Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

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18.08.2009 19:42von ( gelöscht )
Frage
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Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

Es wird ja immer vermutet (oder ist fakt), dass die Materialien dazu aus der BRD kamen.

Weiß darüber jemand genaueres - sprich Hersteller oder Herstellungsort?

Mein bisheriges Wissen beschränkt sich auf Buderus in Wetzlar und einen Metallverarbeitenden Beitrieb in Fulda, welche Stacheldraht produzierten.

19.08.2009 20:41von ( gelöscht )
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Zitat von karl143
Zitat von Heldrasteiner
Aus Schweden?
Dann wars Kiruna-Stahl. Kein Wunder, daß damit heute noch Grundstücke eingezäunt sind und der Zaun wie neu aussieht

Der sogenannte "Kiruna Stahl" muß nicht aus Schweden kommen. Kiruna ist lediglich der Namensgeber für die Erzbergwerke. Dort befindet sich nicht ein einziges Stahlwerk. Das Erz kommt auf Schiffen in Bremen an und wird dann mit der Bahn weiterbefördert. Um diese Kosten niedrig zu halten, sind fast alle Stahlwerke in Deutschland im Norden, bzw. Westen angesiedelt. Wenn diese Erzzüge durch den Bahnhof fahren, gezogen von 2 starken E-Loks da wackeln sprichwörtlich die Bahnsteige. Dort in den Werken, zum Beispiel in Salzgitter von der Salzgitter AG wird dann der Stahl hergestellt.


Richtig, das schwedische Stahlwerk steht in Lulea.

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19.08.2009 21:14von ( gelöscht )
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Zitat von Pitti53
Zitat von Thorsten
Peine/Salzgitter - Stahlwerke AG
Bei uns in der BGS-Unterkunft Braunschweig wurde auch damit spekuliert, dass der Zaun für die DDR-Sperranlagen in Salzgitter hergestellt wird.
Wir frotzelten schon damit, dass die Grenzestreifen jeweils ein Zaunelement hätte mitnehmen können, denn von den Stahlwerken bis zur Grenze waren es mal gerade 25-30 km.


na denn hättet ihr die doch auch noch anmontieren können.man hätten wir kosten gespart..das da keiner drauf gekommen ist

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Hätten wir bestimmt auch gegen harte Währung gemacht - Nein Danke - das wäre mit dem Grundgedanken nicht zu vereinbaren - seitens der Bundesrepublik wurden damals ja keine Hindernisse zur Fluchtverhinderung aufgestellt.
Nur Warnvorrichtungen wie Schilder und Barrieren, die ahnungslosen Grenzbesuchern auf ein ungewolltes Überschreiten der Grenze West-Ost hinweisen sollten.

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19.08.2009 23:39von Rostocker
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Zitat von LEGO
Zitat von Rostocker
Mal eine Frage hier.Wir hatten damals auf den Schalsee zwei Grenzboote.Und da gab es das Gerücht--das man sagte,die Boote wurden durch 2 Volvomotoren angetrieben.Motoren die aus Schweden stammten.Nun meine Frage--Ist da was dran?


Ich kann Dir nur bestätigen, dass die beiden Grenzboote langsamer waren, als die kleinen Flitzer des BGS.
Der Verlauf der Grenze mitten durch den Schaalsee bot mehrere Möglichkeiten für lange Parallelfahrten

Gruß LEGO
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Ich habe dort 74(75 gedient am Schaalsee.Habe öfters mal vom B-Turm aus beobachtet, wenn eins der Grenzboote mit dem BGS-Boot so eine stille Wettfahrt machte.Aber meine Erkenntnis war,klar war das BGS-Boot in der Anfahrt schneller aber wenn das Grenzboot von Seiten der DDR auf Hochtouren war.Dann sah es für die andere Seite auch schlecht aus.Aber um die Politik aus dem Spiel zu lassen.Sage ich Dir Logo ---beide Schiffstypen haben sich nicht viel genommen.
PS:Habe mal eine Frage an Dich-Logo.hast Du Fotos vor der Grenzöffnung aus der Gegend? Ich selber suche und finde nichts.Gruß Rostocker

20.08.2009 15:57von S51
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Am Kanten gab es an den Streckmetallfeldern keine Herstellerangaben. Ich habe meine Zeit als Uffz-Schüler größtenteils in Glöwen verbracht. Dort haben wir auch Wache geschoben. Am Fahrzeugpark wurde damals ein Feld gewechselt, nachdem ein Kfz-Kran mangels funktionierender Bremsen mit dem Ausleger durchgerauscht war. An diesem Feld war ein etwa 50 mm langes Kunsstoffschild, ca. 10 mm hoch "Salzgitter AG". War aber nicht lange dran.

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S51
20.08.2009 21:02von Rostocker
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Zitat von S51
Am Kanten gab es an den Streckmetallfeldern keine Herstellerangaben. Ich habe meine Zeit als Uffz-Schüler größtenteils in Glöwen verbracht. Dort haben wir auch Wache geschoben. Am Fahrzeugpark wurde damals ein Feld gewechselt, nachdem ein Kfz-Kran mangels funktionierender Bremsen mit dem Ausleger durchgerauscht war. An diesem Feld war ein etwa 50 mm langes Kunsstoffschild, ca. 10 mm hoch "Salzgitter AG". War aber nicht lange dran.
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Wenn es an dem so ist oder war.Ich sagte war.War doch das deutsch,deutsche Verhältnis garnicht so schlimm.So hat man auf Jahre hinaus Arbeitsplätze erhalten.Das nennt man Klassenkampf.
Naja selbst heute noch würde man mit den Teufel paktieren--wenn der Profit stimmt

20.08.2009 21:34von ( gelöscht )
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In Antwort auf:
Naja selbst heute noch würde man mit den Teufel paktieren--wenn der Profit stimmt



Oje Rostocker,

geh mal davon aus, dass die deutsche Waffenindustrie genau das tut...

Ein Link für das Jahr 2007 spricht für sich:

http://www.rib-ev.de/?p=141

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21.08.2009 08:37von Pitti53
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Zitat von manudave
In Antwort auf:
Naja selbst heute noch würde man mit den Teufel paktieren--wenn der Profit stimmt



Oje Rostocker,

geh mal davon aus, dass die deutsche Waffenindustrie genau das tut...

Ein Link für das Jahr 2007 spricht für sich:

http://www.rib-ev.de/?p=141

ist nix neues...schon im 1.weltkrieg hat krupp kanonen und granaten an beide seiten verkauft

26.08.2009 15:10von westsachse
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Wie ich in meiner Vorstellung geschrieben habe war ich beim GSZ-Bau 1984 in Vacha dabei. Von den Stacheldrahtrollen wurden die Etiketten normalerweise entfernt. Die Sorgfalt lies aber hier offenbar auch zu wünschen übrig. Ich erinnere mich, mehrere Logos von Stahlherstellern "feindwärts" gesehen zu haben.

Gruß

westsachse

26.08.2009 19:18von ( gelöscht )
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Wir schreiben so einfach darüber...

Ist das nicht eigentlich unglaublich, was da so ablief... ?

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26.08.2009 20:47von ( gelöscht )
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Das ganze ist ein hoch spannendes Thema, welches ich mir vor 2 Tagen auch schon überlegte, hier mal einzubringen.
Ich selbst hatte den rostfreien Stacheldraht vor einem offenbar regelmäßigen Austausch am Signalzaun auch mit irgendwelchen herstellerspezifischen Bezeichnungen gesehen und klar als bundesdeutschen Import identifiziert. Hat für mich damals allerdings alles ins Bild gepasst, genau wie heute. Was ich hier mal anregen wollte: wer kann mir das Gerücht bestätigen (ich weiß nicht mehr die Quelle, ich nehme an, es waren "die Alten", Also EK's 79/II): die ganze Grenze hat pro Kilometer und Jahr (!) eine Mio. DM (!) gekostet. Habe ich damals nicht glauben wollen, aber auch nie etwas anderes darüber gehört. Ich meine aber auch, daß das Streckmetall aus Richtung Westen importiert wurde.
Wer kennt dazu Verbindliches?
Viel Grüße
mig29

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26.08.2009 20:50von ( gelöscht )
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Beim Materialwert scheiden sich die Geister - man wird kaum was Belegbares finden:

Es schwankt zwischen 1.000 Mark/m und 10.000 Mark/m - diese Zahlen höre ich oft von ehem. Grenzern. Aber ist halt ne große Spanne...

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26.08.2009 21:10von Rostocker
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[quote="mig29"]Das ganze ist ein hoch spannendes Thema, welches ich mir vor 2 Tagen auch schon überlegte, hier mal einzubringen.
Ich selbst hatte den rostfreien Stacheldraht vor einem offenbar regelmäßigen Austausch am Signalzaun auch mit irgendwelchen herstellerspezifischen Bezeichnungen gesehen und klar als bundesdeutschen Import identifiziert. Hat für mich damals allerdings alles ins Bild gepasst, genau wie heute. Was ich hier mal anregen wollte: wer kann mir das Gerücht bestätigen (ich weiß nicht mehr die Quelle, ich nehme an, es waren "die Alten", Also EK's 79/II): die ganze Grenze hat pro Kilometer und Jahr (!) eine Mio. DM (!) gekostet. Habe ich damals nicht glauben wollen, aber auch nie etwas anderes darüber gehört. Ich meine aber auch, daß das Streckmetall aus Richtung Westen importiert wurde.
Wer kennt dazu Verbindliches?
Viel Grüße
mig29[/quote
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Davon habe ich schon 74/75 gehört,aber dazu gehörte alles.Auch die Unterhaltungskosten.Aber sicher kann hier noch jemand was zu sagen,ich glaube irgendwo wurde es im Forum auch schon mal angeschnitten.

26.08.2009 22:47von Ari@D187
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Hallo,
hat sich erledigt.

Gruß
Stefan

26.08.2009 22:52von ( gelöscht )
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Alles VEB XXXX und Preise in Mark der DDR?

Passt nicht zu den vorherigen Schreiben.

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26.08.2009 23:07von ( gelöscht )
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Zitat von Ari@D187


Stacheldraht CrNi
Rolle mit 1680 m
Preis: 1 t, 27.458.40 M
Hersteller: VEB Drahtwerk Staßfurt

Preise, Stand Mitte der 80er Jahre,"
Quelle: Thunderhorse

Gruß
Stefan


Dass der ChromNickel Signaldraht ein bundesdeutscher Import war, habe ich anhand der Label selbst gesehen.
Andere Kollegen offensichtlich auch. Im Übrigen hat die DDR Regierung ihre Valuta sorgsam für Dinge ausgegeben, die ihr wirklich wichtig waren. Wer von uns will anzweifeln, dass eine möglichst dichte Westgrenze dazugehörte?
Gruß mig29

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