Flucht mit dem Agrarflugzeug

  • Seite 2 von 10
20.08.2009 11:44
avatar  ( gelöscht )
#16
avatar
( gelöscht )

Zitat von werraglück
Was ist mit der Cessna auf dem Tieflader? Wird sich doch nicht einer im Osten verflogen haben...
MfG

Nunja, ich haette auch gehofft das wir hier jemanden finden der die entsprechenden Ausgaben der Flugrevue einscannt und hier 'reinstellt . Wird bestimmt noch
-Th


 Antworten

 Beitrag melden
01.09.2009 00:40
avatar  ( gelöscht )
#17
avatar
( gelöscht )

Hi,

ich habe hier noch ein Foto einer gelungenen Flucht mit der alt bekannten Z-37 des Agrarfluges 1987 eine 4köpfige Familie landet in Ludwigsstadt/Bayern!

Quelle: " Die Grenze durch Deutschland" von Roman Grafe


 Antworten

 Beitrag melden
19.10.2009 20:48
#18
avatar

Zitat von CaptnDelta

Zitat von werraglück
Was ist mit der Cessna auf dem Tieflader? Wird sich doch nicht einer im Osten verflogen haben...
MfG


Nunja, ich haette auch gehofft das wir hier jemanden finden der die entsprechenden Ausgaben der Flugrevue einscannt und hier 'reinstellt . Wird bestimmt noch
-Th




Das Heft ist möglicherweise beim Verlag noch erhältlich.
Mit scannen und einstellen gäbe es sicherlich rechtliche Probleme.

TH

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
20.10.2009 09:25
avatar  josy95
#19
avatar

Hallole,

ich kann Euch noch von einem gescheiteten Fluchtversuch berichten.

Wie ihr wißt, hab ich von 11/78 bis 04/80 beim LüB 5 (Landeübersetzbatallion - NVA) in Havelberg gedient.
Wir hatten einen s. g. Wasserausbildungsplatz in Nitzow, das ist ca. 5 km von Havelberg Richtung Glöwen/ Bad Wilsnak. Der Platz wird heute noch als Übungsgelände der Bundeswehr genutzt, befindet sich an der s. g. "Alten Havel", dem durch den Bau des Elbe- Havelkanals für die Schiffahrt unwichtig gewordenen natürlichen Havelverlauf.

Dort waren 1979 mehrere in der Uferböschung eingelassene halbrunde Betongaragen. Einer davon war versiegelt, darin stand ein teildemontiertes (Wasser-) Flugzeug Marke Eigenbau mit Trabantmotor. Durch die Spalten der etwas maroden Holztür konnte man das relativ gut sehen. Ein BuZ erzählte mir dazu, das das Ding ein ehem. BuZ, der auf diesem Wasserausbildungsplatz als Objektverantwortlicher gedient hat, Mitte der 70-er gebaut hat. Kurz vor seiner geplanten Flucht muß die Sache wohl verpfiffen worden sein oder es ist anderweitig rausgekommen, jedenfalls wurde der verhaftet und das MfS hat sich mit der Sache befaßt und das Flugzeug "gecheckt". Flugtauglich muß die Kiste wohl gewesen sein, es hätte wohl nur ein Problem mit einer normalen Landung gegeben, die wohl aus irgendwelchen techn.- konstruktiven Mängeln nicht möglich gewesen wär.
Was mit dem Erbauer geworden ist, wußte niemand. Der Fall wird ja wohl eindeutig als Fahnenflucht verurteilt worden sein. Zu der ganzen Sache selbst weiß ich auch nicht mehr, als das ich hier niedergeschrieben habe.
Vielleicht weiß jemand mehr???


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

 Antworten

 Beitrag melden
21.10.2009 16:34
avatar  josy95
#20
avatar

Mal ein kleiner (DDR-) Witz um ein Agraflugzeug:

In Veckenstedt, Nachbarort von Ilsenburg war zu tiefster DDR- Zeit ein Agrarflugzeug zum Düngen der Felder. Die LPG mußte einen Bauern für Hilfstätigkeiten abstellen.
Es war Freitag Vormittag, Auftrag und Plan waren wie immer vorfristig erfüllt, da druckste der Bauer beim Piloten rum.
Der Pilot fragte, ...dann sag doch mal laut und deutlich, was Du auf dem Herzen hast...!
Der Bauer ganz kleinlaut und bescheiden: ...na, Kolleje, geh ja bald in Rente und ich würde zu gern mal mein Dorf von oben sehen, hat man ja sonst nie Gelegenheit zu, du weißt doch, Grenznähe und so....! Der Pilot: Mensch, kein Problem, wenn du deine Klappe halten kannst, das müssen wir doch keinen sagen, starten wir halt nochmal...!Liegen ja gut in der Zeit...!
Gesagt, getan, der Bauer nimmt hinter dem Piloten Platz und los geht`s! Der Pilot fliegt ne Linkskurve über`n Dorf, der Bauer hinten drin: (auf Harzer Platt!) "Dat hebbeck mek jedacht", der Pilot fliegt ne Rechtskurve, der Bauer hinten drin: "Dat hebbeck mek ooch noch jedacht". Der Pilot fliegt zum Abschluß einen Luping, der Bauer hinten drin: "Aber dat hebbeck mek nich jedacht!". Die beiden landen wieder, "und", sagt der Pilot, "wie war`s?". Der Bauer, etwas sprachlos "Super!".
Der Pilot daraf: "Was haste dir denn da immer in den Bart gebrubbelt?". Der Bauer: "Dat eck mek bei ner Linkskurve inpullere, dat hebbeck mek jedacht, dat eck mek bi ner Rechtskurve inkacke, hebeck mek ook noch jedacht, aber dat bi`n Luping de Schiete ut`en Nacken rutkomet, dat hebeck mek nich jedacht...!"

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

 Antworten

 Beitrag melden
21.10.2009 16:45
avatar  Pitti53
#21
avatar

gröööööööööööööhl


 Antworten

 Beitrag melden
22.10.2009 16:04
avatar  josy95
#22
avatar

Zitat von Pitti53
gröööööööööööööhl




Pitti53, seit wann verstehst Du den Harzer Platt als Meck- Vorpommer....? und


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

 Antworten

 Beitrag melden
22.10.2009 16:37
avatar  ( gelöscht )
#23
avatar
( gelöscht )

Jo, der war lustig!


 Antworten

 Beitrag melden
22.10.2009 18:14
avatar  Pitti53
#24
avatar

Zitat von josy95

Zitat von Pitti53
gröööööööööööööhl




Pitti53, seit wann verstehst Du den Harzer Platt als Meck- Vorpommer....? und


josy95




platt is platt..die grundform kennt man


 Antworten

 Beitrag melden
12.12.2009 17:23
avatar  ( gelöscht )
#25
avatar
( gelöscht )

Hi,

um wieder zum Thema zurückzukommen, hab ich hier noch Daten zu einer Flucht in den 1970ern.

Wiederum eine Z-37 des Agrarfluges der DDR, besetzt mit 3 Personen landet am 12.06.1978 in der Nähe von Baunatal südlich von Kassel, kommend aus Thüringen.

Nach dem die 2 Personen aufgenommen wurden, flog der Flugzeugführer die "DM-SLN" in Richtung BRD und landete dort sicher und glücklich.
Hier ein Foto entstanden nach der Ankunft.


MfG


 Antworten

 Beitrag melden
12.12.2009 18:22 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2011 10:23)
avatar  ( gelöscht )
#26
avatar
( gelöscht )

Fluchten mit Agrarflugzeugen waren keine Seltenheit. Fast jedes Jahr kamen damit Piloten im Westen an. Es war eigentlich, wenn man die "Mitreisenden" im Flugzeug hatte, eigentlich eine ganz gefahrlose Akion. Das Problem war immer nur, die Familienangehörigen die fast immer mit im Flugzeug waren, erst einmal unterzubringen. Bei Süpplingen (mit pp) war auch so ein Agrarflugzeug heruntergekommen. Bilder anbei.


 Antworten

 Beitrag melden
12.12.2009 18:37 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2009 18:52)
avatar  ( gelöscht )
#27
avatar
( gelöscht )

Auch Jahre nach dem Fall der Mauer freue ich mich immer wieder wenn ich von geglückten Fluchten zu lesen bekomme.
Ich denke das es bestimmt weh getan hat das Grad diese Menschen von denen man voll überzeugt war das sie der DDR treu ergeben sind. Und dennoch den Abflug geschafft haben.


 Antworten

 Beitrag melden
12.12.2009 18:49
avatar  ( gelöscht )
#28
avatar
( gelöscht )

Zitat von karl143
Fluchten mit Agrarflugzeugen waren keine Seltenheit. Fast jedes Jahr kamen damit Piloten im Westen an. Es war eigentlich, wenn man die "Mitreisenden" im Flugzeug hatte, eigentlich eine ganz gefahrlose Akion. Das Problem war immer nur, die Familienangehörigen die fast immer mit im Flugzeug waren, erst einmal unterzubringen. Bei Süpplingen (mit pp) war auch so ein Agrarflugzeug heruntergekommen. Bilder anbei.




Dabei stellt sich mir die Frage nach vorhandenen Mitteln zur Flugabwehr bei den GT.

Waren hier entsprechende Mittel, wie z.B. die Strela, zumindest ansatzweise (evtl. Btl-Ebene) vorhanden, oder nahm man es hin gegen solche Fluchtversuche keine Maßnahmen ergreifen zu können? Dürfte je eh sehr selten passiert sein.


 Antworten

 Beitrag melden
12.12.2009 19:07
avatar  ( gelöscht )
#29
avatar
( gelöscht )

Hey, Felix, der Feind sollte doch eigentlich aus dem Westen kommen...
Nee, nichts für ungut, wenn so ein Flugzeug zu niedrig für die Radarerfassung fliegt, was willst du da tun? Nichts.


 Antworten

 Beitrag melden
12.12.2009 19:12 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2009 19:13)
avatar  ( gelöscht )
#30
avatar
( gelöscht )

Zitat von Augenzeuge
Hey, Felix, der Feind sollte doch eigentlich aus dem Westen kommen...
Nee, nichts für ungut, wenn so ein Flugzeug zu niedrig für die Radarerfassung fliegt, was willst du da tun? Nichts.




Eben deshalb frag ich ja nach eventuell vorhandenen Flugabwehrmitteln, anderes Gerät außer Kübel, P3 und AK war ja auch vorhanden.

Wer würde denn auf den Gedanken kommen und einen Republikflüchtling einfach so vom Himmel holen.


Na ja jetzt mal im Ernst, gab es Flugabwehrmittel egal bin welcher Form auch immer bei den GT und wo waren sie dann untergebracht auf welcher Ebene.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!