F. Streletz - Die Handlungen der militärischen Führung im Herbst 1989

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19.09.2014 23:02
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#286
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Zitat von damals wars im Beitrag #282
Wenn der Befehl lautete: Keine Panzer! Ausführung!
Was ist daran nicht zu verstehen.

Wenn man in einer richtigen Armee gedient hat müsste man das verstehen, aber als Brunnenbohrer?

Was ist die richtige Armee? Gibt es nicht! Jede befolgt einen Befehl, ob der richtig oder falsch ist, das zeigt sich meist hinterher!
Grüsse steffen52


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19.09.2014 23:07 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2014 23:08)
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#287
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Und dann gibt es noch Armeen, die in der Gesellschaft integriert sind und sich genau überlegen was sie machen, ohne Kadavergehorsam .
Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps. das werden manche aber gar nicht verstehen!!!

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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20.09.2014 00:43
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#288
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Wir kommen etwas vom Thema ab , wird sicherlich auch einige freuen .
Aber , ob ein Panzer nun 8 Räder hat , oder Ketten , eine Kanone oder ein MG .


Das Argument der verstopften Strassen im geplanten Einsatzgebiet kam von Stechbarth , woraufhin Streletz um Bedenkzeit bat und das Telefonat unterbrochen wurde um sich zu beraten . Also nichts mit " ohne Panzer " @Alfred .
Kann es sein , daß der Stechbarth dem Streletz damals während dieser Vorgänge als auch danach überlegen war/ist . Das der Streletz in seinem hohen Alter mit der damaligen Situation total überfordert war und heute in dem Glauben , dem Wahn lebt alles richtig gemacht zu haben ? Ein höchster Militär , der ausser Befehl und Ausführung und Waffen und Gehorsam und Hass nichts kannte , ausgenommen Spirituosen . Der eine , wie von ihm angeführt , politische Lösung für ein politisches Problem erarbeiten sollte und damit scheiterte , weil die Realität auf der Strasse ihm um viele Stunden voraus war . Der unter Dampf stand , von allen Seiten gefordert und nichts , gar nichts auf die Reihe brachte . Was letztendlich das Positive an der Geschchte war . Das Unvermögen einer kleinen Gruppe greiser Militaristen verhinderte ein Blutvergießen und wird heute von ihnen als bewusste Heldentat bewertet . Sollen sie in diesem Glauben einschlafen und sollen einige Unverbesserliche ihnen am Grab Salut schiessen . Dann hören sie das , was sie glaubten es würde sie an der Macht halten .


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20.09.2014 01:00
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#289
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Zitat von damals wars im Beitrag #282
Wenn der Befehl lautete: Keine Panzer! Ausführung!
Was ist daran nicht zu verstehen.

Wenn man in einer richtigen Armee gedient hat müsste man das verstehen, aber als Brunnenbohrer?


Gab es bei den DDR- Motschützeneinheiten eine ständige alternative Motorisierung ? Für jeden nicht eingesetzten Schützenpanzer einen LO , oder einen W50 oder Barkas ?
Wie sollte der Transport dieser richtigen Armee (ohne Panzer) nach Berlin (bei verstopften Strassen) stattfinden ?
Was wurde durch die Einheiten für den Transport der Soldaten organisiert ?


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20.09.2014 01:28 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 02:21)
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#290
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Zitat von B208 im Beitrag #288
Wir kommen etwas vom Thema ab , wird sicherlich auch einige freuen .
Aber , ob ein Panzer nun 8 Räder hat , oder Ketten , eine Kanone oder ein MG .


Das Argument der verstopften Strassen im geplanten Einsatzgebiet kam von Stechbarth , woraufhin Streletz um Bedenkzeit bat und das Telefonat unterbrochen wurde um sich zu beraten . Also nichts mit " ohne Panzer " @Alfred .
Kann es sein , daß der Stechbarth dem Streletz damals während dieser Vorgänge als auch danach überlegen war/ist . Das der Streletz in seinem hohen Alter mit der damaligen Situation total überfordert war und heute in dem Glauben , dem Wahn lebt alles richtig gemacht zu haben ? Ein höchster Militär , der ausser Befehl und Ausführung und Waffen und Gehorsam und Hass nichts kannte , ausgenommen Spirituosen . Der eine , wie von ihm angeführt , politische Lösung für ein politisches Problem erarbeiten sollte und damit scheiterte , weil die Realität auf der Strasse ihm um viele Stunden voraus war . Der unter Dampf stand , von allen Seiten gefordert und nichts , gar nichts auf die Reihe brachte . Was letztendlich das Positive an der Geschchte war . Das Unvermögen einer kleinen Gruppe greiser Militaristen verhinderte ein Blutvergießen und wird heute von ihnen als bewusste Heldentat bewertet . Sollen sie in diesem Glauben einschlafen und sollen einige Unverbesserliche ihnen am Grab Salut schiessen . Dann hören sie das , was sie glaubten es würde sie an der Macht halten .




Du hast Null Ahnung,denke ich.
Polterst,angemessen dem neuen Niveau in diesem Forum,hier rum und wünscht Dir ein menschenverachtend schnelles biologisches Ableben von noch existierenden Zeitzeugen.
Klar doch,wenn das Wissen fehlt,muss man in die Kiste der Beleidigungen greifen.Der Applaus anderer ähnlich gelagerter Fans ist Dir hier sicher gewiss.
Die mit Sprechblasenniveau können sich jetzt gerne ausklinken.
Kenne Generaloberst Streletz persönlich,kann ja nicht verwerflich sein denn ich kenne auch genauso zahlreiche bundesdeutsche Politiker,Geheimdienstler und Militärs.
Generaloberst Streletz habe ich in positiver Erinnerung,er reflektiert die militärischen Wendewirren aus Sicht der DDR und weicht keiner Frage aus.
Aus diesem Grunde verwundert es mich,dass Leute die garnicht an ehrlicher Geschichte interessiert sind,hier in beleidigender Weise gegenüber GO Streletz sich anmaßen von einem Hang zu Spirituosen,Altersstarrsinn und fachlicher Unfähigkeit zu faseln.
Die Forumsregeln verbieten mir leider auch eine Wertung über manche Person hier abzugeben.

seaman


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20.09.2014 02:14 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 02:20)
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#291
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20.09.2014 02:23 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 02:26)
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#292
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@seaman , markiere die Passagen in meinem Text ,

-in denen ich ein menschenverachtendes schnelles Ableben von Zeitzeugen vordere .
-in denen ich beleidige .


Deine Einschätzung Streletz soll dir erhalten bleibten .
Ich habe ihn in Berlin als Angeklagten gesehen und gehört und ich habe meine Einschätzung über diesen .


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20.09.2014 02:28 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 02:31)
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#293
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Zitat von B208 im Beitrag #288


Das der Streletz in seinem hohen Alter mit der damaligen Situation total überfordert war und heute in dem Glauben , dem Wahn lebt alles richtig gemacht zu haben ?
Ein höchster Militär , der ausser Befehl und Ausführung und Waffen und Gehorsam und Hass nichts kannte , ausgenommen Spirituosen . Der eine , wie von ihm angeführt , politische Lösung für ein politisches Problem erarbeiten sollte und damit scheiterte , weil die Realität auf der Strasse ihm um viele Stunden voraus war . Der unter Dampf stand , von allen Seiten gefordert und nichts , gar nichts auf die Reihe brachte . Was letztendlich das Positive an der Geschchte war . Das Unvermögen einer kleinen Gruppe greiser Militaristen verhinderte ein Blutvergießen und wird heute von ihnen als bewusste Heldentat bewertet . Sollen sie in diesem Glauben einschlafen und sollen einige Unverbesserliche ihnen am Grab Salut schiessen . Dann hören sie das , was sie glaubten es würde sie an der Macht halten .




Im hohen Alter...überfordert.....der Mann war damals als Entscheidungsträger gerade über 60 Jahre.
Wie alt sind heute Politiker und Militärs in dieser Funktion?

seaman


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20.09.2014 03:59 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2014 03:28)
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#294
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Sollen sie in diesem Glauben einschlafen .

Schätzt @seaman ein als : wünscht Dir ein menschenverachtend schnelles biologisches Ableben von noch existierenden Zeitzeugen.

Das der Streletz in seinem hohen Alter mit der damaligen Situation total überfordert war und heute in dem Glauben , dem Wahn lebt alles richtig gemacht zu haben , ist für seaman eine Beleidigung , ebenso - ausgenommen Spirituosen .

Dann kann ich natürlich nachvollziehen , daß du Streletz so einschätzt , wie du ihn einschätzt .

,er reflektiert die militärischen Wendewirren ..... , genau seaman , das macht er , ich hab es nur deutlicher und treffender , den geschichtlich realen Abläufen naheliegender benannt .


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20.09.2014 05:20 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 05:25)
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#295
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Zitat von B208 im Beitrag #294
Sollen sie in diesem Glauben einschlafen .

Schätzt @seaman ein als : wünscht Dir ein menschenverachtend schnelles biologisches Ableben von noch existierenden Zeitzeugen.

Das der Streletz in seinem hohen Alter mit der damaligen Situation total überfordert war und heute in dem Glauben , dem Wahn lebt alles richtig gemacht zu haben , ist für seaman eine Beleidigung , ebenso - ausgenommen Spirituosen .

Dann kann ich natürlich nachvollziehen , daß du Streletz so einschätzt , wie du ihn einschätzt .

,er reflektiert die militärischen Wendewirren ..... , genau seaman , das macht er , ich hab es nur deutlicher und treffender , den geschichtlich realen Abläufen naheliegender benannt .




Mir geht es um Geschichte,Zeitzeugen und Menschen die persönlich etwas berichten können aus und von einer historisch wichtigen Epoche.
Du gehörst da eigentlich nicht dazu.
Wortklaubereien sind da einfach nur...........

seaman


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20.09.2014 06:52 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 08:47)
avatar  Alfred
#296
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B 208,

Deine Einschätzung zu einen Zeitzeugen ist für mich ein klarer Verstoss gegen hier geltende Regeln und eine Frechheit.

Wann soll Stechbarth nach DEINER Auffassung mit Streletz über den "Einsatz" von Panzern telefoniert haben ? Nenn doch einfach mal Datum und Quelle.

Ich hatte es schon geschrieben, Streletz und Stechbarth haben am Rande der ZK - Sitzung am 10.11.1989 den Befehl in Berlin gemeinsam ausgearbeitet. Da wurde nicht telefoniert.

Noch ein Hinweis für DICH. Wenn hier Personen von DIR in dieser Form angegangen werden, erledigen sich bestimmte Diskussionen von selbst.

Nettes Wochenende.


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20.09.2014 08:30
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#297
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Zitat von B208 im Beitrag #289
Zitat von damals wars im Beitrag #282
Wenn der Befehl lautete: Keine Panzer! Ausführung!
Was ist daran nicht zu verstehen.

Wenn man in einer richtigen Armee gedient hat müsste man das verstehen, aber als Brunnenbohrer?


Gab es bei den DDR- Motschützeneinheiten eine ständige alternative Motorisierung ? Für jeden nicht eingesetzten Schützenpanzer einen LO , oder einen W50 oder Barkas ?
Wie sollte der Transport dieser richtigen Armee (ohne Panzer) nach Berlin (bei verstopften Strassen) stattfinden ?
Was wurde durch die Einheiten für den Transport der Soldaten organisiert ?



siehe da:


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20.09.2014 11:32 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 11:33)
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#298
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Zitat von Alfred im Beitrag #259



ABV,

die Pläne für den Einmarsch in Polen würde ich mal sehen wollen. Wenn Du die bringst, wird das Militärarchiv aus Freiburg dich persönlich in einer goldenen Senfte nach Freiburg tragen.


Wenn es keine Pläne gab, dann erklär mir mal das hier:
Klaus Wiegand

"Die kam ins Wanken, als am 17. März 1981 die militärische Übung "Sojus 81" angesetzt wurde. Fassungslos starrte er damals auf einen Befehl, mit dem ganz offensichtlich eine militärische Lösung der polnischen Krise erwogen wurde. Danach erhielten zahlreiche polnische Divisionen die Anweisung, sich auf das Gebiet der DDR zu begeben, wofür "Austauschtruppen" der NVA auf polnischen Territorium operieren sollten.

"Mir fiel auf", so berichtet der Ex-Offizier,"daß gleiches auch an der polnischen Flanke zur ehemaligen CSSR sowie zur sowjetischen Grenze vorgesehen war. Polen sollte weitgehend von eigenen Truppen entblößt werden, die man dann in der DDR, der CSSR sowie der Sowjetunion zu isolieren gedachte."

Klaus Wiegand war entsetzt. Denn eine Verwirklichung dieses Planes hätte unter Umständen den Ausbruch des Dritten Weltkrieges bedeuten können. So begann er an der Militärpolitischen Hochschule offen dagegen zu opponieren. "Ich setzte auf das kritische Denken anderer Offiziere, wollte ihnen vor Augen führen, wohin diese Eskalation steuern würde."

Die bis zum 7. April 1981 durchgeführte Übung stellte jedoch erst eine Probe dar. Die militärische Führung der DDR "studierte" das Verhalten der polnischen Truppen, nachdem sich diese befehlsgemäß außerhalb ihrer Landesgrenzen begeben hatten. "Die schienen jedoch völlig arglos zu sein", entsinnt sich Klaus Wiegand. Doch als ein neuer Befehl mit der Bezeichnung "Askanier" wiederum das gleiche militärische Manöver einleiten sollte, hegte ich keine Zweifel mehr daran, daß es in Kürze zu einer Intervention Polens, "ähnlich der zur Unterdrückung des Prager Frühjahrs 1968 in der CSSR kommen sollte".
http://www.nva-forum.de/nva-board/index....showtopic=3876


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20.09.2014 11:57 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2014 12:04)
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#299
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Steht doch da:

"Die kam ins Wanken, als am 17. März 1981 die militärische Übung "Sojus 81" angesetzt wurde. Fassungslos starrte er damals auf einen Befehl, mit dem ganz offensichtlich eine militärische Lösung der polnischen Krise erwogen wurde. Danach erhielten zahlreiche polnische Divisionen die Anweisung, sich auf das Gebiet der DDR zu begeben, wofür "Austauschtruppen" der NVA auf polnischen Territorium operieren sollten."

"Militärische Übung" , was denkst Du, was in Übungen alles durchgespielt werden kann. Aber Polen ist ja hier nicht das Thema.Es gibt immer einen Unterschied zwischen Übung und "scharfen Plan".


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20.09.2014 13:01
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ABV

@Alfred: warum sollten innerhalb von militärischen Dingen aufwendige Operationen durchgeführt werden, wenn von vornherein feststeht, dass diese "Spiele" niemals in die Tat umgesetzt werden? Einfach so, quasi als "ABM-Maßnahme" fürs Militär? Weil man sonst nichts zu tun hat? Das glaubst du doch selbst nicht!
War es nicht eher viel mehr so, dass die Führung in der DDR ahnte, dass sich an ihrer östlichen Staatsgrenze eine brisante Situation zusammenbraut? Die ohne weiteres sofort auf die DDR übergreifen könnte. Nicht umsonst wurde der Visafreie Reiseverkehr zwischen der DDR und der VR Polen bereits im Oktober 1980 eingestellt. Der " Solidarnosc-Virus" sollte auf keinen Fall auf die DDR übergreifen!
Eine militärische Invasion, unter dem Deckmantel der " sozialistischen Bruderhilfe zur Abwehr der Konterrevolution" hätte, aus Sicht der DDR-Führung, dem " Spuk ein baldiges Ende gemacht". Darum war Erich Honecker auch so " heiß" auf ein militärisches Eingreifen in Polen. Zum einen wäre hinter der Ostgrenze wieder Ruhe. Zum anderen wüsste die Opposition im eigenen Land was ihnen im Fall einer Nachahmung der Solidarnosc blüht.
Da Honecker innerhalb des " Warschauer Vertrages" nur ein kleines Würstchen war, der viel zu erzählen aber letztendlich nichts zu sagen hatte, blieben die Überlegungen in Polen einzumarschieren, nichts als bloße Planspiele. Schlimm genug, dass man überhaupt daran gedacht hat!

Gruß an alle
Uwe

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