander, d.h. zwischen den unterschiedlichen Heimgängern, heißt Postenführer und Posten, war wirklich kann man schon sagen sehr gut.
Es werden sicherlich einige als naiv bezeichnen, jedoch hätte man den anderen ja ohnehin nicht wirklich daran hindern können. In einem Jahr am Kanten ergaben sich doch zig Möglichkeiten für jeden.
Kurioserweise zum Beweis ist es tatsächlich jemandem von uns passiert, d.h. ihm ist der andere abgehauen und ihm somit zum Verhängnis geworden. Über diese Sache versuche ich hier in einem anderen Thema auch evtl. noch etwas mehr zu erfahren, da es kurze Zeit vor unserem Heimgang war und wir richtige Informationen damals ohnehin nicht bekommen hätten.

Signatur ->
Der größte Mangel eines Menschen ist und bleibt der Informationsmangel.
Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage bzw. schreibe - nicht dafür, was andere verstehen!

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25.11.2014 19:10
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Zitat von B208 im Beitrag #1
Ich hatte immer die Meinung , der Dienst der Grenzsoldaten an der Staatsgrenze zum Klassenfeind war mit besonderen Gefahren verbunden die ein Soldat der NVA bei einem anderen Truppenteil nicht hatte .
Nun habe ich in einem anderen Thema von kompetenten ehemaligen Angehörigen der GT unterschiedlichster Dienstgrade und Dienststellungen auch unterschiedlichster Dienstzeiten gelesen , dass der Dienst am Kanten weitaus ungefährlicher war als von mir angenommen und somit auch von den AGT lässiger durchgeführt wurde . In einem Beitrag wurde davon berichtet , dass das Schlafen im Dienst nichts ungewöhnliches war .

Meine Meinung hatte ich mir aus vielen Beiträgen ehem. Grenzsoldaten hier und in anderen Foren gebildet .
Ich hab nun Zweifel , denn einerseits bedanken sich Mitglieder für Beiträge in denen die Situation an der Grenze fast als Urlaub geschildert wird , andrerseits schreiben sie aber in anderen Themen wie korrekt sie ihren Dienst durchgezogen haben .

Wie war es denn nun ?

Ohne Gefahr und schlafend im Grenzdienst ?




Hallo habe leider keine Zeit die nachfolgenden Beiträge zu lesen.
Ist aber auch nicht notwendig, denn ich habe ja eine eigene Meinung.

Schlafen im GD !!!!!! Naja.
Mußte jeder selber wissen.
Die Gefahr war wohl weniger (wie immer gepredigt) aus dem "Westen", also feindwärts zu suchen, als von der eigenen Seite, also freundwärts.

Meine Regel damals:
Traue keinem zu 100%.
Sei immer wachsam.
Die Gefahr kommt zu 90% aus den eigenen Reihen oder von " freundwärts".
Flüchtlinge wissen, was sie an der Grenze erwarten kann - viele haben nichts zu verlieren.
Töte niemanden, aber sei immer der schnellere.

Dazu stehe ich noch immer.

Abschließend: Grenzdienst ungefährlich ? - Mann konnte viel dafür oder dagegen tun.
Ein Urlaub war es nie, denn sonst währen wir ja nicht dort gewesen.

Oss`n


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