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#341

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.02.2015 13:47
von Hackel39 | 3.509 Beiträge | 2210 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #323
Hackel, mal abgesehen vom Humor, den ich als ein prinzipiell zwischenmenschliches Bindeglied empfinde: ist es nicht immer "ein gemeinsames Thema", dass Gemeinsamkeit befördert? So kann ich mir vorstellen, dass gerade in den technischen Berufen es um ein vielfaches leichter war, ins Gespräch zu kommen. Eine Lok führen ist nun mal eine Lok führen, völlig wurscht, wo man herkommt. Anders gefragt: wie bist du von den Wessi-Kollegen seinerzeit aufgenommen worden? Waren sie interessiert an deiner Berufserfahrung? War euer gemeinsamer "Berufsgegenstand Eisenbahn" möglicherweise auch im übertragenen Sinne "Beförderungsmittel" - dann auch über die Berufswelt hinaus? Oder war die "Ossi-Bio" zunächst erstmal grundsätzlich eine Art Bremsklotz von Vorurteilen seitens der neuen W-Kollegen?
.


Naja Barbara, die Lager gab es damals und zwar nicht nur am Laufwerk der Loks, aber das ist nicht über zu bewerten.
Man kann das rückblickend so beschreiben,, daß erlebte Kollegialität unser Alltag war es aber auch Kräfte gab, die immer wieder stänkerten.
So beispielsweise war die Hennigsdorfer 243 E- Lok unser ganzer Stolz ( weiße Lady...Versuchslok mit Geschwindigkeitsregelung - Tempomat- und einem futuristischen Führerstand mit Klimaanlage und für damalige Verhältnisse recht anspruchsvoller Ausstattung als Versuchslok ( weiß mit orangem Streifen) , später in reichsbahnroter Farbgebung in Serie... die heute noch massiv im Einsatz ist), jene Lok also wurde von einigen Westkollegen mit einer Mängelliste versehen und Vorgesetzten zugeleitet, wie unmöglich sich diese Lok im Einsatz handhaben ließ ( z. B. weil man nicht aus voller Lastfahrt die Zugkraft abschallten könne....Grundlastdrossel...in Stufe 1 verharren, sonst Abschuß...das kannten die nicht von ihren Maschinen).
Kinderkram können wir das heute nennen, es hatte damals aber eine andere Bedeutung und kam recht arrogant rüber, allerdings gab es auch erfreuliche Geschichten, so z. B. die Hilfsbereitschaft des Stellwerkspersonals der damals noch fremden Bahnhöfe bezüglich der Informationen über Rangierwege und Abläufe und auch die Aufgeschlossenheit westdeutscher Kollegen bezüglich der bahninternen Vereinsarbeit (Dampflokfreunde, historischer Lokschuppen u. dgl.).
Zusammenfassend und mit Blick auf andere Beiträge könnte man sagen, daß die berufliche Zusammenarbeit Grenzen verwischt hat.
Vielleicht wäre bezogen auf die Übersiedler nach Westdeutschland die Suche nach einer Vereinsmitgliedschaft auch ein wichtiger Schritt zur Normalität im innerdeutschen Umgang gewesen, ich jedenfalls wäre auch notfalls Forellenangler geworden, wenn mein Verein in der neuen Heimat nur Salmonidengewässer aufzubieten gehabt hätte.


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#342

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.02.2015 14:00
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#330 GKUS64

Sehr interessantes Gutachten, Bernd. In der Bilanz ist das doch recht positiv, meine ich. Wie ist deine Einschätzung darüber?
.


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#343

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.02.2015 14:36
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Elch78 im Beitrag #333
Zitat von Barbara im Beitrag #310
Die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Bewertung des Staates DDR besteht nicht zwischen Ost und West, (s. Beitrag Schuddel) sondern zwischen denen, die in der DDR gelebt haben.
Richtig @Barbara , und deshalb ist eine Bewertung durch "Unbeteiligte" absolut entbehrlich.*

Das Gefasel von (oft westdeutschen) Politikern oder sonstigen Schlaurednern erweckt in vielen von uns den Eindruck, man hielte die Ostler für sozial Minderbemittelte, denen man die Welt erklären muß. Die solche "Bewerter" im übrigen selber gar nicht erlebt haben, sondern sich vom grünen Tisch in der Nachschau zurechtschwadronieren.

Wenn Menschen wie @Gert aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen das so empfinden, ist es für mich nachvollziehbar und völlig legitim.
Viele haben jedoch "Unrecht" in ihrem alltäglichen Leben nicht kennengelernt oder bemerkt und sind deshalb (ebenso nachvollziebar) nicht damit einverstanden, daß sie allein durch ihre eigene Existenz in der DDR dem Unrecht eigentlich Vorschub geleistet haben sollen.

Da es ohnehin keine von allen anerkannte Definition des "Unrechtsstaates" gibt, kann der Begriff nur eine (sicher notwendige) Diskussion anstoßen - abschließend beantwortbar ist die Frage eben nicht.

Elch

* Das meint jetzt nicht Dich - denn Du hast eine Bewertung (richtigerweise) vermieden.





Ich versteh dich, Elch. Sinng. habe ich das ja auch in meinem Post #310 zum Ausdruck gebracht. Ich persönlich würde den Begriff "Unrechtstaat" nicht gebrauchen, wie auch, denn er drückt mMn im öffentlichen Diskurs eine emotionale Befindlichkeit aus, die ich mangels eigenem Erleben nicht haben kann.
Ich würde allerdings jemandem, der in der DDR Unrecht erlebt hat nicht widersprechen, wenn er auf diesen Begriff besteht, auch das würde mir nicht zustehen.

Auf einer theoretischen (staatsrechtlichen) Ebene: Der Begriff "Unrechtstaatlichkeit" weist aus meiner Sicht auf strukturelles Unrecht hin, das müsste man an der DDR-Verfassung bzw. der DDR-Gesetzgebung nachweisen. Damit fühle ich mich aber komplett überfordert. Fakt ist, dass es in der DDR im Gesamtzeitraum von 40 Jahren ca. 200.000 politische Gefangene gegeben hat (der Begriff "polit. Gefangener" wurde von Honnecker selbst anlässlich einer Amnestie in den 80er Jahren gebraucht), die Zahlen enstammen den DDR-Staatsanwaltschaften und ihren Strafvollzugsbehörden. Wir hatten über dieses Thema bereits eine lange Diskussion (inkl. Beibringung von entsprechenden Quellen), die ich gerade nicht mehr finde, weil mir der Thread-Titel entfallen ist, bzw. sie in einem anderen Kontext stattfand. Auch den Hinweis von Freienhagener in diesem Falle halte ich für wichtig: beugte (instrumentalisierte) der Staat - und in welchem Maße - eigen gesetztes Recht. Ich glaube, dass eine solche Diskussion ein Bestandteil einer System-Debatte ist. Genau das aber wird nicht deutlich, wenn der Begriff in der in der Öffentlichkeit gebraucht wird. Sondern er wird als moralisches Urteil verstanden. Und das halte ich vor allem im Hinblick auf die nachfolgenden Generationen für fatal. (Abkömmling eines "Unrechtstaates" zu sein, das ist mögliche Stigma-Bildung, die ich nicht nur im Hinblick auf ein gemeinsames (zukünftiges) Deutschland für fatal halte....) - Andere widerum empfinden den Begriff als gerechtes Urteil und nötig für ihre Vergangenheitsbewältigung, was ich auch verstehen kann.

Grundsätzlich meine ich, dass man einem Einzelnen nicht ein ganzes System schuldhaft auf die Schultern legen kann,
und ich teile in jedem Fall deine Meinung, dass das eine Diskussion ist, die nicht abschließend beantwortbar ist. Es stehen Umstände (Lebenserfahrungen) nebeneinander, die man vermutlich als so unterschiedlich akzeptieren muss. Es gilt etwas offen zu legen und nebeneinander auszuhalten. Aufarbeitung ..... Aber auch das steht mir nicht zu, zu fordern und ich habe schon oft etwas hilflos bei solchen Diskussionen daneben gestanden.



Das sind meine (höchst unfertigen!) Gedanken dazu.
.


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2015 14:47 | nach oben springen

#344

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.02.2015 14:57
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #341
Zitat von Barbara im Beitrag #323
Hackel, mal abgesehen vom Humor, den ich als ein prinzipiell zwischenmenschliches Bindeglied empfinde: ist es nicht immer "ein gemeinsames Thema", dass Gemeinsamkeit befördert? So kann ich mir vorstellen, dass gerade in den technischen Berufen es um ein vielfaches leichter war, ins Gespräch zu kommen. Eine Lok führen ist nun mal eine Lok führen, völlig wurscht, wo man herkommt. Anders gefragt: wie bist du von den Wessi-Kollegen seinerzeit aufgenommen worden? Waren sie interessiert an deiner Berufserfahrung? War euer gemeinsamer "Berufsgegenstand Eisenbahn" möglicherweise auch im übertragenen Sinne "Beförderungsmittel" - dann auch über die Berufswelt hinaus? Oder war die "Ossi-Bio" zunächst erstmal grundsätzlich eine Art Bremsklotz von Vorurteilen seitens der neuen W-Kollegen?
.


Naja Barbara, die Lager gab es damals und zwar nicht nur am Laufwerk der Loks, aber das ist nicht über zu bewerten.
Man kann das rückblickend so beschreiben,, daß erlebte Kollegialität unser Alltag war es aber auch Kräfte gab, die immer wieder stänkerten.
So beispielsweise war die Hennigsdorfer 243 E- Lok unser ganzer Stolz ( weiße Lady...Versuchslok mit Geschwindigkeitsregelung - Tempomat- und einem futuristischen Führerstand mit Klimaanlage und für damalige Verhältnisse recht anspruchsvoller Ausstattung als Versuchslok ( weiß mit orangem Streifen) , später in reichsbahnroter Farbgebung in Serie... die heute noch massiv im Einsatz ist), jene Lok also wurde von einigen Westkollegen mit einer Mängelliste versehen und Vorgesetzten zugeleitet, wie unmöglich sich diese Lok im Einsatz handhaben ließ ( z. B. weil man nicht aus voller Lastfahrt die Zugkraft abschallten könne....Grundlastdrossel...in Stufe 1 verharren, sonst Abschuß...das kannten die nicht von ihren Maschinen).
Kinderkram können wir das heute nennen, es hatte damals aber eine andere Bedeutung und kam recht arrogant rüber, allerdings gab es auch erfreuliche Geschichten, so z. B. die Hilfsbereitschaft des Stellwerkspersonals der damals noch fremden Bahnhöfe bezüglich der Informationen über Rangierwege und Abläufe und auch die Aufgeschlossenheit westdeutscher Kollegen bezüglich der bahninternen Vereinsarbeit (Dampflokfreunde, historischer Lokschuppen u. dgl.).
Zusammenfassend und mit Blick auf andere Beiträge könnte man sagen, daß die berufliche Zusammenarbeit Grenzen verwischt hat.
Vielleicht wäre bezogen auf die Übersiedler nach Westdeutschland die Suche nach einer Vereinsmitgliedschaft auch ein wichtiger Schritt zur Normalität im innerdeutschen Umgang gewesen, ich jedenfalls wäre auch notfalls Forellenangler geworden, wenn mein Verein in der neuen Heimat nur Salmonidengewässer aufzubieten gehabt hätte.




Die "weiße Lady" hört sich doch schick an :-)

Der arrogante Wessi-Impuls also auch hier, aber auch schlichtes zwischenmenschliches Konkurrieren - "Jungen und ihre Eisenbahnen" :-)

Aber im Großen und Ganzen bestätigst du meine These oben, dass das gemeinsame Tun der Gemeinschaftlichkeit eher förderlich ist.

Ja, die Vereinsarbeit wäre sicher gut gewesen, vor allem sie Wessi-seits anzubieten. Ich hoffe, dass das auch passiert ist.


Stöber mal ein bisschen in dem Gutachten von GKUS64, da stehen einige interessante Vergleiche drin, was wem zu welchem Zeitpunkt wichtig war, wann und wie es sich anglich etc...
.


zuletzt bearbeitet 24.02.2015 14:58 | nach oben springen

#345

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.02.2015 19:19
von GKUS64 | 2.720 Beiträge | 6414 Punkte
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Hallo @Barbara,

nun hast du mich ja in #342 direkt angesprochen und meine persönliche Meinung deckt sich auch in den meisten Punkten des Forschungsberichtes mit meinen Wahrnehmungen.
Natürlich hat jeder eine andere Vergangenheit, andere Erfahrungen und eine unterschiedliche Lebenssituation. Davon hängt aber ganz entscheidend seine Empfindung und seine Einordnung im geeinten Deutschland ab.
Also ich und auch viele meiner Bekannten sind gut bis sehr gut im geeinten Deutschland angekommen und das betrifft nicht nur die sehr wertvolle Reisefreiheit.
Etwas Glück gehörte natürlich auch dazu, dass ich zu den 76% gehöre, die im u.g. Zitat angeführt sind.

125. Allgemeine Lebenszufriedenheit

Eng verwoben mit der Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Situation ist die allgemeine Lebenszufriedenheit. Diese liegt in Deutschland mittlerweile ebenfalls auf einem einheitlich hohen Niveau und unterscheidet sich zwischen Ost und West nur noch gering. Die Anteile der „eher“ und „sehr Zufriedenen“ liegen mit 83 Prozent im Westen und 76 Prozent im Osten außerordentlich hoch. Demgegenüber stehen 3 bzw. 5 Prozent, die mit ihrem Leben unzufrieden sind.“


MfG vom

Bernd aus DD



zuletzt bearbeitet 24.02.2015 19:21 | nach oben springen

#346

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 07:58
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Hallo,

Dein Thema hat mich sofort angesprochen, da ich auch zu denen gehöre, die die Wiedervereinigung noch nicht so richtig verkraftet haben.

Ein Leben ohne Existenzängste, mit stabilen Preisen und Löhnen, mit gesicherten Arbeitsplätzen, mit gleichbleibender Gesetzgebung und einer Politik, die nicht ständig ihre Richtung wechselt, sind für mich Ausdruck von Luxus. Und diesen hatte ich in der DDR. Es war ein ruhiges beschauliches Leben. Ich war total entspannt und so waren auch die Menschen um mich herum. Es war wie Urlaub. Ich konnte - wenn ich wollte - mein ganzes Leben (mit all seinen kleinen Problemchen) sorglos im Voraus planen. Das vermittelte mir ein tiefes Gefühl von Geborgenheit.

Wie das Leben heute ist, muss ich ja niemandem erzählen - durch das Leben hetzen immer mit der Angst im Nacken, irgend eine neue Regelung
verpasst zu haben. Ständig was Neues. Nicht wissen, was morgen kommt.

Das ist der absolute Gegensatz zu meinem früheren Leben. Das, was ich als Heimat empfunden habe, ist alles weg.

Das können Menschen, die das nicht erlebt haben, natürlich nicht verstehen. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.
Aber dass genau diese Menschen mir jetzt andauernd erzählen wollen, wie schlecht es mir in der DDR gegangen ist und wie falsch alles war und
wie blöd ich doch bin, ärgert mich. So fühle ich mich nicht akzeptiert und auch nicht willkommen.

Ja, die Grenze ist weg, aber die Mauer in den Herzen bleibt (bis auch der letzte Ossi für immer gegangen ist).

LG Moni


zuletzt bearbeitet 26.02.2015 08:00 | nach oben springen

#347

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 08:21
von Elch78 | 502 Beiträge | 27 Punkte
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Danke @Potsdamerin für Deine Offenheit (ist vielleicht gar nicht so einfach, sich als "Neuling" hier zu offenbaren).

Ich kann Deine Ansicht gut verstehen, wenn ich sie auch nicht unumwunden teile.
Ja, die neue Zeit brachte neue Probleme (auch solche, bei denen eine Lösung im großen Rahmen gar nicht wirklich erkennbar ist!).
Wir haben 1990 einfach ein "Problempaket" gegen ein anderes ausgetauscht bekommen.

In die Gesamtbewertung des Für und Wider sollte jedoch auch einfließen, daß es
1. in der DDR gar nicht hätte so weitergehen können und
2. in der "neuen Zeit" viele neue Chancen und Möglichkeiten gab. Nicht für alle in gleichem Maße,aber es konnten auch Dinge Realität werden, an die man im "Abeiter-und-Bauern-Staat" nie gedacht hätte.

Ideal ist es, wenn man für sich persönlich die "guten" Dinge weitgehend bewahren aber auch die neuen Möglichkeiten nutzen könnte.
Nicht wenige sind dabei wohl leider auf der Strecke geblieben ...

Wir haben es in der Hand gehabt, vor einer Vereinigung einen breiten Diskurs über die Gestaltung der gemeinsamen Gesellschaft einzufordern und zu führen. Darauf hatte ein großer Teil unsere Menschen keine Lust - wir haben es versäumt: aus Kleinmut, aus Gier oder aus Angst.

So leben wir denn heute hier - und wenn man es realistisch betrachtet, muß man auch sagen: es hätte uns schlimmer erwischen können.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
1941ziger hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.02.2015 08:47 | nach oben springen

#348

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 09:00
von Potsdamerin (gelöscht)
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Zitat von Elch78 im Beitrag #347
Danke @Potsdamerin für Deine Offenheit (ist vielleicht gar nicht so einfach, sich als "Neuling" hier zu offenbaren).

Ich kann Deine Ansicht gut verstehen, wenn ich sie auch nicht unumwunden teile.
Ja, die neue Zeit brachte neue Probleme (auch solche, bei denen eine Lösung im großen Rahmen gar nicht wirklich erkennbar ist!).
Wir haben 1990 einfach ein "Problempaket" gegen ein anderes ausgetauscht bekommen.

In die Gesamtbewertung des Für und Wider sollte jedoch auch einfließen, daß es
1. in der DDR gar nicht hätte so weitergehen können und
2. in der "neuen Zeit" viele neue Chancen und Möglichkeiten gab. Nicht für alle in gleichem Maße,aber es konnten auch Dinge Realität werden, an die man im "Abeiter-und-Bauern-Staat" nie gedacht hätte.

Ideal ist es, wenn man für sich persönlich die "guten" Dinge weitgehend bewahren aber auch die neuen Möglichkeiten nutzen könnte.
Nicht wenige sind dabei wohl leider auf der Strecke geblieben ...

Wir haben es in der Hand gehabt, vor einer Vereinigung einen breiten Diskurs über die Gestaltung der gemeinsamen Gesellschaft einzufordern und zu führen. Darauf hatte ein großer Teil unsere Menschen keine Lust - wir haben es versäumt: aus Kleinmut, aus Gier oder aus Angst.

So leben wir denn heute hier - und wenn man es realistisch betrachtet muß man sagen: es hätte uns schlimmer erwischen können.


Hallo und danke für Deine schnelle Antwort.

Und ich möchte noch mal betonen, dass ich ausschließlich aus meiner persönlichen Sicht und meinen eigenen Erfahrungen schreibe.
Ich glaube, ich muss zu meinem Beitrag noch ergänzen, dass es mir heute finanziell und auch materiell um ein Vielfaches besser geht, als zu
DDR-Zeiten. Ich besitze Dinge, von denen ich in der DDR nicht mal zu träumen gewagt hätte. Und ich habe mit großer Eigeninitiative trotz alleinerziehender Mutter nach der Wende auch ganz schnell wieder einen Job gefunden, der mich letzt endlich auch so krank gemacht hat, dass
ich gar nicht mehr arbeiten gehen kann. Und das ist besonders schlimm für mich.

Ich würde all die materiellen Dinge sofort wieder her geben für ein behütetes Leben in der DDR. Hier bin ich immer nur am kämpfen, kämpfen,
kämpfen, mal für andere, mal für mich. Das ist furchtbar belastend und ermüdend.
Menno, ich habe hier in einem Monat mehr mit Behörden zu tun als in meinem gesamten Leben in der DDR. Und dann habe ich hier noch nicht
einmal das Gefühl, dass man mir bei den Behörden helfen will.

Ich denke, wie sich jeder hier in dieses System einleben kann, hängt auch ganz doll von der persönlichen Einstellung zum Leben ab und was sich
jeder so für sich selbst wünscht. Und da ich noch nie irgendwie materiallistisch eingestellt war, sondern immer eher idealistisch, habe ich hier
große Probleme. Ich kann mich nicht an dem freuen, was ich alles habe, wenn mein Nachbar das nicht auch hat.

Mein Sohn sagt immer: "Mama, du brauchst überhaupt nicht Lotto zu spielen. Du hättest hinterher genauso viel wie vorher, weil du eh alles
verschenken würdest."

Sich an ein System anpassen ist eine Sache. Aber einen Menschen komplett umkrempeln ist eine ganz andere.

LG Moni


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#349

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 09:07
von bingernhier | 263 Beiträge | 76 Punkte
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Hallo @Potsdamerin ,
Ich kann vieles nachvollziehen, was du hier schreibst. Aber versuch nach vorn zu schauen. Du kannst dein Leben selber in die Hand nehmen. Kannst bestimmen was du tust oder nicht." Und das ist auch gut so." wie das Klaus Wowereit immer gesagt hat.
Such dir Freunde und die du auch hier finden kannst. Triff dich mit ihnen, wenn du es möchtest, aber in der Vergangenheit immer wieder das Schlechte hervorzugraben ist nicht förderlich. Heute stehen dir so viele Möglichkeiten offen, an den man früher nicht einmal ansatzweise darüber nachdenken durfte.
L.G. bingernhier


Heide, Lutze, 1941ziger, Grenzverletzerin und Moskwitschka haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#350

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 11:33
von Hackel39 | 3.509 Beiträge | 2210 Punkte
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Man hat sich wohl vor 25 Jahren in die Erste Liga hineindemonstriert ohne in der Masse wirklich zum Aufstieg qualifiziert gewesen zu sein.
Wir Kellerkinder aus dem entindustrialisierten entvölkerten Osten kämpfen seitdem überwiegend gegen den drohenden Abstieg sofern man kein abschlagfreier regulärer Altersrentner, Schulkind oder Beamter ist und sehen es überwiegend auch noch sportlich, Gratulation dazu.
Der überwiegend streßfreie ausgewogene Alltag in der DDR war in der Tat etwas, dessen Wert man sehr schnell vermißt hat.
Hätte es für das Neubundesbürgerdasein eine Probezeit gegeben, so hätten die Rückkehrer ein ganzes mitteldeutsches Bundesland bevölkern können, sagt zumindest die anonyme Umfragestatistiik, anonym deshalb weil all die Jammerei überhaupt nicht chic dafür aber ehrlich ist.
Wie Hans im Glück standen wir im März 1990 an der DM- triefenden Einheitswahlurne, um in der Folge unseren Goldklumpen (die Stimme für das Team Kohl) nach etlichen beschissenen Deals irgendwann als Schleifstein in den Straßengraben zu schmeißen, weil keiner mehr Scherenschleifer brauchte.
Nachdem nun jeder sein schickes Auto und auch so ein rotes neues Ziegeldach wie der Nachbar hatte und man sogar mitgackern konnte, wie Kollegen und Freunde über ihre Fernreisen schwärmten wurde der Blick endlich wieder frei für das was wirklich wichtig war und das war allein die Summe der glücklichen Tage und die überwogen auch für mich ganz klar in der besseren Hälfte meiner Biografie bis 1989.
Das Zwischenhoch Anfang der 1990er Jahre hatte sich recht schnell verzogen und die Braut, die man als Marshallplan kennengelernt hatte mutierte zur Morgenthau- Unke des Aufschwungs Ost mit Konsumtempeln, Spaßbädern, Rapsfeldern, Solarparks und neue Verkehrstrassen auf denen die aussortierten Niedriglöhner in den Westen reisten um die dort produzierten Waren schnell und billig zurück zu schicken.
Persönlich ist meine Bilanz nicht ganz so desolat, das liegt aber an der deutlich niedriger gelegten Hürde der sozialen und kulturellen Ansprüche, immerhin bin ich materiell auf keinem Abstiegsplatz mehr aber auch das kann schnell vorbei sein, da kann sich keiner sicher sein.
Die gut gemeinten Tipps, nach vorn zu blicken sind allerdings nur dann ratsam, wenn es der Tunnelblick für das eigene Wohlergehen ist, so gesehen ist die überwiegende Zufriedenheit auch durchaus Realität, zu dieser selektiven Wahrnehmung können sich alle, die ihr Umfragekreuzchen des Allensbacher Meinungsforschungsinstituts bei "sehr oder überwiegend zufrieden" machten, nur gratulieren.


Damals87 und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#351

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 11:35
von 1941ziger | 1.921 Beiträge | 5716 Punkte
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Ich hätte mir auch gewünscht das ein Paar Dinge mit ins geeinte Deutschland hinüber genommen werden.
Aber der Masse und der einzigen freigewählten Regierung ging es ja auch nicht schnell genug der BRD beizutreten.
Wobei sich die Frage stellt ob das ein Jahr später noch möglich gewesen wäre, man stelle sich vor die politische Situation
in der SU hätte sich geändert.
Das ist aber alles Schnee von gestern.
Eins wollen wir aber auch bedenken, der Fall des sogenannten Eisernen Vorhangs....also die Öffnung nach Osten hat auch
den bis dahin gut lebenden Bundesbürgern viele Nachteile gebracht.
Allein das sofortige Auslagern der weniger qualifizierten Arbeitsplätze hat die Arbeitslosigkeit steigen lassen.
Die gingen ab 1992 nach Polen, danach Ungarn, Rumänien von da nach Fernost.
Leiharbeit, die es bis dahin nur unter ganz bestimmten Richtlinien gab uferte aus so das die Unternehmen richtig
zulangen konnten.
Altbundesbürger die immer über die Mauer geschimpft haben, haben doch davon profitiert. Die Arbeitsplätze blieben
im Land, die Sozialkassen wurden somit in der BRD gefüllt. Nach der Öffnung und einer Orientierungsphase begannen
zuerst die großen danach die kleineren Unternehmen einen Teil der Arbeitsplätze in Billiglohnländer zu verlagern.

Das ist aber nun die Entwicklung wo der normale Stimmbürger leider wenig Einfluß hat, alle 4 Jahre mal...das wars.

Aber man muß auch das Positive sehen, wenn man bestimmte Regel einhält die das zusammenleben bestimmen,
kann man heute alles machen.
@Potsdamerin, auf das von dir benannte Behütet sein in der DDR kann ich gern verzichten, am Ende hat es nicht mehr
für alle gereicht.
Ich bin froh das ich nach 35 Jahren in der DDR hier in der Pfalz noch mal neu anfangen konnte, hier wo Können & Leistung zählt.
Hier konnten meine Frau und ich beweisen was wir können, der Weg nach oben ging ohne Parteibuch und den ganzen Schmarren.
Sicher wir mußten unsere Abschlüsse noch mal machen....aber das hat auch bei der Eingewöhnung geholfen.

Der Sprung in das andere Wirtschaftssystem ist natürlich für Leute die es einfach lieben schwer, man muß sich schon kümmern.
Die Leute die es immer dem Vater Staat überlassen haben sie zu behüten und zu lenken sind auf der Strecke geblieben.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
IM Kressin und Grenzverletzerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#352

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

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von Heckenhaus | 8.696 Beiträge | 18058 Punkte
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #351

@Potsdamerin, auf das von dir benannte Behütet sein in der DDR kann ich gern verzichten, am Ende hat es nicht mehr
für alle gereicht.
Ich bin froh das ich nach 35 Jahren in der DDR hier in der Pfalz noch mal neu anfangen konnte, hier wo Können & Leistung zählt.
Hier konnten meine Frau und ich beweisen was wir können....
Der Sprung in das andere Wirtschaftssystem ist natürlich für Leute die es einfach lieben schwer, man muß sich schon kümmern.
Die Leute die es immer dem Vater Staat überlassen haben sie zu behüten und zu lenken sind auf der Strecke geblieben.


Deine Worte sind gut und richtig, nur, wenn du mit mitte 50 bereits EU-Rentner bist, sieht die heile Welt völlig anders aus, du
wirst zum Bittsteller und Almosenempfänger.
Ich konnte diesen Zeitpunkt zum Glück und mit viel Geschick bis fast 64 hinauszögern, 15 Jahre früher haben solche Lebens-
einschnitte mitunter dramatische Folgen, in erster Linie in finanzieller Hinsicht.
Regelmäßig betteln auf den Amt, denn die EU-Rente ist keine Rente zum Leben, eher soviel, daß du nicht verhungerst.

Nur der gesunde leistungsfähige Mensch zählt im System, wer da nicht mithalten kann fällt von der Kante.
.


.
.

.
1941ziger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#353

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 15:29
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Zitat von Potsdamerin im Beitrag #346
Hallo,

Dein Thema hat mich sofort angesprochen, da ich auch zu denen gehöre, die die Wiedervereinigung noch nicht so richtig verkraftet haben.

Ein Leben ohne Existenzängste, mit stabilen Preisen und Löhnen, mit gesicherten Arbeitsplätzen, mit gleichbleibender Gesetzgebung und einer Politik, die nicht ständig ihre Richtung wechselt, sind für mich Ausdruck von Luxus. Und diesen hatte ich in der DDR. Es war ein ruhiges beschauliches Leben. Ich war total entspannt und so waren auch die Menschen um mich herum. Es war wie Urlaub. Ich konnte - wenn ich wollte - mein ganzes Leben (mit all seinen kleinen Problemchen) sorglos im Voraus planen. Das vermittelte mir ein tiefes Gefühl von Geborgenheit.

Wie das Leben heute ist, muss ich ja niemandem erzählen - durch das Leben hetzen immer mit der Angst im Nacken, irgend eine neue Regelung
verpasst zu haben. Ständig was Neues. Nicht wissen, was morgen kommt.

Das ist der absolute Gegensatz zu meinem früheren Leben. Das, was ich als Heimat empfunden habe, ist alles weg.

Das können Menschen, die das nicht erlebt haben, natürlich nicht verstehen. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.
Aber dass genau diese Menschen mir jetzt andauernd erzählen wollen, wie schlecht es mir in der DDR gegangen ist und wie falsch alles war und
wie blöd ich doch bin, ärgert mich. So fühle ich mich nicht akzeptiert und auch nicht willkommen.

Ja, die Grenze ist weg, aber die Mauer in den Herzen bleibt (bis auch der letzte Ossi für immer gegangen ist).

LG Moni




Hallo Potsdamerin,

herzlich Willkommen im Forum.

Ich kann dich verstehen, auch wenn ich auf der anderen Seite aufgewachsen bin.
Gut dass du deine Gefühle aufschreibst und mitteilst!

Barbara


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#354

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 15:42
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #350
Man hat sich wohl vor 25 Jahren in die Erste Liga hineindemonstriert ohne in der Masse wirklich zum Aufstieg qualifiziert gewesen zu sein.
Wir Kellerkinder aus dem entindustrialisierten entvölkerten Osten kämpfen seitdem überwiegend gegen den drohenden Abstieg sofern man kein abschlagfreier regulärer Altersrentner, Schulkind oder Beamter ist und sehen es überwiegend auch noch sportlich, Gratulation dazu.
Der überwiegend streßfreie ausgewogene Alltag in der DDR war in der Tat etwas, dessen Wert man sehr schnell vermißt hat.
Hätte es für das Neubundesbürgerdasein eine Probezeit gegeben, so hätten die Rückkehrer ein ganzes mitteldeutsches Bundesland bevölkern können, sagt zumindest die anonyme Umfragestatistiik, anonym deshalb weil all die Jammerei überhaupt nicht chic dafür aber ehrlich ist.
Wie Hans im Glück standen wir im März 1990 an der DM- triefenden Einheitswahlurne, um in der Folge unseren Goldklumpen (die Stimme für das Team Kohl) nach etlichen beschissenen Deals irgendwann als Schleifstein in den Straßengraben zu schmeißen, weil keiner mehr Scherenschleifer brauchte.
Nachdem nun jeder sein schickes Auto und auch so ein rotes neues Ziegeldach wie der Nachbar hatte und man sogar mitgackern konnte, wie Kollegen und Freunde über ihre Fernreisen schwärmten wurde der Blick endlich wieder frei für das was wirklich wichtig war und das war allein die Summe der glücklichen Tage und die überwogen auch für mich ganz klar in der besseren Hälfte meiner Biografie bis 1989.
Das Zwischenhoch Anfang der 1990er Jahre hatte sich recht schnell verzogen und die Braut, die man als Marshallplan kennengelernt hatte mutierte zur Morgenthau- Unke des Aufschwungs Ost mit Konsumtempeln, Spaßbädern, Rapsfeldern, Solarparks und neue Verkehrstrassen auf denen die aussortierten Niedriglöhner in den Westen reisten um die dort produzierten Waren schnell und billig zurück zu schicken.
Persönlich ist meine Bilanz nicht ganz so desolat, das liegt aber an der deutlich niedriger gelegten Hürde der sozialen und kulturellen Ansprüche, immerhin bin ich materiell auf keinem Abstiegsplatz mehr aber auch das kann schnell vorbei sein, da kann sich keiner sicher sein.
Die gut gemeinten Tipps, nach vorn zu blicken sind allerdings nur dann ratsam, wenn es der Tunnelblick für das eigene Wohlergehen ist, so gesehen ist die überwiegende Zufriedenheit auch durchaus Realität, zu dieser selektiven Wahrnehmung können sich alle, die ihr Umfragekreuzchen des Allensbacher Meinungsforschungsinstituts bei "sehr oder überwiegend zufrieden" machten, nur gratulieren.








Hackel, die Bevölkerung der ehem. BRD war keine homogene Menge, die einzig den von dir beschriebenen Zielen folgte und die nur ein eindimensionales Schaffen und Raffen im Kopf hatten im ständigen Kampf, irgendwie "dazu zu gehören".
Auch wir hatten Werte wie Solidarität, Gemeinsamkeit, politische und ethische Maßstäbe und haben uns bemüht danach zu leben.
Es wäre schön wenn wir im deutsch-deutschen Diskurs nicht immer nur das kontroverse System sehen würden, sondern die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten zur Kenntnis nehmen würden - auch bei den Wessis!
.
korrr


zuletzt bearbeitet 26.02.2015 15:43 | nach oben springen

#355

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 16:22
von Nostalgiker | 2.880 Beiträge | 1274 Punkte
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Hallo @Barbara, diese "Wirklichkeit" habe ich etwas um 1993 bei einem Verwandtenbesuch in NRW erleben dürfen.

Hatte mich doch am ersten Abend meines Besuches die Frau des Cousins allen ernstes danach gefragt wie ich mich denn so fühle weil ich doch erstmals seit 1990 richtig arbeiten müsse .......
Mir blieb sozusagen das Bier im Halse stecken, eine entsprechende Antwort leider auch.
Diese Frage kam auch noch von Jemand der sich sein ganzes bisheriges Leben als Hausfrau verwirklicht hat, was ich besonders dreist fand.

Nur die fortgeschrittene Stunde und das eine oder andere Bier intus hielt mich davon ab sofort aufzubrechen.
Die nächsten Tage verliefen etwas frostig und ich habe seitdem kein Bedürfnis mehr diesen Teil der Verwandtschaft zu treffen.

Übrigens waren sie jedes Jahr für mindestens eine Woche bei uns zu Besuch, völlig Ahnungslos war sie also nicht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#356

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 19:05
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Das die Bürger der DDR das Arbeiten nicht gewöhnt waren ist leider auch heute noch ein weit verbreitetes Vorurteil.

Das ehemalige DDR Bürger auch heute noch auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind hat mehrere Gründe:

1. Eine gute Schulbildung.
2. Eine gute Berufsausbildung.
3. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
4. Keine überhöhten Lohnforderungen.
5. Die Fähigkeit zum Improvisieren, also sich selbst zu helfen und nicht immer nach dem Service Mechaniker zu rufen.
6. Die Möglichkeit zwei gegensätzliche Systeme aus den eigenen Erfahrungen vergleichen zu können.

Verlierer der Einheit gab es auf beiden Seiten.

Die Befreiung von der Bevormundung durch den Staat muss man eben durch mehr Eigenverantwortung/Initiative ersetzen.

Der Hesselfuchs


rasselbock, Jobnomade und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#357

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 19:10
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Ich erinnere mich an 1990 wo 30 ig jährige "Berater" aus den alten Ländern uns erzählen wollten, was sie in de letzten 40 Jahren alles aufgebaut haben.

Der Hesselfuchs


rasselbock und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#358

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2015 19:10
von Hackel39 | 3.509 Beiträge | 2210 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #354
Zitat von Hackel39 im Beitrag #350
Man hat sich wohl vor 25 Jahren in die Erste Liga hineindemonstriert ohne in der Masse wirklich zum Aufstieg qualifiziert gewesen zu sein.
Wir Kellerkinder aus dem entindustrialisierten entvölkerten Osten kämpfen seitdem überwiegend gegen den drohenden Abstieg sofern man kein abschlagfreier regulärer Altersrentner, Schulkind oder Beamter ist und sehen es überwiegend auch noch sportlich, Gratulation dazu.
Der überwiegend streßfreie ausgewogene Alltag in der DDR war in der Tat etwas, dessen Wert man sehr schnell vermißt hat.
Hätte es für das Neubundesbürgerdasein eine Probezeit gegeben, so hätten die Rückkehrer ein ganzes mitteldeutsches Bundesland bevölkern können, sagt zumindest die anonyme Umfragestatistiik, anonym deshalb weil all die Jammerei überhaupt nicht chic dafür aber ehrlich ist.
Wie Hans im Glück standen wir im März 1990 an der DM- triefenden Einheitswahlurne, um in der Folge unseren Goldklumpen (die Stimme für das Team Kohl) nach etlichen beschissenen Deals irgendwann als Schleifstein in den Straßengraben zu schmeißen, weil keiner mehr Scherenschleifer brauchte.
Nachdem nun jeder sein schickes Auto und auch so ein rotes neues Ziegeldach wie der Nachbar hatte und man sogar mitgackern konnte, wie Kollegen und Freunde über ihre Fernreisen schwärmten wurde der Blick endlich wieder frei für das was wirklich wichtig war und das war allein die Summe der glücklichen Tage und die überwogen auch für mich ganz klar in der besseren Hälfte meiner Biografie bis 1989.
Das Zwischenhoch Anfang der 1990er Jahre hatte sich recht schnell verzogen und die Braut, die man als Marshallplan kennengelernt hatte mutierte zur Morgenthau- Unke des Aufschwungs Ost mit Konsumtempeln, Spaßbädern, Rapsfeldern, Solarparks und neue Verkehrstrassen auf denen die aussortierten Niedriglöhner in den Westen reisten um die dort produzierten Waren schnell und billig zurück zu schicken.
Persönlich ist meine Bilanz nicht ganz so desolat, das liegt aber an der deutlich niedriger gelegten Hürde der sozialen und kulturellen Ansprüche, immerhin bin ich materiell auf keinem Abstiegsplatz mehr aber auch das kann schnell vorbei sein, da kann sich keiner sicher sein.
Die gut gemeinten Tipps, nach vorn zu blicken sind allerdings nur dann ratsam, wenn es der Tunnelblick für das eigene Wohlergehen ist, so gesehen ist die überwiegende Zufriedenheit auch durchaus Realität, zu dieser selektiven Wahrnehmung können sich alle, die ihr Umfragekreuzchen des Allensbacher Meinungsforschungsinstituts bei "sehr oder überwiegend zufrieden" machten, nur gratulieren.








Hackel, die Bevölkerung der ehem. BRD war keine homogene Menge, die einzig den von dir beschriebenen Zielen folgte und die nur ein eindimensionales Schaffen und Raffen im Kopf hatten im ständigen Kampf, irgendwie "dazu zu gehören".
Auch wir hatten Werte wie Solidarität, Gemeinsamkeit, politische und ethische Maßstäbe und haben uns bemüht danach zu leben.
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.
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Oje, Barbara mit den Nachbarn meinte ich keinesfalls die westdeutschen Brüder und Schwestern, hier ist der echte Hausnachbar, Arbeitskollege oder wer auch immer innerhalb des Ossi- Pools gemeint.
Ich spielte darauf an, wie der Kampf ums Mithalten um jeden Preis in Gang kam und man darüber einfach nur vergaß, was wirklich wichtig ist.
Ich habe in dieser Nachwendezeit einfach nur kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen, wie man alle Fehler der "echten" Wessis nachholte, obwohl diverse Medien vor allen möglichen Gefahren immer wieder warnten, sei es am grauen Kapitalmarkt oder bezüglich des Konsumterrors, der kommunalen Entscheidungen (Einkaufstempel am Stadtrand statt Belebung der Innenstädte), der Bildungsstrukturen, eben allem was man hätte besser machen können.
Attacken gegen westdeutsche Landsleute fahre ich ausschließlich gegen jene Kräfte, die hier mit ihren ostdeutschen Vasallen vor Ort zum Nachteil unserer ehemaligen Industriestandorte gewütet haben, das ist nicht vergessen und macht 3/4 meiner ganz privaten Mauerhöhe aus.
Mit dem normalen Bundesbürger hatte ich damals schon mehr Schnittmengen als mit den Plakatklebern der Allianz für Deutschland, ich weiß sehr wohl, daß einem dort nicht die gebratenen Tauben zuflogen, immerhin hatte ich regelmäßigen Kontakt mit meiner Verwandtschaft in Niedersachsen und weiß, daß dort drüben nicht nur Konsumidioten und Aufschneider wohnten, da stand die Waage jener Klientel bereits Ende 1990 in Ost und West auf "Einheit".
Und weil diese Unwuchtökonomie auf Grund der Kartellstrukturen unkorrigierbar ist, wird auf gewissen Sektoren die Operationsnaht wohl nicht mehr verheilen, das haben wir Ossis uns mit unserer uneingeschränkten Mobilität selbst eingebrockt.


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#359

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

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von Lutze | 9.374 Beiträge | 6917 Punkte
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Die "Insider" hatten es erkannt:

erstens :Obwohl die DDR keine Arbeitslosen hatte,hatte die Hälfte nichts zu tun,
zweitens :Obwohl die Hälfte nichts zu tun hatte,fehlten Arbeitskräfte,
drittens: Obwohl Arbeitskräfte fehlten,wurden die Pläne übererfüllt,
viertens: Obwohl die Pläne übererfüllt wurden,gab es in den Läden nichts zu kaufen,
fünftes: Obwohl es nichts zu kaufen gab,hatten Leute fast alles,
sechtens: Obwohl die Leute fast alles hatten,ist die Hälfte unzufrieden
siebtens: Obwohl die Hälfte unzufrieden war,wählten 99,9 Prozent die Nationale Front

Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


Schuddelkind, Jobnomade und Grenzverletzerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#360

RE: Warum ist die Teilung Deutschlands auch im Jahr 2014 noch nicht vollständig überwunden?

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 27.02.2015 09:21
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"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 28.02.2015 00:08 | nach oben springen



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