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#81

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.11.2014 17:08
von Sarah__ | 2 Beiträge
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Zuerst einmal vielen Dank für die vielen Antworten auf mein Anliegen. Ich bin freudig überrascht gewesen wie viele von euch mir geantwortet haben. Ich habe mich noch nicht durch alle tweeds durchgearbeitet aber habe schon viele nützliche Anregungen und Antworten gefunden.

Natürlich erhaltet ihr auch noch von meinerseite aus ein Feedback wenn ich fertig bin. Ansonsten freue ich mich natürlich über weitere Anregungen :)

Vielen , vielen Dank an euch



furry, 94 und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#82

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.11.2014 17:34
von karstenHH | 9 Beiträge | 5 Punkte
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Zitat von steffen52 im Beitrag #12
Die Teilung Deutschlands in den Köpfen ist erst überwunden, wen die Alten in Ost wie West nicht mehr auf dieser Erde weilen und wen alle Bürger Deutschlands, egal wo sie wohnen, das gleiche Gehalt erhält und auch die Nebenkosten gleich sind! Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum, Sahra!!
Grüsse steffen52
Ich gehöre zu den Alten,bin Jahrgang 63.Zumindest gehöre ich damit wohl nicht mehr zu den Jungen.
Wenns so einfach wäre," Die"(einige) Alten haben schuld das sie nicht vollzogen ist in den Köpfen,Wenns so wäre hättest wohl recht."Die" (einige) Jungen haben da oft mehr Nachholbedarf.Mal ein wenig die Augen aufmachen würde ich empfehlen.Trotzdem würde ich nie drauf kommen das an Altersgruppen festzumachen.bzw an teile davon. Es gibt nicht Die Alten und die denken alle so und Die Jungen die denken alle so. Sind ja nicht das Kollektiv der Borgs von Star Trek die alle gleichgeschaltet sind.
Ich bin froh über die Wiedervereinigung.Ich habe keine Grenze nach Ost-West,West -Ost im Kopf und habe nicht nur Verwandte in Ostdeutschland,wodurch ich seinerzeit auch die damalige DDR kennenlernte bei Besuche.sondern auch Freunde und Kollegen die aus Ostdeutschland kommen bzw dort leben.Die Probleme die es noch gibt sind Vielschichtiger,wurden im Thread ja schon genannt und werden mit der Zeit auch gelöst denke ich mal.
Aber das einfach am Alter festmachen triffts meiner Meinung nach nicht,Sieht man auch an andre sachen.



zuletzt bearbeitet 01.11.2014 18:43 | nach oben springen

#83

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2014 13:25
von Barbara (gelöscht)
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Hallo Karsten, willkommen im Forum.

Ich teile im Wesentlichen deine Meinung.

Interessant ist, dass eine junge Frau ihre Frage genau so stellt wie sie sie stellt. Eigentlich ist das nämlich eine Fragestellung unserer Generation, die wir die Teilung faktisch erlebt haben, egal wo wir gelebt haben.

Die Thread-Frage unterstellt ja, dass die Teilung D. nicht überwunden sei. Ist das Sarah's Erleben, das ihrer Generation, und wenn das zutrifft, woher resultiert dieses Erleben...

Vielleicht ist es auch nur eine Arbeitshypothese im Zusammenhang mit einer schulischen Arbeit.


Mich hat das, neben, den unterschiedlichen Beiträgen in diesem Thread gedanklich jedenfalls sehr angeregt, wie denken unsere Kinder darüber, wie werden sie darüber denken, die sie selbst nicht mehr unmittelbar betroffen waren.
.


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#84

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2014 17:45
von StabsfeldKoenig | 3.015 Beiträge | 445 Punkte
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Die Teilung ist nicht überwunden, weil sie nicht überwunden werden soll. Niedrigere Löhne und längere Arbeitszeiten sollen deswegen nicht angeglichen werden, weil sich bestimmte Interessengruppen davon einen Extra-Profit, aber auch das Argument einer "verbesserten Wettbewerbsfähigkeit" durch "Sozialabbau West" versprechen. Das man die "Stasi-Jagd" länger betreibt, als die Verfolgung der Nazi- und Kriegsverbrecher im Westen, dient vor allem dazu, von aktuellen Problemen abzulenken und jeden, der eine Veränderung der politischen Zustände im "4. Reich" möchte, zu diskreditieren.


DoreHolm, Alfred und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.11.2014 23:18
von Hackel39 | 3.578 Beiträge | 2671 Punkte
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Vielleicht sollten wir im zähen Vereinigungsprozeß einmal gewisse Prestigeangelegenheiten etwas näher betrachten. Über den Zustand, daß eine Generation später bislang weder im Dax noch im M- Dax ( zweite Börsenliga) eine ostdeutsche Firmen gelistet ist habe ich mich schon anderswo geäußert, ich sehe das als bedeutendes Kriterium an, wenngleich es nur für wenige von uns direkt von Bedeutung ist.
Synchron dazu kann man auch die Zustände im Fußball betrachten, hier sind wir etwas näher dran am Westen wobei ich besonders im Thread zum Durchmarsch von RB Leipzig feststellen mußte, daß wir uns bei der Annäherungsbewegung gelegentlich selbst im Wege stehen.
Einerseits wird hier Kommerz und externe Einflußnahme im Sport angeprangert und andererseits die finanzielle Not sportlich zum Aufstieg möglicherweise geeigneter Mannschaften bedauert.
Da sollte man sich erst mal einig werden was man will.
Eine andere Geschichte sind die Reflexe, die bei manchen von uns auf den politischen und gesellschaftlichen Baustellen dieser Republik ausgelöst werden, wenn es wieder mal darum geht festzustellen was in der DDR professioneller gelöste wurde.
Ein Beispiel dafür ist das staatliche Management zur Lenkung potentieller Fachkräfte beim Übergang von der Schulzeit in die Berufsausbildung, die auch hier schon in der Freiheitskategorie untergebracht wurde.
Konkret meine ich hier den Interessenskonflikt zwischen den Notwendigkeiten des Marktes und den privaten Berufswünschen der Nachrücker.
Während man in der DDR einen konkreten Bedarf an Fachkräften, z. B. über Lehrstellenverzeichnisse benannte und daraufhin die Ausbildungsmaßnahmen so abstimmte, daß man in der Regel auch nach 2-3 Jahren im erlernten Beruf arbeiten durfte unterliegt es heute den m. E. rückschrittlichen Ansatz erst mal ins Blaue auszubilden um dann die Besten zu übernehmen mit der Konsequenz, daß viele heutzutage erst mit dem dritten Facharbeiterbrief zu Potte kommen bezüglich einer Festeinstellung.
Ob es nun legitim ist, in solchen Zusammenhängen die DDR als Vergleichsvorlage heranzuziehen, mag jeder für sich entscheiden, man sollte aber darüber nachdenken, ob man den Fortschritt nicht doch streckenweise erst auf dem zweiten Blick erkennen kann.
Für mich sind solche Geschichten um die Erwerbsbiografien dieser Republik ein Indikator dafür, daß die vermeintliche (heutige) Freiheit zur uneingeschränkten Entfaltung bei der Berufswahl doch eher eine unvorstellbare Ressourcenverschwendung ist, auch wenn in der Marktwirtschaft die Branchenrotation eine Störgröße ist, die wir im Sozialismus so nicht hatten.
Allerdings sind die Betroffenen besonders im Westteil der Republik bereits soweit angepaßt, daß sie sich schon damit abgefunden haben, neben der Vollzeitstelle im Hotel noch nebenbei ein Lehrerstudium durchzuziehen, sie kennen es halt nicht anders und die wenigsten von denen haben Millionäre als Eltern.
Es steht aber außer Frage, daß von denen wohl kaum einer in der DDR würde leben wollen, man quittiert halt diese Fehlentwicklungen als wenig problematischen Systemfehler, von dem eben alle Vergleichspersonen betroffen sind.
Für die meisten Westdeutschen ist die einverleibte DDR wie ein dicker Bierbauch, der war irgendwann da und man hat ihn halt immer dabei, wirklich nützlich ist er nicht aber man versucht ihn sich schönzureden, er tut ja auch nicht weh.


zuletzt bearbeitet 02.11.2014 23:22 | nach oben springen

#86

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 08:24
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Oftmals ist es auch noch die selbst gewollte Teilung in den Köpfen, besonders in der Generation die noch das geteilte Deutschland erlebt hat, meinen Kindern ist die angeblich noch bestehende virtuelle Teilung völlig schnuppe, die sind schon einfach nur Deutsche die halt in einem ostdeutschen Bundesland leben und arbeiten und das nicht schlecht mit guten Berufen.
Muss man ja nur hier reinschauen, die Mauern in den Köpfen bröckeln langsam oder auch nie.


zuletzt bearbeitet 03.11.2014 08:28 | nach oben springen

#87

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 08:35
von Gelöschtes Mitglied
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Ich denke auch, dass unsere Kinder die ganze Sache schon etwas gelassener sehen. Meine Kinder sind zwar über die DDR theoretisch auf dem laufenden, aber erst nach 1990 geboren und somit echte Bundesrepublikaner.

Manchmal habe ich den Verdacht, dass es immer noch Interessengruppen gibt, die von der Teilung in den Köpfen profitieren. Nicht nur politisch sondern auch wirtschaftlich.

Da hilft wahrscheinlich nur die biologische Problemlösung und das wird bei der heutigen Lebenserwartung noch einige Jahrzehnte dauern.

Der Hesselfuchs


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#88

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 09:49
von Hackel39 | 3.578 Beiträge | 2671 Punkte
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Im Alltag ist die Teilungsnaht längst verheilt und nur dann sichtbar, wenn man danach sucht.
Die Waage der Vergleichskriterien pendelt sich wohl tatsächlich bei immer mehr Ostdeutschen bei +/- 0 ein weil auch die möglicherweise bereits im Sozialismus angeeignete Anpassungsfähigkeit gepaart mit Pragmatismus und Disziplin dieser Personengruppe mit "DDR- Kenntnissen" einen Beitrag zur Normalität im Vereinigungsprozeß leistet.
Allein das miterlebte Scheitern einer Gesellschaftsordnung macht diesen Personenkreis aber auch sensibler gegenüber Zweckoptimismus, politischen Phrasen und Klüngelei auf allen Ebenen und die "Urwessis " mögen bitte nicht den Fehler machen, das als Mißmut, Zweckpessimismus oder gar Staatsfeindlichkeit auszulegen.
Ich hatte in einem anderen Zusammenhang einmal als Kriterium des Vereinigungsfortschritts die Wirtschaftskraft der 500 größten deutschen Unternehmen herangezogen und dabei angemerkt, daß nur sieben davon aus der ostdeutschen Fläche kommen.
In der Folge interessierte ich mich sporadisch für weitere Unternehmen aus dieser Auflistung besonders für deren Gründungsjahre bzw. dem Zeitpunkt der Ausgliederung dieser Westfirmen aus größeren Konzernen und fand nur ganz wenige, gefühlte 20-30 % die in der Zeit nach der Vereinigung in diesem Ranking aufgestiegen sind.
Das ist eben keine gute Nachricht, sondern die Botschaft, daß der Wohlstand wohl doch abschließend verteilt ist und gleiche Chancen für jeden nicht so ohne weiteres vorhanden sind sofern man den Traum des freien Unternehmers träumt und nicht vom Audi A 8 oder der Eigentumswohnung am Stadtrand.
Ich kenne solche Aspiranten persönlich, weiß woran die in der Regel scheitern und warum die von den Banken kein Geld bekommen und auf Buisiness- Plattformen Geld für die Geschäftsidee zusammenstoppeln müssen und mache mir dazu eben Gedanken mit dem Ergebnis, daß der Traum von der freien Marktwirtschaft bezogen auf die persönlichen Aufstiegschancen genauso utopisch ist wie der Traum vom Sozialismus mit menschlichem Antlitz.
Bleiben wir also wachsam, Euphorie ist im Bezug auf die Wiedervereinigung trotz vieler Fortschritte fehl am Platz.


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#89

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 11:39
von Barbara (gelöscht)
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und die "Urwessis " mögen bitte nicht den Fehler machen, das als Mißmut, Zweckpessimismus oder gar Staatsfeindlichkeit auszulegen.


Tue zumindest ich nicht, sondern nehme es erst mal zur Kenntnis, denn Skepsis ist ja nichts Ehrenrühriges und ein kritischer Blick auf Staat und Gesellschaft eher etwas Gesundes.
Aber auch du Hackel reduzierst hier auf die wirtschaftlichen Aspekte, hier (andernsorts bei ähnlicher Fragestellung ebenso) wurde darauf, also Letztlich auf das Finanzielle reduziert.
Ist das wirklich so, dass das das einzige und ausschlaggabende Kriterium bzgl. der Beziehung zwischen den beiden unterschiedlich "sozialisierten" Gruppen der Deutschen ist? Ist es das, was aus deiner Sicht historisch übrig bleiben wird zumindest für die Zeit unseres Lebens? Welche Perspektive geben wir damit weiter, für diejenigen, die weder den Kalten Krieg noch die Wende und deren Folgen erlebt haben?
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#90

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 11:45
von Hackel39 | 3.578 Beiträge | 2671 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #89
und die "Urwessis " mögen bitte nicht den Fehler machen, das als Mißmut, Zweckpessimismus oder gar Staatsfeindlichkeit auszulegen.


Tue zumindest ich nicht, sondern nehme es erst mal zur Kenntnis, denn Skepsis ist ja nichts Ehrenrühriges und ein kritischer Blick auf Staat und Gesellschaft eher etwas Gesundes.
Aber auch du Hackel reduzierst hier auf die wirtschaftlichen Aspekte, hier (andernsorts bei ähnlicher Fragestellung ebenso) wurde darauf, also Letztlich auf das Finanzielle reduziert.
Ist das wirklich so, dass das das einzige und ausschlaggabende Kriterium bzgl. der Beziehung zwischen den beiden unterschiedlich "sozialisierten" Gruppen der Deutschen ist? Ist es das, was aus deiner Sicht historisch übrig bleiben wird zumindest für die Zeit unseres Lebens? Welche Perspektive geben wir damit weiter, für diejenigen, die weder den Kalten Krieg noch die Wende und deren Folgen erlebt haben?
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Nun ja Barbara übers Angeln und die Gängelei gegen Kleingärtner hab ich ja auch schon berichtet und auch positive Aspekte, z. B. alternative Energiegewinnung benannt.
Am Ende aber regiert das Geld die Welt und zur Welt gehört nun mal nach wie vor die BRD.
Muß jetzt weiter zum Zug hetzen, bin gerade im schönen Köln und Reise nun nach Basel weiter.
Das IPad macht diese Kommunikation möglich, in der DDR hätte ich das nie besessen... Ist doch auch was.


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#91

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 11:58
von Barbara (gelöscht)
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Ach Mensch Hackel du kannst aber auch einfach mal Bescheid sagen, wenn du hier einen Stopp hast und man geht mal ein Bier trinken! Denn neben der ganzen Skepsis bezgl. der Unvereinbarkeit der deutschen Perspektiven aus Ost und West findet so ganz nebenbei - z.B. im Forum ein munteres und reges Aufeinandertreffen statt, und das realen Leben spricht dann manchmal eine ganze andere Sprache als unsere theoretischen Diskurse.
Ich weiß nicht ob du mitbekommen hast, dass wir uns mit einigen am 14.11. in Köln vor dem Brauhaus Früh treffen - wo soll das sein wenn nicht in Bahnhofsnähe :-) Guck mal den Thread "Kölner Stammtisch". wenn dein Dienstplan es zulässt komm doch einfach dazu.
Ansonsten jetzt erstmal gute Fahrt!
.


Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#92

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 12:05
von Stringer49 | 711 Beiträge | 41 Punkte
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Keine Antwort (ich kann sie nicht geben); einfach nur zum Bedenken:

Leserbrief des deutschen Kabarettisten D Hildebrandt in einer Soderausgabe des deutschen Magazins Merian in 1990:

«KADERPROBLEME
Seien wir ehrlich: Das meiste haben wir doch gar nicht verstanden in den letzten Monaten des grenzüberschreitenden Gefühls, des mauerbrechenden Taumels, des interviewseligen Zusammenwachsens. Die Tränen ja, den Knall der Sektkorken auch und das Urwort „Wahnsinn” zumal sagten uns was, aber die Sprache vieler, die da kamen, war einfach nicht zu fassen . Wir hatten es uns ja denken können: Vierzig Jahre Funktionärsjargon , vierzig Jahre Parteichinesisch, vierzig Jahre lang Kampf „der sozialistischen Nation um ihre unverfälschte Nationalsprache” (Weltbühne) — , das mußte schließlich zum Kommunikationsknick führen.

Aber nun ist alles noch schlimmer als befürchtet: Da überrollt uns ein Volk, so fremd, sofern, so artikulations-exotisch, als hätten wir Zuzug von einem andern Stern. Die Leute reden, begeistert oder zögernd oder scheu, auf uns ein, aber sie reden wie mit einer inneren Stimme, weit hinten im Hals, mit einem rauchzarten Gurgeln, als wollten sie die Worte nicht äußern sondern gleich wieder run-terschlucken. Langjährige Vorsicht im Umgang mit dem Spitzel von nebenan? Kehlkopfschaden vom Gebrauch allzu bombastischer Losungen? Mitnichten! Was die deutsch-deutsche Verständigung erschwert, ist nicht der Sozialismus, dem man zu lange nach dem Munde geredet hätte, sondern das Sächsisch, nach dem einem der Schnabel gewach
sen ist.

Nicht die Ideologie trennt uns, sondern ein SED Idiom. Sächsisch ist wie ein ausgesprochenes Palimpsest: daran mußte jegliche Parteilinie scheitern: „Ich habe so Arger mit meinen Kader” , sagte mal eine junge Parteigenossin inLeipzigzu mir. Und ich sah sie im Konflikt mit Kaderakten, Kaderfragen, Kaderleitungen. Es stellte sich aber heraus , daß eigentlich nur die Katze krank war.

Dringend, gerade wegen dieses unheimlichen Guttural-Gemurmels, daß wir wieder wirklich deutsch miteinander reden lernen. Wenn die Linientreue erst einmal der High Fidelity gewichen ist, die Komplexbrigade zu ihrer Corporate identity gefunden hat, der Planrapport mit dem gehörigen Coaching betrieben wird und genügend Sponsoren da sind für den Transfer von Knowhow, wenn sich der Goldbroiler zu den Standards des Fast food aufschwingt, dann schlägt die happy hour der Wiedervereinigung, die wir vorsichtshalber joint venture nennenwollen. DIETER HILDEBRANDT»


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


zuletzt bearbeitet 03.11.2014 12:06 | nach oben springen

#93

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 12:26
von josy95 | 5.167 Beiträge | 2243 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #90
Zitat von Barbara im Beitrag #89
und die "Urwessis " mögen bitte nicht den Fehler machen, das als Mißmut, Zweckpessimismus oder gar Staatsfeindlichkeit auszulegen.


Tue zumindest ich nicht, sondern nehme es erst mal zur Kenntnis, denn Skepsis ist ja nichts Ehrenrühriges und ein kritischer Blick auf Staat und Gesellschaft eher etwas Gesundes.
Aber auch du Hackel reduzierst hier auf die wirtschaftlichen Aspekte, hier (andernsorts bei ähnlicher Fragestellung ebenso) wurde darauf, also Letztlich auf das Finanzielle reduziert.
Ist das wirklich so, dass das das einzige und ausschlaggabende Kriterium bzgl. der Beziehung zwischen den beiden unterschiedlich "sozialisierten" Gruppen der Deutschen ist? Ist es das, was aus deiner Sicht historisch übrig bleiben wird zumindest für die Zeit unseres Lebens? Welche Perspektive geben wir damit weiter, für diejenigen, die weder den Kalten Krieg noch die Wende und deren Folgen erlebt haben?
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Nun ja Barbara übers Angeln und die Gängelei gegen Kleingärtner hab ich ja auch schon berichtet und auch positive Aspekte, z. B. alternative Energiegewinnung benannt.
Am Ende aber regiert das Geld die Welt und zur Welt gehört nun mal nach wie vor die BRD.
Muß jetzt weiter zum Zug hetzen, bin gerade im schönen Köln und Reise nun nach Basel weiter.
Das IPad macht diese Kommunikation möglich, in der DDR hätte ich das nie besessen... Ist doch auch was.


Geld regiert die Welt - @Hackel39 - da geb ich Dir uneingeschränkt recht!

Nur mittlerweile hat das Geld einer derartige Macht über Mensch und auch Umwelt angenommen, die echt beängstigend ist.
Und @Barbara , das hat nix mit (ossihaft angeborenen) Pessimismus oder irgendetwas in diese Richtung zu tun .

Natürlich, und das wissen wir Beide nur zu gut, ist das persönliche Gespräch, dazu noch in einer netten Runde immer erfrischender, freier von Mißverständnissen & Co als der beste geschriebene Text. Siehe Thema Schuhe stehenlassen...

Und jetzt, bitte alle Altbundis ganz, ganz tapfer sein!

Wir *ssis neigen, nein hoppla, wir sind irgendwie zum tiefgründigeren Nachdenken erzogen. Aus vielerlei Gründen, sei es die Mangelwirtschaft gewesen, unter der wir leben mußten. Oder die Bevormundung durch eine mehr als totalitäre Partei und ihr System der Unterdrückung jeglichen Widerspruchs.

Auch wenn Hackel und mich manchmal Welten in unseren Auffassungen trennen aber eins vereint uns: Theoretisch geht es so auf der Welt, in Deutschland nicht weiter. Die Praxis oder besser Realität wird uns schon sehr bald einholen ohne uns zu überholen...!
Es geht weder auf den total überzüchteten Finanzmärkten und der einseitigen Reichtumverteilung noch im Umgang mit den milliarden Menschen, die auf dieser Erde leben noch mit der Umwelt nso weiter.

Und das ist auch ein Hauptgrund des Debakels der deutschen Einheit, das nach 24 Jahren, fast einem viertel Jahrhundert, die einstige Teilng noch nicht überwunden ist.
Warum?
Allen voran die Gier, der Neid..., dem anderen nix gönnen, ihn als übervorteilt sehen, hinstellen. Im Zweifelsfall und fürs eigene Ego ihn ausbremsen.
Und das Generalversagen der Politik. Und da sehe ich es 1 zu 1 wie Hackel. Statt Sinnlosgesetzen, statt Sinnlosbürokratie, statt Bürokratiesponsoring ohne gleichen und Verschwndung von Steuermilliarden in Brüssel - endlich Gesetze, die dem Menschen dienen..., auch wenn sie für die Finanzhaie auf dieser Welt unbequem sind...

Mein alter Herr hat oft gesagt,...die Menschheit braucht keine Atomwaffen und anderes Gerät mehr, um sich zu vernichten. Einige Wenige vernichten mit ihrer Gier die ganze Spezis Mensch...



josy95


Auf Wiedersehen. Vielleicht woanders...
Stringer49, Hackel39 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.11.2014 12:27 | nach oben springen

#94

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

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von Barbara (gelöscht)
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Hi Josy ;-)

Meine Welt regiert das Geld aber nicht, zwar muss ich immer sehen, das ich als Freiberufler einingermaßen klar komme und das ist mit unter alles andere einfach - Sicherheit ist mir definitiv ein Fremdwort. Aber mein Selbstverständnis resultiert nicht daraus. Ich reduziere meine persönliche Weltsicht nicht darauf, weil dann blockiere ich meine Gedanken.

Gesellschafts- und Systemkritik ist eine Sache, ein persönliches Selbstverständnis eine andere

Allen voran die Gier, der Neid..., dem anderen nix gönnen, ihn als übervorteilt sehen, hinstellen. Im Zweifelsfall und fürs eigene Ego ihn ausbremsen.


Das ist keine Eigenschaft des Systems, Systeme haben keine solchen Eigenschaften, darin liegt ein Irrtum finde ich. Das sind persönliche Eigenschaften und hier ändert sich nur etwas, man man persönlich etwas ändert und wenn man persönlich etwas ändert, ändert sich auch das System. Wenn ich gegen eine kalte und unsoziale Welt bin, muss ich selbst persönlich dagegen etwas tun, dann ändert sich die Welt!

Das ist natürlich keine Gegenrede dazu, auch politische Theorie zu diskutieren oder deren praktische politische Umsetzung zu kritisieren, aber wenn man nur letzeres tut, verbreitet man nur ein Ohnmachtsgefühl und Ohnmacht lähmt!!!

Hackels Meinung teile ich auch nicht in allem, aber er liefert hier - in verschiedenen Threads - oft derartig brilliante Expertisen ab, dass ich schon öfter dachte, er solle eine Partei Gründen, ich wäre 1. Mitglied. Allerdings müssten wir ein paar Grundsatzpositionen klären und was bestimmte Sachverhalte angeht - die verstehen ich einfach auch nicht.

Dass ihr Ospen (Begriff von Lutze :-) sehr vielmehr als die Wespen zu einem analytischen Denken angehaltene bzw. "gezwungen" wart, ist mir schon seid längerem klar, das ist zum Beispiel eine ost-deutsche Qualität, die "ihr" noch gar nicht in als "Haben" selbstbewusst in "euer" koellktives Selbstbewusstsein übernommen habt :-) - sage ich euch als West-Schwester mal als Tipp :-)
Ebenso dass ein Umdenken bzgl. der sozialistischen Praxis in der DDR, die ja nun in jeder Hinsicht hinischtlich ihres Versagens auseinander gepflückt wurde mal darauf hinaus dass "ihr" euch hinstellt und sagt: Leute wir habens erlebt und wir wissen wie man es nicht machen sollte, aber wir haben euch da ein paar wichtige Erfahrungen voraus, auch hinsichtlich der Vorstellungen über eine gerechtere Welt. Und der Perversionen der kapitalistischen Welt, und diese erleben wir ja gemeinsam!

Im Hinblick auf das Thread-Thema: erleben wir uns in unserem in Selbstverständnis nur als unterschiedlich vom Kapitalismus gebeutelte? Auch die Wessis waren das aber.

Nachtrag: Schuhe haben ihren Weg nach Westen gefunden :-)


korr
.


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.11.2014 13:12 | nach oben springen

#95

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 15:43
von josy95 | 5.167 Beiträge | 2243 Punkte
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@Barbara,

das Problem mit Einbringung von Ideen, Innovation..., ist ein Problem der Minderheit. Fast ähnlich der ethnischen Minderheiten in anderen Ländern. 1990 waren es nur rein zahlenmäßig etwa 17 Millionen gegen ca. 80 Millionen. Analog wird im Bundestag und anderswo das politische Süppchen gekocht...

Und hier wieder querbeet durch alle Partein, einschl. Linke!

josy95


Auf Wiedersehen. Vielleicht woanders...
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#96

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 15:58
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Angesichts der Herzlichkeit der Begrüßung von Babara hätte ich sie nie für eine Angehörige der Minderheit(in diesem Forum) gehalten!


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#97

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 16:02
von Barbara (gelöscht)
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Josy, ich hoffe ich interpretiere deinem Beitrag jetzt richtig:

was ich oben schrieb war auf heute bezogen. Dass mehrere Kinder in mehrere Brunnen rund um die Wende gefallen sind, ist klar, aber müssen wir das jetzt in einem gemeinsamen Selbstverständnis das als finale abschließende Erfahrung miteinander weitergeben oder können wir einen Schritt weitergehen? Müssen wir immer wieder Brüche, Teilungen, Abgrenzungen formulieren oder können wir sagen: so, das ist es also jetzt - unser komisches Deutschland - mit der ganzen krummen Geschichte, hat zum Teil sehr weh getan diese Geschichte - in vielerlei Hinsicht. Aber jetzt ist mal gut und wir legen mal unsere gemeinsamen, oder unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen - aber konstruktiv. Weg von Klischees, weg von "Schuld" - sagen wir denen die nach uns kommen: war eine echt harte Partie dieses 20. Jhdt., passt auf und lasst euch nicht indoktrinieren, passt auch auf die in eurer Umgebung auf, lasst euch nicht auseinander treiben - und hebt mit einem solchen Selbstverständnis auch den Blick über den deutschen Tellerand.


Die aktuelle Politik ist mMn hier gar nicht das Thema, denn von der sind wir alle gemeinsam betroffen - Alle!
.


Elch78 und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 16:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #97


Die aktuelle Politik ist mMn hier gar nicht das Thema, denn von der sind wir alle gemeinsam betroffen - Alle!



Ich widerspreche Dir ungern , denn ich sehe das Thema der Überwindung der Teilung sehr gelassen. Dabei hilft mir in anderen zeitlichen Dimensionen zu denken. Denn seit wann war die deutsche Einheit eine Vision bzw. ein Traum? Seit mindestens 200 Jahren. Und was mussten Generationen vor uns dafür alles durchleben - wieviele Umbrüche, wieviel Leid, aber auch wieviele Erfolge. Der größte war 1989 meiner Meinung die Überwindung der Teilung nach dem 2. Weltkrieg - auch wieder ein Umbruch.

Ich denke wir jammern hier auf sehr hohem Nivau. Statt die Mauer nach 25 Jahren immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken (in meiner Wahrnehmung öfter als in den 28 Jahren ihres Teilens), sollten sich die Deutschen aus ihren Erfahrungen heraus neue Ziele setzen - nicht territorial, sondern gesellschaftlich. Aber scheinbar fällt das so schwer, dass man sich lieber in dem Erfolg des Mauerfalls sonnt, statt die Probleme offensiv anzugehen, die die Gesellschaft immer weiter auseinander treibt.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 03.11.2014 16:27 | nach oben springen

#99

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 17:18
von Barbara (gelöscht)
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Und wo ist jetzt der - immer wieder gern gehörte :-) - Widerspruch?


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#100

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.11.2014 18:17
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #99
Und wo ist jetzt der - immer wieder gern gehörte :-) - Widerspruch?


Das sind die ganz kleinen Feinheiten der Minderheit in diesem Forum untereinander und meinem mangelnden Verständnis für das Thema der Überwindung der Teilung - aufgehangen an den 25 Jahren nach dem Mauerfall.

Auf den Punkt gebracht - ich bin der Meinung: Man kann die aktuelle Politik, dazu gehört auch die Erinnerungs - und Jubiläumspolitik im Jahr 2014, die sich ausschließlich in der öffentlichen Wahrnehmung auf Jahrestage konzentriert, nicht ausblenden. Und um noch einen drauf zu setzen - Mir fehlen nur noch die öffentlich finanzierten Winkelemente.

Und wenn wir schon dabei sind - genau diese Politik erschwert die Überwindung der Teilung. Denen, die sich in der DDR eingebracht haben wird wenig Raum gelassen. Selbst hier im Forum haben es diese Menschen schwer. Daher an dieser Stelle ein großes Danke an @Rainman2 @Vierkrug @Hackel39 @DoreHolm und auch @94 - um nur einige zu nennen und was keine Wertung von ungenannten sein soll - für ihre Beiträge. Daher auch meine Gelassenheit. Denn was ich von ihren höre und lese, ihre Erlebnisse und Erkenntnisse, regen nicht nur mich zum Nachdenken an.

Ich weiß @Barbara - schon wieder kein Widerspruch.

LG von der Moskwitschka


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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