Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

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15.11.2014 16:43
avatar  jens-66
#16
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Ich kann mir vorstellen,das der Grenzdienst in Berlin schwieriger oder vielleicht stressiger war als anders wo.
Sicherlich hat jeder Grenzsoldat bei der Vergatterung die Lage beschrieben bekommen - und er hat danach zu handeln.
So war es auch bei mir. ( 89- 90. GK 6. Scharfenstein Brocken)
Richtung Brocken waren immer 2 B - Türme besetzt. Nachts dort oben war immer entspannt. Flinte in die eine Ecke, Käppi in die andere Ecke.
Bahnheizkörper an und in der Blechbrotdose schöne Sachen brutzeln - und nicht vergessen: Jede Stunde per GMN in der Führungsstelle
melden. Schlafen ging da nicht.
Richtung Ilsenburg war ich bei Nacht meistens mit meiner ETZ 250 A im vorgelagerten Bereich unterwegs. Also vor dem GSZ bis zur Grenze.
Dort konnte man schon mal `ne Stunde ruhen. Voraus gesetzt, man hat den richtigen Posten oder Postenführer mit dabei. Denn bei jedem ging
das auch nicht. Dort waren wir in soweit sicher, weil sich die Grenzaufklärer oder wer auch immer von der so genannten Obrigkeit,unterwegs war, bei uns
anmelden mussten.
Ich empfand den Grenzdienst dort immer als nicht so ( ja wie soll ich das sagen) schlimm oder vielleicht wichtig.
Wir wussten dennoch alle worum es dort ging und wofür wir da sind.

VG Jens


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15.11.2014 16:57
#17
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Zitat von Rostocker im Beitrag #15
Zitat von Hansteiner im Beitrag #13
Als Grenzer standes du mit einem Bein im Grab und mit dem anderen im Knast !
Sowar bei uns immer die Rede.
Kein PF hat sich auf so ein Risiko eingelassen.

VG H.


Wenn mir Nachts die Müdigkeit überkam, oder ich merkte das beim Posten die Augen kleiner wurden. Dann habe ich mir über das GMN von der Füst. ne Grenzstreife geben lassen. 100m links,rechts von meinen Postenplatz.

Hallo
genau so sehe ich das auch, schlafen ging einfach nicht, da wurde sich bewegt oder es wurde der offizieller Postenpunkt verlassen was zulässig war .Es gab ja Postennummern z.B. (Posten 81 da konnte gehandelt werden wie +3 das hieß ich verlasse den offiziellen Postenpunkt um 3 Postenpunkte "84" so konnte man sich auch manchmal mit anderen Posten treffen. Sicher ging uns manchmal die "Düse"z.B. wenn Kühe auf der Weide waren und diese gehustet haben (Nachtschicht) da konnte man schon manchmal denken das da jemand kommt, oder Rehe ,Wildschweine. Tagsüber eigendlich entspannt. Alsö gefährlich reletiv kommt sicher auch darauf an wo man stationiert war.


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15.11.2014 17:47
avatar  Lutze
#18
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hatten wir schon mal,
mit am gefährlichsten muß es auf so einen runden
Wachturm bei starken Wind gewesen sein
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.11.2014 17:51
#19
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Lutze, in meiner DZ ist bei uns im Bat.-Abschnitt alles stehen geblieben !

VG H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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15.11.2014 17:52
avatar  Pit 59
#20
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Das war schon guter Beton,man wurde ja auch Beobachtet und wollte sich doch nicht wegen ein bischen Windchen Blamieren.


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15.11.2014 17:57
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#21
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lutze hat schon recht,wir hatten 2 bt11 als postenpunkte,wenn da sturm aufkam,haben wir schnell unsere haxen bewegt und sind schleunigst runter!! unten war der mast mit dem grenzmeldenetz und dann durften wir unten bleiben!! ein bt11 der in unserem abschnitt stand ,der am ruschenhain ist dann später mal gekippt!! LG Bernd


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15.11.2014 18:01
#22
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Ich denke mal da war es bei starken Gewittern schon etwas schlimmer.
Wir auf den kahlen Flächen, wenn's geht noch erhöht. War schon nicht ohne !

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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15.11.2014 18:02
avatar  Lutze
#23
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Zitat von icke-ek71 im Beitrag #21
lutze hat schon recht,wir hatten 2 bt11 als postenpunkte,wenn da sturm aufkam,haben wir schnell unsere haxen bewegt und sind schleunigst runter!! unten war der mast mit dem grenzmeldenetz und dann durften wir unten bleiben!! ein bt11 der in unserem abschnitt stand ,der am ruschenhain ist dann später mal gekippt!! LG Bernd

hoffentlich war da kein Grenzer mehr drauf,
wann kippte dieser Grenzturm?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.11.2014 18:47
avatar  coff
#24
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Bei Gewitter wenn die 501 abgeschaltet wurden und man als Posten bzw als A-Gruppe rausgeflogen am Kolonnenweg stand das war schon nicht ohne. Da hat man öfters im peitschenden Regen flach gelegen mit der Kaschi vom Regenumhang verdeckt damit der Blitz nicht vom Metall angezogen wurde
Unvergessliche Momente hatte man da auch wenn die 501 trotz Abschaltung vor einen am Zaun hochgingen weil der Blitz in die Anlage ging und Minenreihen auslöste...

Nachts war es bei uns verboten Türme zu besetzen, da musste mit Eintritt der Dunkelheit abgesessen werden

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )


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15.11.2014 18:50
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#25
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Wenn die Müdigkeit zu groß wurde, dann half nur Bewegung. Wenn man sich bei der Führungsstelle aus dem Grund für eine Grenzstreife abmelden wollte, hat man auch meistens die Genehmigung dafür bekommen. Die wussten ja am Ende auch was los war. Ein Postenpaar auf Streife war doch immer besser als ein schlafendes Postenpaar.

Der Hesselfuchs


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15.11.2014 18:55
avatar  Linna
#26
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Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ein Postenpaar in der Nacht geschlafen hätte, weil der Postenführer
sich über das Grenzmeldenetz in regelmäßigen Abständen im Führungspunkt melden mußte. Hätte er das verschlafen wäre
ziemlich bald der Alarmzug präsent gewesen und das hätte ziemlichen Ärger gegeben. Außerdem waren ständig Postenkontrollen
im Abschnitt, die immer dann kamen wenn man sie nicht erwartete.
Das Grillen während des Grenzdienstes halte ich auch für Utopie, weil es von den Hubschraubern der anderen Seite mit
Sicherheit aufgenommen worden und in deren Medien als Lachfotos verbreitet worden wäre, natürlich mit entsprechenden
Konsequenzen für das Postenpaar.

Gruß-Linna


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15.11.2014 19:04 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2014 19:05)
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#27
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Zitat von Linna im Beitrag #26
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ein Postenpaar in der Nacht geschlafen hätte, weil der Postenführer
sich über das Grenzmeldenetz in regelmäßigen Abständen im Führungspunkt melden mußte.
Hätte er das verschlafen wäre
ziemlich bald der Alarmzug präsent gewesen und das hätte ziemlichen Ärger gegeben. Außerdem waren ständig Postenkontrollen
im Abschnitt, die immer dann kamen wenn man sie nicht erwartete.
Das Grillen während des Grenzdienstes halte ich auch für Utopie, weil es von den Hubschraubern der anderen Seite mit
Sicherheit aufgenommen worden und in deren Medien als Lachfotos verbreitet worden wäre, natürlich mit entsprechenden
Konsequenzen für das Postenpaar.

Gruß-Linna


Der Posten konnte auch die Meldung machen, war doch auch ein Grenzsoldat und wie sollte er denn sonst was lernen?
Also schön ran ans GMN, wenn die auf der FüSt den PF unbedingt haben wollten wurde halt geweckt.

Also da waren wir schon flexibel um an eine Mütze Schlaf zu kommen


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15.11.2014 19:05
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#28
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Das Menschen nachts einschlafen, ist das normalste von der Welt. Auch laufen half nicht immer, bei einer Erkältung bin ich auch im Gehen eingeschlafen,das waren Schrecksekunden, die ich bis heute nicht vergessen habe.
Ich habe auch nie jemanden Vorwürfe gemacht, bei den Dienst, den wir Schruppen mussten, gerade über die Feiertage, verstärkte Grenzsicherung, mal 10 Nachtschichten hintereinander, das hält keiner aus!


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15.11.2014 19:09
#29
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Da hast du recht.
VGS längere Zeit war sowieso ein Kapitel für sich !

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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15.11.2014 19:10
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#30
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Zur Meldung auf der Füst reichte einer aus und die Postenkontrolle das war teilweise auch berechenbar. Entweder war die Kontrollstreife zu Fuß und man konnte sich ausrechnen, wenn sie frühestens aufschlagen konnte. Wer konnte war sowieso ständig am GMN und über den Standort der Streife informiert. Bei jedem kontrollierten Posten wurde ja eine Meldung abgesetzt. Bei bestimmten geplanten Handlungen (z.B. Abgabe eines Schusses) war die "Vorinformation" des Nachbarpostens wichtig. Da wurde dann von mehreren Posten ein Schuss auf dem feindwärtigen Vorfeld gemeldet. Wichtig war nur, dass die ungefähre Position des Postens im Gebiet stimmte und eine erforderliche Erreichbarkeit gewährleistet war.

Der Hesselfuchs


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