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#21

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.11.2014 16:20
von Rainman2 | 5.850 Beiträge | 802 Punkte
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Ich geh mal für ein Momentchen scheinbar in das OT:

Ich war gestern in Cardiff mit meiner Lieblingsrugbytrainerin. Wir schauten uns das Länderspiel Wales gegen Australien an. Live im "Millenium Stadium" mit 55.000 anderen Rugbybegeisterten, u.a. Prinz William und Kate. Nachdem die Mannschaften angetreten und ihre Hymnen gespielt waren, bat der Stadionsprecher die beiden Mannschaftskapitäne symbolisch Kränze für die gefallenen britischen Soldaten der vergangenen Kriege niederzulegen. Danach spielte ein Trompeter einen Zapfenstreich und es folgte eine Schweigeminute, die durch den Pfiff des Schiedsrichters beendet wurde. Nach dem Trompeter meinten ein paar Besoffene, Klatschen und Grölen zu müssen, sie waren aber schnell wieder still. Ich gestehe, dass auch mich der Moment mitgenommen hat. Auf der Anzeigetafel des Stadions wurden Namen einzelner Gefallener aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg eingeblendet. Vielleicht waren Namen dabei, die auch ich in der Geschichte über meinen Großvater erwähnt hatte ... die Gefallenen der beiden Monitore (Kanonenboote) "Raglan" und "M28", die am 20. Januar 1918 durch die Schüsse der Kriegsschiffe "Göben" und "Breslau" versenkt wurden ...

Es hat niemanden gestört, Gedenken und den Spaß einer heißumkämpften Rugby-Partie miteinander zu verbinden. Warum soll das nicht auch in Berlin gehen? Warum sollen verkomplizierende Deutsche nicht hinbekommen, was betrunkene walisische und australische Rugby-Fans hinbekommen? Nein, nicht alle waren betrunken, aber selbst die Betrunkenen haben das hinbekommen. Warum kann man nicht mitten in der Feier oder davor kurz innehalten und eines Momentes der Geschichte gedenken, in dem das Nazigesindel in Deutschland den latenten Antisemitismus nutzte und ein ganzes Volk zu seinem Komplizen machte. Das ist nämlich die Reichskristallnacht und nichts anderes. Sie ist nicht "irgendein Datum" in der deutschen Geschichte.

Es geht nicht in meinen Schädel hinein, warum nicht, trotz Spaß und Freude und Eiapopeia, auch ein Gedanke an diese wechselvolle Geschichte unseres Volkes gehen darf. Mangelnde historische Multitaskingfähigkeit?

Viel Spaß beim Feiern und/oder beim Gedenken!
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


grenzgänger81 und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2014 16:22 | nach oben springen

#22

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.11.2014 16:38
von Barbara (gelöscht)
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Ein bemerkenswertes Erlebnis, Rainman.

Ich glaube, das kann dann gelingen, wenn man Geschichte nicht als Abfolge von Daten versteht, sondern als einen Zusammenhang, der in jedem von uns in der Tiefe wirksam ist. Nie ist eine Periode abgeschlossen, sondern folgt kausal und ineinandergreifend aufeinander, Geschichte ist wie ein mäandernder Fluss, der Ort und die Umstände, an und unter denen man in den Fluss hineinsteigt, ist die persönliche Dimension.

Auch unsere jüdischen Mitbürger (deren Wohlergehen in unserem Staat wieder unserer aktuellen Aufmerksamkeit bedarf!) werden sich heute freuen, werden feiern mit uns zusammen, da bin ich mir ganz sicher. Trotz des furchtbaren kollektiv erlebten Traumas ihrer Geschichte. Wir können wahrscheinlich von ihnen lernen und dabei wissen wer wir sind.

Wir können noch so vieles lernen, wir Deutschen :-)

.


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2014 16:38 | nach oben springen

#23

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.11.2014 16:42
von Ari@D187 | 2.162 Beiträge | 483 Punkte
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #3
Fall the wall - die Lichtinstallation entlang der ehemaligen Mauer. Für wen? Der Berliner weiß, wo die Mauer verlief. Also ein Medienereignis mit Anziehungskraft für Touristen? Gut - bringt der armen Stadt, die sexy ist, Geld in die Kasse. Und da hört es für mich schon auf.

Warum?

In den letzten Tagen der Erinnerung an die Freude ist eins vollkommen in den Hintergrund getreten. Die Erinnerung an die Trauer. An den 9. November 1938. Wenn morgen die Ballons in den Himmel schweben werden und sich die Mauer auflösen wird, [...]

Direkt im Brennpunkt der Lichtinstallation befindet sich das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
Ich denke, daß viele Besucher die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des "Mauerfalls" ebenfalls nutzen um
dort innezuhalten und zu gedenken.

Der 9.11.1938 war ein "Meilenstein" auf dem Weg zur Teilung, der 9.11.1989 ein Meilenstein auf dem Wege
zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.11.2014 17:35
von StabsfeldKoenig | 3.015 Beiträge | 445 Punkte
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Wir sollten uns ach an den 9. November 1918 erinnern, als Arbeiter und Bauern, die in "des Kaiser Rock" gezwungen, nach über 4 Jahren den Krieg satt hatten und die Gewehre umdrehten, um eine bessere Gesellschaft zu erkämpfen. Aber diese Revolution wurde durch die SPD-Führung (insbes. Ebert, Noske und Scheidemann) verraten. Diese SPD Bonzen ließen kaisertreue Truppen in Berlin auf Arbeiter schießen, statt daß sie versuchen den Gegensatz zwischen SPD, USPD und Spartakisten zu überwinden. Letztendlich haben die Verräter der Revolution den Weg ermöglicht, auf dem durch die Restauration des Kapitalismus der Weg in Faschismus und einen weiteren Weltkrieg einzuleiten.
Ein demokratischer Sozialismus hätte dagegen den gemäßigten Kräften (Bucharin usw.) in der Sowjetunion nach Lenins Tos den Rücken gestärkt, um sowohl Stalin, als auch Trotzki von der Macht fernzuhalten.


Rainman2, SEG15D und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 08:26
von Regina | 643 Beiträge | 1 Punkte
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Wie hätte der demoktratischer Sozialismus das gemacht?
Ist der Soz. nicht eine Diktatur?



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#26

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 11:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #21
Es hat niemanden gestört, Gedenken und den Spaß einer heißumkämpften Rugby-Partie miteinander zu verbinden. Warum soll das nicht auch in Berlin gehen? Warum sollen verkomplizierende Deutsche nicht hinbekommen, was betrunkene walisische und australische Rugby-Fans hinbekommen?


Na ja, eine ausschließlich den Briten oder Aussies vorbehaltene Fähigkeit ist das ja nun auch nicht: Auch in deutschen Fußballstadien gab und gibt es Gedenk- und Schweigeminuten, die vom Stadionsprecher verkündet und von den Fans respektiert und eingehalten werden - der Tod von Robert Enke fällt mir da als Beispiel ein.

Aber es macht für mich schon einen Unterschied, ob ich aufgefordert werde, mal für ne Minute die Klappe zu halten - oder ob zwei unvereinbare Ereignisse bzw. damit verbundene Gefühle gleichzeitig im Kopf verarbeitet werden sollen.


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#27

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 12:04
von Barbara (gelöscht)
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Ich habe gestern ein bisschen RBB geschaut, die hatten jede Menge Zeitzeugen zur knacke vollen Bösebrücke geladen, natürlich auch Herrn Jäger und den Polizisten der vor 25 Jahren die Ansage über das Automikrophon machte, dass man hier nicht ohne Visum über die Güst käme. Dazu eingeladen war auch die Frau die ihn spontan geknutscht hat, als sie dann doch rüber konnte. Die beide haben bis heute Kontakt miteinander.

Selbst über TV kam die unglaublich schöne Atmosphäre rüber, Leute hielten ihre Original-DDR-Pässe in die Kameras und manche Interviewte konnte kaum sprechen, weil sie so zurück versetzt waren in der Zeit Es war ein wunderbares Bild, als die Ballons langsam hochstiegen. Überhaupt, wie alle auf ihre Ballons aufgepasst haben. Das hat mich an die RUHR2010 erinnert, da wurden ja im Ruhrgebiet an der Stelle der ehem. Zechen gelbe Ballons platziert, für die sich die Menschen verantwortlich fühlten.

An der Bernauer war eine junge norwegische Gruppe von Friedensaktivisten, die selbstverständlich ihre Ballons betreuten und ganz aufgeregt waren, Teil zu nehmen. Sie reisen weiter durch Europa. An jedem Ballon der in die Lüfte ging, hingen handgeschriebene Botschaften. Also Augen auf :-)


Meine Tochter, die zufällig in Berlin ist, und die durch mich per Telefon verdonnert wurde, statt in eine Disko auf die Straße zu gehen, schickte mir das folgenden Bild



Insgesamt ist erstaunlich, das wurde auch am TV gesagt, wie viele junge Leute Anteil nahmen, von wegen, die interessieren sich nicht für unsere Geschichte.
.


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#28

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 12:43
von Gelöschtes Mitglied
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Ich habe gestern abend noch mit einigen Menschen gesprochen, die sich das Spektakel am Mauerpark hier in Pankow angesehen haben. Sie waren durch die Bank enttäuscht: Zum einen muss es brechend voll gewesen sein, ein einziges Gedrängel und Geschubse. Daunter auch viele, die mit nicht sehr viel Vernunft ausgestattet waren und Kleinkinder oder Hunde mitgebracht haben. OK, vielleicht hatten sie auch nicht mit solchen Menschenmassen gerechnet. Das andere war die Kürze der Aktion: In wenigen Sekunden war alles vorbei, sobald die Ballons drei, vier Meter gestiegen waren, konnte man sie kaum noch sehen. Einheitlich war auch die Aussage, dass ich nichts versäumt habe: Manches sollte man sich doch besser im TV anschauen.

Gut, auf der "Meile" am Brandenburger Tor war Party angesagt. Aber dorthin wäre ich ohnehin nicht gegangen, selbst wenn es möglich gewesen wäre: Die "Berliner Kindl"-Brauerei hat offensichtlich ein Monopol für Großveranstaltungen - und ich mag das Bier einfach nicht.


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#29

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 12:51
von Gert | 14.076 Beiträge | 6967 Punkte
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #24
Wir sollten uns ach an den 9. November 1918 erinnern, als Arbeiter und Bauern, die in "des Kaiser Rock" gezwungen, nach über 4 Jahren den Krieg satt hatten und die Gewehre umdrehten, um eine bessere Gesellschaft zu erkämpfen. Aber diese Revolution wurde durch die SPD-Führung (insbes. Ebert, Noske und Scheidemann) verraten. Diese SPD Bonzen ließen kaisertreue Truppen in Berlin auf Arbeiter schießen, statt daß sie versuchen den Gegensatz zwischen SPD, USPD und Spartakisten zu überwinden. Letztendlich haben die Verräter der Revolution den Weg ermöglicht, auf dem durch die Restauration des Kapitalismus der Weg in Faschismus und einen weiteren Weltkrieg einzuleiten.
Ein demokratischer Sozialismus hätte dagegen den gemäßigten Kräften (Bucharin usw.) in der Sowjetunion nach Lenins Tos den Rücken gestärkt, um sowohl Stalin, als auch Trotzki von der Macht fernzuhalten.



sozusagen als die Vasallen der Russen, na ja sind sie ja 25 Jahre später dann doch geworden.


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#30

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 12:55
von eisenringtheo | 10.422 Beiträge | 4764 Punkte
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Zitat von Regina im Beitrag #25
Wie hätte der demoktratischer Sozialismus das gemacht?
Ist der Soz. nicht eine Diktatur?

Sehr häufig steht der Begriff in Programmen sozialdemokratischer Parteien
https://www.spd.de/linkableblob/1816/dat...er_programm.pdf
Godesberger Prorgamm der SPD
(Seite 2) ..Diese neue und bessere Ordnung erstrebt der demokratische Sozialismus.
(Seite 3)....Der demokratische Sozialismus, der in Europa in christlicher Ethik, im Humanismus und in der klassischen Philosophie verwurzelt ist, will keine letzten Wahrheiten verkünden - nicht aus Verständnislosigkeit und nicht aus Gleichgültigkeit gegenüber den Weltanschauungen oder religiösen Wahrheiten, sondern aus der Achtung vor den Glaubensentscheidungen des Menschen, über deren Inhalt weder eine
politische Partei noch der Staat zu bestimmen haben

(Seite 4)...Der demokratische Sozialismus erstrebt darum eine neue Wirtschafts- und Sozialordnung.
(Seite 17) ...Der demokratische Sozialismus ist immer von dem Gedanken der internationalen Zusammenarbeit und Solidarität erfüllt gewesen. In einer Zeit internationaler Verflechtungen aller Interessen und Beziehungen kann kein Volk mehr für sich allein seine politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Probleme lösen.
In sozialistischen Staaten wurde eher der Begriff "Demokratischer Zentralismus" gebraucht.
Theo


zuletzt bearbeitet 10.11.2014 12:59 | nach oben springen

#31

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 17:48
von ABV | 4.342 Beiträge | 1085 Punkte
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Gestern hatten wir uns zu einer spontanen Fahrt nach Berlin entschlossen. An einem Tag wie diesen ist das wohl einfach ein absolutes muss! Wenn man gerade mal schlappe achtzig Kilometer Luftlinie vom Brandenburger Tor entfernt wohnt.
Also gesagt, getan! Leider begann unsere Tour mit einer kleinen Ernüchterung: zwischen Küstrin-Kietz und Berlin verkehren die Züge beinahe stündlich. Auf dem ersten Blick liegt es nahe, per Eisenbahn mal eben in die Hauptstadt zu düsen. Gott sei Dank hatte ich mich vorher nach den Fahrpreisen erkundigt. Achtzehn Euro kostet eine Fahrt, für eine Person. Summa summarum würde der Spaß mit Hin und Rückfahrt also Zweiundsiebzig Euronen kosten! Wucher, etwas anderes fällt mi zu diesem Preis nicht ein.
Mir blieb nichts anderes übrig als meinen Peugeot zu starten und zum S-Bahnhof nach Strausberg zu fahren. Statt einem Kilometer kamen da ganz schnell sechzig Kilometer zusammen. Was sich aus finanzieller Sicht dennoch lohnte! Das nächst liegende muss nicht unbedingt das billigere sein.
Vom Strausberger S-Bahnhof, genauer gesagt dem Bahnhof Strausberg-Vorstadt, bin ich seinerzeit, am 05. Dezember 1989, zum ersten Mal in den "Westen", sprich Westberlin, gefahren. Damals war der Bahnsteig voller aufgeregter Fahrgäste. Dazwischen Transportpolizisten und Reichsbahner, die sich vergeblich bemühten. Ordnung ins Chaos zu bringen.
Ganz anders das Bild am 09. November 2014: zwei verloren Figuren standen verloren herum. Reichsbahner und Transportpolizisten gibt es bekanntlich längst nicht mehr. Oder es gibt sie doch, aber sie werden eben nur anders genannt. Je nach Blickwinkel.
Bereits nach wenigen Minuten fuhr die S-Bahn, aus Richtung Strausberg-Nord kommend, ein. Zur Weiterfahrt nach Spandau. Daran hätte Ende 1989 noch nicht einmal der größte Optimist geglaubt, dass eines Tages die S-Bahn von Strausberg nach Spandau fahren wird. Ganz selbstverständlich und völlig grenzenlos!
Mit dem Strausberger Bahnhof verbinden mich ohnehin etliche Erinnerungen. Auf keinen Bahnhof dieser Welt habe ich soviel Zeit verbracht, als auf diesem äußerlich eher unscheinbaren, alles andere als einladenden Bahnhof Strausberg-Vorstadt. Zunächst als Soldat, später als Volkspolizist. Während der Reisen vom oder zum Standort. Das ist lange her. Fast drei Jahrzehnte. Dennoch sind die Erinnerungen noch immer präsent.
Ratternd und schlingernd fliegt die Welt am Fenster des Abteils vorüber. In den nun zum Berliner Speckgürtel gehörenden Dörfern hat sich einiges verändert. Wo sich vor ein paar Jahren noch Felder ausdehnten oder Gärten blühten, sind Eigenheimsiedlungen entstanden. Haus an Haus. Oftmals kaum als zwei Meter voneinander entfernt. Schlimmer kann das Lebensgefühl in einem Wohnblock auch nicht sein! Wer hier lebt, gehört zu den besser verdienenden aus der Hauptstadt. Die doch angeblich der Enge dort entfliehen wollten.
Gedankenschwer sehe ich aus dem Fenster. Berlin-Kaulsdorf, hier begann am 01. Juni 1985 meine berufliche Karriere. Mensch, die Gaststätte " Zur S-Bahn" hat den Zeitenwechsel offenbar unbeschadet überstanden. Den Weg von der S-Bahn bis zum " Kommando Kaulsdorf", dem Hauptsitz des "Wachkommando Missionschutz", bin ich in den ersten Monaten beinahe täglich gegangen. Mir bleibt nicht viel Zeit, in Erinnerungen zu schwelgen.
Ruckend setzt sich die Bahn wieder in Bewegung. Berlin-Biesdorf: hier befand sich das Wohnheim, in dem ich fast drei Jahre lebte. Die Oberfeld-Straße sieht noch aus wie früher. Ob es den Imbissstand am Bahnhof noch gibt? Dort gab es einst die leckerste " Ketwurst" von ganz Berlin. Für alle "Nicht-DDRler" und " Spätgeborenen" unter uns: die Ketwurst war die DDR-Variante des " Hot Dog". Nur eben viel besser!
Bei jedem Halt füllt sich das Abteil immer mehr. Alles drängt in Richtung der ehemaligen Mauer.
Ostbahnhof: ich schaue auf dem Vorplatz der " Galeria Kaufhof". Die schon zu DDR-Zeiten ein Kaufhaus war. Von hier aus ging es zum ersten Mal zur Volkspolizeischule nach Neustrelitz. Im Juli 1985. Von dem mich gefühlte tausend Lichtjahre trennen.
Alexanderplatz: dort unten an der Weltzeituhr traf ich mich im Dezember 1984 mit einem Volkspolizisten Namens Helmecke. Der mich, den damaligen Gefreiten der Grenztruppen, zur Einstellungsuntersuchung ins Berliner Volkspolizeipräsidium begleitete. Kaum ein Flecken, zu dem mir keine Anekdote einfällt. Kann es einen besseren Zeitpunkt für eine Nostalgiereise geben, als einen 09. November?
Bahnhof Friedrichstraße: wir verlassen den Zug. Aber nicht, weil wir nicht weiter dürfen. Sondern weil wir nicht weiter mitfahren wollen!!
Von nun an geht es zu Fuß weiter in Richtung Brandenburger Tor. Falls wir die richtige Richtung finden. Orientierungslos schauen wir uns um. Wie zwei mal eben vom Dschungel in die Großstadt verschleppte Indios. Ein Vergleich, der den berühmten Nagel auf dem Kopf trifft. Dabei bin ich einst, von Januar 1985 bis in die Apriltage des selben Jahres, beinahe jeden Tag vom Bahnhof Friedrichstraße bis zur " Wache Mitte" am Reichtstagsufer, gestiefelt. Und wieder zurück. Aber das muss wohl Jahrhunderte zurückliegen! Ich bekomme einen Eindruck wie sich jemand fühlen muss, der nach vielen hundert Jahren " Todesschlaf" plötzlich zum Leben erweckt wird. Mensch Berlin, wie haste dir verändert!
Freundliche Passanten bringen uns schließlich auf den richtigen Weg. Wir schwimmen im Strom der Passanten, die Straße " Unter dem Linden" entlang. dem Brandenburger Tor entgegen. Unterwegs suche ich, ebenso angestrengt wie vergeblich, nach Spuren der Vergangenheit. Die " Sowjetische Botschaft", nun die Botschaft der " Russischen Förderation" erkenne ich sofort wieder. Vor dem Zaun steht sogar ein Wachhäuschen. Allerdings kleiner als früher. In dem ein Wachpolizist, ein Angestellter der Berliner Polizei, gelangweilt den Passanten hinterschaut. Während meiner Zeit standen hier MfS-Mitarbeiter, gehüllt in Uniformen der Volkspolizei, auf Posten. Der " gemeinen Volkspolizei" traute die Staats & Parteiführung den Schutz der Vertretung des obersten Bruderstaates nicht zu. Deshalb nahmen besser ausgebildete Mitarbeiter des Geheimdienstes diese Aufgabe wahr. Während dessen heute, in Zeiten von IS und anderen Terroristen, die Anwesenheit eines Angestellten, nicht Beamten!!, der Polizei, offenbar völlig ausreicht.
Nach wenigen Minuten haben wir den " Pariser Platz", vor dem Brandenburger Tor, erreicht. Unweit dieser Stelle befand sich einst die Botschaft Polens. Das sich bis 1989 noch Volksrepublik nannte. Ende März 1986 durfte ich hier, zum ersten Mal allein, ohne Aufsicht eines "Lehrwachtmeisters", Posten stehen. Dabei interessierte mich weniger die Botschaft, als deren unmittelbare Umgebung. Der Postenbereich endete an dem niedrigen Zaun, der den " Pariser Platz" vom öffentlich zugänglichen Bereich trennte. Lag doch der zu jener Zeit völlig kahle, menschenleere " Pariser Platz" im so genannten " Grenzgebiet". Niemand durfte diesen Platz betreten. Zumindest nicht ohne Sondergenehmigung. Im Hintergrund, direkt vor Mauer welche das " Brandenburger Tor" beidseitig flankierte, patrouillierten Grenzsoldaten. Paarweise, in einem bestimmten Rhythmus. Obwohl es sich bei den Grenzern um " gewöhnliche Wehrdienstleistende", höchstens um " Drei-Ender" handelte, ähnelten ihre Uniformen denen von Berufssoldaten. Wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass diese Grenzsoldaten im besonderen Fokus der Öffentlichkeit standen. Eine "Ehre", auf der die meisten wohl sehr gerne verzichtet hätten!
Am 09. November 2014 überflutet ein schier unüberschaubares Menschenmeer den historischen Platz. Meine Erinnerungen an jenen Märzabend des Jahres 1986, fallen wie ein Kartenhaus zusammen. Der Pariser Platz des Jahres 2014 hat mit dem des Jahres 1986 höchstens noch den Namen gemein!
Mir fällt ein, dass ich mich hier damals mit einem Oberwachtmeister vom zuständigen Revier, der sich als ausgezeichneter Kenner der Berliner Geschichte entpuppte, über die Vergangenheit dieses Platzes unterhielt. Am meisten faszinierten mich die Erzählungen über ein Hotel Namens "Adlon". In dem einst die " Creme der Creme" abstieg. Heinz Rühmann, Marika Rökk, Hans Albers, jeder Rang und Namen besaß kam ins "Adlon". 1986 musste ich meine Phantasie überstrapazieren, um mir das prächtige Gebäude vorzustellen. Von dem nichts als eine graue kahle Fläche zeugte. Heute musste ich meine Phantasie überstrapazieren, um mir die graue kahle Fläche von einst, ins Gedächtnis zurückzurufen!
Fleißige Hände hatten das " Adlon" längst wieder in alter Pracht entstehen lassen. Wahnsinn!
Auf dem " Pariser Platz" treffe ich einen eigenartigen Zeitgenossen. Der den vorbeigehenden Passanten eine mit den verzerrten Konterfeis von Angela Merkel und Siegmar Gabriel bemalte Toilettenbrille präsentiert. Als Akt des Protestes, weil er sich von der jetzigen Bundesregierung beschissen fühlt!
Auf einer Strecke von insgesamt fünfzehn Kilometern markieren Luftballons den Verlauf der früheren Grenze. Unvorstellbar aber wahr: wir befinden uns direkt auf dem früheren " Todesstreifen". Ob sich die dort vorüber gehenden Menschen die Bedeutung des Ortes bewusst sind? Einige ganz sicher. Andere, vor allem jüngere, eher nicht. Woher sollen sie das auch wissen?
Vor dem Brandenburger Tor prangt eine riesige Videowand. Ein jedenfalls mir unbekannter Sänger unterhält das Publikum. Den echten Promis, darunter Udo Lindenberg, Angela Merkel und Michail Gorbatschow, sind die Abendstunden vorbehalten. Solange können wir leider nicht warten, müssen den Rest des historischen Tages am Fernseher verfolgen.
Egal! Dabei sein ist alles! Teilnahme entscheidet! Da spielt es keine Rolle, ob man vier oder vierzehn Stunden vor Ort war!
Auf dem Rückweg von der " Straße des 17. Juni" zum Brandenburger Tor, werden wir am dortigen Durchlass von der Polizei abgewiesen. " Dieser Durchgang ist wegen Überfüllung bis auf weiteres geschlossen", teilt der Polizist freundlich aber unerbittlich mit. " Was heißt das?", fragt meine " Lebensabschnittsbevollmächtigte" verstört. " Das bedeutet, dass wir im Westen bleiben müssen! Uns wird die Einreise in den Osten Berlins verweigert", antworte ich trocken. Der Polizist schaut mich mitleidig an . " Du hast doch nicht alle Sender", schreit mir sein Blick regelrecht ins Gesicht. Meine "LABV" reagiert mit einem " Was du dir gleich immer wieder ausspinnen musst". Versteht denn hier keiner Spaß!
Natürlich sind wir nicht im "Westen" geblieben. Einmal kurz an der USA-Botschaft und dem Hintereingang des "Adlon" vorbei und schon standen wir wieder im "Osten". Den es seit einem Vierteljahrhundert gar nicht mehr gibt. Aber ein klein wenig " Osten" steckt noch immer in jedem von uns. Und das ist gut so!

Fotos:


Diesen Trabbikorso begegneten wir " Unter den Linden"


Das Sinnbild des Mauerfalls schlechthin



Der völlig veränderte Pariser Platz



Dieser Herr fühlt sich von der Bundesregierung "beschissen"



Der Typ kam mir irgendwie bekannt vor. Leider war er der einzige Promi, der mir vor die Linse lief.



Luftballons markierten den Verlauf der ehemaligen Grenze




Die " Straße des 17. Junis," war voller Menschen






Videoleinwand vor dem Brandenburger Tor



Noch einmal die Straße des 17.Juni



Wie in alten Zeiten: Vor dem Postenhaus an der USA-Botschaft



An einem Tag wie diesen darf ein Schnappschuss des "vereinsamten" Tränenpalastes natürlich nicht fehlen.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


grenzgänger81, Grenzverletzerin und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 17:49
von SET800 | 3.112 Beiträge | 79 Punkte
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Hallo,
weil es zum Thema passt.

Gruß

Angefügte Bilder:
P1010323-klein.jpg


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zuletzt bearbeitet 10.11.2014 17:51 | nach oben springen

#33

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 19:38
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Meine Tochter, Jahrgang 1990, studiert seit 2010 in Berlin und bewohnt eine gemütliche kleine Wohnung in Lichtenberg.
Sie weiß, dass ihr Vater AGT im Rückwärtigen Dienst war, der sich allerdings in diesem Forum und auf manchen Treffen "herumtreibt".
Für Anne war das bislang nicht so wichtig, gestern Abend war sie mit ihrem Freund an der "Lichtgrenze" inmitten feiernder Menschen, die sich, im Moment der Ballonfahrt heftig gerührt um den Hals fielen, und da hat sie erfühlt, was damals geschah... Habe über WhatsApp Bilder erhalten...

Es nützt also doch etwas...

VG Klaus


Grenzverletzerin und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 22:30
von ati79 | 22 Beiträge
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Auch wir waren gestern mit dabei und es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis,wir machten einen langen Spaziergang vom Mauerpark zur Gedenkstätte Bernauer Strasse,weiter zur Invalidenstrasse vorbei am Hauptbahnhof zum Regierungsviertel,danach zum Potsdamer Platz bis in zum Checkpoint Charlie wo wir dann auch blieben und die Ballons haben steigen sehen...
Natürlich weiss ich als Berliner wo die Mauer stand aber dennoch gab es das ein oder andere mal die Überraschung das diese doch woanders lang lief als die Erinnerung besagte....noch nie habe ich meine Stadt so brechend voll gesehen,ein wenig erinnerte das ganze auch an die Bilder von 89 in der Menschen auf die Autos vor Freude klopften und diese nicht mehr weiterkamen,ja genau so war es gestern auch,das totale Chaos aber mit Gänsehaut,überall konnten man Gesprächen lauschen in denen sich die Leute erzählten wo sie an dem besagten Tag vor 25 Jahren waren,welche Erfahrungen sie in der DDR gemacht haben,man kann diese Stimmung gar nicht beschreiben,ok das Steigen der Ballons war dann tatsächlich Unspektakulär aber das Klaschen und Jubeln der Leute machten das wieder gut,Die Botschaften an den Ballons waren teilweise Herzzerreissend und auf die guten Streitgespräche mit meinem Mann der übrigens aus dem Westen kommt möchte ich sowieso niemals verzichten,er empfing damals in seiner Nachtschicht in der U bahn Station Pankstrasse mit Thermoskannnen voller Kaffee die ersten Ostdeutschen die zum Kudamm wollten!
Ich fand die Veranstaltung gelungen und wichtig,neben aller Freude natürlich auch um nicht zu vergessen!





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#35

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.11.2014 23:01
von icke-ek71 (gelöscht)
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ich kjann mich meinen vorschreibern eigendlich nur anschließen!!es war eine gelungene veranstaltung die wir da besucht haben!!wir sind von der east side gallerie bis zur schillingbrücke und dann noch weiter zur heinrich heine strasse gelaufen!!es war ein schönes fest mit einem schönen abschluß als die ballons nacheinander in den himmel stiegen!!leider hat ja wieder so ein umweltfuzzi festgestellt das die ballons nicht beleuchtet gen himmel steigen dürfen..also wurden die vorgesehenen led leuchten mit batterie wieder entfernt..weil sie der umwelt schaden zufügen würden..auch das ist berlin!!tolle stimmung,trotz der massen von menschen,viele jugendliche aus aller welt!!!!...ich fand berlin hat sich super präsentiert ,daß alles war dem 25.jahrestag des mauerfalls angemessen!!!LG Bernd


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#36

RE: Fall of the Wall - 25 Jahre Mauerfall in Berlin

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.11.2014 13:18
von berlin3321 | 3.442 Beiträge | 3769 Punkte
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Moin Forum,

danke den Schreibern die über den 9.11; 25 Jahre nach der Grenzöffnung geschrieben haben.

Ob icke, Uwe oder Ati, danke.

MfG Berlin

Die, die auch geschrieben haben und ich nicht direkt angesprochen habe, auch an euch danke.


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...


Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker, ...


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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