Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

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02.11.2014 03:58
#1
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Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow
von Nils Hartung

Zwei Schwalben flattern über den Todesstreifen. Den ehemaligen Todesstreifen. Fast genau 25 Jahre nach dem Mauerfall ist die Natur wieder auf dem Vormarsch in Hötensleben (Sachsen-Anhalt). Wilde Blumen und Gräser ringen Metall und Beton Zentimeter um Zentimeter Boden ab. Hier, an der Grenze von Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen, steht Hermann Pröhl und denkt an den 12. Juli 1968. An den Wendepunkt in seinem Leben, wie er sagt. Daran, wie leichtsinnig er gewesen ist bei seiner Flucht nach Schöningen in Niedersachsen. Und daran, wie viel Glück er gehabt hat. Pröhl, heute 67 Jahre alt, steht vor dem Zaun des Grenzdenkmals und hat eine Gänsehaut.

weiter hier
https://www.ndr.de/kultur/geschichte/Her...chnikow118.html


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02.11.2014 08:03
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#2
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Hallo Schlutup, Du musst aber einen blitzblanken Spaten besitzen, bei dem was Du alles so ausgräbst. Ist bestimmt noch ein altes Ding vom RAD, die konnten sie ja angeblich als Rasierspiegel benutzen.

Danke für die interessanten Beiträge.

Der Hesselfuchs


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02.11.2014 08:41
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#3
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"Noch nicht ganz. Denn nun wurden die beiden Ex-Grenzer erst Mal im Westen in die Mangel genommen. Erst nach einigen Wochen voller Befragungen war Pröhl ein freier Mann."

Wurde er den vorläufig festgenommen?


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02.11.2014 09:09
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#4
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Die Kaschi hatte vorne am Lauf die Zieleinrichtung. Wie man die damit in ein Loch an der zaunssäule stecken kann und dann als Steighilfe nutzen kann kann ich mir nicht vorstellen. Und dann 90 Schuß in di Luft geblasen und keiner hat's gehört? Seltsam.
Karsten

EK 88 I


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02.11.2014 10:40
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#5
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Und Herr Pröhl ist User hier im Forum...

VG Klaus


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02.11.2014 11:01 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2014 11:07)
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#6
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hallo rifu,wenn du die grenze gekannt hättest,wie sie zu der zeit als du geboren wurdest aussah, dann hättest du keine zweifel daran!!es gab mehrere löcher wo ein kaschilauf mit zieleinrichtung reinpasste!!gerade an den gassen war es eigendlich einfach rüberzukommen!!bei normalem grenzdienst waren in unserer kompanie 3 postenpaare auf 8,5 km grenzabschnitt draussen und das im eichsfeld ist ja hügelig!!lich glaube das sie die schüsse nach erfolgreicher überwindung der sperranlagen zur freude rausgeballert haben,die reaktion auf ddr seite wird schon dementsprechend gewesen sein!!LG Bernd


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02.11.2014 11:04
#7
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #5
Und Herr Pröhl ist User hier im Forum...

VG Klaus


ja unter Bahndamm 68


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02.11.2014 11:06 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2014 11:42)
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#8
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76/77 waren im SA 4 Treffurt im Bereich Karnberg noch Löcher im Zaun, da hätte man sich nicht mal bücken brauchen um durch zu laufen. Da waren Stellen zum Teil ohne Kfz Sperrgraben, da hätte ich mit dem P 3 ohne Probleme durch fahren können, ohne den Lack zu zerkratzen.

Der Hesselfuchs


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02.11.2014 11:15
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#9
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Zitat von Merlini im Beitrag #8
76/77 waren im SA 4 Treffurt im Bereich Karnberg noch Löcher im Zaun, da hätte man sich nicht mal bücken brauchen um durch zu laufen. Da waren stellen zum Teil ohne Kfz Sperrgraben, da hätte ich mit dem P 3 ohne Probleme durch fahren können, ohne den Lack zu zerkratzen.

Der Hesselfuchs


Nur wer wusste das? Höchstens Insider .


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02.11.2014 11:21 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2014 11:34)
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#10
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Zitat von icke-ek71 im Beitrag #6
hallo rifu,wenn du die grenze gekannt hättest,wie sie zu der zeit als du geboren wurdest aussah, dann hättest du keine zweifel daran!!es gab mehrere löcher wo ein kaschilauf mit zieleinrichtung reinpasste!!gerade an den gassen war es eigendlich einfach rüberzukommen!!bei normalem grenzdienst waren in unserer kompanie 3 postenpaare auf 8,5 km grenzabschnitt draussen und das im eichsfeld ist ja hügelig!!lich glaube das sie die schüsse nach erfolgreicher überwindung der sperranlagen zur freude rausgeballert haben,die reaktion auf ddr seite wird schon dementsprechend gewesen sein!!LG Bernd

Ok, war ja nur ein Zweifel meinerseits. Dazu ist das Forum ja da um sich auszutauschen. Ich konnte mir das halt nicht vorstellen.

Karsten

EK 88 I


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02.11.2014 13:09
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#11
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Lieber 90 Mumpeln inne Luft rotzen vor Freude als das Kinder mit der Flinte spielen.
Die Flucht an sich,warum nicht.Möglich ist vieles!


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02.11.2014 14:16
#12
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Hallo,

vielleicht kann sich @Bahndamm 68 mal persönlich dazu äußern?
Fluchtgeschichten sind für mich immer interessant.

MFG Batrachos

Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach

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02.11.2014 17:50
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#13
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Zitat von RiFu im Beitrag #4
Die Kaschi hatte vorne am Lauf die Zieleinrichtung. Wie man die damit in ein Loch an der zaunssäule stecken kann und dann als Steighilfe nutzen kann kann ich mir nicht vorstellen. Und dann 90 Schuß in di Luft geblasen und keiner hat's gehört? Seltsam.
Karsten

Hallo @RiFu
mag sein, dass dir vieles bekannt ist, aber man kann im Leben nicht alles wissen.
Hier ein Auszug vom Originaltext aus dem Abschlussbericht vom 18.7.1968 der 7.Grenzbrigade Magdeburg:
1.Teil:
Die Überwindung des Grenzzaunes erfolgte mit Hilfe einer MPi, die geladen war. Die MPi wurde in der Aussparung eines Betonpfahls aufgefunden und man sah noch die Spuren, wo sich die Fahnenflüchtigen auf die MPi gestellt Hatten.
Anmerkung von mir, die Aussparung sind die angesprochenen Löcher. Bekanntlich wurden die Fluchtwege anschließend geschlossen, so dass kein weitere Fluchtversuch unternommen werden konnte.
2.Teil
Um 3.45 Uhr wurden durch die Kontrollstreife 5 Feuerstöße wahrgenommen


Weitere Anmerkung: bitte nicht die Zeilen anzweifeln, dies haben ein Unterleutnant der Operativgruppe als Mitarbeiter, der Leiter der Operativgruppe, ein Hauptmann und der Leiter der Unterabteilung, auch ein Hauptmann erarbeitet und bestätigt.
3 Personen können nicht lügen.

VG Bahndamm 68


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02.11.2014 18:10
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#14
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Zitat von RiFu im Beitrag #4
Die Kaschi hatte vorne am Lauf die Zieleinrichtung. Wie man die damit in ein Loch an der zaunssäule stecken kann und dann als Steighilfe nutzen kann kann ich mir nicht vorstellen. Und dann 90 Schuß in di Luft geblasen und keiner hat's gehört? Seltsam.
Karsten

Ich habe seinerzeit auf westdeutscher Seite ZGD verrichtet. Bei der damaligen Personalstärke des ZKom Schöningen war es gar nicht möglich den Grenzabschnitt vor Hötensleben dauerhaft zu besetzen, anders als bei der NVA-GT. Deshalb wurde eine Schießerei, egal von wem sie ausgegangen ist, nicht wahr genommen. Auch der Bewohner des Fährturms, der direkt auf der Westseite liegt, hat nichts gemeldet. Auch das ist nicht verwunderlich, er könnte mal abwesend gewesen sein.
Zu der Übersteigmöglichkeit kann ich nur sagen, diese Möglichkeit sollte doch sicher einem aufmerksamen Soldaten nicht entgangen sein. Zwei haben diese Möglichkeit ausgenutzt. Hut ab!!!
-GT


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02.11.2014 18:22
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#15
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Zitat von zoll im Beitrag #14

Ich habe seinerzeit auf westdeutscher Seite ZGD verrichtet. Bei der damaligen Personalstärke des ZKom Schöningen war es gar nicht möglich den Grenzabschnitt vor Hötensleben dauerhaft zu besetzen, anders als bei der NVA-GT. Deshalb wurde eine Schießerei, egal von wem sie ausgegangen ist, nicht wahr genommen. Auch der Bewohner des Fährturms, der direkt auf der Westseite liegt, hat nichts gemeldet. Auch das ist nicht verwunderlich, er könnte mal abwesend gewesen sein.
Zu der Übersteigmöglichkeit kann ich nur sagen, diese Möglichkeit sollte doch sicher einem aufmerksamen Soldaten nicht entgangen sein. Zwei haben diese Möglichkeit ausgenutzt. Hut ab!!!
-GT

Mit einer Stabhochsprungstange hätten wir den 3,2m hohen Metallgitterzaun ohne weiteres auch schaffen können. Der heutige Weltrekord liegt bei 5m und?
Es lag nur keine im 40-60cm hohen Grasgestrüpp herum. Somit haben wir eine Waffe verwendet als Steigehilfe.

VG Bahndamm 68


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