Flucht mit dem Agrarflugzeug

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12.12.2009 19:21
#31
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Felix--zu meiner Zeit verfügten die GT über keine Flugabwehrwaffen.Was hätte das auch für einen Sinn gehabt,von Kw.abschießen.Man hätte ja auch nicht gewußt wo das Ding dann runter kommt und die Reakionszeit wäre viel zu kurz gewesen.Nee das war schon die Aufgabe der Luftverteidigung.


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12.12.2009 19:30
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#32
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Also war das eine Aufgabe für die Radaranlagen der NVA solche Flieger zu orten ?


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12.12.2009 19:49 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2009 19:49)
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#33
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Dabei stellt sich mir die Frage nach vorhandenen Mitteln zur Flugabwehr bei den GT.

Waren hier entsprechende Mittel, wie z.B. die Strela, zumindest ansatzweise (evtl. Btl-Ebene) vorhanden, oder nahm man es hin gegen solche Fluchtversuche keine Maßnahmen ergreifen zu können? Dürfte je eh sehr selten passiert sein.
[/quote]
---------------------------------------------
Hallo Feliks,

Strela gab es nicht, nach meiner Erinnerung noch nicht mal in Berlin, und die hatten ja bei der GT die ganzen bösen Sachen die es an der Westgrenze so nicht gab!
Auf Luftfahrzeuge, so diese sich in der Luft befanden durfte nicht geschossen werden! Eine Landung konnte sowieso nicht verhindert werden, ist ja bekanntlich noch keines oben geblieben. Das Starten sollte jedoch unterbunden werden. Angekündigt mit verschießen des Signals "ein Stern rot". Ist wohl international für Start abbrechen o.s.ä.. Danach ? Tja, da bleibt einem nicht mehr viel.
Eventuell wie bei Stirb langsam

Mike59


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12.12.2009 21:40 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2009 21:41)
#34
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Zitat von karl143
Fluchten mit Agrarflugzeugen waren keine Seltenheit. Fast jedes Jahr kamen damit Piloten im Westen an. Es war eigentlich, wenn man die "Mitreisenden" im Flugzeug hatte, eigentlich eine ganz gefahrlose Akion. Das Problem war immer nur, die Familienangehörigen die fast immer mit im Flugzeug waren, erst einmal unterzubringen. Bei Süpplingen (mit pp) war auch so ein Agrarflugzeug heruntergekommen. Bilder anbei.



Siehe rote Markierung im Text zuvor:

Von 1962 bis 1989 gab es 23 Fälle der Flucht mit Flugzeug oder Ballon.
Schwerpunktjahre waren:
1978 3 Fälle
1979 5 Fälle
1987 3 Fälle

1 Fall, mit Ballon, endete mit dem Tod des Flüchtlings. Dies war 1989, Berlin-Schlachtensee.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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12.12.2009 21:49 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2009 21:49)
#35
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Zitat von Mike59

Auf Luftfahrzeuge, so diese sich in der Luft befanden durfte nicht geschossen werden! Eine Landung konnte sowieso nicht verhindert werden, ist ja bekanntlich noch keines oben geblieben. Das Starten sollte jedoch unterbunden werden. Angekündigt mit verschießen des Signals "ein Stern rot". Ist wohl international für Start abbrechen o.s.ä.. Danach ? Tja, da bleibt einem nicht mehr viel.
Mike59



Geregelt war die Nichtanwendung der Schußwaffe, gegen Flugzeuge fremder Nationalität, die die Lufthoheit der DDR verletzten, in der
DV018/0/008
Einsatz der GT zur Sicherung der Staatsgrenze - Grenzkompanie.

Der Start unberechtigt gelandeter Luftfahrzeuge oder die Aufnahme von Personen in Hubschrauber sollte, wenn notwendig, durch die Anwendung der Schußwaffe entsprechend den dafür geltenden militärischen Bestimmungen verhindert werden.
DV 018/0/002
Einsatz der GT zur Sicherung der Staatsgrenze - Grenzregiment

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13.12.2009 01:03
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#36
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Naja, nichts anderes wollte ich damit ja auch sagen. Ich wollte nur nicht so böse da stehen. Die, welche Ahnung haben wußten eh wie das abläuft.

Mike59


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13.12.2009 09:41
#37
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Zitat von Mike59
Naja, nichts anderes wollte ich damit ja auch sagen. Ich wollte nur nicht so böse da stehen. Die, welche Ahnung haben wußten eh wie das abläuft.
Mike59



Moin Mike59,

mein Beitrag soll auch nur eine Ergänzung sein.

TH

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13.12.2009 11:56
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#38
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Hi @ Karl143,

naja wie Thunderhorse schon schrieb...ganz so viele Agrarflieger oder auch andere Piloten sind dann doch nicht geflüchtet.
Da wären ja der Interflug die Flugzeugführer ausgegangen, mal überspitzt gesagt.

Übrigens danke für die Fotos, Karl!

Also war das eine Aufgabe für die Radaranlagen der NVA solche Flieger zu orten ?
....@ Zermatt, ich kenn mich ja etwas aus mit der Materie, die Flieger waren ja im unmittelbaren Grenzgebiet stationiert, sind ja meist (im Arbeitseinsatz) unterhalb des Radars geflogen und schwups waren sie auch schon auf der anderen Seite.
Das gefährliche an der Sache war, die Familienmitglieder aufzunehmen, sprich die Maschinen mußten noch zwischen landen.
Die Arbeitsflugplätze wurden oft vom MFS beobachtet....dort war es nicht möglich!

Ich hab oft meinen Vater besucht bei der Arbeit, ich war ja verrückt nach Flugzeugen, der hat mich nicht mal in die Kanzel gelassen....das war alles so von verboten! Ich hab das nur nicht begreifen wollen als Stift.

MfG


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13.12.2009 12:31
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von karl143
Fluchten mit Agrarflugzeugen waren keine Seltenheit. Fast jedes Jahr kamen damit Piloten im Westen an. Es war eigentlich, wenn man die "Mitreisenden" im Flugzeug hatte, eigentlich eine ganz gefahrlose Akion. Das Problem war immer nur, die Familienangehörigen die fast immer mit im Flugzeug waren, erst einmal unterzubringen. Bei Süpplingen (mit pp) war auch so ein Agrarflugzeug heruntergekommen. Bilder anbei.



Siehe rote Markierung im Text zuvor:

Von 1962 bis 1989 gab es 23 Fälle der Flucht mit Flugzeug oder Ballon.
Schwerpunktjahre waren:
1978 3 Fälle
1979 5 Fälle
1987 3 Fälle

1 Fall, mit Ballon, endete mit dem Tod des Flüchtlings. Dies war 1989, Berlin-Schlachtensee.




@Werraglück,
ich führe keine Statistiken. Die Angabe der Fluchten mit Agrarfliegern geschah mehr aus einem Gefühl heraus. Wenn TH hier aber für den Zeitraum 1962 - 1989, also 27 Jahre, 23 Fluchten angibt, dann kommt das doch unfähr auch hin. Auch wenn sich das Ganze durch die Ballung in 1979 z. B. etwas verschiebt. Worauf es mir ankam, das diese Art von Flucht bei weitem mehr verbreitet war, als man eigentlich annahm.


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13.12.2009 12:47
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#40
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@Werraglück,
ich führe keine Statistiken. Die Angabe der Fluchten mit Agrarfliegern geschah mehr aus einem Gefühl heraus. Wenn TH hier aber für den Zeitraum 1962 - 1989, also 27 Jahre, 23 Fluchten angibt, dann kommt das doch unfähr auch hin. Auch wenn sich das Ganze durch die Ballung in 1979 z. B. etwas verschiebt. Worauf es mir ankam, das diese Art von Flucht bei weitem mehr verbreitet war, als man eigentlich annahm.


klar, Karl!

War ja auch am sichersten (relativ) diese Art von Flucht!

Deine Fotos sind vom 30.07. 1979 in Klein-Vahlberg/Niedersachsen(Süpplingen). So steht es in meinem schlauen Buch....
Weißt du, ob der Flugzeugführer noch "Fluggäste" dabei hatte?

MfG


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13.12.2009 12:54
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ABV

Im Bereich unseres VPKA gab es auch Agrar-Flugplätze. Diese wurde von zivilen Wachkräften gesichert. Im Zweistundenrythmus mussten sich die Wachleute telefonisch beim "Operativen Diensthabenden" des VPKA melden. Vorkommnisse gab es meines Wissens nach nicht. Berlin war von uns nur ca. 70 km entfernt, da hätte ein gekaperter Agrarflieger gute Dienste leisten können.
Übrigens mussten bei uns auch Raupen und andere schwere Technik aus dem selben Grund gegen unbefugte Benutzung gesichert werden. Die ABV sollten darauf während ihrer Streife ein besonderes Augenmerk legen.

Gruß an alle Uwe
http://www.Oderbruchfotograf.de

13.12.2009 13:19
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#42
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Es hat jetzt nichts mit Flucht zu tun, aber vielleicht wissen hier Insider was zu einer Notlandung Anfang 1988 mit einer Z-37 in Martinroda/Vacha mangels Sprit!?

MfG


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13.12.2009 13:56 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2011 10:24)
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Zitat von werraglück


Deine Fotos sind vom 30.07. 1979 in Klein-Vahlberg/Niedersachsen(Süpplingen). So steht es in meinem schlauen Buch....
Weißt du, ob der Flugzeugführer noch "Fluggäste" dabei hatte?

MfG


Nein, die Flucht war am 31.07.1979. Der Pilot hatte seinen Sohn, die Lebensgefährtin und deren Tochter dabei. Überflogen hat er die Grenze nördl. Zusammenfluß in Höhe der ehem. Bahnlinie Jerxheim (Bahnhof) - Gunsleben. Foto der ehemal. Bahnlinie vom letzten Montag habe ich mal angehängt. Direkt hinter der Leitplanke (Brücke über einen Entwässerungsgraben) verlief die Grenzlinie.


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13.12.2009 14:09
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#44
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Ok, danke Karl!

In meiner Quelle steht der 30.07.1979...dann Druckfehler.

MfG


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13.12.2009 14:28
#45
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Zitat von werraglück
Es hat jetzt nichts mit Flucht zu tun, aber vielleicht wissen hier Insider was zu einer Notlandung Anfang 1988 mit einer Z-37 in Martinroda/Vacha mangels Sprit!?
MfG



War die DDR-SUM.
Werksnummer 19-07.
Der Pilot ignorierte die Warnanzeigen, landete dann zw. Bäumen in einem Garten.

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