Verkehrsunfälle in den Grenztruppen.

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20.10.2014 15:25
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#1
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Hallo,

ich habe während der 18 Monate in der PIK des GR 24 einige Vorkommnisse dieser Art erlebt.
Glücklicherweise sind die Unfälle immer ohne menschliche Schäden ausgegangen.
Die eine Karambolage war schon zum schmunzeln, da dabei unser Offizier für Technik (TA) beteiligt war: Ein Ural war in unserer Kompanie in Holzhausen (Kreis Salzwedel) repariert worden. Unser TA Leutnant G.. , der sich auch gerne mal hinter das Lenkrad setzte, übernahm die anschließende Probefahrt. Zwischen den Ortschaften Wiewohl und Lagendorf ist die Straße recht eng. Zwei sich begegnende LKW müssen auf den Grünstreifen ausweichen, um sich nicht zu behindern. Während der Leutnant das Glücksgefühl am Lenkrad eines Urals genoss, kam ihm der Straßenhobel, oder auch Elch genannt, unserer Kompanie entgegen. Da beide Fahrzeuge nicht den erforderlichen Seitenabstand einhielten, schlitzte der Elch mit seinem Schiebeschild den Ural seitlich auf. Der linke Kotflügel war nach oben gebogen, der Tank war aufgeschlitzt, und es gab noch einige andere Schäden am schweren Geländewaren zu beklagen.
Nach dem Unfall war die Schuldfrage zu klären, und die ging zu Lasten des Leutnants aus. Ich muss zugeben, dass sich in der Kompanie gewisse Häme gegen den Offizier breit machte, obwohl er mir auch irgendwie leid tat, da er bei der Schrotttechnik, die verbreitet in der Kompanie anzutreffen war, einen undankbaren Job zu leisten hatte, und Fehler macht jeder mal.
Zu seinem Unglück kam noch hinzu, dass Leutnant G.. von oberer Stelle verdonnert wurde, einige Reparaturen selbst auszuführen. So wurden wir an einem Sonntagmorgen von kräftigen Hammerschlägen, die aus der Werkstatt herausdrangen, geweckt. Mit einem Vorschlaghammer versuchte er, den Kotflügel zu richten.
Der Mensch erlebte eine ziemliche Demütigung, die natürlich auch die Autorität vor der Truppe untergrub.
Ich glaube, einige Monate nach meiner Entlassung gehört zu haben, dass der Leutnant die bewaffneten Organe kurz nach meiner Zeit verlassen hat. Wie er das geschafft hat, kann ich nicht sagen.


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20.10.2014 16:15
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#2
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Ich hatte 2 Motorradunfälle.
Einmal beschleunigte der Fahrer etwas schnell, und damit wir nicht im KS landeten,lies der Fahrer uns fallen, hat wohl Dank Fussraste einen tollen Funkenflug gegeben, der Fuss etwas verstaucht und am nächsten Tag war KS Kontrolle zu Fuss in der zweiten Sicherungslinie angesagt.
Das zweite mal versuchte jemand Motorradfahren zu lernen und lies die Kupplung schnippen, die Spuren auf dem KS beseitigte der Ello der Hundestaffel.


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20.10.2014 17:09
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#3
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Zitat von pik24 im Beitrag #1
....Da beide Fahrzeuge nicht den erforderlichen Seitenabstand einhielten, schlitzte der Elch mit seinem Schiebeschild den Ural seitlich auf. Der linke Kotflügel war nach oben gebogen, der Tank war aufgeschlitzt, und es gab noch einige andere Schäden am schweren Geländewaren zu beklagen.
Nach dem Unfall war die Schuldfrage zu klären, und die ging zu Lasten des Leutnants aus.



Wer klärte in solch einem GT-internen Fall die Schuldfrage?

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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20.10.2014 17:14
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#4
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Zitat von furry im Beitrag #3
Zitat von pik24 im Beitrag #1
....Da beide Fahrzeuge nicht den erforderlichen Seitenabstand einhielten, schlitzte der Elch mit seinem Schiebeschild den Ural seitlich auf. Der linke Kotflügel war nach oben gebogen, der Tank war aufgeschlitzt, und es gab noch einige andere Schäden am schweren Geländewaren zu beklagen.
Nach dem Unfall war die Schuldfrage zu klären, und die ging zu Lasten des Leutnants aus.



Wer klärte in solch einem GT-internen Fall die Schuldfrage?





Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, ob die Verkehrspolizei heran gezogen wurde.
Möglicherweise nicht, bei Vorkommnissen in den GT wollte man großes Aufsehen vermeiden.


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20.10.2014 18:05
#5
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Hallo Allerseits,
zu meiner Zeit im Sommer 78 verunglückte ein LO im Bereich der 8.GK Neuenhof.Vom Steilhang oberhalb der Güst Wartha ging der Kolonnenweg steil bergab in Richtg.PP "Stangenweg".Der Fahrer ließ den LO im Leerlauf u.ohne Licht hinunterrollen.Dabei verlor er die Kontrolle über das Fzg.kam nach links ab u.am Sperrgraben überschlug er sich nach vorn.Dabei wurde er u. sein Posten(Resi!) schwer verletzt.Warum er das gemacht hatte,ist uns nie gesagt worden.Es wurde nur darauf gedrängt,solche Sachen zu unterlassen.Die besondere Tragik war,das Beide nicht mehr lange zu dienen hatten.Das weitere Schicksal ist mir nicht bekannt,bei Anfragen wurde uns nur geantwortet,das es den Zweien nicht besonders gut geht.Wir haben in den Wochen bis zum Heimgang nichts mehr erfahren.
Bei der Gelegenheit,vielleicht war einer von Euch 1978 in Neuenhof o.Ifta u.weiß darüber Bescheid.

Schönen Abend,Gruß C.


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20.10.2014 18:07
avatar  andyman
#6
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[quote=pik24
Der Mensch erlebte eine ziemliche Demütigung, die natürlich auch die Autorität vor der Truppe untergrub.
Ich glaube, einige Monate nach meiner Entlassung gehört zu haben, dass der Leutnant die bewaffneten Organe kurz nach meiner Zeit verlassen hat. Wie er das geschafft hat, kann ich nicht sagen.


[/quote]

@pik24
hallo.Der Ta wäre nicht der Erste der weiter westlich neu angefangen hätte ohne das er das ursprünglich vorgehabt hat.Das ausgeprägte Machtgebaren übergeordneter Dienstgrade hat sicher dazu beigetragen.Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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20.10.2014 18:32
avatar  PF75
#7
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zu meiner Zeit ist mal einer im Elbabschnitt mit dem LO vom Deich gerollt und daraufhin gabs die Anweisung die schönen großen Suchscheinwerfer vom LO-Dach zu demontieren (falls mal wieder einer ruter rollt sind die Schäden am Fahrerhaus nicht so groß )
In unserer GK gabs mal mächtig Streß weil ein Gen. mit senem LO ohne Einweisung rückwärts übern Hof fuhr und dabei einen anderen LO übersah (Beulen im fahrerhaus ),2 Tage später Beulen gerade gespachtelt und übergeschtrichen ,traf der nächste LO-Kutscher mit senem Fahrzeug auf gleiche Weise die selbe Stelle,woraufhin eifrig Stempel verteilt wurden.


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20.10.2014 18:47
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#8
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Hatte einen Verkehrsunfall in meiner Dienstzeit! Bin früh von Barchfeld( Großfleischerei) gekommen und auf der Strasse von Bad Salzungen nach Dermbach ins GR, es hatte geschneit und die Strasse ist glatt gewesen, sind plötzlich in einer Kurve zwei Fahrradfahrer vor mir auf getaucht, bremsen ist zwecklos gewesen, da habe ich den W50zig nach links gezogen und einen 311 Wartburg, der mir entgegen kam, den hinteren linken Kotflügel auf geschlitzt! Soweit ich mich noch erinnere wurde keine Verkehrspolizei geholt und der 311 Fahrer bekam einen neuen Kotflügel bei uns in der Werkstatt und ich 2 Stempel! Führerschein(pardon Fahrerlaubnis) wurde mir nicht entzogen, da keine Leute und die Verpflegung der GK ging vor!
An der Stoßstange meines W50zig, eine Beule und etwas von der schwarzen Farbe ab!
Grüsse steffen52


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20.10.2014 18:51
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#9
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Wir hatten bei uns im Bati innerhalb eines Jahres 16 Unfälle. Die meisten davon durch den Fahrer verschuldet. Das waren Unfälle im Abschnitt und auch Unfälle auf öffentlichen Straßen. vom umgefallenen LO, über Frontalzusammenstoß mit einem Bus bis zum durchfahren des GSZ Tores ohne aufzuschließen (mit dem Krad) war alles dabei. Mir selbst ist im März 77 in der Ortslage Kella ein 11 jähriger Junge mit dem Fahrrad frontal in den P 3 gefahren. Der hat bei seinem Abflug über die Motorhaube am Schutzgitter des Scheinwerfers einen Drall bekommen und ist zum Glück seitlich abgerollt. Ich dachte schon der knallt vor den Mittelsteg der Frontscheibe. Die Verkehrspolizei hat festgestellt, dass ich zum Glück nicht zu schnell war (30 er Zone) und beim Aufprall fast schon gestanden habe. Der Junge kam ohne Blessuren mit dem Schrecken davon. Das Fahrrad lag zum Teil unter meinem Vorderrad und war Schrott. Will ihn immer noch mal ausfindig machen. Er müsste so Geburtsjahrgang 66/67 sein.

Der Hesselfuchs


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20.10.2014 18:55
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#10
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Alles in allem ist das Meiste aber durch zu schnelles Fahren passiert. Nach der Ablösung gings immer ums" Blaue Band". Wer war als erster auf der GK. Da wurde in Rüstungen auch gleich mal falsch durch die Einbahnstraße gebrettert (ging nur nach der Nachtschicht), war eine gute Gelegenheit zum überholen.


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20.10.2014 19:01
avatar  Pitti53
#11
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Zitat von furry im Beitrag #3
Zitat von pik24 im Beitrag #1
....Da beide Fahrzeuge nicht den erforderlichen Seitenabstand einhielten, schlitzte der Elch mit seinem Schiebeschild den Ural seitlich auf. Der linke Kotflügel war nach oben gebogen, der Tank war aufgeschlitzt, und es gab noch einige andere Schäden am schweren Geländewaren zu beklagen.
Nach dem Unfall war die Schuldfrage zu klären, und die ging zu Lasten des Leutnants aus.



Wer klärte in solch einem GT-internen Fall die Schuldfrage?





Im öffentlichen Straßenverkehr natürlich die VP.

Ansonsten die übergeordneten Vorgestzten


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20.10.2014 19:33 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2014 19:35)
#12
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ich hab hier im Forum schon mal von einem tödlichen Verkhersunfall eines Tanklastzugfahrers berichtet aber ich finde den Fred nicht mehr, also es war im September oder Okt. ´87, der Weg zur Zwingeranlage führte an unserer Tankstelle vorbei, da war gerade ein Tanklastzug, der Fahrer machte unsere Tankstelle "voll" , beim Vorbeigehen fragte er mich nach Hunden aus mit der Begründung, daß er blos noch paar Tage hätte und sich wieder in Freiheit einen Hund anschaffen wolle... wir kamen schnell ins Gespräch. Er wollte dann direkt ins Regiment nach HBS Feierabend machen...

Er kam nur 3km weit, auf der Strasse nach HBS, kam er in einer Kurve von der Strasse ab und überschlug sich, der Uffz. war sofort tod....

Es war übriegens die Stelle, welche von den Einheimischen das "Brautloch" genannt wird, dort soll sich laut einer Legende ein Brautpaar auf dem Weg zur Hochzeit mit ihrer Kutsche überschlagen haben, muß nicht wahr sein, ist ne Legende, wahr ist aber, dass die Strasse sich da verdammt gefährlich neigt und es eine ziemlich enge Kurve macht.

er war wohl etwas zu schnell, wie es später hieß

gruß h.


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20.10.2014 19:43 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2014 19:44)
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#13
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Ich kann mich noch erinnern an einen Unfall bei dem ein SIL Fahrer sein Auto in der Autobahnauffahrt in Berlin vom Adlergestell in de Linkskurve auf die Seite gelegt hat. Die Funkkoffer hatte einen beschissen hohen Schwerpunkt, das war nicht ungefährlich, vorallem weil die ansonsten sehr flott unterwegs waren...
Karsten


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20.10.2014 21:24 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2014 21:26)
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#14
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7 GK Schierke (75)

gruss andreas


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20.10.2014 21:47 (zuletzt bearbeitet: 21.10.2014 19:42)
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#15
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Im Bati in Geismar war ein Zivilbeschäftigter als Fahrer auf einem B 1000 Sankra. Der war so pingelich, dass kein Soldat die Kiste anfassen oder sich hineinsetzen geschweige denn fahren konnte. Aber wie schon immer Hochmut kommt vor dem Fall. Eines Tages stand der B 1000 mit derb eingedrückter Frontseite auf dem Hof und alle haben gefeixt. Aus welchen Gründen auch immer hat eine etwas jüngere Küchenhilfe ohne Fahrerlaubnis unter seiner Anleitung ihre ersten Fahrversuche unternommen und hat die Bremse mit der Hauswand verwechselt.

Der Hesselfuchs


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