Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

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16.08.2009 15:35von Angelo
Frage
Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

Ich möchte dieses Thema nochmal aufgreifen um herauszufinden wie hart die Grenzkontrollen an der Innerdeutschen Grenze wirklich waren. Ich habe im Film "Halt hier Grenze" gesehen das es sogar vor kam das man sich gerade am Grenzübergang Duderstadt Worbis bis auf die Unterhose ausziehen musste man sprach sogar von Unmenschlichen Grenzkontrollen. In wie weit treffen diese Aussagen von Augenzeugen zu? Gab es wirklich Schikanen an den Grenzübergangsstellen? Und wann wurden diese Art der Grenzkontrollen angewandt? Die Augenzeugen berichten das wenn man sich geweigert hat die Einreise in die DDR verweigert wurde.

Des weiteren habe ich gehört das der gönner der DDR "Franz Josef Strauss" öfters mal die Finanziellen mittel genutzt hat um die Grenzabfertigungen an den Grenzübergangsstellen zu beschleunigen. Gerade am Grenzübergang Marienborn soll bei einer kleinen Finanzspritze des Herrn Strauß die Abfertigung wesentlich schneller gegangen sein? Was ist an dieser Legende dran ?

So ich hoffe wir können jetzt mal wieder eine schöne Diskussion über das eigentliche Thema Grenze hier anfangen und freue mich auf viele Antworten zu diesem Thema

17.08.2009 12:32von ( gelöscht )
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Zitat von glasi
hallo karl. das kann gut sein was du gesagt hast. aber bei eiern????????. die gab es eigentlich genug. ich denke mal das die sich alles selber eingesackt haben. lg glasi


@glasi, zu jedem beschlagnahmten gegenstand musste ein protokoll angefertigt werden und dann kam er in die aservatenkammer. was wollte man in der aservatenkammer mit lebensmitteln?
lebensmittel sind anschliessend in den container gewandert.

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17.08.2009 12:34von glasi
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nicht eingesackt? komm sei ehrlich?

17.08.2009 12:38von ( gelöscht )
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meine ehrliche antwort: ich wog damals 64 kg bei 184 cm körpergrösse. überzeugt das ?

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17.08.2009 12:41von glasi
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ok.ich wuste garnicht das du auch an einem güst warst? lg glasi

17.08.2009 14:18von ( gelöscht )
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pssst @glasi, steht doch auch in meiner fussnote bzw. mitgliederprofil

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17.08.2009 14:41von ( gelöscht )
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GW:
Hier noch einen zum "Heldentum"...:

Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage.


Theodor Fontane

(deutscher Apotheker, Journalist, Theaterkritiker, Dichter (1819 - 1898)

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17.08.2009 14:41von ( gelöscht )
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@GW
Dann müsstest Du die "Heinrich Rau" Nähe Werder eigentlich kennen???
Da arbeite ich jetzt, allerdings erst seit 1997.
Udo

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17.08.2009 15:24von ( gelöscht )
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ja die schule der zollverwaltung in plessow kenne ich.
mein damaliger banknachbar bei den vorlesungen hatte danach noch eine ganz andere karriere...
http://www.focus.de/politik/deutschland/...aid_182362.html

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17.08.2009 16:31von Angelo
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Zitat von GilbertWolzow
pssst @glasi, steht doch auch in meiner fussnote bzw. mitgliederprofil



Gilbert jetzt verrate mir die Wahrheit über die Grenzkontrollen wie waren sie wirklich? Human,unmenschlich oder ungerecht?

17.08.2009 16:44von Büdinger
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Hallo @all ,

wenn hier über Grenzkontrollen gesprochen wird - seht ihr die Passkontrolle und die Zollkontrolle als ein Ganzes oder wäre es nicht besser, hier zu differenzieren? Haben die PKE auch eine Zollkontrolle durchgeführt und im Umkehrschluss der Zoll die Reisedokumente auf Grenzübertrittseignung geprüft?

Am Grenzübergang in Bad Muskau zu Beginn der 90er Jahre haben wir (BGS) und Zoll uns teilweise gegenseitig bei den Pass- und Zollkontrollen vertreten (hatte damals etwas mit Personalmangel zu tun). Festgestellte "Ungereimtheiten" wurden jedoch originär von BGS und Zoll bearbeitet.

Tschüß

17.08.2009 17:18von ( gelöscht )
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Büdinger, dann könnten wir uns in den neunzigern ja schon mal über den Weg gelaufen sein (im wahrsten Sinne des Wortes).
Ich habe immer zugesehen, daß ich von einem männlichen Beamten kontrolliert wurde...
Und es war tatsächlich so, daß es mal BGS und mal der Zoll war.

Die Behandlung bei den Grenzkontrollen zur DDR waren für mich damals mit ein Grund, warum ich nie den Kleinen Grenzverkehr genutzt habe. Es geisterten zu viele Geschichten durch meinen Bekanntenkreis, was da so alles abgelaufen ist.

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17.08.2009 17:35von ( gelöscht )
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Zitat von Angelo


Gilbert jetzt verrate mir die Wahrheit über die Grenzkontrollen wie waren sie wirklich? Human,unmenschlich oder ungerecht?


hmmmm @angelo, ich glaube eine kontrolle wird nie gerecht sein. jeder mensch wird eine kontrolle seiner untensilien bzw. seiner person als belästigung empfinden. auch bezüglich der kontrollen wird jeder andere erlebnisse haben je nachdem was für eine güst es war. wie gesagt, belastend war und ist es allemal.

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17.08.2009 17:48von ( gelöscht )
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Zitat von Büdinger


Am Grenzübergang in Bad Muskau zu Beginn der 90er Jahre haben wir (BGS) und Zoll uns teilweise gegenseitig bei den Pass- und Zollkontrollen vertreten (hatte damals etwas mit Personalmangel zu tun). Festgestellte "Ungereimtheiten" wurden jedoch originär von BGS und Zoll bearbeitet.

Tschüß

Hallo Büdinger, das war aber wahrscheinlich schon immer so. HE-BAB zum Beispiel LKW Ein- und Ausreise war vom GSE nur sporadisch besetzt. Hatten die Zöllner was festgestellt, kam einer vom BGS. Umgekehrt war es oft bei der Einreise, das nur einer vom BGS anwesend war. Das war eigentlich nie ein Problem.

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17.08.2009 18:18von ( gelöscht )
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Zitat von GilbertWolzow
Zitat von karl143
Zitat von GilbertWolzow
Zitat von Augenzeuge
Letztlich musste ich meine DDR-Wurst in der Zollstelle lassen.

ja, die ausfuhr von lebensmitteln (u.a. fleisch und wurstwaren) aus der ddr war verboten.

Das war die Angst der DDR, das zuviel Lebensmittel ausgeführt werden, weil innerhalb der Mangel herrschte. Normalerweise verbieten die Staaten die Einfuhr von Lebensmittel, weil sie Angst haben, das irgendwelche Krankheiten eingeschleppt werden.

nein karl143, nicht weil mangel herrschte sondern weil sie subventioniert waren. ähnlich war es z.b. bei baby- und kinderbekleidung.


Ich gebe zu, dass die Wurst in der DDR günstig war. Nun, ist es denn gerecht, wenn ich Unmengen Südfrüchte, Lebensmittel (die es nicht gab oder die nicht schmeckten) dorthin mitnehme, aber nicht mal eine Wurst mit rausnehmen darf?
Übrigens GW, in der CSSR waren die Lebensmittel auch subventioniert, aber so einen "Affen" haben die nie gemacht. Mir wurde dort nie etwas weggenommen! Und so kam dann doch die Wurst von der DDR in die BRD....

Noch eins: Wie waren denn die Kontrollen an der Grenze zwischen den befreundeten Länder wie DDR/ CSSR? Auch dort hat man sehr oft die Willkür und Schikane gespürt. Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir doch alle, das war nicht normal. Mittlerweile bin ich in vielen Ländern der Welt gewesen- Afrika, Asien und USA- aber nicht einmal erlebte ich eine annähernd so schikanöse Behandlung wie damals. Und dann steht im Buch von PKE: Höflichkeit war Pflicht. Warum hat man 20 Jahre später keine Courage um zu sagen was man oft genug getan hat und wie es wirklich war?
Gruß, Augenzeuge

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17.08.2009 19:33von S51
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Weil halt alles relativ ist und eine Frage der Sichtweise.
Für den Kontrollierten war es eine immer wiederkehrende, meist peinlich genaue und am maximal Möglichen orientierte Prüfung dessen, was und wer man war, was man dabei hatte und dies, obwohl es sich eigentlich nie änderte. Vor allem wegen Letzterem empfindet man dies als Schikane.
Für den Kontrolleur war es die immer wiederkehrende Befürchtung, dass der Anflug von menschlicher Schwäche, von Entgegenkommen nun ausgerechnet diesmal vom Klassenfeind für eine der andauernd zu befürchtenden Provokation ausgenutzt würde. Oder auch nur ein Test wäre, der dann Folgen hätte...
Nach so vielen jahren wäre dies einzugestehen aber eben peinlich, weil aus der heutigen Erfahrung unbegründet.
Ich habe auch Kollegen, die dunemals alle paar Wochen zwischen Berlin und dem Bundesgebiet gependelt sind. Die erzählen auch, dass sie dauernd schinkaniert wurden. meist so zwei bis drei mal. Erinnerung kann also auch trügen.

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S51
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