Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

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30.10.2014 14:26
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#16
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Na ja, über die oft flapsige Ausdrucksweise von Journalisten brauchen wir uns wohl nicht streiten, oder?

Gruß Kalubke


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30.10.2014 14:29 (zuletzt bearbeitet: 30.10.2014 14:33)
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#17
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Zitat von Kalubke im Beitrag #16
Na ja, über die oft flapsige Ausdrucksweise von Journalisten brauchen wir uns wohl nicht streiten, oder?

Gruß Kalubke


Normalerweise nicht.
Leider bleiben aber bei vielen Menschen diese Floskeln hängen und der Kalte Krieg zwischen den Geheimdiensten erscheint dann wie ein "Räuber+Gendarm-Spiel".
Damit wird man den Beteiligten beider Seiten nicht gerecht.

seaman


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30.10.2014 14:34
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#18
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Zitat von seaman im Beitrag #17
Leider bleiben aber bei vielen Menschen diese Floskeln hängen und der Kalte Krieg zwischen den Geheimdiensten erscheint dann wie ein "Räuber+Gendarm-Spiel".
seaman


Wohl wahr.
Aber was diese Floskeln angeht: Die finden sich nicht nur rechts und links der ehemaligen Grenze, das scheint ein weltweites Phänomen zu sein: Gröhlen statt denken.


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30.10.2014 14:39
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#19
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Die Mühe eines tieferen Einstieges in die Zeitgeschichte machen sich sicher auch die Wenigsten.

Gruß Kalubke


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30.10.2014 20:03
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#20
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Zu meiner Zeit 76/77 war auf der Gobert noch der alte Doppelzaun aus Stacheldraht. Da oben war ja kaum ein Posten. In der Frühschicht die K 6 Kontrolle und sonst in unregelmäßigen Abständen mal Grenzstreife vom Mot Posten auf der Hessel. Das Gelände war ideal für Übertritte, da es von beiden Seiten kaum eingesehen werden konnte. Im westlichen Vorfeld waren selten Zivilisten und die Streifentätigkeit von Zoll und BGS hielt sich in Grenzen. An einer Stelle wo der Zaun einen Knick machte und der K 6 sehr steinig war, konnten auch Fahrzeuge Queren. Der sah aus, als wenn ein provisorisches Tor geöffnet werden kann. Der Abschnitt wurde in dieser Zeit auch mehrmals komplett Postenfrei gemacht.

Der Hesselfuchs


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30.10.2014 20:09
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#21
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Die Geschichte mit dem hohlen Pfeil für schriftliche Nachrichten kann doch nur von den Gebrüdern Grimm stammen.

1. Für chiffrierte Schriftstücke gab es viel einfachere Wege.

2. Das suchen eines solchen Pfeiles ohne Peilsender ist doch wie die Suche einer Nadel im Heuhaufen.

3. Das Risiko, dass der Pfeil in falsche Hände fällt ist zu groß.

Der Hesselfuchs


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30.10.2014 23:20 (zuletzt bearbeitet: 30.10.2014 23:35)
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#22
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Zitat von Merlini im Beitrag #21

Die Geschichte mit dem hohlen Pfeil für schriftliche Nachrichten kann doch nur von den Gebrüdern Grimm stammen.

Der Hesselfuchs


Nein , diese Möglichkeit, Nachrichten mittels eines Pfeils über die Grenze zu übermitteln wurde in der Praxis tatsächlich genutzt.
Über Pannen dabei ist mir nichts bekannt.

seaman


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31.10.2014 07:42 (zuletzt bearbeitet: 31.10.2014 08:04)
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#23
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Fehlt nur noch, dass der Empfänger den Pfeil im Flug ergriffen hat bzw. eine Zielscheibe hoch hielt. Wäre ja dann auch ganz unauffällig gewesen.

Das es bei der Firma solche Gedankenspiele und auch Versuche gegeben hat, will ich nicht bestreiten. Die haben ja auch Socken und Unterwäsche in luftdichten Gläsern archiviert.

Der Hesselfuchs


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31.10.2014 08:15 (zuletzt bearbeitet: 31.10.2014 08:30)
avatar  Kalubke
#24
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Hört sich sicher etwas fantasymäßig an, gab es aber wirklich. Das waren so genannte "Materialschleusen" (OGS/M), d.h. der Überbringer selbst blieb auf Bundesgebiet und nur das operative Material wurde in die DDR geschleust. Der Bereich, in dem der Pfeil gefunden wurde, gehörte zu einer so genannten Wurfschleuse. Werfen kann man mit und ohne Hilfsmittel. Und die Wurfobjekte waren sicher nicht nur mit Bogen oder Armbrust abgeschossene Pfeile, auch Getränkedosen, Steine, etc. Von weiteren Wurfschleusen war hier im Forum auch schon die Rede: OGS/M vorgelagetes Gebiet "Kleinseer Kopf" bei Großensee, OGS/M "Eiche" in Kohlhasenbrück (Bahndamm der ehem Stammbahn an der Grenze zwischen Zehlendorf und Potsdam). Überhaupt wird es geade an der Berliner Mauer m.E. eine ganze Reihe von Materialschleusen gegeben haben. Auf eine bin ich in der ehem. Enklave Klein Glienicke gestoßen (siehe hier): Ein im Vorgelagerten in die Erde eingelassenes Betonrohr, das wahrscheinlich zum Keller eines im Grenzstreifen abgerissenen Hauses führte. Dann gab es noch die Variante TBK (Toter Briefkasten). Von denen gab es auch welche im Vorgelagerten. Hier mal ein nicht ganz so clever angelegter. Er wurde vom BGS entdeckt (deshalb das Dok-Foto)



Gruß Kalubke


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31.10.2014 08:22
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#25
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Also eine Wurfschleuse, wo ein Werfer an einer definierten Stelle etwas von West nach Ost über den Zaun geworfen hat hört sich da schon plausibler an.

Der Hesselfuchs


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31.10.2014 08:24
avatar  seaman
#26
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Zitat von Merlini im Beitrag #23
Fehlt nur noch, dass der Empfänger den Pfeil im Flug ergriffen hat bzw. eine Zielscheibe hoch hielt. Wäre ja dann auch ganz unauffällig gewesen.

Das es bei der Firma solche Gedankenspiele und auch Versuche gegeben hat, will ich nicht bestreiten. Die haben ja auch Socken und Unterwäsche in luftdichten Gläsern archiviert.

Der Hesselfuchs


Versuche sachlich zu bleiben.Auch wenn das Vorgehen nicht Deinem Kenntnisstand entspricht.
Zum Trost,als mir diese Variante mal theoretisch von einem FO unterbreitet wurde,dachte ich auch an einen Gag.
Liegt aber schon 40 Jahre zurück.

seaman


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31.10.2014 09:31 (zuletzt bearbeitet: 31.10.2014 09:58)
avatar  Kalubke
#27
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OT: Dazu fällt mir ein uralter Witz ein: Ein Mann steht am Hafenbecken und schmeißt alles mögliche ins Wasser. Als die Hafenpolizei ihn dazu befragte, sagte er: "Aber da drüben steht doch dran: DEUTSCHE WERFT."

Gruß Kalubke


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01.11.2014 22:19
avatar  Fall 80
#28
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Erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten zum Thema. Leider war nichts dabei, was die angebliche Schleuse im Schifflersgrund bzw. bei Ecklingerode betrifft.

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.


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01.11.2014 22:23
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#29
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Hallo Fall 80, da musst Du mal den Hansteiner fragen, der kennt den Abschnitt aus den FF aus der Zeit 75/77.

Der Hesselfuchs


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02.11.2014 00:35 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2014 00:40)
avatar  seaman
#30
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #28
. Leider war nichts dabei, was die angebliche Schleuse im Schifflersgrund bzw. bei Ecklingerode betrifft.


Sorry.
Die Fragestellung führte vom Ausgangsthema weg.

Siehe "Märkische Allgemeine" Zitat:
"Und an einem Frühjahrstag in der zweiten Hälfte der 80er Jahre beobachteten die Grenzer im Bereich der Kiesgrube Lindewerra Stasi-Mitarbeiter, die ein Rübenfeld absuchten. Als sie Hilfe anboten, wurde diese rigoros abgelehnt. Als im Herbst die Rüben geerntet wurden, kam ein Bauer zu den Grenzern und übergab ihnen einen dicken Pfeil, der vermutlich aus einer Armbrust stammte, und den er bei der Rübenernte fand. "Der Pfeil ließ sich aufschrauben", erinnert sich Rudolph. In ihm befand sich ein Schriftstück mit dubiosen Buchstaben und Zeichen. "Jetzt wussten wir, was im Frühjahr los war." Natürlich wurde der Pfeil sofort wieder von Mitarbeitern des MfS abgeholt, verbunden mit der strengsten Geheimhaltungsanweisung."
Zitat Ende

seaman


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