Kirche in der DDR

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11.11.2014 14:11
avatar  Telamon
#1
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Die Bedeutung der Kirche hat den letzten Jahren vor dem Mauerfall zugenommen.
Ich hatte nie etwas mit der Kirche in der DDR zu tun, darum einige Fragen.
Welchen Einfluss hatte die Kirche in der DDR?
Gab es vor den "Wendejahren" wirklich überzeugte Christen in der DDR und durch wem oder was kam diese Überzeugung?
Eine entsprechenden Schulstunde gab es ja nicht
Hat diese Überzeugung mit dem Elternhaus zu tun oder kam sie von selbst?


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11.11.2014 14:34
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#2
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Was für eine Antwort erwartest du?
War nicht die Kirche immer gegen die DDR.!!!
Waren nicht die Christen ein konservativer Haufen?
thomas 48


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11.11.2014 15:11
#3
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Hallo Telamon,

der Mensch der DDR wurde ja nicht neu geschaffen. Da wirkten 1000 Jahre Geschichte ebenso wie im Westen. Kirchen und Kirchgemeinden existierten selbstverständlich weiter. Die Stätten der Reformation liegen auf dem ehemaligen DDR-Territorium.
Das ist eigentlich selbstverständlich.


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11.11.2014 15:12
avatar  Telamon
#4
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War die Kirche gegen die DDR oder die DDR gegen die Kirche, ich weiß es nicht.
Ich hatte nie mit jemandem zu tun der in der Kirche war.


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11.11.2014 15:13
#5
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Was heißt "die DDR".

SED und die Kirchen haben sich nicht gemocht, koexistierten aber und arrangierten sich auch. Schließlich gab es auch eine CDU.
Durch die Westbindung (Kirchenprovinzen waren auch grenzübergreifend, soviel ich weiß), hatten die Kirchen Rückhalt.

Anders als in China z. B. war die katholische Bindung zu Rom nie infrage gestellt.


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11.11.2014 16:40
avatar  furry
#6
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Zitat von Regina im Beitrag #2
Was für eine Antwort erwartest du?
War nicht die Kirche immer gegen die DDR.!!!
Waren nicht die Christen ein konservativer Haufen?
thomas 48


@Regina alias thomas 48, vielleicht könntest Du ja mal ein wenig ausführlicher antworten, statt mit Fragen auf Fragen zu antworten. Wäre doch nett, oder?
Meines Erachtens gehörten die Mitglieder der Kirchen in der DDR auch zur DDR, unter ihnen viele anerkannte Menschen, die trotz ihrer Heimat in der DDR für das Land sehr viel geleistet haben.


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11.11.2014 17:09
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#7
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Zitat von furry im Beitrag #6
Zitat von Regina im Beitrag #2
Was für eine Antwort erwartest du?
War nicht die Kirche immer gegen die DDR.!!!
Waren nicht die Christen ein konservativer Haufen?
thomas 48


@Regina alias thomas 48, vielleicht könntest Du ja mal ein wenig ausführlicher antworten, statt mit Fragen auf Fragen zu antworten. Wäre doch nett, oder?
Meines Erachtens gehörten die Mitglieder der Kirchen in der DDR auch zur DDR, unter ihnen viele anerkannte Menschen, die trotz ihrer Heimat in der DDR für das Land sehr viel geleistet haben.

Ich wollte ja nur etwas provozieren.
Habe ja schon viel über die Kirche und allgemein über die Christen getippt.
Sucht in der Suchmaschine


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11.11.2014 17:30
avatar  furry
#8
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Statt zu provozieren möchte ich @Telamon eine hoffentlich verwertbare Antwort geben.
Als Kind wurde ich christlich erzogen, wobei hier meine Mutter den Hauptpart inne hatte. Also volles Programm bei Kindergottesdienst und Christenlehre.
Ein Jahr nach der Jugendweihe wurde ich konfirmiert. Grund war hier weniger der Glaube als mehr ein gewisser Weitblick meiner Eltern. Sie sagten sich nämlich, sollte der Junge mal an ein Mädchen geraten, das auf einer kirchlichen Heirat besteht, dann stünde dem nichts im Wege.
Den Konfirmandenunterricht habe ich sogar als sehr wohltuend empfunden, weil da nicht nur Katechismus und Gebote gepaukt wurden, sondern wir auch als Einzelpersönlichkeiten Gehör fanden, was ich bei der FDJ vermisste. Aus diesem Grund war ich auch sehr oft Gast bei der Jungen Gemeinde. Im Laufe meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung traten bei mir aber immer mehr Zweifel auf, hinsichtlich der verkündeten Lehren. Heute gehöre ich keiner Kirche an.
Anderseits gab es aber auch in der DDR viele, sehr gut ausgebildete Menschen, die einer Kirche angehörten. Wie es um ihren Glauben bestellt war, kann ich nicht beurteilen.


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11.11.2014 17:41
#9
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furry, das war im Westen oft nicht anders (bin ich mir sicher).
Beim entsprechenden Elternhaus wurde man hineingeboren und viele haben formell mitgemacht, ohne regelmäßig den Gottesdienst zu besuchen.

Im Extremfall ging ein Pfarrerskind zur RAF.


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11.11.2014 17:45
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#10
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Zitat von Regina im Beitrag #7
Zitat von furry im Beitrag #6
Zitat von Regina im Beitrag #2
Was für eine Antwort erwartest du?
War nicht die Kirche immer gegen die DDR.!!!
Waren nicht die Christen ein konservativer Haufen?
thomas 48


@Regina alias thomas 48, vielleicht könntest Du ja mal ein wenig ausführlicher antworten, statt mit Fragen auf Fragen zu antworten. Wäre doch nett, oder?
Meines Erachtens gehörten die Mitglieder der Kirchen in der DDR auch zur DDR, unter ihnen viele anerkannte Menschen, die trotz ihrer Heimat in der DDR für das Land sehr viel geleistet haben.

Ich wollte ja nur etwas provozieren.
Habe ja schon viel über die Kirche und allgemein über die Christen getippt.
Sucht in der Suchmaschine


Mit Deiner "Provokation" hast Du aber ziemlich die Wahrheit getroffen....


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11.11.2014 17:47
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#11
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Zitat von furry im Beitrag #8
Statt zu provozieren möchte ich @Telamon eine hoffentlich verwertbare Antwort geben.
Als Kind wurde ich christlich erzogen, wobei hier meine Mutter den Hauptpart inne hatte. Also volles Programm bei Kindergottesdienst und Christenlehre.
Ein Jahr nach der Jugendweihe wurde ich konfirmiert. Grund war hier weniger der Glaube als mehr ein gewisser Weitblick meiner Eltern. Sie sagten sich nämlich, sollte der Junge mal an ein Mädchen geraten, das auf einer kirchlichen Heirat besteht, dann stünde dem nichts im Wege.
Den Konfirmandenunterricht habe ich sogar als sehr wohltuend empfunden, weil da nicht nur Katechismus und Gebote gepaukt wurden, sondern wir auch als Einzelpersönlichkeiten Gehör fanden, was ich bei der FDJ vermisste. Aus diesem Grund war ich auch sehr oft Gast bei der Jungen Gemeinde. Im Laufe meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung traten bei mir aber immer mehr Zweifel auf, hinsichtlich der verkündeten Lehren. Heute gehöre ich keiner Kirche an.
Anderseits gab es aber auch in der DDR viele, sehr gut ausgebildete Menschen, die einer Kirche angehörten. Wie es um ihren Glauben bestellt war, kann ich nicht beurteilen.




So etwas habe ich ja noch nie gehört. Hat es sich wenigstens "rentiert"?


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11.11.2014 17:51
avatar  furry
#12
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #11
Zitat von furry im Beitrag #8
Sie sagten sich nämlich, sollte der Junge mal an ein Mädchen geraten, das auf einer kirchlichen Heirat besteht, dann stünde dem nichts im Wege.



So etwas habe ich ja noch nie gehört. Hat es sich wenigstens "rentiert"?


@schnatterinchen , so war die Zeit, schon sehr lange her. Gelohnt hat sich die Heirat und Bestand auch, ohne christlichen Segen.


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11.11.2014 18:39
avatar  polsam
#13
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #11
Zitat von furry im Beitrag #8
Statt zu provozieren möchte ich @Telamon eine hoffentlich verwertbare Antwort geben.
Als Kind wurde ich christlich erzogen, wobei hier meine Mutter den Hauptpart inne hatte. Also volles Programm bei Kindergottesdienst und Christenlehre.
Ein Jahr nach der Jugendweihe wurde ich konfirmiert. Grund war hier weniger der Glaube als mehr ein gewisser Weitblick meiner Eltern. Sie sagten sich nämlich, sollte der Junge mal an ein Mädchen geraten, das auf einer kirchlichen Heirat besteht, dann stünde dem nichts im Wege.
Den Konfirmandenunterricht habe ich sogar als sehr wohltuend empfunden, weil da nicht nur Katechismus und Gebote gepaukt wurden, sondern wir auch als Einzelpersönlichkeiten Gehör fanden, was ich bei der FDJ vermisste. Aus diesem Grund war ich auch sehr oft Gast bei der Jungen Gemeinde. Im Laufe meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung traten bei mir aber immer mehr Zweifel auf, hinsichtlich der verkündeten Lehren. Heute gehöre ich keiner Kirche an.
Anderseits gab es aber auch in der DDR viele, sehr gut ausgebildete Menschen, die einer Kirche angehörten. Wie es um ihren Glauben bestellt war, kann ich nicht beurteilen.




So etwas habe ich ja noch nie gehört. Hat es sich wenigstens "rentiert"?



Hallo @schnatterinchen ,
aus persönlichem Erleben kann ich das bestätigen.
Ich bin in meiner frühen Kindheit durch meine Mutter angehalten gewesen regelmäßig zur Christenlehre zu gehen.
Als folgsames Knäblein hat man das dann auch gemacht.
Irgendwann war die Thematik der Auferstehung dran. Ich hab dann kindlich naiv die Äußerung getätigt, dass das alles nicht so stimmen kann was uns die alte Dame da erzählt, denn mein Onkel ist im Krieg umgekommen und der ist auch nicht wieder auferstanden.
Da hab ich dann die rote Karte gesehen, für mich war von da ab Kirche tabu.
Dann stand 1971 meine Hochzeit an. meine Frau (vom Lande) sehr kirchlich erzogen wollte unbedingt vor den Altar, also kirchlich heuraten.
Frühzeitig beim Pastor nachgefragt und die Auskunft erhalten, dass er mich, da ich keine Konfirmation hatte, nicht trauen kann.
Wir haben dann eine Möglichkeit gefunden, dass die Hochzeit doch den Wünschen meiner Frau entsprechend statt finden kann.
Ich bin 1970/71 mehrere Monate jede Woche Mittwochs in Ausgang eggangen um bei einem Doktor der Theologie meine "Konfirmation" zu erhalten.
Dessen Sohn war Wehrpflichtiger in unserer Kompanie, der hat diesen Kontakt vermittelt.
Das waren sehr interessante Nachmittage die ich da in Babelsberg zugebracht habe.
Bewust religiöse Themen haben wir dort nicht behandelt. Wir haben wie man so sagt "über Gott und die Welt" geredet.
Diese Gespräche waren aufschlußreicher als der Polit-Unterricht.
Ich hab dann meine Konfirmationsurkunde erhalten und der Dorfpfarrer konnte uns Trauen.
Unsere Kinder wurden auf Wunsch von Frau getauft. Das ist auch aus dem gewissen Weitblick der Eltern (Frau) geschehen.

Zur Tochter schreib ich noch was, beim Sohn war das wohl umsonst.


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11.11.2014 19:35
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#14
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Ich frage mich schon immer, welche Mitwirkung oder führende Rolle hat die Kirche bei den sog. Revolutionen in den einzelnen Staaten.
Eigenartiger Weise ist die Kirche in einer Form beteiligt. Besonders wurde das in Polen deutlich. Da hat der US-Präsident Reagan über den
Papst, also dem Vatikan, an Walesa Geld zugeschickt. Das Gleiche ist in der UdSSR passiert.in der Zeit von Glasnost und Perestroika
Außer dem westlichen politischen Einfluß, erlangte die Kirche auch in Ungarn an Macht.
Und wie war es in der DDR. Über die Kirche würde alles organisiert, was zu Untergang der DDR führte. Wer hatte das Sagen am "Runden Tisch"?.
Mir geht ein Ausspruch eines MfS-Majors nicht aus dem Kopf. Dieser sagte bei einem Gespräch, dass die Kirche der größte Geheimdienst ist, der
der existiert.

Gruß von Grenzerhans


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11.11.2014 19:41
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#15
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Und ich Kamel hab immer gedacht meine Kirchensteuer ist rausgeschmissenes Geld

gruß Hapedi


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