Wie wäre es damals gewesen ?

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12.10.2014 09:36von Angelo
Frage
Wie wäre es damals gewesen ?

Für die einen mag die Frage vielleicht etwas blöd klingen,aber dennoch habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht. Einige von euch kenne ich ja nun auch Privat. Wie wäre es wohl gewesen, wenn wir uns damals an der Grenze getroffen hätten ? Du auf der einen Seite und ich auf der anderen Seite.....wärst du der Pflichtbewusste Grenzsoldat gewesen ? Bei einigen von euch kann ich mir das gar nicht vorstellen. Wenn zum Beispiel an Piti53 denke, ein so guter Mensch...aber wie wahr er früher im Dienst ? Oder Hans Dieter als Chef der Brücke.....wie war er damals ? Ich weiß.....ist eine komische Frage....

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12.10.2014 10:17von ( gelöscht )
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@Angelo , die Frage ist schwer zu beantworten...

Da ich bei der PIK war, waren wir nur unter Beobachtung der Sicherung an der linie zum Ausbau. Da hätte es Null Kontakt gegeben.

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12.10.2014 10:27von Pit 59
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Wir hatten einige Postenpunkte wo sehr viel Puplikumsverkehr war besonders an den WE. Bis auf wenige Meter voneinander getrennt,die allermeisten kamen ja aus Neugier,nicht Provozierend. Es waren Menschen wie Du und ich,die meisten mit der selben Muttersprache.
Ich war schon Neidisch,auf die schönen Autos,die Klamotten. Ja,und wie ich schon mal schrieb,wenn ich nicht schon Verheiratet gewesen wäre,hätte ich das auch bald gehabt.

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12.10.2014 10:43von Lutze
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #3
Wir hatten einige Postenpunkte wo sehr viel Puplikumsverkehr war besonders an den WE. Bis auf wenige Meter voneinander getrennt,die allermeisten kamen ja aus Neugier,nicht Provozierend. Es waren Menschen wie Du und ich,die meisten mit der selben Muttersprache.
Ich war schon Neidisch,auf die schönen Autos,die Klamotten. Ja,und wie ich schon mal schrieb,wenn ich nicht schon Verheiratet gewesen wäre,hätte ich das auch bald gehabt.

schöne Autos und Klamotten,
was ist das schon,wenn man die richtige Frau gefunden hat,
oder umgekehrt?
Lutze

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12.10.2014 10:51von Harsberg
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Na ganz privat Angelo,

da du ja nicht gedient hast, als Zivilist warst, hätten wir uns ganz normal unterhalten, war zu meiner Zeit immer noch möglich!

12.10.2014 10:59von ( gelöscht )
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Zu meiner Zeit war eine normale Unterhaltung nicht mehr möglich. Da musste man schon viel Vertrauen in seinen Posten bzw. PF haben. Außerdem waren die Stellen wo Publikumsverkehr war meist gut einzusehen und man musste damit rechnen, dass ein Gakl oder wer sonst auch immer aus der Deckung zusah. Asbach und Sickenberg waren in der Hinsicht nicht geeignet. Ebenso Straße Frieda oder Straße Wanfried. An Stellen wo es möglich war, hat man selten jemanden gesehen. Es gab ja auch Bundis die Grenzer in delikaten Situationen Fotografiert haben und die Bilder ins Regiment geschickt haben.

Der Hesselfuchs

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12.10.2014 11:04von ( gelöscht )
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Zitat von Angelo im Beitrag #1
Für die einen mag die Frage vielleicht etwas blöd klingen,aber dennoch habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht. Einige von euch kenne ich ja nun auch Privat. Wie wäre es wohl gewesen, wenn wir uns damals an der Grenze getroffen hätten ? Du auf der einen Seite und ich auf der anderen Seite.....wärst du der Pflichtbewusste Grenzsoldat gewesen ? Bei einigen von euch kann ich mir das gar nicht vorstellen. Wenn zum Beispiel an Piti53 denke, ein so guter Mensch...aber wie wahr er früher im Dienst ? Oder Hans Dieter als Chef der Brücke.....wie war er damals ? Ich weiß.....ist eine komische Frage....


Eine versuchte Kontaktaufnahme ( Achtung Fachjargon) wäre zu melden gewesen und Du wärst in die Analen der Grenztruppen eingegangen.
Da ja im Vorgelagerten Granzaufklärer agierten, die die Genossen Grenzsoldaten ruckzug im Stab anschi..en, ich z.B. hatte mal im Turm meine Füsse hochgelegt, da war der Staber( Stabschef) etwas ungehalten, endete mit strengen Verweis, hätte ich Dich durch mein DF angestiert, ansonsten ignoriert.
Wie hätte ich wissen sollen, das Du mal mein Chef wirst, und den Spruch, grüße jeden, er könnte morgen Dein Chef sein, kannte ich damals noch nicht.

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12.10.2014 11:08von DoreHolm
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Wir hatten durch die Exklaven um WB ganz natürlicherweise eher Kontakt zu Westberlinern. Der Postenführer des Postenpaares, welches oft an einem dieser Durchgänge eingesetzt war (der Gleiche, der uns, eine Streife laufendes Paar ganz vorn, rüber ließ und wir uns etliche Meter auf WBer Gebiet fotografierten. Das Foto ist Usern bekannt, die in meinem Bilderanhang blättern), zeigte mir mal eine Foto, wao er Arm in Arm mit einem Tomy zu sehen ist. Ja, auch sowas gab´s, aber das war Ende der 60er.
Was die Frage von Angelo betrifft, hätte bei mir die Neugier gesiegt, in´s Gespräch zu kommen, wenn ich mich vor Beobachtung sicher gewähnt hätte.

12.10.2014 11:12von Rostocker
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Zitat von Angelo im Beitrag #1
Für die einen mag die Frage vielleicht etwas blöd klingen,aber dennoch habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht. Einige von euch kenne ich ja nun auch Privat. Wie wäre es wohl gewesen, wenn wir uns damals an der Grenze getroffen hätten ? Du auf der einen Seite und ich auf der anderen Seite.....wärst du der Pflichtbewusste Grenzsoldat gewesen ? Bei einigen von euch kann ich mir das gar nicht vorstellen. Wenn zum Beispiel an Piti53 denke, ein so guter Mensch...aber wie wahr er früher im Dienst ? Oder Hans Dieter als Chef der Brücke.....wie war er damals ? Ich weiß.....ist eine komische Frage....


Ja Angelo--Was willste denn hören--soll ich es mir leicht heute machen und einfach schreiben. Ich habe meine Kaschi, die Mumpels und das Postenbrot genommen und bin in den Grenzdienst gezogen. Aber innerlich war ich mit 19 Jahren schon immer dagegen gewesen,hatte nur keinen Arsch in der Hose es zu tun nicht mal den Mut den Grenzdienst abzulehnen. Nein natürlich habe ich meinen Dienst dort abgegolten--ob er nun immer Pflichtbewusst war, naja. Aus heutiger sicht,last sich alles anders erklären--man ist älter geworden und nachdenklicher--aber zum Helden und Wiederstandskämpfer reicht es nicht.

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12.10.2014 12:45von ( gelöscht )
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Wenn du blos dagestanden hättest auf deiner Seite dann hätte ich dich einfach nur etwas durch das Fernglas angeschaut, hättest du gewunken hätte ich nicht zurückwinken dürfen, mehr wäre eigentlich nicht gewesen.
Achso, böse Menschen waren wir allesamt nicht, paar waren schon etwas, ich nenne es mal übermotiviert, ob die deshalb schon böse waren glaube ich nicht.
Uns wurde ja auch mit Propaganda kräftig das Hirn verschmalzt, da waren die selbst ernannten "Sozialisten" ganz groß drin.

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12.10.2014 13:08von LO-Fahrer
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Wenn Du bei uns erschienen wärst (es gab einen Beobachtungspunkt mit Podest an der Straße Abbenrode - Lochtum) hätte ich Dich sicherlich befehlsgemäß beobachtet, ob Du etwas ungesetzliches oder provokatives tust und Dich ansonsten (ebenfalls befehlsgemäß) ignoriert. Mit Sicherheit hätten wir kein Wort gewechselt oder sonstigen Kontakt gehabt. Traurig oder??

12.10.2014 14:53von ( gelöscht )
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@Angelo Ich hätte Dir die Bananen zurück geworfen (mag ich nicht so ) und hätte gerufen : "Nächstes Mal bringste Kirschen und Kölsch mit ! "

FRITZE

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12.10.2014 15:33von Elch78
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Zitat von Angelo im Beitrag #1
Wie wäre es wohl gewesen, wenn wir uns damals an der Grenze getroffen hätten ? Du auf der einen Seite und ich auf der anderen Seite.....wärst du der Pflichtbewusste Grenzsoldat gewesen ?


Wäre ich der pflichtbewußte Grenzer gewesen? Wahrscheinlich...

Die Frage ist aber auch: wer oder was wärst Du gewesen.
Der "Zoobesucher" ... (gaffen, rufen, Grimassen schneiden, Fütterungsversuche mit Wurfobst und Inhalierware)?
Ein provokatorischer Zeitgenosse (einen Schritt hinter die Streichhölzer gesetzt und gewartet, was passiert)?
Der Angeber (schickes Auto, Sonnenbrille, ...)?
Der aus den Ostgebieten "Heimatvertriebene" bei der Pfingstprozession?
Der Naiv-Neugierige?
Der Sensationshungrige, oder der Alleswisser oder japanische Tourist (Fotos, Fotos, Fotos), der Schüler auf Wandertag, eine scharfe Braut ...

Ihr auf der Sonnenuntergangsseite wart für uns nicht so homogen, wie Ihr uns sehen mußtet.
Auch das könnte wohl unsere Reaktionen ein wenig beeinflußt haben.

Ich schließe mich den Vorrednern insofern an, daß ich es niemals riskiert hätte, wegen einer solchen Kontaktaufnahme irgend eine Art von Anschiß oder gar Bestrafung aufgebrummt zu kriegen. Gern wurde von Seiten unserer "Obrigkeit" aus einer Mücke ein Elefant gemacht und die Reaktion war schwer vorhersehbar.
Für einmal Winken (mit Foto vom GAkl) drei Tage Arrest im Regiment (einschließlich Nachdienen) wäre sehr teuer bezahlt.

Elch

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12.10.2014 17:38von ( gelöscht )
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Ich könnte mich heute noch kaputt lachen @Elch78, manches westdeutsches Dorf an der innerdeutschen Grenze lebte vom Grenztourismus. Wie so eine Art Safari wurden Touristen mit Reisebussen an die Grenze gekarrt und die Freude war grenzenlos bei den Touris, wenn sie sogar einen DDR- Grenzer zu Gesicht bekamen.
Über was soll ich mich mit denen unterhalten? Zwischen Kolonnenweg und dem Zufahrtsweg (West) lagen mindestens 50 Meter, eine Unterhaltung also nur mit Gebrüll oder Megafon möglich und das muss ich mir wirklich nicht antun. Manche Grenzer kamen vielleicht bis zum Grenzstein aber auch sie hatten Anweisung, "Gespräche höflich aber bestimmt abzulehnen".
Ich war ja auch eine Zeitlang an einer Grenzübergangsstelle eingesetzt, sollten uns auch nicht auf Gespräche einlassen, muss aber auch da zu sagen, daß auch die Reisenden eingeschüchtert oder verunsichert waren sich mit uns zu unterhalten, wenn wir zu Ostern zum "einfädeln" eingesetzt wurden. Und ehrlich ich wüsste nicht mal was ich hätte sagen sollen, hätte mich Jemand nach der Uhrzeit gefragt.

Gruß Hartmut!

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12.10.2014 18:11von ( gelöscht )
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HAllo ANgelo!

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Für die einen mag die Frage vielleicht etwas blöd klingen,aber dennoch habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht. Einige von euch kenne ich ja nun auch Privat. Wie wäre es wohl gewesen, wenn wir uns damals an der Grenze getroffen hätten ? Du auf der einen Seite und ich auf der anderen Seite.....wärst du der Pflichtbewusste Grenzsoldat gewesen ? Bei einigen von euch kann ich mir das gar nicht vorstellen. Wenn zum Beispiel an Piti53 denke, ein so guter Mensch...aber wie wahr er früher im Dienst ? Oder Hans Dieter als Chef der Brücke.....wie war er damals ? Ich weiß.....ist eine komische Frage....

ICH hätte sicher Dienst nach Vorschrift gemacht. Es war meine Arbeit zu der Zeit als ich an der Grenze war.
Warum soltle ich heute meine Person als "Kämpfer für die Verbrüderung" darstellen!?
Was sich privat ereignet hätte, seht auf einem anderen Blatt meiner Biografie!

Klar ist das heute gern gesehen, aber damals hatte ich meine dienstlichen Vorgaben.
Was glaubst DU, was einen BGS´ler, Zöllner usw. erwartet hätte, wenn er seinen Dienstverprflichtungen grob fahrlässig nicht gefolgt wäre?!
ZB. einen DDR Flüchtling ABGEWIESEN hätte?!

Genauso ist die heute gern gestellte Frage:
Was wäre wenn?
zu beurteilen! Ohne wischiwaschi Geschwätz der heutigen "Einsichten" in die Abläufe damals!

Eine Ausnahme wäre nur gewesen, gezielt zu schießen (siehe meine Beiträga dazu).
Das hätte ich zwar rechtfertigen müßen, aber ich rechtfertige gerne was meine Moral und Ethik betrifft.
Auch wenn es mich die sog. Karriere, bzw. auch mein sog. "öffentliches Ansehen" kostet.
Ich war noch nie ein williger Lakai der herrschenden Zeit, oder aber auch kein Kriecher vor dem Zeitgeist!

Schöne Grüße,
Eckhard

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