ABV's Privatmuseum

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25.09.2014 18:19
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#76
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ABV

Du hast Recht Eckhard. Mir scheint aber das so etwas wohl das Grundübel der Geschichtsschreibung im allgemeinen ist. Und kein Problem der heutigen Zeit darstellt. Gerade die DDR hat ja eine ganze Menge unrühmlicher Beispiele geliefert, wie historische Abläufe durch Weglassen unangenehmer Dinge und das Aufbauschen genehmer Fakten, " passend gemacht wird." Bekanntlich geht so etwas in den meisten Fällen jedoch schwer nach hinten los. Weil die Wahrheit irgendwann ans Licht kommt.
Das heutige Problem besteht meines Erachtens darin, dass weniger die Politik, sondern eher die Medien die öffentliche Meinung beeinflussen. Das kann durchaus positiv sein. Muss es aber zwangsläufig nicht. Vor allem dann nicht, wenn die Schlagzeile wichtiger als die Wahrheit ist.

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


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25.09.2014 18:23
avatar  Alfred
#77
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Und die Politik hat natürlich keinen Einfluss auf die Medien .....


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25.09.2014 20:01
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#78
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94

... zum Glück seit über 25 Jahren (zumindest im deutschsprachigem Siedlungsgebiet) nimmer. Aber die Medien haben auch heut noch einen recht großen Einfluß auf die Politik. Find ich nun auch nicht sooo schön, hmm?!


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25.09.2014 23:03 (zuletzt bearbeitet: 25.09.2014 23:04)
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#79
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Hallo 94!

Zitat von 94 im Beitrag #78
... zum Glück seit über 25 Jahren (zumindest im deutschsprachigem Siedlungsgebiet) nimmer. Aber die Medien haben auch heut noch einen recht großen Einfluß auf die Politik. Find ich nun auch nicht sooo schön, hmm?!

Ähmmmm ... wenn das Willi Müller von "um die Ecke" geschrieben hätte, würde ich ja nichts sagen, aber von Dir war ich bisher im Großen und Ganzen eigentlich relativ Hieb- und Stichfestes gewohnt ....

In den Medien kommt keiner in "Entscheidungspositionen" der nicht halbwegs politisch korrekt ist.
Und dann werden diese Claquere natürlich nicht ihren Sessel riskieren und die Wahrheit schreiben. Oder gar unangenehme Wahrheiten, ohne vorherige Hinterzimmerabsprachen !
Früher nickte Herr Hager oder Frau Ragwitz alles ab. Heute beginnt das schon in den Köpfen der "freien Medianer" und nennt sich "freiwillige Selbstkontrolle".
Quasi die "demokratische Variante" des alten "vorauseilenden Gehorsams" .....

Schöne Grüße,
Eckhard


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25.09.2014 23:21 (zuletzt bearbeitet: 25.09.2014 23:57)
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#80
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Hallo Uwe!

Zitat von ABV im Beitrag #76
Du hast Recht Eckhard. Mir scheint aber das so etwas wohl das Grundübel der Geschichtsschreibung im allgemeinen ist. Und kein Problem der heutigen Zeit darstellt. Gerade die DDR hat ja eine ganze Menge unrühmlicher Beispiele geliefert, wie historische Abläufe durch Weglassen unangenehmer Dinge und das Aufbauschen genehmer Fakten, " passend gemacht wird." Bekanntlich geht so etwas in den meisten Fällen jedoch schwer nach hinten los. Weil die Wahrheit irgendwann ans Licht kommt.
Das heutige Problem besteht meines Erachtens darin, dass weniger die Politik, sondern eher die Medien die öffentliche Meinung beeinflussen. Das kann durchaus positiv sein. Muss es aber zwangsläufig nicht. Vor allem dann nicht, wenn die Schlagzeile wichtiger als die Wahrheit ist.
Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe

Natürlich hast Du da Recht. Aber wenn man ein System als "besser als das der DDR" bezeichnet, dann kann es sich nicht auf die gleiche Position begeben.
Auch wenn alle Systeme nach den (allgemein) gleichen Spielregeln funktionieren, darf es nicht hingenommen werden "daß es eben so ist".
Finde ich jedenfalls ....

Wenn Du Dich an die "Blöd" Schlagzeile bezüglich der geisteskranken Mutter des toten Joseph Abdulla erinnerst, erkennst Du recht deutlich, wie die Medien die Menschen "politisch" konditionieren sollen und es auch tun!!



Das hat in der DDR nicht recht funktioniert, weil die Menschen zu viel Zeit zum nachdenken hatten.
Im "Westen" hätte es die FRIEDLICHE Revolution NIE geben können.
Die Menschen haben außerhalb von Konsum, Mediendesinformation und "ich will auch ...." Egoismus, keine Zeit und zu großen Teilen auch keine Lust zum nachdenken!
Sie sind doch meist satt genug, um ruhig zu bleiben.

Um so wichtiger sind Menschen, die sich an die Wahrheit halten, auch wenn sie dem einen oder anderen unpassend sein mag.

Und Du hast natürlich auch Recht wenn Du schreibst, die Wahrheit kommt irgandwann immer an`s Licht. Aber dann ist es für die Protagonisten meist zu spät und die Nutznießer haben ihr Schärflein im Trockenen!
Aber wichtig ist es eben, TROTZDEM nicht aufzugeben.


Schöne Grüße,
Eckhard


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26.09.2014 19:44
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#81
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94

Zitat von 94
... zum Glück seit über 25 Jahren (zumindest im deutschsprachigem Siedlungsgebiet) nimmer. Aber die Medien haben auch heut noch einen recht großen Einfluß auf die Politik. Find ich nun auch nicht sooo schön, hmm?!

Zitat von Antaios

Ähmmmm ... wenn das Willi Müller von "um die Ecke" geschrieben hätte, würde ich ja nichts sagen, aber von Dir war ich bisher im Großen und Ganzen eigentlich relativ Hieb- und Stichfestes gewohnt ....


Vielen Dank für die Blumen, aber den zweiten Satz beginnend mit aber haste auch wahrgenommen? Achso, ein aber wird gern als semantischer Negator benutzt, meist unbewußt. Na wie auch immer, ich glaube wir zerballern gerad dem ABVler sein Thread.


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27.09.2014 01:47
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#82
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S51

Zitat von Antaios im Beitrag #74
Hallo Uwe!

Zitat von ABV im Beitrag #64
Zitat von Udo im Beitrag #63
Brauchtest Du für das Interview eine Genehmigung Deines Dienstherren?

.....

Wurdet ihr bei der "Übernahme" nicht "entpflichtet"?
Da ist da ja die alte "Loyalität" auch "offiziell nichtig.
...


Nein.
Noch zu DDR-Zeiten im September 1990 (weiß es nicht mehr genau) wurden wir an der Offiziersschule Aschersleben in einem letzten Appell vom Eid an die DDR entbunden. Dann konnte, wer wollte, nach Hause fahren. Es waren nur wenige. Alle übrigen haben dafür unterschrieben, das sie auch weiter Befehle und Weisungen der Vorgesetzten ausführen und blieben. Ich auch.
Erst das Land Berlin beispielsweise hat die vorläufig Übernommenen dann Ende 1990/Anfang 1991 als durchgehend PHW-Ang neu vereidigt. Für die Zeit dazwischen waren wir eben "so" da. Was bei den Kollegen aus dem ehemaligen Westteil Berlins zu teilweise beißenden Kommentaren führte. Von denen "...dafür würde ich noch nicht mal aufstehen..." noch am Harmlosesten war.


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27.09.2014 12:28 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2014 12:37)
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#83
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ABV

Die DDR und damit die " Deutsche Volkspolizei" sind ja bekanntlich am 03.10 1990, Schlag 00:00 Uhr, endgültig verschwunden. Warum sollte man sich noch an einen Eid gebunden fühlen, den man einem verschwundenem Land und einer ebenso verschwundenen Institution geschworen hat?
Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste sich aber jeder im klaren sein, dass er dem neuen Staat zur absoluten Loyalität verpflichtet ist. Und zwar ohne wenn und aber!
Es gab ja auch frühere Volkspolizisten, wie den Ex-User Vierkrug, der eine Übernahme in den Dienst der neuen Polizei ablehnte. Weil er dieses nicht mit seinem politischen Gewissen vereinbaren konnte. Dabei hätte er, schon auf Grund seiner offenen Art mit der eigenen Vergangenheit umzugehen, durchaus eine reale Chance gehabt im Landesdienst zu verbleiben.
Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass wir unmittelbar vor dem 03. Oktober 1990 von den Verpflichtungen des Diensteides der Deutschen Volkspolizei entpflichtet wurden. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, mussten wir ohnehin im März / April 1990 eine Art Loyalitätserklärung für die neue DDR-Regierung abgeben. Diese Erklärung entpflichtete uns bereits, teilweise, von dem einstigen Eid.
Früher hatte ich immer geglaubt, dass ein Eid eine einmalige Angelegenheit sei. Etwas was ein Leben lang gültig besitzt. Gewissermaßen eine "heilige Sache". Dieser "Eid-Marathon" zu Beginn der Neunziger Jahre hat mich dann doch verwirrt. Genau genommen hat jeder der einen neuen Eid geschworen hat, zuvor den alten Eid gebrochen. Das waren schon verrückte Zeiten damals!

Aber vielleicht wäre je das Thema "Eid" einen eigenen Thread wert?


Gruß an alle
Uwe


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27.09.2014 13:51
#84
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Vierkrug war Volkspolizist!!
ich glaube ja manches, aber alles nicht


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27.09.2014 13:53
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#85
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #84
Vierkrug war Volkspolizist!!
ich glaube ja manches, aber alles nicht


Zu diesem Zeitpunkt sicher.

seaman


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27.09.2014 15:02
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#86
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Mahlzeit, Gemeinde,….
Na dann geb ich meinen Senf auch mal ans Thema.
Wurdet ihr bei der "Übernahme" nicht "entpflichtet"?
Nein , vorher. Von einem Eid entbinden kann ja nur der, der den Eid „bekommen“ hat.(Zumindest wenn man logisch rangeht)

dass wir unmittelbar vor dem 03. Oktober 1990 von den Verpflichtungen des Diensteides der Deutschen Volkspolizei entpflichtet wurden.
Und zwar durch den damaligen Innenminister, P.M. Diestel. Allerdings war das nach meiner Erinnerung früher, aber …… (jetzt bitte nicht Alzheimer rufen.)

Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, mussten wir ohnehin im März / April 1990 eine Art Loyalitätserklärung für die neue DDR-Regierung abgeben.
Da scheint es von „Land zu Land“ Unterschiede gegeben zu haben.Weiß ich beim besten Willen nicht so. Aber was Solls- die Unterschiede gibt’s ja auch heute.
73, Hans


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27.09.2014 15:20 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2014 15:20)
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#87
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ABV

Zitat von thomas 48 im Beitrag #84
Vierkrug war Volkspolizist!!
ich glaube ja manches, aber alles nicht


Vierkrug war nach der Auflösung des MfS von der VP übernommen worden. So wie einige andere MfS-Mitarbeiter auch. Er gehörte auch zu den Aktivisten der 1990 gegründeten " Gewerkschaft der Volkspolizei". Schon damals machte er aus seiner Vergangenheit, auch gegenüber den ersten Beratern aus der "Alten Bundesrepublik" keinen Hehl. Auf Grund seiner kommunistischen Gesinnung lehnte er jedoch, von sich aus, eine Übernahme in die Polizei des wieder gegründeten Landes Brandenburg ab. Über diesen Schritt kann man sicher geteilter Meinung. Er beweist aber auch bewundernswerte Gradlinigkeit.
Übrigens kann man das alles in Vierkrugs Beiträgen im Forum erlesen. Denn er hat auch hier zu seiner Vergangenheit gestanden!

Gruß an alle
Uwe


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27.09.2014 15:37
#88
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Ich habe alle Berichte von ihm gelesen und habe immer etwas gestaunt.
Ich weiß er war bei der Stasi, was er nie bestritt und jetzt schreibt Saemann etwas von der Polizei.
Das glaubte ich nicht.
Dein Wissen wird ja stimmen.
Kannst du ihn nicht mal fragen, ob er nicht wieder bei uns mitmachen kann
thomas


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27.09.2014 15:40 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2014 18:02)
avatar  Alfred
#89
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Z.Zt. wird Vierkrug nicht im Forum schrieben, leider.

Habe ihn schon mehrfach gefragt.


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27.09.2014 15:44
avatar  seaman
#90
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #88

Kannst du ihn nicht mal fragen, ob er nicht wieder bei uns mitmachen kann
thomas


Nein.
seaman


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