Spektakuläre Fluchten bzw. Versuche

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02.04.2021 20:16
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#76
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MfS-Bericht über den Fluchtversuch und die Erschießung von Michael Bittner
24. November 1986
https://www.chronik-der-mauer.de/todesop...michael-bittner


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02.04.2021 20:30
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#77
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Der gefährliche Weg in die Freiheit
https://www.politische-bildung-brandenbu...%20Freiheit.pdf
Ehli


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02.04.2021 20:57
#78
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Zitat von GMN Fuchs im Beitrag #74
@Thunderhorse
Den Monat kann ich dir nicht genau sagen aber es muss im Frühjahr 87 gewesen sein.


Flucht mit Zaun einreisen. Negativ.
Durchbruch mit Lkw durch den GSSZ, aber im Herbst 1987.

Bzw. Grenzsäule abhanden gekommen. Aber nicht im Bereich der angesprochenen GK.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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02.04.2021 21:17
#79
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Ok danke für deine Mühe...
Vlt kann hat @stabsfänrich was dazu sagen er war zwar im Bereich der 2.GK tätig aber es wird auch dort ausgewertet worden sein und kann sich daran erinnern.


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02.04.2021 21:21
#80
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Zitat von GMN Fuchs im Beitrag #79
Ok danke für deine Mühe...
Vlt kann hat @stabsfänrich was dazu sagen er war zwar im Bereich der 2.GK tätig aber es wird auch dort ausgewertet worden sein und kann sich daran erinnern.

Zitat von @GMN Fuchs:
4.GK GR 24

oder GR23??

"Mobility, Vigilance, Justice"

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02.04.2021 21:23 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2021 21:28)
#81
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GR 24 4.GK Seebenau
Der Grenz Abschnitt ging von der Jeetze bis zur GÜST Seebenau / Bergen (Dumme)


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02.04.2021 22:31
avatar  Ehli
#82
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Versuchter Grenzdurchbruch am 26.12.1967
3. Januar 1968
Einzelinformation Nr. 7/68 über einen versuchten Grenzdurchbruch von Bürgern der DDR mit Unterstützung durch Angehörige der Westberliner Polizei am 26. Dezember 1967

Am 26.12.1967, gegen 2.50 Uhr, versuchten die [Name 1, Vorname], geboren [Tag, Monat] 1949 in Berlin, wohnhaft 1055 Berlin, [Straße, Nr.], ohne Beschäftigung, und der [Name 2, Vorname], geboren [Tag, Monat] 1943 in Beuthen, wohnhaft 1055 Berlin, [Straße, Nr.], ohne Beschäftigung im Abschnitt Korsörer/Schwedter Straße mithilfe und Unterstützung von Angehörigen der Westberliner Polizei die Staatsgrenze der DDR nach Westberlin zu durchbrechen. Beide wurden durch Angehörige der NVA-Grenztruppen gestellt und unter Anwendung der Schusswaffe festgenommen.
https://www.ddr-im-blick.de/jahrgaenge/j...ch-am-26121967/


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02.04.2021 22:34 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2021 22:36)
avatar  Ehli
#83
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Fahnenflucht eines Hundestaffelführers der Grenztruppen
4. Januar 1968
Einzelinformation Nr. 8/68 über die Fahnenflucht eines Hundestaffelführers der 3. Grenzkompanie Unterbreizbach, Grenzregiment Dermbach, am 30. Dezember 1967

Am 30.12.1967, in der Zeit von 12.30 bis 18.30 Uhr, war der Unteroffizier [Name 1, Vorname], geboren [Tag, Monat] 1947, wohnhaft Plauen, [Straße, Nr.], NVA seit 1.11.1966 (Berufssoldat), Hundestaffelführer in der 3. Grenzkompanie Unterbreizbach, Mitglied der SED seit 15.6.1967, als Postenführer mit dem Posten Soldat [Name 2] zum Grenzdienst im Abschnitt Philippsthaler Straße eingesetzt. Gegen 17.20 Uhr befanden sie sich am linken Ufer der Ulster, die in diesem Grenzabschnitt über die Staatsgrenze der DDR nach Westdeutschland fließt.
https://www.ddr-im-blick.de/jahrgaenge/j...r-grenztruppen/


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02.04.2021 22:56
avatar  Ehli
#84
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Festnahme einer US-Bürgerin
1. Dezember 1965
Einzelinformation Nr. 1068/65 über die Festnahme einer US-Bürgerin wegen Verdachts der Beihilfe bei der versuchten Fahnenflucht eines NVA-Angehörigen und der Republikflucht eines weiteren Bürgers der DDR

Am 24.11.1965 wurde die US-Bürgerin [Name 1, Vorname], geb. [Tag, Monat] 1940 in Tennessee/USA, zzt. wohnhaft Berlin 33, [Straße Nr.], Theologiestudentin an der Kirchlichen Hochschule in Westberlin, wegen dringenden Verdachts der Beihilfe zur Fahnenflucht eines NVA-Angehörigen und der Unterstützung bei der Republikflucht eines Bürgers der DDR durch das MfS festgenommen. Die Fahnen- und die Republikflucht konnten verhindert werden. Weitere Untersuchungen werden durch das MfS geführt.
Quelle
BStU, MfS, ZAIG 1137, Bl. 1 (3. Expl.).


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02.04.2021 23:34 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2021 23:44)
avatar  Hanum83
#85
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Festnahme zweier Kinder, 15 und 16 Jahre alt, im GR 23 oder 24, keine Ahnung, irgendwann 7. GK im GR24.
Sie waren ins Grenzgebiet eingedrungen und wurden von einem Gakel festgenommen früh um drei Uhr.
Ich musste diese armen ängstlichen Menschen bewachen, in voller Montur mit Maschinenpistole.
Der Junge erbat für das weinende Mädchen etwas zu trinken und wir hatten im Kompanieflur in Hanum so einen Teebehälter mit den NVA-Plastetassen.
Daraus befüllte ich zwei Tassen, der Polit trat in dem Moment auf den Flur und fragte was ich da machen würde, ich antwortete das ich den Gefangenen etwas zu trinken geben würde.
Er schrie "Das sind Verräter, die bekommen nichts zu trinken!"
Ich habe mich in meinem Leben nie wieder so für mich selbst geschämt wie in diesem Moment.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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02.04.2021 23:54 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2021 23:56)
avatar  Hanum83
#86
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Da schon bedankt für meinen Beitrag mit den gefangenen Kindern ein kurzer Zusatz.
Manchmal waren wir vom dritten Reich nicht ganz so entfernt.
Traurigerweise.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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03.04.2021 00:49 (zuletzt bearbeitet: 03.04.2021 16:33)
#87
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@Hanum
Ich finde es anständig das du es zumindest versucht hast menschlich zu agieren.
Ich weiß durch eigenes erleben das nicht immer und überall so gehandelt wurde wie es der polit bei euch tat. Während meiner Dienstzeit hatte ich drei mal mit festgenommen zu tun. Über den einen hatte ich schon mal geschrieben der in der 1. einen Posten angegriffen hatte und durch die A-Gruppe festgenommen wurde. Er kam zu uns in die Kompanie. Ich hatte UVD. Auf Befehl des OvD (diensthabender des GB) wurde der Koch geweckt der ihm ein paar Brote schmieren musste und zu trinken gab es auch, welches er verweigerte.
Das zweite Mal hatte ich Sicherungs Gruppe und musste Pilz Sammler die im 500 m Streifen festgenommen wurden abholen, es waren 2 ältere Frauen und ein etwa 3jähriges Kind dessen Eltern in Ziemendorf lebten. Die eine Frau hat mich gebeten das Kind bei den Eltern abgeben zu dürfen. Es kam noch ein Gakl dazu mit dem ich darüber sprach und so wurde das Kind zu Hause abgegeben. Dann ging es weiter zur Kompanie wo auf sie von der VP vernommen wurden. Später dann aber entlassen, ich habe die Frauen noch zum Tor gebracht wo sie sich bei mir bedankten.
Das dritte Mal war das Ehepaar aus Rostock das am Aland festgenommen wurde. Auch die beiden wurden auf Befehl versorgt und konnten sich waschen sie hatten die Nacht in nem graben verbracht.
Sie alle wurden bei uns den Umständen entsprechend menschlich behandelt.


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03.04.2021 00:55
avatar  andyman
#88
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Zitat von Ehli im Beitrag #75
Siegfried Widera: Bericht der DDR-Grenztruppen
24. August 1963
ABSCHLUßBERICHT

zum gewaltsamen schweren Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt 1 des GR - 42, WG Massantebrücke
Am 23.08.1963 gegen 19.50 Uhr wurde auf den WG Massantebrücke im Abschnitt 1, 5. GK / GR - 42 durch drei (3) unbekannte männliche Personen ein Überfall getätigt mit anschließendem schweren Grenzdurchbruch in Richtung Westberlin.
https://www.chronik-der-mauer.de/todesop...dr-grenztruppen

Zu grün:Die Straße in Berlin-Karlshorst,in der die Stabskompanie 26 ihren Standort hatte wurde nach Siegfried Widera benannt.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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03.04.2021 08:08
avatar  R-363
#89
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #85
Er schrie "Das sind Verräter, die bekommen nichts zu trinken!"

Was für eine dämliche Drecksau ... (Entschuldigung, was „netteres“ fällt mir gerade nicht ein, trotz Ostern)

Soldat vom 01.11.1971 bis 30.06.2006 StOFä (NVA) a.D.; StFw a.D.

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03.04.2021 08:51 (zuletzt bearbeitet: 03.04.2021 09:07)
avatar  Hanum83
#90
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Zitat von R-363 im Beitrag #89
Zitat von Hanum83 im Beitrag #85
Er schrie "Das sind Verräter, die bekommen nichts zu trinken!"

Was für eine dämliche Drecksau ... (Entschuldigung, was „netteres“ fällt mir gerade nicht ein, trotz Ostern)

So war der Polit ein netter Typ als Offizier, bei Feinden des Sozialismus sah er aber buchstäblich rot.
Eigentlich war der Gakel noch blöder, anstatt die zwei Rotznasen aus dem Grenzgebiet mit Nachdruck zu verscheuchen, machte er einen auf "Huhu, ich hab zwei potentielle Grenzverletzer gefangen!"
Ich hatte Wachbereitschaft als der Anruf in die Kompanie von der Führungsstelle kam das der X. eine Festnahme hat und wir sollten einen LO nehmen und die Deliquenten aufsammeln und in die GK bringen.
Schon als wir da ankamen dachte ich, oje, jetzt fangen wir schon Kinder und wir waren ja keine Polizisten sondern Soldaten, beschämend für einen Infanteristen solche Feinde zu bekämpfen in Ermangellung richtiger
Wirklich alles reichlich irre damals.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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