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#1

Von der BRD in die DDR - Übersiedler andersrum

in Leben in der DDR 09.10.2014 16:57
von der glatte | 1.356 Beiträge | 49 Punkte
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Die angegebenen Zahlen gehen oft weit auseinander, wenn sie heute überhaupt ein Thema sind, aber auch das hat es gegeben.

Ein Mittelwert belegt die 550.000 Übersiedler, die in den Jahren zwischen 1949 und 1990, in die DDR kamen Übersiedler aus der BRD, suchten in der DDR eine neue Heimat, obwohl einige später auch wieder zurück gingen, dass ist Fakt. Dazu gab es eingerichtete Übersiedlerheime, wo man diese Menschen auf ein Leben in der DDR vorbereitete. Es ging hier eher um eine geräuscharme "Platzierung im Sozialismus". Kaum einer kennt heute die hohe gedruckte Auflage der "Ratgeber" für die Übersiedlung aus der Bundesrepublik. Doch hat es sie gegeben.

Kann sich einer von Euch noch an "Umsiedlerheime" erinnern? Wieviele gab es und in welchen Städten waren diese? War das überhaupt ein Thema für die Öffentlichkeit in der DDR?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2

RE: Von der BRD in die DDR - Übersiedler andersrum

in Leben in der DDR 09.10.2014 17:02
von seaman | 3.487 Beiträge | 7 Punkte
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Zitat von der glatte im Beitrag #1
Die angegebenen Zahlen gehen oft weit auseinander, wenn sie heute überhaupt ein Thema sind, aber auch das hat es gegeben.

Ein Mittelwert belegt die 550.000 Übersiedler, die in den Jahren zwischen 1949 und 1990, in die DDR kamen Übersiedler aus der BRD, suchten in der DDR eine neue Heimat, obwohl einige später auch wieder zurück gingen, dass ist Fakt. Dazu gab es eingerichtete Übersiedlerheime, wo man diese Menschen auf ein Leben in der DDR vorbereitete. Es ging hier eher um eine geräuscharme "Platzierung im Sozialismus". Kaum einer kennt heute die hohe gedruckte Auflage der "Ratgeber" für die Übersiedlung aus der Bundesrepublik. Doch hat es sie gegeben.

Kann sich einer von Euch noch an "Umsiedlerheime" erinnern? Wieviele gab es und in welchen Städten waren diese? War das überhaupt ein Thema für die Öffentlichkeit in der DDR?

Gruß Reiner


Ja,ich kann dazu detailliert Auskunft erteilen.
Zum Teil auch schon hier im Forum dazu berichtet.

Abschied West


seaman


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Von der BRD in die DDR - Übersiedler andersrum

in Leben in der DDR 10.10.2014 09:44
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Kam letztens auf ZDF-Info was interessantes, die Geschichte eines DKP-Mannes der 1973 in die DDR übersiedeln wollte und wie kompliziert und enttäuschend das für ihn war.
Seine Genossen wollten ihn irgendwie nicht haben und er hat mit seiner 9jährigen Tochter 9 Monate in Barby zugebracht.
Fand den Schlußsatz sinnig "Als wir dann endlich raus durften war ich kein Sozialist mehr".


zuletzt bearbeitet 10.10.2014 09:51 | nach oben springen

#4

RE: Von der BRD in die DDR - Übersiedler andersrum

in Leben in der DDR 10.10.2014 14:02
von seaman | 3.487 Beiträge | 7 Punkte
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Kam letztens auf ZDF-Info was interessantes, die Geschichte eines DKP-Mannes der 1973 in die DDR übersiedeln wollte und wie kompliziert und enttäuschend das für ihn war.
Seine Genossen wollten ihn irgendwie nicht haben und er hat mit seiner 9jährigen Tochter 9 Monate in Barby zugebracht.
Fand den Schlußsatz sinnig "Als wir dann endlich raus durften war ich kein Sozialist mehr".


Solche Fälle wird es wohl gegeben haben und man wird sicher heute nicht alle Infos haben warum die Aufnahme verweigert wurde.
Man sollte sich aber auch von dem Gedanken befreien,dass lediglich politisch links orientierte(z.b.DKP) Menschen den Weg Richtung Ost gingen.Das war eher der kleinere Teil.In den Gründungsjahren der beiden deutschen Staaten war eine "Wanderungsbewegung" im Gange,die von Ost nach West sicher überwiegend politisch-ökonomische Gründe hatte.Viele Menschen West dagegen haben damals u.a. aus dem Grunde einer Familienzusammenführung die Seiten gewechselt.Natürlich gab es auch politische Gründe für ihre weitere Lebensplanung.
Dabei sollte man Spätaussiedler,Kriegsgefangene u.ä.mit einbeziehen.Manche warteten auch nur ab in welche Richtung sich die deutschen Staaten nach dem verlorenen Krieg orientierten.Berücksichtigen muss man auch das die Grenze bis 1961 offen war und der Verlust familiärer Verbindungen durch die späteren Grenzmassnahmen für die Umsiedler West nach Ost noch nicht absehbar war.



seaman


zuletzt bearbeitet 10.10.2014 14:07 | nach oben springen



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