Was ist das "Fulda GAP", oder was wäre wenn.....?

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31.10.2014 18:59
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#1
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Für viele hier im Forum sind die folgenden Informationen wahrscheinlich neu. Ob diese nun alle der Wahrheit entsprechen möchte ich nicht beurteilen, sie werden jedoch zum Nachdenken und Diskutieren anregen.


http://www.fulda-gap.de/FULDA_GAP.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Davy_Crockett_%28Kernwaffe%29


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01.11.2014 07:56
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#2
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Na zum Nachdenken und Diskutieren anregen finde ich gut. Mich allerdings regt nicht diese oder einer weitern Website aus derselben Feder (und ähnlicher 'Qualität') wie sperranlagen.de da so sehr an. Zwar nur kleine, aber für meinen Geschmack zu viele sachliche Fehler, welche auf eine nur halbherzige Recherche hindeuten, vergällen einem da schon den Lesegenuß. (Nur ein Beispiel: 'In allen 16 Bezirken der DDR ...', na egal).
Aber ich will ja nicht nur meckern, also hier mein Beitrag zur Anregung, ein Zitat aus einem Gesetzestext (dieser trat genau heute vor 36 Jahren in Kraft) ...

Die Landesverteidigung der Deutschen Demokratischen Republik erfolgt in Übereinstimmung mit dem Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung entsprechend Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen, dem darauf beruhenden Warschauer Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand vom 14. Mai 1955 und den Verträgen über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand mit der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und anderen Staaten der sozialistischen Gemeinschaft. Eine grundlegende Voraussetzung für die Stärke der Landesverteidigung der Deutschen Demokratischen Republik ist die auf den Prinzipien des sozialistischen Internationalismus beruhende enge Waffenbrüderschaft der Nationalen Volksarmee mit den Armeen der Sowjetunion und anderer sozialistischer Staaten.

Klingt ja eigentlich recht friedlich, wieso dann diese Bunker und Schutzbauten?
Nun ja, im September 1961, zur Hochzeit des kalten Krieges, klang der §1(3) des Verteidigungsgesetz der DDR auch irgendwie noch bissel anders ...

Die Verteidigung der Deutschen Demokratischen Republik stützt sich auf den Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand (Warschauer Vertrag) mit den sozialistischen Staaten, deren Streitkräfte in fester Waffenbrüderschaft, getreu den Prinzipien des sozialistischen Internationalismus jederzeit bereit und in der Lage sind, jeden Angriff gegen ein sozialistisches Land im Keime zu ersticken und den Aggressor vernichtend zu schlagen.

Naaa, das ist doch kalter Krieg vom Feinsten, besonders wenn zwischen vernichtend und zu schlagen der Passus 'auf seinem Territorium' noch eingefügt wird. Doch hmm, irgendwie nach Helsinki und Wien nicht mehr so ganz en vouge, deswegen ja auch die Gesetzesänderung. Und nun die Frage zum Nachdenken, wie war eigentlich die Einbindung der BRD in die NATO gesetzlich geregelt?

Ob jetzt allerdings eine Diskussion hier in Gang kommt, wage ich mal stark zu bezweifeln. Nach Studium der entsprechenden Gesetzestexte der andern Seite wird wohl eher betretenes Schweigen herrschen?
Na ich lasse mich mal überraschen ...


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01.11.2014 08:04
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#3
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Das Fulda Gap war die Stelle an der innerdeutschen Grenze, wo die NATO im Kalten Krieg mit dem ersten Angriff des Warschauer Paktes rechnete weil man hier am tiefsten reingekommen wäre. So ein Krieg wäre natürlich nicht punktuell geblieben. Der Ort ist jedenfalls dafür berühmt, auch bei vielen Amis.


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01.11.2014 09:24
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #3
Das Fulda Gap war die Stelle an der innerdeutschen Grenze, wo die NATO im Kalten Krieg mit dem ersten Angriff des Warschauer Paktes rechnete weil man hier am tiefsten reingekommen wäre. So ein Krieg wäre natürlich nicht punktuell geblieben. Der Ort ist jedenfalls dafür berühmt, auch bei vielen Amis.

Ist ja nun nicht wirklich etwas Neues. Aber wenn ich mir die "Norddeutsche Tiefebene" anschaue, welche bei Notwendigkeit immer wieder auch als "russische Panzerrollbahn" präsentiert wurde. Halte ich das Fulda Gap schon wegen der Ausmaße für überbewertet.


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01.11.2014 09:26
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#5
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ich hörte mal, dass Fulda GAP ein geeignetes und daher mögliches Gelände für den Einsatz von Panzertruppen war und daher als "Einfallstor" bei einem Angriff der Warschauer Paktstaaten von der Nato angesehen wurde. Stimmt das überhaupt ? Ich habe keine Kenntnisse über die Voraussetzungen für den Panzereinsatz im Gelände. Vielleicht gibt es im Forum jemanden, der darüber Bescheid weiss.User @Marder evtll. ?

Einen schönen Feiertag vom sommerlichen Rhein ( heute bis 23 Grad und Sonne satt ) wünscht Gert


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01.11.2014 09:40
#6
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Zitat von Gert im Beitrag #5
ich hörte mal, dass Fulda GAP ein geeignetes und daher mögliches Gelände für den Einsatz von Panzertruppen war und daher als "Einfallstor" bei einem Angriff der Warschauer Paktstaaten von der Nato angesehen wurde. Stimmt das überhaupt ?[nachdenken] Ich habe keine Kenntnisse über die Voraussetzungen für den Panzereinsatz im Gelände. Vielleicht gibt es im Forum jemanden, der darüber Bescheid weiss.User @Marder evtll. ?

Einen schönen Feiertag vom sommerlichen Rhein ( heute bis 23 Grad und Sonne satt ) wünscht Gert


Gert da mag was dran sein--habe mir mal mit einen Bekannte von der Schwägerin in Bad Frankenhausen-der dort in der Kaserne diente als 10 ender darüber unterhalten.Der sagte mir mal, das ist die thüringische Tiefebene zwischen Harz und Thüringen und man wäre durchmaschiert bis zum Rhein. Die BW hätte nichts stoppen können außer die Besatzungstruppen.
Grün--Umgekehrt war es sicher genauso mit den Gedanken---aber der Warschauer Pakt hätte bei Dir vor der Tür noch mal Rast eingelegt---Spaß
Aber alles unter Vorbehalt


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01.11.2014 09:46
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#7
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Der Warschauer Pakt hatte dort wohl auch grenznah größere Truppeneinheiten stationiert und es gab große Übungsplätze, die als möglicher Aufmarschpunkt für Überraschungsangriffe galten. Bekanntlich hatten die immer ihre scharfe Munition dabei, auch bei Übungen.

Fulda Gap (Lücke) braucht man übrigens nicht komplett groß zu schreiben.


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01.11.2014 17:49
#8
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Fulda Gap wurde mal benutzt...


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01.11.2014 17:55
#9
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Davon abgesehen gibt es dazu reichlich Input hier im Forum, wurde schon oft diskutiert.


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01.11.2014 20:05
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#10
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Mir war es so, ohne erst wieder zu googeln, das der Warschauer Pakt um die 35 000 Panzer herum hatte, vermutlich hätte man sich da wohl nicht an irgendwelchen exponierten Stellen gedrängelt wenn man hätte mit dieser Angiffswaffe angreifen wollen.


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01.11.2014 20:24
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#11
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1992 wollte mir ein BuWe Hauptmann in Augustdorf weismachen ,daß der Warschauer Vertrag mit seinen Panzern nicht in Richtung Westen vorgekommen wäre ,weil ja die Panzersperren auf der Autobahn aktiviert worden wären.
Meine Antwort war ,warum hätten wir denn in Richtung Westen fahren sollen und wenn dann bestimmt nicht mit Panzern über die Autobahn !
Zu den Reichweiten der jeweiligen Panzer sag ich als Panzerlaie mal nix !


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01.11.2014 20:50
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#12
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Zitat von FRITZE im Beitrag #11
1992 wollte mir ein BuWe Hauptmann in Augustdorf weismachen ,daß der Warschauer Vertrag mit seinen Panzern nicht in Richtung Westen vorgekommen wäre ,weil ja die Panzersperren auf der Autobahn aktiviert worden wären.
Meine Antwort war ,warum hätten wir denn in Richtung Westen fahren sollen und wenn dann bestimmt nicht mit Panzern über die Autobahn !
Zu den Reichweiten der jeweiligen Panzer sag ich als Panzerlaie mal nix !



Auf der Autobahn hätte jedenfalls schon mal gut nachgetankt werden können


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01.11.2014 20:53
#13
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #12
Zitat von FRITZE im Beitrag #11
1992 wollte mir ein BuWe Hauptmann in Augustdorf weismachen ,daß der Warschauer Vertrag mit seinen Panzern nicht in Richtung Westen vorgekommen wäre ,weil ja die Panzersperren auf der Autobahn aktiviert worden wären.
Meine Antwort war ,warum hätten wir denn in Richtung Westen fahren sollen und wenn dann bestimmt nicht mit Panzern über die Autobahn !
Zu den Reichweiten der jeweiligen Panzer sag ich als Panzerlaie mal nix !



Auf der Autobahn hätte jedenfalls schon mal gut nachgetankt werden können


Ja bei Aral


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01.11.2014 21:48
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#14
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Auf der GK habe ich immer gesagt, im Ernstfall am besten so lange liegen bleiben bis der Ami kommt um Kaugummi zu verteilen. Die Grenztruppen hätten im E Fall nichts aufhalten können und waren bestimmt bei den Planspielen(Ost wie West) als erste abgeschrieben gewesen.

Der Hesselfuchs


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02.11.2014 10:53
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#15
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #3
Das Fulda Gap war die Stelle an der innerdeutschen Grenze, wo die NATO im Kalten Krieg mit dem ersten Angriff des Warschauer Paktes rechnete weil man hier am tiefsten reingekommen wäre. So ein Krieg wäre natürlich nicht punktuell geblieben. Der Ort ist jedenfalls dafür berühmt, auch bei vielen Amis.


Es gab 1977 sogar ein amerikanisches Brettspiel "Fulda Gap - The first battle of the next war"
http://lagis.online.uni-marburg.de/de/su...joiNi4xOTc3Ijt9

Das ist auch im Haus der Geschichte in Bonn ausgestellt.


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