Was ist Heimat?

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05.10.2014 07:26 (zuletzt bearbeitet: 05.10.2014 09:25)
#46
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Möchte meine Senf auch dazu geben,meine Heimat war die DDR und jetzt ist es die "neue BRD" damit kann ich gut leben.Den wen man richtig hinschaut wird doch das was in der DDR schlecht war in der "neuen BRD" auf einmal praktiziert.Für meinen Vater war Pommern obwohl dort geboren nie die Heimat und für meine Tante auch nicht sie wollte ihr Geburtshaus in Eulenburg noch einmal sehen ein Cusoin erfüllte ihr den Wunsch und dann war sie froh wieder in ihren Unterbreizbach zu sein.


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05.10.2014 08:33 (zuletzt bearbeitet: 05.10.2014 08:34)
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#47
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Für mich war und ist die Heimat die Region in die ich hineingeboren wurde, mit ihrem eigenem herzlichem Menschenschlag, ihrer Geschichte, Sprache und Landschaft und ganz wichtig, wo die Familie ist.
Da ist es auch egal wer gerade dort bestimmt, die Menschen und ihre Traditionen bleiben immer die gleichen.
Ich habe meine direkte Heimat erst spät verlassen wegen der Liebe und eigentlich gar nicht weit, nur rund 30 Kilometer, aber das können schon Welten sein und wenn ich ab und an zurück bin dann fühle ich mich daheim.


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05.10.2014 11:14
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#48
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Hallo Antaios,
entschuldige Bitte,dass ich direkt anspreche, aber Du hast in Deinem Beitrag #42 im dritten Abschnitt die Zeit von 2 Jahren "Völkerwanderung"
angesprochen.Wir sind nicht nur um Breslau "gewandert". Der weiteste Ort, von Breslau gesehen, war die Stadt Domazlice/Taus in der damaligen
CSR. Diese Stadt liegt ungefähr 1 Stunde von der bayrischen Grenze entfernt. Meine Mutter kam zu diesem Zeitpunkt auf die Idee, zurück nach
Breslau zu machen. Wir wurden aber nicht von den Polen aufgenommen. Dadurch ging es wieder auf Wanderschaft. So sind die 4 Jahre zusammen
gekommen., ehe wir eine endgültige Unterkunft bekommen haben.
Aber wir sind nicht die Einzigen gewesen, die das gleiche durchmachen mußten.
PS: Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Thema so einen Anklang findet.


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05.10.2014 12:17
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#49
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Deine Angaben, @Grenzerhans , kann ich bestätigen. Mir liegt der schriftliche Bericht der Flucht meiner Vorfahren aus Schlesien vor, geschrieben von einer meiner Großtanten.
Auf ihrer Flucht sind sie irgendwann im Böhmischen angekommen. Durch Informationen, von wem, das müsste ich nachlesen, wurde ihnen suggeriert, sie könnten zurück nach Schlesien. Also haben sie sich auf den Weg gemacht. Nur waren ihre Höfe und Häuser zwischenzeitlich von Polen bewohnt, die nicht aufnahmen. Womit der zweite Teil der Flucht begann.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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05.10.2014 23:03 (zuletzt bearbeitet: 06.10.2014 07:51)
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Wenn deutsche Sportler Weltmeister werden(besonders beim Fußball) dann fühlen sich geschätzte 75 % der Deutschen als Weltmeister. Wenn Deutsche Hersteller Waffen exportieren dann will sich jeder distanzieren. Am Ende gibt die gewählte Regierung die Erlaubnis, oder kontrolliert das Unerlaubte nicht richtig. Auch die Erhaltung von Arbeitsplätzen kann meiner Meinung nach kein Kriterium sein. Ansonsten müsste man ja die Schlussfolgerung ziehen, dass jeder Krieg Waffen verbraucht und damit die Konjunktur bei uns fördert und es uns dann besser geht. Wichtig ist nur, dass der Krieg weit weg ist und andere den Kopf hin halten. Ich denke, da machen es sich einige zu einfach.

Der Hesselfuchs


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06.10.2014 01:30 (zuletzt bearbeitet: 06.10.2014 01:33)
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#51
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Hallo Grenzwolf62!

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
Für mich war und ist die Heimat die Region in die ich hineingeboren wurde, mit ihrem eigenem herzlichem Menschenschlag, ihrer Geschichte, Sprache und Landschaft und ganz wichtig, wo die Familie ist.
Da ist es auch egal wer gerade dort bestimmt, die Menschen und ihre Traditionen bleiben immer die gleichen.
Ich habe meine direkte Heimat erst spät verlassen wegen der Liebe und eigentlich gar nicht weit, nur rund 30 Kilometer, aber das können schon Welten sein und wenn ich ab und an zurück bin dann fühle ich mich daheim.

Naja, bei mir sind es auch nur 30Km (eher weniger) und doch ist mein Heimatgefühl dort viel intensiver!
Warum?
Naja eben die Emotionen hinter allem Möglichen.
Da steht der kleine Eckhard eben am Teich mit der Angel, oder geht über den alten Schulhof, oder oder oder.
Beim Bezug zu Pommern als in gewissem Sinne gefühlter Heimat der Vorfahren ist es so, daß ich dort das Leben meiner Ur und sonstwas Väter und Mütter sehe, die dort für mich ihr Leben "vor"gelebt hatten.
Meine Großmutter hätte gerne ein Häufchen Erde des Heimatdorfes auf dem Grab gehabt und ich werde es ihr erfüllen, sobald ich das genaue Haus kenne, in dem sie wohnte.
Aber unsere Unterlagen sind alle auf der Flucht zerstört und gestohlen worden. So hilft nur lange und sehr beschwerliche Recherche.

@ABV
"Meist stecken da irgendwelche verquasten rechtsradikalen Gedanken dahinter. Sehr viele von denen, dass ist meine persönliche Erfahrung, haben überhaupt keine Ahnung von dem Land, dass sie als " alte Heimat" bezeichnen. Sie interessieren sich überhaupt nicht dafür. Hauptsache, man quasselt irgendwelche Parolen nach!"
Manchmal würde mein favorisiertes Wort da lauten.

Aber die Menschen die sich wirklich für ihre Vorfahren interessieren, dazu noch oder auch wieder emotionale Bindungen haben, sind mir nicht suspekt.
Wir durften in der DDR keinInteresse dafür zeigen und meine Großeltern sprachen auch nur im kleinen Privatkreis davon.
Aber um so mehr interessiert es mich heute und ich setze alle mögliche Energie daran, es für meine Nachfahren heraus zu finden.
Dabei lasse ich mir kein schlechtes Gewissen eintrichtern und auch keine imaginäre Schuld implizieren!
ICH will es wissen und meine Familie war genauso unschuldig an allen Dingen die heute postuliert werden, wie zB. die Polen heute, die dort wohnen wo "wir" einmal unsere Wohnstatt hatten.

Du kennst es sicher besser, da Du ja an der direkten Schnittstelle sitzt, an der man das wahrscheinlich Tag für Tag erlebt.
Jeder Traditionsverband der Polen der sich für die "alte Heimat" in der heutigen Ukraine interessiert, wird ja auch nicht des "Revanchismus" bezichtigt.
Und wie Volker Pispers es in seiner "Neulich" Tournee sagte: In jedem Dorf gibt es einen Idioten.
In Abwandlung eines Satzes meines Großvaters sage ich dazu immerl:
Der hat, als der Verstand aus Flaschen verteilt wurde, noch nach dem Löffel gesucht!

Ich finde man sollte die Ausnahmen unter denjenigen durchaus kritisieren, aber kein Pauschalurteil fällen.

Schöne Grüße zu früher Strunde,
Eckhard


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06.10.2014 09:55
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#52
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Berlin - historischer Hafen - gestern

Schön, so ein Schiff als Heimat...


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06.10.2014 09:58
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#53
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„Ich kann mir […] nicht vorstellen, daß der höchste Grad der Liebe zur Heimat dadurch dokumentiert wird, daß man sich in Haß verrennt gegen diejenigen, die sie in Besitz genommen haben, und daß man jene verleumdet, die einer Versöhnung zustimmen. […]

Vielleicht ist dies der höchste Grad der Liebe: zu lieben, ohne zu besitzen.“

– Marion Gräfin Dönhoff: Kindheit in Ostpreußen



[...]1955 war Dönhoff Mitglied des Forschungsausschusses zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Unter den 22 Mitgliedern waren beispielsweise Karl Schiller und Carlo Schmid. Besonderes Interesse zeigte Dönhoff aus biografischen Gründen für die ehemals deutschen Ostgebiete in ihren Leitartikeln. 1949 hatte sie die Oder-Neiße-Grenze noch als völkerrechtswidrig bezeichnet und 1959 eine Verzichtserklärung der Bundesregierung auf die Ostgebiete kategorisch abgelehnt. 1970 bejahte Dönhoff jedoch den von Willy Brandt initiierten Vertragsabschluss mit Polen, einschließlich der De-facto-Anerkennung der Grenze. Hatte Dönhoff Ende der 1940er Jahre die Zerstückelung Deutschlands noch als Katastrophe eingestuft und nach dem Aufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR diesen als künftigen Nationalfeiertag der Deutschen vorgeschlagen, so zeigte sie später – bis kurz vor dem Zusammenbruch der DDR – eine radikale Skepsis gegenüber der Wiedervereinigung.Eine Rundreise durch Polen hatte Dönhoff erstmals nach dem Krieg 1962 gemacht, durch die DDR – zusammen mit zwei anderen leitenden Mitarbeitern der Zeit – im Jahre 1964.[...]


http://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Gr%C3%A4fin_D%C3%B6nhoff


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11.10.2014 15:30
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#54
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Zitat von Antaios im Beitrag #24
...
Ich will ja nichts Altes hochholen, aber hier noch so ein Strang.
"Unsre Heimat"

Da stell ich doch mal rhetorisch die Frage, und warum tust Du es dann? Eine Antwort findet sich hoffentlich nicht in der Methapher des löffelsuchenden Enkels aus #51, denn die Jacke des Idioten in diesem Dorf (Forum) dürfte Dir locker zwei drei Nummern zu groß sein. Oder mal nicht ganz so rhetorisch gefragt: Was bezweckst Du mit dem Verweis auf jenes von mir begonnene Thema? Mit dem template_changeset-28_06_2012 stellte Xobor eine ordentlich funktionierende Related-Topic-Routine zur Verfügung, welche nun schon seit über zwei Jahren thematisch ähnliche Diskussionen, und zwar JEDEM Leser am Fuße einer Seite anzeigt. Denn genau dort erscheint nun auch der 'von Dir gefundene' Thread. Aber wenn Dir dieses Thema wirklich auch inhaltlich am Herzen läge, dann wäre es doch nur folgerichtig gewesen den 'alten' Thread mit einem gehaltvollen Beitrag 'wiederzubeleben'. Hmm, oder erwarte ich da jetzt einfach zu viel? Na wie auch immer, es bleibt die Frage:

Was soll das? Also ... ERKLÄRE DICH!

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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12.10.2014 20:30
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#55
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Zitat von Antaios im Beitrag RE: Wie wäre es damals gewesen ?
...
Das habe ich so garnicht mitbekommen.

Schöne Grüße,
Eckhard

Scheint ja nicht das Einzige zu sein, hier würde ich auch noch gern zumindest ein *tschuldschung* lesen.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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12.10.2014 21:58
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#56
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Heimat,ist für mich,dort wo ich geboren wurde,aufgewachsen bin,eine ordentliche Ausbildung genossen habe,meine Frau kennengelernt habe,meine Kinder zur Welt kamen,eine schöne Wohnung habe.in einer Stadt wo man sich wohlfühlt.
Auf andere Einträge kann ich vielleicht soviel sagen,mein Vater wurde aus dem Sudetenland vertrieben,verlor Haus und Hof.
Mein Opa wurde das Haus in Dresden weggenommen,weil er in der Partei und Ortsvorsteher war.Ich habe nie Klagen gehört.
Nach 1990 haben wir Nachforschungen betrieben,im Grundbuch stand noch Opas Name.Des weiteren wurde festgestellt,das die Enteignung nicht rechtmäßig war.Meine Cousine hat dann auf Rückgabe geklagt.Die Zeit verging bis der Anwalt sagte:Wenn sie noch genug Geld besitzen können wir weiter machen.Da waren schon einige Tausend in den Sand gesetzt. Das mal dazu.
Noch mal zur Heimat.Meine Heimat ist hier in Dresden.
MfG.REI


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12.10.2014 22:05
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Zitat von rei im Beitrag #56
Heimat,ist für mich,dort wo ich geboren wurde,aufgewachsen bin,eine ordentliche Ausbildung genossen habe,meine Frau kennengelernt habe,meine Kinder zur Welt kamen,eine schöne Wohnung habe.in einer Stadt wo man sich wohlfühlt.
Auf andere Einträge kann ich vielleicht soviel sagen,mein Vater wurde aus dem Sudetenland vertrieben,verlor Haus und Hof.
Mein Opa wurde das Haus in Dresden weggenommen,weil er in der Partei und Ortsvorsteher war.Ich habe nie Klagen gehört.
Nach 1990 haben wir Nachforschungen betrieben,im Grundbuch stand noch Opas Name.Des weiteren wurde festgestellt,das die Enteignung nicht rechtmäßig war.Meine Cousine hat dann auf Rückgabe geklagt.Die Zeit verging bis der Anwalt sagte:Wenn sie noch genug Geld besitzen können wir weiter machen.Da waren schon einige Tausend in den Sand gesetzt. Das mal dazu.
Noch mal zur Heimat.Meine Heimat ist hier in Dresden.
MfG.REI


Reiner, meine Chemnitz! In Chemnitz geboren und in Chemnitz sterben! Das ist für mich Heimat! Mein Urgroßvater hat das Haus gebaut und heute ist es immer und ich hoffe es bleibt, im Familienbesitz!
Grüsse steffen52


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12.10.2014 23:13 (zuletzt bearbeitet: 12.10.2014 23:14)
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Hallo 94!

Zitat von 94 im Beitrag #55
Zitat von Antaios im Beitrag RE: Wie wäre es damals gewesen ?
...
Das habe ich so garnicht mitbekommen.
Schöne Grüße,
Eckhard

Scheint ja nicht das Einzige zu sein, hier würde ich auch noch gern zumindest ein *tschuldschung* lesen.
@94
Ich mag ja alt sein, aber hoffentlich noch nicht schusselig. Ich weiß nicht worum es hier in Deinem Beitrag gerade geht?
Kannst Du mich mal aufklären? Denn da ging es um meim Praktikum in der GK ...

Schöne Grüße,
Eckhard


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12.10.2014 23:20
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Heimat ist für mich,- wo ich meine Wurzeln habe und wo ich fürs Leben geprägt wurde.
Heimat bedeutet für mich keine Verpflichtung im Sinne von Treue oder Dortverharrenmüsen ,-
im Gegenteil- meiner Ansicht nach wird durch Weggang und Fremdansiedlung gerade der Heimatgedanke gestärkt.
Könnte Ötzi noch was sagen,- er würde mir Recht geben.....

....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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12.10.2014 23:30 (zuletzt bearbeitet: 12.10.2014 23:31)
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#60
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Zitat von Antaios im Beitrag #58
... Ich weiß nicht worum es hier in Deinem Beitrag gerade geht?
Kannst Du mich mal aufklären? Denn da ging es um meim Praktikum in der GK ...
Na und dort haste laut eigner Aussage einiges nicht mitbekommen, in diesem 'Praktikum'. Also sozusagend übersehen, genau wie einiges in diesem Thread. Nun, ich leide noch nicht an einem Helfersyndrom, ich nehme mal an Du kommst noch ganz gut allein über die Straße (sinnbildlich). Und da ich (Dir gegenüber zumindest) von Natur aus erklärfaul bin, beende ich die Kommunikation nun vorerstmal mit einem satten ...


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Plonk

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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